Beschreibung des Vorschlags
Der RRX5 ist mit 58km die mit Abstand kürzeste Linie im RRX-Netz, gleichzeitig gibt es mit Solingen und Remscheid zwei Großstädte in der näheren Umgebung, die durch eine Expressverbindung nach Düsseldorf, Düsseldorf Flughafen und das westliche Ruhrgebiet enorm profitieren würden.
Wenn man bedenkt, dass Hilden, Solingen und Remscheid zusammen mehr als 300.000 Einwohner haben, ergibt sich ein beträchtliches Fahrgastpotential, das den Einsatz der Desiro HCs in Doppeltraktion erlaubt.
Eine Notwendigkeit hierfür ist die Elektrifizierung der Strecke Solingen-Remscheid, was sich aufgrund der denkmalgeschützten, 107m hohen Müngstener Brücke als schwierig erweist.
Bis auf Solingen Hauptbahnhof müssen auch noch alle Bahnsteige auf eine RRX-taugliche Länge von 225m gebracht werden.
Ebenfalls nützlich wäre eine Geschwindigkeitserhöhung der Strecke Düsseldorf-Solingen von derzeit 120km/h auf mindestens 140, besser noch 160km/h.
Die Strecke Solingen-Remscheid ist derzeit nur für 90km/h freigegeben, auch hier wäre es nützlich, zu prüfen, inwieweit eine höhere Geschwindigkeit möglich wäre.
Mit dieser Verlängerung ist der RRX5 zwar immer noch die kürzeste RRX-Linie, mit 100km ist dies aber noch akzeptabel.

Eine Verlängerung bis Remscheid ist vermutlich wirklich schwierig, aber die direkte Anbindung von Solingen-Mitte nach Düsseldorf und Duisburg halte ich für sinnvoll. Außerdem fände ich es sehr schön, wenn man den RRX5 nutzen würde, um Arnhem endlich vernünftig nach Düsseldorf anzubinden. Der RE19 fährt nur ein Mal pro Stunde, hält an jedem kleinen Dörfchen und braucht dann für die Strecke Arnhem-Düsseldorf fast 2 Stunden. Wenn man den RRX wirklich als Express nach Arnhem fahren würde (z.B. mit den Zwischenhalten D-Flughafen – Duisburg Hbf – Oberhausen Hbf – Oberhausen Sterkrade – Dinslaken – Wesel – Emmerich – Zevenaar) könnte man dem Auto auf der Strecke in Sachen Fahrzeit zumindest halbwegs Konkurrenz machen. ICEs brauchen für die Strecke momentan etwa 1:10 Stunden, ein beschleunigter RRX vielleicht 1:30.
Doof nur, dass die Desiro HCs keine Mehrsystemausrüstung haben. Ansonsten ist diese Idee gut.
Wenn man schon wieder neue Fahrzeuge anschaffen würde, was macht man dan mit den „alten“? Das sind ja immer noch Neufahrzeuge.
Zunächst klingt die Idee gar nicht mal schlecht. Dennoch bringt Sie aber einige Probleme mit sich, wenn man mal auf die Gleislage im Bereich Oberbilk/Eller Mitte schaut.
Wenn wir davon ausgehen, dass die Sechsgleisigkeit Düsseldorf Duisburg fertiggestellt ist müsste die Linie höhengleich auf die S-Bahn Gleise übergeleitet werden. Dort würde es, vor allem in der HVZ zu vielen Trassenkreuzungen kommen.
(S1 mit 3 Leistungen pro Richtung, zzgl. Verstärkerleistungen; S6 mit 3 Leistungen pro Richtung und in der HVZ auch noch die S68 mit 3 Leistungen; die einzelnen Fahrten der S7 darf man ebenfalls nicht außer Acht lassen.)
Um nicht die anderen 4 Leistungen pro Stunde und Richtunge zu vergessen, die ja Kern des Zielkonzeptes sind.
Selbst wenn nur diese Leistung über die Fernbahn gehen würde gäbe es dort ähnliche Probleme. Auch dort müsste die Fernbahn höhengleich mit 60 km/h gekreuzt werden.
So viel erstmal zum Abzweigen von der Haupttrasse.
Dann kommen wir zum nächsten Problem: Selbst wenn er problemlos abzweigen kann ist die Strecke zwischen Abzw. Berg und Eller Gbf „nur dreigleisig“. Hier bestünde definitiv ein Engpass. Und dann käme noch das Problem mit der S1. Diese fährt im 20 min Takt innerhalb von 22 min nach Solingen Hbf. Die Strecke hat zwar zwischen Eller und Hilden eine Freigabe für 140 km/h, aber die können von der S-Bahn voll ausgenutzt werden. Somit wäre der Fahrzeitgewinn des RE´s minimal und somit unrentabel. Auch nicht zu vergessen sind die Taktverstärker der S1/S7 die es dem RE so gut wie unmöglich machen eine freie Fahrtrasse zu finden.
