4 Kommentare zu “Straßenbahn nach Staaken

  1. Mir gefällt die Linie aus folgenden Gründen nicht:

    1. Der Tunnel am Theodor-Heuss-Platz ist problematisch: Zum einen werden die Kosten dadurch in die Höhe getrieben, zum anderen ist das sonst übliche Fahren auf Sicht nicht möglich, stattdessen brauchen alle Straßenbahnen dazu eine separate Tunnelausrüstung.

    2. Ich würde weiter auf der Kantstraße bleiben anstatt den Bogen über den Bahnhof Charlottenburg zu nehmen, da man dadurch 1-2 Minuten sparen kann. Zudem glaube ich, dass die Hauptpendlerrelation Richtung Bahnhof Zoo führt. Ein weiterer Aspekt gegen deine Trassierung ist, dass man mit der Straßenbahn über den Kudamm eine Verlängerung der U1 unmöglich machen würde.

    3. Auch wenn ich prinzipiell Express-Straßenbahnen nicht abgeneigt bin (siehe hierhier, hier oder hier), sehe ich das hier durchaus ein wenig kritischer: Deine Führung als Express ist nur möglich, da du die M49 am Olympiastadion brichst, was für durchgehende Fahrgäste extrem unattraktiv ist.
    Dazu wird das künftige Westberliner Straßenbahnnetz ein wirkliches Netz werden, sodass es zahlreiche fahrplantechnische Zwangspunkte gibt, nicht wie in NRW lediglich auf der entsprechenden Stammstrecke. Eine Verspätung breitet sich somit noch deutlich stärker auf das gesamte Netz aus. Da die Express-Straßenbahnen verspätungsanfälliger als normale Linien sind, birgt das im Gesamtnetz deutlich mehr Gefahren.

    1. Bei 1 stimme ich dir volkommmen zu. Hier macht wen eine oberirdische Streckenführung mehr Sinn.

      2:  Denke er macht das weil es sonst ja ab THP mehr oder weniger eine parallele Führung mit der U2 macht aber ja, auch sinnvoll.

      3: Auch hier stimme ich zu das eine normale Tram mehr Sinn macht.#

      Dazu noch folgendes:

      Eine Weiterführung bis Albrechtshof macht meiner Meinung Sinn, da dadurch ein gute Nord-Süd Verbindung geschaffen wird.

      Dein Taktmuster ist für mich ein bisschen verwirrend. Mach doch lieber eine Linie mit ordentlichem Takt.

       

    2. Am Theodor-Heuss-Platz hätte ich eigentlich nichts gegen eine oberirdische Linienführung. Die Frage ist nur, ob und wie sich das machen ließe. Man könnte vielleicht höchstens in der Reichsstraße eine Ampel platzieren und auf gleicher Höhe den Kreisverkehr selbst ebenfalls mit einer Ampel regeln. Normalerweise lässt man die Straßenbahn ja nicht ungesichert die Spur wechseln. 
      Beim Bogen über den Ku’Damm war meine Absicht, dass die Anbindung der wichtigsten Einkaufsstraße Berlins verbessert werden sollte. Dafür kann man die 1-2 Minuten Fahrzeitverlängerung schon in Kauf nehmen, zumal man Richtung Wittenbergplatz mit Umstieg zur U1 gleich schnell sein dürfte.
      Am Bahnhof Zoo selbst gibt es ja eigentlich nicht viel. Dieser ist nur als Knotenpunkt wichtig, um zur U2, U9, der Stadtbahn und ein paar Buslinien umzusteigen. Die erwähnten U-und S-Bahnlinien werden bei der Linienführung via Ku’Damm aber vor dem Bahnhof Zoo schon erreicht. Dafür muss ich nur noch die Haltestelle bei der U-Bahn-Station Ku’Damm einzeichnen. Das einzige, was wirklich gegen diese Linienführung spricht, ist die fehlende Möglichkeit einer gleichzeitigen U1-Verlängerung. Die Frage ist nur, ob eine Straßenbahn auf ganzer Länge der M29 nicht sowieso sinnvoller wäre als eine U1 bis Halensee oder Westkreuz. 
      Das Brechen der M49 am Olympiastadion halte ich  für kein allzu großes Problem. Die Umsteigeverbindung zum Bahnhof Zoo wäre dann nämlich sogar schneller als heute via Heerstraße. Ungünstig ist nur die Tatsache, dass der Wittenbergplatz und der Potsdamer Platz nicht mit einem Umstieg erreichbar wären. Allerdings würde sich zumindest die Fahrzeit nicht verlängern. 
      Im Hinblick auf das restliche Westberliner Netz dürften bei der Expresslinie eigentlich keine Probleme entstehen. Auf der ganzen Strecke Zoo-Staaken wären nur am Zoo selbst und eventuell am Ku’Damm noch andere Linien unterwegs. Auf dem Abschnitt mit unterschiedlichen Haltemustern sind aber nur zwei Linien vorgesehen, also die X49 und entweder die M49a oder M49b. Mögliche Linien innerhalb von Spandau würden an der Heerstraße enden und nicht in Richtung Charlottenburg durchgebunden. Also für eine mögliche M36-Straßenbahn wäre zum Beispiel in Alt-Pichelsdorf Endstation. 

      1. Ich finde den Weg über den Ku’damm durchaus reizvoll, gebe aber zu bedenken, dass auch die Kantstraße von großer Bedeutung ist. Das Ziel ist nicht unbedingt nur der Bahnhof Zoo. Im Bereich der Kantstraße befinden sich auch noch weite Teile der City-West, mit zahlreichen Arbeitsplätzen, Kulturinstitutionen, Einrichtungen usw., so dass mindestens eine Linie auch von der Heerstraße über die Kantstraße zum Zoo fahren muss. Eine weitere könnte aber die Rpute über den Ku#damm nehmen, auch wenn dieser keineswegs die wichtigste Einkaufsstraße Berlin ist. Das ist nämlich erwiesenermaßen die Schlossstraße in Steglitz.

        Die Führung von Linien zum Olympiastadin sehe ich dagegen äußerst kritisch. Was soll man da? Okay, für Fußballspiele oder andere Veranstaltungen wäre ein solcher Abzwig sinnvoll, aber im Normalfall ist dort so gut wie nichts los. Da wäre eine durchgehende Führung der Straßenbahn weitaus sinnvoller. Eine Expresslinie braucht man auch nicht.

        Deine Führung am Theo wäre zudem stadteinwärts äußerst ungünstig, weil sich weite Wege zur U-Bahn ergeben würden. Die Trasse müsste daher in beiden Richtungen am nördlichen Rand der Mittelinsel verlaufen. Von dort könnte sie auch den Kreisverkehr zwichen Reichs- und Heerstraße kreuzen und im Grünstzreifen zwischen Haupt- und nördlicher Nebenfahrbahn bis zur Stößenseebrücke verlaufen, also auf ihrer alten Trasse.

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