Beschreibung des Vorschlags
Ich würde euch hier gerne meinen Entwurf für eine SPNV-Erschliessung des Freiburger Stadtteils St. Georgen präsentieren. Bisher sind Versuche des Baus einer Stadtbahn immer daran gescheitert, dass dadurch viele Häuser abgerissen werden müssten und man sich daher mit der Buserschliessung durch die Linien 11 und 14 sowie des RB-Halts an der Rheintalbahn zufrieden gegeben hat.
Mein Vorschlag versucht dieses Problem zu umgehen: Statt einer Führung über die Andreas-Hofer-Straße oder die Besançonallee ab Munzinger Straße führt die hier vorgestellte Strecke über die Basler Landstraße. Diese ist deutlich breiter, so dass meiner Einschätzung nach keine Rückbauten erfolgen müssten, und weist weniger enge Kurven auf die bisherigen Vorschläge. Die Tram würde wohl vollständig gemeinsam mit dem restlichen Verkehr Verlaufen, aber das Verkehrsaufkommen hält sich hier eigentlich in Grenzen. Nichtsdestotrotz sollte es kein Problem sein, ebenfalls Radfahrern und Fussgänger genug Platz zu schaffen.
Im Gegensatz zu anderen hier bereits genannten Vorschlägen startet die Linie nicht im Vauban, auf der Haid oder am Dorfbrunnen in Haslach. Stattdessen wird die Neubaustrecke in der Unterführung der Höllentalbahn von der Linie 5 abgezweigt. Von dort führt die Strecke in Mittellage entlang der Baslerstraße südlich der Gartenstadt und nördlich des Schildackers bis zur Stadtteilgrenze St. Georgen. Durch zwei Haltestellen wären diese Gebiete; vor allem aber der Schildacker, wo immer mehr Stadtentwicklungsgebiete entstehen, endlich besser angebunden. Danach führt die Trasse südlich der Schnellstraße bis zum Kreisel Am Mittweg/Uffhauser Straße. Danach geht es wie beschrieben entlang der Basler Landstraße über die Kirche St. Georg bis zur Endhaltestelle Langgasse, wo nicht nur ein guter Zugang ins Zentrum Wendlingen gewährleistet ist, sondern auch mögliche Neubaugebiete am Ortsrand profitieren könnten.
Die Linie hat von mir chronologisch die Nummer 6 enthalten und könnte in einem ersten Schritt über die Johanneskirche zum Europaplatz führen, wo die Fahrzeugläufe auf die Linie 5 gen Rieselfeld übergehen, oder als Verstärker durch Herdern bis zur Hornußstraße, wie es früher bei der Linie 5 einst der Fall war. In meinem persönlichen Masterplan zweigt die Linie 6 allerdings an der Heinrich-von-Stephan-Straße ab und führt via Schnewlinbrücke, Hauptbahnhof/Konzerthaus, Friedrichstraße zum Europaplatz und von dort über eine weitere Neubaustrecke entlang des Schlossbergrings bis zur Musikhochschule (Oberau).
Die Buslinien 11 und 14 sollen in ihrer heutigen Form entfallen und durch eine neue Linie ersetzt werden, die ähnlich wie die Linie 27 für Herdern fungiert. Ab Haid soll der Linienweg der aktuellen Linie 11 bis zur Innsbrucker Straße (Vauban) beibehalten werden. Hier könnte die Linie entweder Enden oder über die Wiesental-, Feldberg- und Staufenerstraße (ab hier bisheriger Verlauf der 14) in den Stühlinger und weiter zum Hauptbahnhof geführt werden.
Der bisherige Haltepunkt St. Georgen der RB27 (zukünftig S4 bzw. S41) sollte aufgelassen werden; dafür plädiere ich für einen Haltepunkt „Vauban“ an der Innsbrucker Straße, so dass der Bezirk St. Georgen Süd (Bifänge) sowie die Stadtbahnlinie 4 direkt erreicht werden können. An der Güterbahn soll perspektivisch die S-Bahn Linie S3 einen Haltepunkt „St. Georgen (Wendlingen)“ erhalten, welcher entweder an der Straßenüberführung der Obergasse oder der Malteserordenstraße entstehen soll.
Nun die einzelnen Haltestellen im Überblick (in Richtung Endhaltestelle St. Georgen):
Fichtestraße: Nahe der aktuellen Bushaltestelle, position etwas näher Richtung Kreuzung für bessere Erreichbarkeit für Fußgänger aus Eschholz- und Lörrachstraße.
Schönbergstraße: Zwischen der bestehenden Fußgängerbrücke und dem Abzweig der Wiesentalstraße; Zugang zu Stadtentwicklungsgebiet Schildacker und Industriegebiet, Schulen in Haslach, Sportanlagen St. Georgen und dem Nahversorgungszentrum.
Am Mettweg: In der „Insel“ der Anschlussstelle der Schnellstraße (=getrennt vom restlichen Verkehr), um keinen Rückstau auf die B3/B31 oder in den Kreisel zu Verursachen.
Blumenstraße: direkt an der Kreuzung der gleichnamigen Straße vor dem Hotel/Restaurant „Zum Schiff“
Gebhard-Kromer-Straße: optionale Haltestelle vor allem für das nördlich gelegene Neubaugebiet, bei nicht-Ausführung wandert die Haltestelle Blumenstraße westlich der o.g. Straßenkreuzung.
St. Georgen Kirche: Zwischen den Straßenkreuzungen Malteserordenstraße und Tiengener Straße vor der gleichnamigen Kirche St. Georg, Anbindung Wendlingen und Übergang zum Bus nach Haid oder über die Andreas-Hofer-Straße.
Langgasse: Da an der Kirche keinen Platz für eine Endhaltestelle ist, muss die Strecke zu einem geeigneten Punkt verlängert werden; hier wären bestehende sowie mögliche zukünftige Neubaugebiete erschlossen.
Das Konzept verfolgt das Ziel, den Stadtteil endlich an der Tramnetz in Freiburg anzubinden, ohne dass die historischen Ortskerne von Wendlingen und Uffhausen darunter leiden. Gleichzeitig bleiben die Anrainer nahe der Rheintalbahn durch eine Buslinie dennoch angebunden. Der Bahnhöfe werden so neugeordnet, dass möglichst viele Menschen davon profitieren und Übergänge zu anderen Verkehrsträgern entstehen. Ich freue mich auf Feedback zu meinem ersten Vorschlag auf dieser Plattform 🙂
