Beschreibung des Vorschlags
Nun, das Problem am Berliner Platz in Stuttgart muss ich wohl nicht erklären; das haben andere bereits besser getan. (siehe Alternativvorschläge). In diesem Vorschlag möchte ich meine zweite Variante für den Berliner Platz präsentieren.
Sie soll die Kapazität und Geschwindigkeit erhöhen, sowie das Netz für Voll-U-Bahnlinien vorbereiten.
Ich habe in dieser Lösung versucht, im Gegensatz zu meinem ersten Entwurf alles unter die Straßenfläche zu quetschen, um eine vollständig offene Bauweise ermöglicht.
Verlauf:
Allgemein habe ich die Funktionalität des aktuellen Berliner Platzes beibehalten, es ergeben sich also keine neuen Verbindungen. In meiner unterirdischen Führung des Berliner Platzes gibt es drei Hauptebenen, auf denen sich jeweils ein Bahnsteig befindet.
Ebene (-)1 und (-)3 beherbergen die Linien, welche über den Rotebühlplatz fahren. Diese haben jeweils drei Richtungen; Eine in den Westen zur Station Schloss-/Johannesstraße, eine in den Norden zur Rosenberg-/Seidenstraße und eine in den Osten zum Börsenplatz.
Während die Tunnel in den Norden den Ost-West-Tunnel unter- bzw. überqueren, um ca. 300m nördlich auf Straßenhöhe anzukommen, biegen die jeweiligen Kurven zwischen die Gleise des Ost-West-Tunnels ab und führen anschließend in einer Rampe auf dessen Höhe. Die Kurven laufen dann in Weichen zusammen.
Ebene (-)2 beherbergt den Ost-West Verkehr, heute also die Linie U9. Hier gibt es zwischen den Rampen der jeweiligen Kurven einen Mittelbahnsteig.
Trassierung und Höchstgeschwindigkeiten:
Wie schon erwähnt, habe ich versucht möglichst unter dem Straßennetz zu trassieren, um eine offene Bauweise zu ermöglichen. Ein komplett bergmännischer Tunnel finde ich zu utopisch, jedoch halte ich eine höhenfreie Kreuzung trotzdem für notwendig und zukunftssicherer.
Die geraden Abschnitte lassen sich prinzipiell mit hohen Geschwindigkeiten befahren (z.B. 80km/h), für alle Rampen (die vier Kurven, Rampen in den Norden, Rampen Rotebühlplatz-Bahnsteige A/B) kann die Geschwindigkeit jedoch trotz gerader Führung geringer ausfallen, da ich mit einer Steigung von 6% geplant habe.
Die Kurvenradien sind aufgrund der ebengenannten Gründe ziemlich klein ausgefallen. Alle vier sind mit dem Radius 65m trassiert und ermöglichen somit eine Geschwindigkeit von ca. 40-45 km/h. Diese können aber kleiner ausfallen, falls die von mir gewählten Abständen zu den Gebäuden zu klein sind. Meiner Meinung nach gehen diese Geschwindigkeiten aber in Ordnung, da die Kurven sehr nah den Bahnsteigen sind und die mögliche Geschwindigkeit somit nicht wirklich übertroffen werden kann.
Verkehrlicher Nutzen:
Für den verkehrlichen Nutzen verweise ich auf den ersten Vorschlag von Eurozug.
Vorteile:
– hoher Leistung
– 120m Bahnsteige und höhenfreie Kreuzung (-> für U-Bahnlinien)
– vollständig unter Straßen (-> offene Bauweise, günstig)
Nachteile:
– drei unterirdische Ebenen (-> tiefe Baugrube)
– Bahnsteige auf drei Ebenen (-> komplex, schwierig untereinander zu verbinden)
– ungroßzügiger Neubau (-> Kurvenradien, Steigungen)
Andere Vorschläge:
– von Eurozug: V1, V2, V3
– von 103612
– von U Bahnnerd
– von mir (Floh98, siehe Vorwort)
Ich freue mich über konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge!
