Beschreibung des Vorschlags
Die Stadtbahn Bielefeld ist ein Erfolgsmodell. Die Bahnen sind voll, der Innenstadttunnel ist ausgelastet und durch Verstärkerfahrten wird auf mehreren Linien zumindest teilweise ein 5-Minuten-Takt angeboten. Weitere Netzerweiterungen, wie die Linie 1 nach Sennestadt, die Strecke nach Hillegossen oder eine Nordverlängerung nach Jöllenbeck sind bereits in Planung und werden mehr oder weniger zeitnah realisiert.
Auch vom Endpunkt Lohmannshof ist eine Verlängerung um zwei Haltestellen geplant, um die Erweiterung des Hochschulcampus und die dicht bebauten Wohngebiete an der Dürerstraße an die Stadtbahn anzubinden. Eine weitere Verlängerung von dort aus als Querverbindung nach Babenhausen befindet sich aktuell in der Ideenphase und könnte vor allem dann auf die Tagesordnung kommen, wenn der Wohnungsbau in Babenhausen weiter voranschreitet. Zum Beispiel auf dem Gebiet Am Poggenpohl oder nördlich der Babenhauser Straße.
Darüber hinaus möchte ich anregen einen zweiten Stadtbahnast ab Lohmannshof über Großdornberg nach Werther (Westfalen) zu errichten und damit eine attraktive Direktverbindung ins Umland zu schaffen und die Stadt Werther mit über 11.000 Einwohnern enger mit Bielefeld zu vernetzen.
Diese Stadtbahntrasse wäre eine enorme Chance für die Stadtentwicklung von Werther. Man wäre in nur knapp über 20 Minuten direkt in der Bielefelder Innenstadt. Werther liegt näher am Jahnplatz als die Sennestadt, die demnächst eine Stadtbahnanbindung erhalten wird. Durch die komfortable und dicht getaktete Verbindung zur Universität, sowie ins Bielefelder Zentrum würde die Stadt Werther zu einem attraktiven Wohnort.
Die Buslinien nach Werther bilden zurzeit gemeinsam einen ungefähren 15-Minuten-Takt, der seit der Einkürzung der Linie 21 aus den Linien 61 bis 64 gebildet wird. Außerdem verkehren zwischen Lohmannshof und Großdornberg noch die Buslinien 57 und 58, die dann auf verschiedenen Wegen nach Babenhausen verkehren und die verstreuten Wohnsiedlungen dazwischen bestmöglich erschließen.
Der Nahverkehrsplan der Stadt Bielefeld sieht vor den Busverkehr nach Werther in Kooperation mit dem Landkreis auf einen 10-Minuten-Takt zu verdichten, der dann wiederum aus drei Linien im Halbstundentakt bestehen würde, statt wie heute vier Linien im Stundentakt. Außerdem soll die Buslinie 57 mittelfristig auf einen 20-Minuten-Takt verdichtet werden, sowie die Linie 58 aufgeteilt werden in verschiedene Linienäste mit eigenen Nummern. Eine komplett neue Regionalverbindung soll zwischen Steinhagen und der Universität geschaffen werden.
Eine Stadtbahnverlängerung sehe ich somit als hinreichend begründet, vor allem wenn man mittelfristig eine engere Verbindung mit dem Umland herstellen möchte. Wenn das nicht der Fokus der Entwicklung ist, haben andere Strecken natürlich höhere Priorität, weil sie einfach mehr Potenzial erreichen können als eine reine Überlandlinie.
Durch die Entwicklung einer neuen Stadtbahnachse müssten natürlich die Buslinien umgestaltet werden, damit man ein sinnvolles Gesamtkonzept erreichen kann. Die Linien zwischen Werther und dem Jahnplatz müssten eingekürzt werden, beziehungsweise entfallen vollständig, das ist die naheliegendste Anpassung. Die Linie 61 würde dann halbstündlich zwischen Werther und Halle verkehren (eventuell mit einer Durchbindung nach Gütersloh) und die Linie 62 ebenfalls halbstündlich zwischen Werther und Borgholzhausen.
Darüber hinaus bleiben die Buslinie 24 über die Dornberger Straße, sowie die tangetiale Buslinie 57 größtenteils unverändert. Ebenfalls werden die einzelnen Schülerfahrten der Linien 68, 157 und 163 parallel zur neuen Stadtbahn erhalten, um Umsteigezwänge im Schülerverkehr zu vermeiden.
Gestrichen wird die Buslinie 58 (zukünftig auch 53) zwischen Großdornberg und Lohmannshof, um den Parallelverkehr zur Stadtbahn abzubauen, die Haltestellen auf der Spandauer Allee werden dann zukünftig von der Linie 224 Steinhagen – Universität angebunden, womit das aktuelle Angebot des 30-Minuten-Takts gehalten wird.
Unklarheiten bezüglich der zukünftigen Angebotsentwicklung bestehen dann nur noch auf dem Abschnitt Pappelkrug – Polzeipräsidium – Jahnplatz. Die genaue Konzeption hängt hier stark davon ab, inwiefern der Nahverkehrsplan umgesetzt werden kann oder eben nicht. Grundsätzlich ist vorgesehen eine neue Tangentiallinie 41 im 10-Minuten-Takt (Jahnplatz – Wertherstraße – Rudolf-Oetker-Halle – Melanchtonstraße – Nordpark – Apfelstraße – Horstheider Weg – Babenhausen Süd) einzurichten, noch ist aber unklar, ob es wirklich dazu komt, weil der finanzielle Aufwand hier größer wäre als bei den meisten anderen Vorhaben.
Unabhängig von der weiteren Entwicklung an dieser Stelle wäre eine einfache Lösung machbar, wenn man vom Jahnplatz eine Buslinie im 20-Minuten-Takt über Stapenhorststraße und Wertherstraße zum Lohmansshof führt. Die Verfeinerung des Angebots mit neuen Linienführungen wäre auch noch zu einem späteren Zeitpunkt möglich, wenn man sich über die weiteren Planungen im Gebiet einig geworden ist.
Zum Abschluss möchte ich noch einmal eine kurze Gegenüberstellung mit vergleichbaren Vorschlägen vornehmen, um besser zu verdeutlichen, warum ich trotzdem eine eigene Variante dieser Strecke erarbeitet habe.
Der älteste Vorschlag zu einer Standtbahn nach Werther (Westfalen) ist dieser von Tramfreund94:
BI: Stadtbahn Lohmannshof – Werther
Verfasst am 21.05.2018 von Tramfreund94
Außerdem gibt es einen weiteren Beitrag zu diesem Thema von Cooki3:
Bielefeld: Linie 4 nach Werther (Verlängerung)
Verfasst am 28.07.2020 von Cooki3
Und zuletzt noch eine etwas neuere Variante von Konstar, die sich auf die gesamte Linie 4 bezieht:
Stadtbahn BI 4: Werther – Dornberg – Bielefeld – Heepen
Verfasst am 27.05.2024 von Konstar

Also würden dann die 61 und 62 erst in Werther beginnen, und die 21 immer bis zu Kunsthalle fahren. Somit würde aber das Polizeipräsidium und das Studentenwohnheim die ÖPNV Anbindung verlieren. Dann könnte man aber auch zum Beispiel die 61 einstellen, und die 43 nach Werther verlängern. Dann hätte Werther eine Anbindung nach Bielefeld (Größte Stadt in OWL und nach Gütersloh (3. Größte Stadt in OWL)
Was ist mit bestehenden Vorschlägen?