So sehr ich die Vorstellung auch fände von einem RE nach Solingen, so muss die Realität einem leider einen Strich durch die Rechnung machen…
Also in Fahrtrichtung Düsseldorf wäre das kein Problem: Westlich von Eller-Mitte kann der RRX von den S auf das Fernbahngleis wechseln, von wo aus der direkt auf das Fernbahngleis zum Hauptbahnhof kommt.
In Richtung Solingen dürfte das tatsächlich etwas schwieriger werden, allerdings gibt es da zwei mögliche Wege nach Eller: Einmal mit höhengleicher Kreuzung der Fernbahn vor und der S-Bahn hinter dem Abzweig, oder eine höhengleiche Kreuzung der S-Bahn vor dem Abzweig. Je nach aktueller Verkehrslage könnte mal die eine, mal die andere Variante gewählt werden.
Wenn hierfür keine freie Trasse gefunden werden kann, kann man ja auch einen Verstärker der S1 entfallen lassen und den RRX noch zusätzlich in Eller-Mitte halten lassen. Unterm Strich würden für den Großteil der Fahrgäste die Vorteile überwiegen.
Falls diese Linie tatsächlich bis nach Remscheid fahren könnte, würden natürlich die S7-Verstärker ersetzt werden, ebenfalls mit Halt in Eller-Mitte.
In der Tat geht es Richtung Düsseldorf deutlich leichter. Allerdings sind bei Entfall der Verstärker die Nachteile zu groß.
Aber das größte Problem kommt noch ^^. Nämlich die Bahnsteiglängen. In Doppeltraktion sollte das unmöglich sein in Eller Mitte zu halten. Der einzige Halt der dafür geeignet wäre ist Solingen Hbf. Wenn wir dann auch noch bis Remscheid fahren sollten wird selbst der Solo 462 nicht an den Bahnsteig passen. Die entstehenden Kosten für eine Elektrifizierung und eine Bahnsteigverlängerung würden definitiv den Kostenrahmen sprengen.
Bis auf Gleis 8 am Solinger Hauptbahnhof, welches derzeit nur für die beiden S7-Verstärker genutzt wird, sind alle Bahnsteige 150m lang.
Das Gleis in Solingen ist über 400m lang, da dort auch FV-Züge halten können.
In Remscheid sind die Bahnsteige zwar nur 120m lang, weitere 30m sind derzeit gesperrt und von Pflanzen überwachsen.
Man könnte also entweder schon in Düsseldorf den hinteren Wagen abkoppeln (nicht empfehlenswert), oder im hinteren Fahrzeug nicht alle Türen öffnen, wie es beim RE5 in Sinzig, Bad Breisig und Remagen gemacht wird.
Langfristig ist eine Bahnsteigverlängerung aber unerlässlich.
Man darf aber auch nicht vergessen: Remscheid und Solingen sind beides Großstädte, die diese Investition auch gerechtfertigt.
Die Verlängerung bis Remscheid ist alleine schon deswegen unrealistisch, da die Müngstener Brücke keinen schweren Doppelstockzug tragen kann – Elektrifizierung hin oder her. Vor allem werden sich auch keine Investitionen für irgendwelche zeitweiligen Halte rechnen – die Linienführung des RE6 vom Flughafen Köln/Bonn über Köln HBf und Neuss nach Düsseldorf entspricht der des zukünftigen RRX3, der den RE6 ersetzen wird.
Ich glaube, du verwechselst hier meine beiden Vorschläge zu RRX5 und RE6:
Die zeitweilige Umleitung des RE6 habe ich hier vorgeschlagen.
In diesem Vorschlag hier geht es um die Verlängerung des RRX5 Wesel-Düsseldorf über Solingen nach Remscheid.
Da das RRX-Netz ja in ungefähr 15 Jahren umgesetzt wird, muss man dann mal schauen, was mit der Brücke ist. Im Jahr 2014 wurde die Brücke für 30 Millionen Euro saniert, trotzdem geht man von einer restlichen Nutzungszeit von lediglich 30 Jahren aus.
Der Neubau der Brücke wurde bereits vor der Instandsetzung erwägt, jedoch hat man sich für die Sanierung entschieden.
Trotzdem ist die Müngstener Brücke ein Bauwerk mit Verfallsdatum, das irgendwann ersetzt werden muss. Bei diesem Ersatz kann man direkt die 400t schweren Desiro HC-Doppeltraktionen einplanen.
Ursprünglich hatte die Bahn vor der Sanierung der Müngstener Brücke ja auch einen Neubau in Beton direkt daneben geplant, was dann aber wenig überraschend am Denkmalschutz gescheitert ist. Bliebe praktisch nur ein Brückenneubau in der bestehenden Form, wobei auch in Zukunft niemand bereit sein dürfte diesen zu bezahlen.
