Beschreibung des Vorschlags
Der ÖPNV in Spandau ist überlastet. Bisland enden alle S-Bahnen, sowie die U7 am Bahnhof Spandau. Dies soll sich in den nächsten Jahr(zehnt)en ändern.
Die U2 endet aktuell noch in Ruhleben, die Verlängerung nach Spandau ist aber baulich vorbereitet. Die gängige Ausbauplanung über Spandau hinaus geht in Richtung des Falkenhagener Feldes, wo die Verknüpfung mit der S-Bahn geplant ist.
Ich versuche hier, einen Ausbau der U2 über Spandau hinaus aufzuzeichnen, der Verkehrlich nützlicher ist. Voraussetzen tue ich die Verlängerung der S-Bahn über Lehrter, Bötzow- und Siemensbahn nach Albrechtshof, Falkenhagener Feld und Hakenfelde, sowie die der U2 bis Spandau.
Abgrenzung:
Der Bedarf nach leistungsfähigeren Verkehrsmitteln für den Spandauer Nordern ist grundsätzlich bekannt. Der Senat, Bündnis Straßenbahn, sowie Teile des Forums stellen sich auf der Trasse eine Straßenbahn vor. Dies halte ich angesichts des gegewärtigen T3,3 des Busverkehrs perspektivisch für nicht ausreichend. Der einzig vaage vergleichbare Vorschlag stammt von Geomaus007. Allerdings ferfehlt er die Neustadt und die Siedlungsschwerpunkte in Maselake.
Bedarf und Vorteile gegenüber Verlängerung ins Falkenhagener Feld:
Nach Norden und Westen gibt es zwei überlastete Bustrassen. Die Busse 137, M37 und X37 fahren vom Bahnhof Spandau über Falkenseer Damm und Falkenseer Chausse ins Falkenhagener Feld. Die Busse 136, M36 und X36 über die Neuendorfer und Streitstraße nach Hakenfelde. Beides rechtfertigt grundsätzlich eine Schnellbahnanbindung. Sowohl nach Hakenfelde, als auch ins Falkenhagener Feld soll eine S-Bahn verlängert werden. Allerdings führt die Bötzowbahn, über die S-Bahnen ins Falkenhagener Feld fahren sollen, binnen zwei Stationen direkt ins Spandauer Zentrum. Die Siemensbahn, die den Norden Hakenfeldes anschließen soll, wird zwar ins Berliner Zentrum fahren, allerdings ist dieses wesentlich weiter entfernt. Außerdem hat in Spandau der Binnenverkehr ganz besonderen Stellenwert.
Die Verknüfpfung von U2 und S-Bahn im Falkenhagener Feld ist wenig attraktiv. Beide Bahnen fahren erst nach Spandau, dann verlaufen sie mehr oder minder parallel durch Charlottenburg zum Zoo und zum Alexanderplatz. Die Siemensbahn soll allerdings die Nord-Süd-Relation bedienen. Eine Verknüfung mit der U-Bahn stellt neue Verbindungen her.
Der S-Falkenhagener Feld wird bei Fertigstellung einen relevanten Teil der ÖPNV-Nachfrage decken. In seinem Wirkbereich leben etwa 8000 Menschen. Westlich von ihm, teilen sich die 37er Buslinien auf.
Anders sieht es in Hakenfelde aus. Der Standort des künftiges S-Bahnhofs steht noch nicht fest, er wird wohl aber in der dicht besiedelten Ortslage Maselake liegen. Der Großteil des Bedarfs, den die 36er Busse zu decken versuchen, hängt allerdings mit der geschäftigen und dicht besiedelten Neustadt zusammen. Diese ist mit Krankenhaus und Geschäften auch für Menschen interessant, die nicht in ihr wohnen. Das Falkenhagener Feld dagegen ist eine reine Trabantensiedlung. Die Spandauer Neustadt wird durch den S-Hakenfelde völlig verfehlt. Auch ist die Neuendorfer Straße, über die der Busverkehr läuft, anders als die Falkenseer Straße/Chaussee, nicht breit genug, für eine Bus/Straßenbahnspur. Eine U-Bahn brächte hier einen wesentlich größeren Qualtätsgewinn.
Führung:
Die U2 schwenkt hinter dem U-Rathaus Spandau nach Westen. Dort quert sie den Münsingerpark und die Galenstraße.
Beim Bau des U-Rathaus Spandau wurde die U2 berücksichtigt. Die Bahnsteige und Tunnelstumpfe gibt es bereits. Bis zur Galenstraße kann in offener Bauweise gearbeitet werden.
