SFS München – Prag über Ingolstadt und Regensburg

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Beschreibung des Vorschlags

Dieser Vorschlag greift die Donau-Moldau Bahn nochmal neu auf.

Tschechien fängt jetzt mit dem Bau der Neubaustrecke zwischen Prag und Domazlice über Pilsen an, mit einer Zielfahrzeit von 1:15 zwischen den beiden Orten. Auf der Deutschen Seite wurden die Planungen schon lange aufgegeben. Damals wurden mehrere Trassenvarianten diskutiert, unter anderem eine B16 Nahe NBS von Regensburg nach Cham. Das Problem war die Wirtschaftlichkeit, die bei der Variante über die Schwandorfer Kurve noch am höchsten war, aber dennoch unter 1.

In den letzten 10 bis 20 Jahren ist aber einiges passiert, sodass ich denke dass eine neue Planung erfolgreich sein könnte. Im wesentlichen unterscheidet sich dieser Vorschlag in der Trassierung. Momentan fahren alle Züge zwischen Prag und München über Landshut. Die Strecke ist Ausbaubedürftig, ich sehe aber mehr Potential in einer Linienführung über Ingolstadt. Dieser Vorschlag teilt sich in 5 Abschnitte auf:

1. ABS München – Ingolstadt

Diese Strecke ist bereits zur Hälfte bis Petershausen viergleisig und für 200km/h ausgebaut, die Reisezeit zwischen Ingolstadt und München beträgt zwischen 35 und 45 Minuten. Ein Ausbau auf 200km/h der Reststrecke sollte die Reisezeit auf unter 30 min drücken können, sodass München-Nürnberg in unter einer Stunde erreichbar ist.

2. ABS Ingolstadt – Regensburg

Diese Strecke ist momentan eingleisig und elektrifiziert auf 120km/h ausgebaut. Die gerade Trassierung bis Abensberg erlaubt aber deutlich höhere Geschwindigkeiten, bis zu 250km/h. Diese Strecke sollte zweigleisig ausgebaut werden. Ab Saal a.d. Donau kann die Strecke die momentane Trassierung behalten werden, wenn zwischen Saal und Abensberg ein Tunnel für Durchfahrten mit 160km/h gebaut wird. Ziel wäre eine Fahrzeit von unter 30 min zwischen Ingolstadt und Regensburg, und somit 1h zwischen Regensburg und München.

Falls der Tunnel gebaut wird und die Strecke auf 250km/h ausgebaut wird, dann kann auf den Ausbau der Strecke München-Ingolstadt verzichtet werden wenn eine Kurve gebaut wird und Ingolstadt umfahren wird. Falls die Strecke München-Ingolstadt auf 200km/h ausgebaut wird, dann kann auf den Tunnel Thaldorf verzichtet werden und Regensburg-Ingolstadt nur auf 200km/h ausgebaut werden. Wenn beides ausgebaut wird, dann hätte man im Rahmen des D-Taktes genug Fahrzeitreserve um am Taktknoten Ingolstadt zu halten.

3. ABS Regensburg – Schwandorf

Diese Strecke wird im Rahmen des Bahnausbaus Nordostbayern elektrifiziert und neu trassiert. Zwischen Regenstauf und Maxhütte-Haidhof plant die DB-Netz AG eine Abkürzung zu bauen. Die Streckengeometrie ist zwischen Regensburg und Regenstauf bereits auf >250km/h trassiert, aber der Oberbau ist auf 120km/h beschränkt. Zwischen Maxhütte-Haidhof und Schwandorf hätten wir ebenfalls einen sehr geraden Abschnitt. Wenn dieser Abschnitt etwas begradigt wird, dann könnte die ganze Strecke zwischen Regensburg und Schwandorf auf 200km/h ausgebaut werden. Mit Ausnahme von zwei kurzen 120km/h Abschnitten in Regenstauf und Maxhütte-Haidhof. Ziel ist eine Fahrzeit von ca. 30min zwischen Regensburg und Cham.

4. ABS Schwandorf – Cham

Dieser Teil der Oberpfalz ist überraschend flach. Eine Kurve zwischen den beiden Strecke umfährt zwar Schwandorf, umgeht aber einen Richtungswechsel und entlastet den Bahnknoten. Eine Begradigung der Strecke zwischen Schwandorf und Cham auf 200km/h würde eine Fahrzeit zwischen den beiden Orten von ca. 30min ermöglichen.

5. Cham – Domazlice

Bis Furth im Wald kann die trassierung beibehalten werden, zwischen Furth im Wald und Domazlice wird aber die Grenze überquert, die durch das Gebirge verläuft. Die Strecke ist somit sehr kurvig und nur auf 70 bis 90km/h ausgelegt. Tschechien will sie auf 110km/h ausbauen, mehr aber auch nicht, da wir in Deutschland unseren Teil nicht bauen. Ein Tunnel könnte das aber etwas vereinfachen und die Fahrzeit zwischen Cham und Domazlice auf 10min bis 15min drücken, wodurch Prag von München aus in 3 Stunden erreichbar wäre. Eine große Verbesserung im Vergleich zu den heutigen 5:40(in der Praxis meist über 6h)

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Ein Kommentar zu “SFS München – Prag über Ingolstadt und Regensburg

  1. Die Idee eines Routings via Ingolstadt ist nicht komplett neu, bitte mal bestehende Vorschläge anschauen und auch die Kommentare dazu.

    Wenn du diesen Vorschlag dann immer noch für verfolgenswert hältst, bitte in der Beschreibung darauf eingehen und anschließend genauer ausarbeiten. Vielleicht auch in einzelnen Vorschlägen, da die Ausbaumaßnahmen auf den Abschnitten ja durchaus unterschiedlich umfassend sind. Und dort dann bitte genau zeichnen und beschreiben, wo welche Neutrassierungen möglich und nötig sind und wie genau wie viel Minuten eingespart werden können.

    So wie es jetzt ist, ist das leider viel zu wenig konkret und zu wenig geprüft ob das überhaupt realistisch sein könnte.

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