Die Idee hatte ich auch schon länger im Hinterkopf und halte sie entsprechend für sehr gut. Aufgrund der Schwierigkeiten der Elektrifizierung würde ich jedoch (erstmal) nur bis Solingen Mitte führen. Und wegen der angesprochenen kapazitiven Schwierigkeiten, könnte man überlegen erstmal nur jeden zweiten RRX zu verlängern.
Meinst du mit jeden zweiten RRX verlängern einen T120, oder einen T60, bei dem das hintere Fahrzeug in Düsseldorf abgekoppelt wird?
Ich meinte eigentlich einen T120, bei „nur“ kürzeren Zügen hat man ja die gleiche kapazitive Auslastung der Strecke. Zugegebenermaßen ist ein T120 aber nicht sonderlich attraktiv.
Die Frage wäre halt, ob bei einer Elektrifizierung auch die S-Bahn nach Solingen (- Remscheid) verlängert wird bzw. wie dann das Gesamtbild aussieht.
Auf jeden Fall wird es bei einer Elektrifizierung der Strecke eine Direktverbindung Remscheid-Düsseldorf geben, dafür haben sich alle letzten Remscheider Oberbürgermeister (bisher vergeblich) stark gemacht.
Wie die aussehen wird, ist reine Spekulation.
Denkbar halte ich zwei Szenarien:
1. Durchbindung S1 + S7 oder Verlängerung S7 nach Düsseldorf und Verkürzung S1 bis Düsseldorf
2. Einführung einer RE-Leistung, wie hier dargestellt.
T120 aber nicht sonderlich attraktiv.
Das stimmt, darüberhinaus ist ein T120 für 300.000 Einwohner auch ein Witz.
bei „nur“ kürzeren Zügen hat man ja die gleiche kapazitive Auslastung der Strecke.
Da ja ein durchgehender Taktfahrplan herrscht, glaube ich nicht, dass das viel bringen würde. Während in der einen Stunde alles beim Alten bleibt, hat man die Kapazitätsprobleme in der anderen Stunde. Da kann man auch direkt den T60 einführen.
Des Weiteren bezweifle ich, dass die Kapazität nicht ausreicht, da ja zweimal am Tag bereits S7-Verstärker als Express nach Düsseldorf durchgebunden werden.
Ich würde erstmal (wie gesagt) nur bis Solingen Mitte gehen, bis Remscheid kann man immer noch verlängern, wenn man eine Lösung für die Müngstener Brücke gefunden hat.
„1. Durchbindung S1 + S7 oder Verlängerung S7 nach Düsseldorf und Verkürzung S1 bis Düsseldorf“
Wenn wir mal davon ausgehen, dass nicht die gesamte Strecke sondern nur der Abschnitt Solingen Hbf – Solingen Mitte (bzw. später bis Remscheid Hbf) elektrifiziert wird, ist eine komplette Durchbindung nicht möglich. Und einen Bruch der S-Bahn in Düsseldorf stelle ich mir auch schwierig vor, da dann viele Züge auf einmal am Hbf wenden und ggf. aussetzen müssen. Bliebe also nur:
A: Beibehaltung des Linienwechsels in Solingen Hbf
B: Verlängerung der S1 bis Solingen Mitte bzw. Remscheid (und Zurückziehen der S7)
A würde den Nutzen einer Elektrifizierung deutlich senken und könnte diesen schließlich sogar unwirtschaftlich machen. B würde entweder zu einem Parallelverkehr von S1 und S7 führen oder zu den östlichen Zielen der S7 einen zusätzlichen Umstieg erfordern. Gleichzeitig gäbe es mit S1 und RRX5 schon zwei Verbindungen nach Düsseldorf.
Würde dann folgendes S-bahn-Konzept nicht mehr Sinn machen, die S1 wird ja in Duisburg geteilt, dann könnte man das mehr doch so machen:
S1: Duisburg-Mühlhei a.d.R-Essen-Bochum-Dortmund
S7: (Wuppertal-)Remscheid-Solingen-Düsseldorf-Duisburg
Macht das nicht mehr Sinn, da Duisburg noch den Vorteil hat, das dort Kapazitäten vorhanden sind und die Bahnstrecke K-DU nicht zusätzlich belastet wird. Da die S7, die S1 ersetzt
Früher gab es mal die S7 Solingen-Düsseldorf Flughafen.
Ich hab mal recherchiert: Diese S7 wurde in die S1 integriert, als zwischen Duisburg und Düsseldorf Flughafen die S-Bahngleise gebaut wurden. Vorher fuhr die S1 nur zwischen Dortmund und Duisburg.
Ich würde dann jetzt sagen:
S7 Wuppertal-Remscheid-Solingen- Düsseldorf- Duisburg und
S1 Duisburg- Mülheim- Essen- Bochum- Dortmund (-Kamen)