Beschreibung des Vorschlags
Region Südwestpfalz:
Die S-Bahn Verlängerung der S1 des VRN von Homburg (Saar) Hbf nach Zweibrücken Hbf ist ja schon länger in Diskussion und wird hoffentlich bald auch Realität. Hoffentlich. Deswegen werde ich dazu nicht sonderlich viel schreiben.
Das Projekt habe ich zum Anlass genommen über eine Reaktivierung der Strecke 3311 von Zweibrücken bis Hornbach nachzudenken.
Nun etwas zum Streckenverlauf:
Homburg (Saar) Hbf via Strecke 3283 Richtung Homburg (Saar)-Einöd, dazwischen die Haltepunkte Homburg (Saar)-Beeden, Homburg (Saar)-Schwarzenacker/Schwarzenbach*. Ab der Einfädelung auf die bestehende Strecke 3450 (Landau i. d. Pfalz – Rohrbach (Saar)) müsste man über einen zweigleisigen Ausbau bis Zweibrücken Hbf nachdenken oder zumindest über einen Kreuzungsbahnhof in Homburg (Saar)-Einöd.
*: In der Planung Homburg – Zweibrücken werden zwei Haltepunkte je einen für HOM-Schwarzenacker und HOM-Schwarzenbach geplant. Ich persönlich finde einen Haltepunkt an der gezeigten Stelle für sinnvoller.
Ab der rheinland-pfälischen Landesgrenze schlage ich einen Haltepunkte Zweibrücken-Ernstweiler vor um den dortigen Stadtteil zu erschließen. Ggf. auch näher an dem dort befindlichen John Deere Werk befindlich als von mir auf der Karte eingezeichnet. Nach dem Zweibrücker Hbf zweigt die Strecke auf die Trasse der ehemaligen Strecke 3311 ab. Dort müsste man einige Bahnübergänge wieder reaktivieren:
- \“Schlachthofstraße\“
- Fußweg in der Verlängerung der Stettinstraße (Drehkreuz möglich?)
- Fußweg in der Verlängerung der Masurenstraße (Drehkreuz möglich?, nördliche Anbindung Hp ZW-Ixheim)
- \“Gleiwitzstraße\“
- \“Mittelbacher Straße\“ (Beachtung Neubau der Mittelbacher Straße im Zuge des Neubaus eines größern Kreisels an der Anschlussstelle Zweibrücken-Ixheim der A8)
Der von mir vorgeschlagene Haltepunkt Zweibrücken-Ixheim sollte über die Gleiwitzstraße und die Brücke an der Masurenstraße angebunden werden um möglichst viele Anwohner anzubinden. Im weiteren verlauf auf der ehemaligen Trasse der Strecke 3311 kommt kurz vor ZW-Rimschweiler der Konflikt auf, das auf der alten Trasse ein Radweg bis Hornbach gebaut wurde. Nach Möglichkeit sollte dieser erhalten bleiben, da dieser im Umland sehr beliebt ist. Daher schlage ich eine Trassierung unmittelbar westlich davon vor. Zweibrücken-Rimschweiler sollte als Kreuzungsbahnhof gebaut werden, da im weiteren Verlauf platzbedingt keine fahrplanerisch sinnvolle Möglichkeit mehr besteht.
Zu den Haltepunkten Althornbach und Hornbach bleibt nicht viel zu erzählen. Deswegen möchte ich noch schnell an die oben begonnen Bahnübergangsliste anschließen:
- \“Birkhausen\“
- Wirtschaftsweg in der Verlängerung der Forstbergstraße in ZW-Rimschweiler
- \“Am Bahnhof\“ in Althornbach
- \“Unterbeiwalder Hof\“
Zwischen dem Unterbeiwalder Hof und dem Haltepunkt Hornbach steckt der einzige Knackpunkt des bis dahin parallel verlaufenden Radweges: Die Brücke über den Hornbach und die Zinselstraße in Hornbach. Mein Vorschlag wäre den Radweg ab dem Unterbeiwalder Hof über die Straße/Wirtschaftsweg Richtung Südwesten und dann über die Verlängerung der Zinselstraße bis unmittelbar an die Bahnbrücke der Zinselstraße zu führen und dort dann westlich der Bahntrasse bis zur Lauerstraße zu führen.
Als Takt stelle ich mir einen \“normalen\“ Stundentakt vor. Evtl. auf dem Abschnitt (Osterburken -) Homburg (Saar) Hbf – Zweibrücken Hbf und Zweibrücken Hbf – Hornbach getrennt aufgrund der Fahrzeugumläufe, da die Verlängerung Homburg – Zweibrücken wohl optimierte Umläufe für die S-Bahn zur Folge hätte und eine weitere Verlängerung nach Hornbach diese wieder untergraben würde.

Diese Idee gefällt mir sehr gut. Zwei klitzekleine Punkte sind mir aufgefallen. Zum einen wird am Haltepunkt Zweibrücken-Ixheim kein Platz für einen Bahnsteig westlich der Bahn sein, da dort schon der Hornbach ist. Daher müsste der Bahnsteig als Brücke auf dem Hornbach entstehen. Außerdem muss an dem letzten Haus in der Zinselstraße in Hornbach die Zufahrt anders geregelt werden, da diese überbaut werden soll.