Hinter der Galenstraße wird die U-Bahn im Einschnitt geführt, der in Höhe Petersenweg und Jenneweg von Fußgängerbrücken überspannt wird. Von diesen Fußgängerbrücken aus erfolgt der Zugang zum U Hohenzollernring.
Der Bahnhof erschließt die einwohnerstarken Wohngebiete nördlich der Seegefelder Straße (ca. 3500 Einwohner) und östlich des Falkenseer Damms (ca. 1700 EW).
In Verlängerung des Borchertweges wird der Einschnitt nocheinmal überbrückt bevor die Bahn vor Kreuzung des Hohenzollernringes wieder im Tunnel verschwindet.
Der U Falkenseer Damm erschließt ca. 4000 Einwohner im Wohngebiet östlich der Zeppelinstraße sowie Teile der Neustadt. Außerdem erlaubt er Umstieg zu den Bussen der 37er Reihe ins Falkenhagener Feld.
Hinter dem Falkenseer Damm wird die U-Bahn als Unterpflasterbahn unter Frobenstraße und Hügelschanze bis zum U Neustadt Spandau geführt. Dieser erschließt abertausende Menschen, das Klinikum Spandau, sowie das Gewerbegebiet nördlich der neuen Bergstraße.
Hinter dem U Neustadt Spandau schwenkt die U2 nach Norden unter die Streitstraße, der sie bis zur Hakenfelder Straße folgt.
Unter der Streitstraße habe ich die U-Bahnhöfe „Spandau Nordhafen“, „Maselake“ und „S Hakenfelde“ eingezeichnet. Ich bin dabei von der überwiegend oberirdischen Realisierung der Verlängerung der Siemensbahn ausgegangen. Die anderen beiden Varieanten enden mit S-Bahnhöfen auf Höhe des Nordhafend bzw. unter dem Parkplatz des Maselake-Zentrums. Die U-Bahnhöfe sind der Planung der Siemensbahn anzupassen.
Optional möchte ich noch die Verlängerung bis zum U Havelmarina anführen. Nördlich des Aalemankanals sind Wohnungen für 2000 Menschen gebaut oder geplant. Sollte dort weiter gebaut werden, könnte die Verlängerung Sinvoll sein, vor allem, da sie in Teilen oberirdisch gebaut werden könnte. Die Flächen hierfür, sowie für eine Abstellanlage, sollten freigehalten werden.
Gegenüber einer Trassierung unter der Neuendorfer Straße brauche ich ca. 700m mehr. Dies müsste finanziell durch ca. 800m oberirdische Führung ausgeglichen werden.
Die etwas umwegige Führung hat mehrere Vorteile: Der U Falkenseer Damm erschließt gegenüber einem U-Bahnhof am Falkenseer Platz wesentlich mehr Menschen neu. Der Falkenseer Platz befindet sich in mittelbarer Nähe zum U Altstadt Spandau, außerdem muss er aufgrund des Straßennetzes von allen Bussen, die in Richtung Norden und Westen fahren, angefahren werden. Es käme zwischen Rathaus Spandau und Falkenseer Platz zu parallelverkehr von U7, U2 und den Bussen der 37er Reihe.
Außerdem erschließet der U Falkenseer Damm zusammen mit dem S Falkenhagener Feld zwei der fünf lauf FNP geplanten U-Bahnhöfe unter der Falkenseer Chaussee. Dadurch wird auch der Korridor ins Falkenhagener Feld wesentlich entlastet.
Außerdem verläuft die Neuendorfer Straße nah am Wasser. Ein guter Teil des Erschließungsraums der U-Bahn würde in der Havel landen. Der U Neustadt Spandau liegt wesentlich Zentraler.
Busverkehr:
X36 wird im Süden bis S+U Hakenfelde eingekürzt
136 Entfällt
M36 wird zu 136 und verkehrt S+U Hakenfelde nach U Haselhorst
641 und M45 verkehren im Norden wie gewohnt, werden im Süden über Askanierring auf die Neuendorfer Straße umgeleitet und übernehmen die Trasse der 36er Busse
337 entfällt

Hi EinBerliner!,
Du hast meinen Vorschlag verlinkt. Ein paar Sachen dazu.
1. Dieser Trassenverlauf (und damit auch deiner) wurden bereits einmal von offizieller Seite geplant.
Hierbei möchte ich auf einen Artikel hinweisen:
VG Geomaus007