Nun sollen aber weitere 20 Kilometer der, für meinen Geschmack, viel zu langen S1 hinzugefügt werden und dann auch noch fast komplett eingleisig. Da sehe ich ein hohes Verspätungspotential. Meine Idee wäre daher die S1 in Kaiserslautern zu brechen und diese Linie als RB Kaiserslautern-Hornbach fahren zu lassen.
Wenn man in Zweibrücken-Ixheim den Bahnsteig zwischen Gleisanlage und Autobahn baut, passt das. Da ist mehr Platz als man von Satellitenbild her denkt. In Hornbach an der genannten Stelle könnte es durchaus enger werden, wobei in meinen Augen für ein Gleis genug Platz sein sollte.
Bei dem langen Laufweg stimme ich dir zu. Was in meinen Augen auch möglich wäre, ein Flügelkonzept mit der RB 70 mit Flügelung in Homburg, was noch Deckungssignale benötigen würde. Beim ESTW ja kein großer Aufwand. Oder man bleibt realistisch und denkt einfach über eine RB Homburg – Hornbach nach, halbstündlich alternierend zur verlängerten S1 Osterburken – Zweibrücken.
Bei der Eingleisigkeit sehe ich (außer im Abschnitt Homburg-Einöd – Zweibrücken Hbf) keine Probleme. Deswegen sollte genannten Abschnitt auch ausgebaut werden.
Eingleisig wären mit groben km-Angeben:
Homburg Hbf – Homburg-Einöd 5,9 km, 2 Hp
Zweibrücken Hbf – Zweibrücken-Rimschweiler 3,7 km, 1 Hp
Zweibrücken-Rimschweiler – Hornbach 4,7 km, 2 Hp (Stichstrecke)
Die letzten beiden letzten sollten bei einer stündlichen Taktung absolut kein Problem sein. Auch Homburg Hbf – Homburg-Einöd sollte mit knapp 6 km und zwei stündlichen Linien nicht zu sehr ausgelastet sein.
Okay, das mit Ixheim hört sich nach Ortskenntnis an. Dann vertraue ich dir da einfach mal 🙂
Eine Flügelung der RB70 wäre auch eine gute Idee. Aus welcher Richtung soll dann geflügelt werden? Aus Merzig? Alternativ kann man auch überlegen die recht kurze RB74 nach Hornbach zu verlängern.
Die Eingleisigkeit hatte ich nur als Problem genannt, da die S1 ja gerne mal verspätet ist und dann alles durcheinander bringen könnte.
Die S-Bahn von Homburg nach Zweibrücken wird nun, nach gefühlt 20 Jahre Verhandlung, endlich gebaut. 🙂
Nach Hornbach wird es aber keine S-Bahn mehr geben. Die Strecke ist seit langem weitgehend abgebaut und entwidmet. Anders gesagt, diese Strecke gibt es auch nicht mehr.
Die Ortschaften an der Strecke sind auch sehr klein und ein Neubau ist deutlich aufwändiger, als eine stillgelegte Strecke wieder in Betrieb zu nehmen.
Wie soll die S-Bahn hier die NKU (Nutzen-Kosten-Untersuchung) bestehen? Zu dieser wird es nicht einmal kommen, weil das Ergebnis schon ohne teure Untersuchung klar ist.
Einzig und allein für Ixheim sehe ich noch kleine Chancen, wenn die ehemalige Bahnlinie noch bis dorthin vorhanden ist. Ixheim ist der größte Ort an der Strecke und hat mit knapp 6.000 Einwohner auch ein gewisses Potential.
Die Strecke ist mit knapp 2km auch nicht besonders lang. Daher halte ich das grundsätzlich für umsetzbar. Die Kosten für eine Sanierung von rund 2km Strecke, Oberleitung und einen Bahnsteig sollten halbwegs überschaubar sein.
Aus Sicht von Zweibrücken, kann ich aber verstehen, dass man jetzt erst einmal den Bahnhof von Zweibrücken an Homburg anschließen möchte. Das war schwer genug. Alles andere kann man im Nachgang noch angehen.
Ist die Wendezeit in Zweibrücken groß genug und ist kein weiteres Fahrzeug für die Weiterfahrt nach Ixheim mehr erforderlich, dann sehe ich Chancen für die Verlängerung nach Ixheim.
Mittelfristig wird die Linie Zweibrücken – Kaiserslautern wahrscheinlich sowieso von der Linie S1 (nach Osterburken //ab vsl. 2027 nach Karlsruhe) getrennt. Die Linie ist viel zu lange und die wenigsten Fahrgäste fahren von Zweibrücken über Homburg nach Mannheim oder Heidelberg. Mit dem RE1 gibt es von Homburg bzw. Kaiserslautern auch eine gute Alternative.
Ist aber die Strecke bereits komplett abgebaut und entwidmet, dann war es das auch – leider. Dann wird Zweibrücken auch der Endbahnhof der S-Bahn bleiben.