RRX Dortmund – Köln – Aachen – Belgien

 

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Beschreibung des Vorschlags

Der RRX soll künftig in NRW das Rückgrat im SPNV bilden und alle 15 Minuten von Köln über Düsseldorf und Essen nach Dortmund pendeln. NRW ist das am dichtesten und stärksten urbanisierte Bundesland. Aber so dicht NRW auch mit 18 Millionen Menschen auf 35000 qkm (525 EW/qkm) besiedelt ist, so grenzt NRW an zwei der am dichtesten besiedelten deutschen Nachbarstaaten: Belgien mit 11,6 Millionen Einwohnern auf 30700 qkm (378 EW/qkm) und die Niederlande mit 17,6 Millionen Menschen auf 39700 qkm (443 EW/qkm) – die Fläche der Niederlande wurde hier ohne das IJsselmeer und das Markermeer berechnet. Belgien hat so etwas mehr Einwohner als das Bundesland Baden-Württemberg auf etwa 86 % der Fläche Baden-Württembergs und in den Niederlanden leben fast genauso viele Menschen wie in NRW auf einer um etwa 16 % größeren Fläche als in NRW. Deswegen sind die beiden Länder Belgien und die Niederlande sehr dicht besiedelt und sind wie NRW extrem urbanisiert und wirken wie eine riesige Metropole. 

Deswegen denke ich mir schon, dass es sinnvoll ist, wenn die Bahnnetze der drei Länder NRW, Niederlande und Belgien sehr eng zusammenwachsen. So etwas wie den RRX gibt es schon in den Niederlanden und Belgien, heißt nur dort IC und ist nur marginal mit dem SPNV von NRW verbunden. Wünschenswert fände ich es, wenn aus IC und RRX ein Netz im 15-Minuten-Takt oder 30-Minuten-Takt mit Doppeltraktionen von Doppelstocktriebzügen würde. 

Hier möchte ich vorschlagen, die geplanten RRX-Linien 1 und 2 von Aachen über Lüttich (Liege) und Brüssel nach Oostende zu verlängern. So werden die Metropolen Brüssel, Köln, Düsseldorf und Ruhrgebiet im 30-Minuten-Takt mit attraktiven Fahrzeugen und Fahrzeiten verbunden. 

In Deutschland liegen mit Aachen (260000 EW) und Köln (1 Millionen Einwohner) und der angrenzen Metropolregion Rhein-Ruhr (10 Millionen EW, einschl. Köln) ein beträchtliches Gebiet im Einzugsbereich der Linie. Die Städte werden heute durch die Linie RE1 verbunden.

Bedeutende belgische Städte entlang der Linie sind Verviers (55000 EW), Lüttich (197000 EW), Brüssel-Hauptstadtregion (1,2 Millionen EW), Gent (264000 EW), Brügge (119000 EW) und Oostende (72000 EW). Im Moment werden diese durch die belgische IC-Linie 01 verbunden, welche in Eupen nahe der deutschen Grenze bei Aachen endet. Eupen liegt etwa auf halben Weg zwischen Aachen und Lüttich. Wer aber heute von Aachen nach Lüttich will, muss in Welkenraedt bei Eupen oder der nahegelegenen größeren Stadt Verviers vom RE29 in den IC 01 umsteigen, weil der RE29 von Verviers aus nach Spa fährt, obgleich Lüttich die Hauptstadt der Region ist und mit fast 200000 EW die weit wichtigere Stadt ist. Wer über Aachen weiter nach Köln will, muss in Aachen umsteigen, da der RE29 mit belgischen Zügen fährt und anderen Bahnstrom als die deutschen Züge bezieht. Das ist unpraktisch. Deswegen die Idee, einer durchgehenden grenzüberschreitenden RRX-Linie. So muss niemand mehr, um vom Ruhrgebiet, Düsseldorf oder Köln nach Belgien – und damit meine ich Lüttich, Brüssel oder Gent – zu kommen, umsteigen. Im Prinzip werden also der belgische IC 01 und der deutsche NRW-RE1 durch eine halbstündliche durchgehende Linie ersetzt.

Es kann überlegt werden, Verviers nur im Stundentakt zu bedienen. In diesem Fall kann der RRX-Zug, der nicht über Verviers fährt, auch die Schnellfahrstrecke Lüttich – Welkenraedt entlang der A3/E40 über Herve benutzen. Herve hat aber nur 18000 EW und hat keinen Bahnhof an der SFS und müsste dann auch noch mit einer Stadtbahn an Verviers angeschlossen werden. Der Vorteil über Herve statt über Verviers zu fahren ist ein zeitlicher Vorteil, denn die SFS ist ja wesentlich besser für höhere Geschwindigkeiten ausgebaut, als die kurvenreiche Strecke von Lüttich über Verviers nach Welkenraedt, die natürlich entsprechend ausbremst.

Ich habe die Linie von Ostende bis Dortmund Hbf eingezeichnet. Die RRX-Linien 1 und 2 sind die geplanten RRX-Verbindungen von Aachen nach Dortmund und die Linie RRX 1 soll von Dortmund nach Münster und die Linie RRX 2 soll von Dortmund über Hamm, Soest und Paderborn weiter nach Kassel-Wilhelmshöhe fahren. Die Linien RRX 4 und 6 sollen Bonn über Köln, Dortmund und Hamm mit Bielefeld und Minden verbinden. Weil der Linienweg bis Dortmund sicher ist, habe ich die RRX-Linie bis dahin eingezeichnet und mit einem Pfeil angedeutet, dass die Linie in allen möglichen Richtungen über Dortmund weiterfahren kann. Die eingezeichneten deutschen Stationen sind die geplanten Halte der Linien RRX 1 und RRX 2.

Großer Nachteil: Die Linien müssen dann mit mehrstromsystemfähigen Triebwagen fahren, da Belgien eine andere Stromspannung für die Bahn hat. 

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8 Kommentare zu “RRX Dortmund – Köln – Aachen – Belgien

  1. Ein ~670km langer Regionalzug? Ich denke, da erübrigt sich jeder weitere Kommentar…

    Übrigens soll es ab Dezember 2023 eine stündliche Verbindung im Regionalverkehr zwischen Aachen und Lüttich geben.
    Im NRW-Takt 2032 und D-Takt ist übrigens auch ein RE Brüssel-Köln vorgesehen.

  2. Und die Fahrgäste die von Düsseldorf nach Duisburg pendeln haben dann sicher auch Spass an Ansagen wie „Der Zug hat heute leider 50min Verspätung wegen einer Störung in Oostende 😉
    Das RRX System dient im Ruhrgebiet dem schnellen Nahverkehr in einem extrem dicht besiedelten Gebiet, weiter als nach Kassel und Koblenz macht dieses System keinen Sinn. Die Nachfrage von Belgien aus ins Ruhrgebiet zu fahren, vor allem wenn parallel ICE und Thalys fahren wird niemals den von dir vorgeschlagenen Takt und den Aufwand um das ganze zu realisieren rechtfertigen. Ausserdem sind die Bahnsysteme von Belgien und Deutschland nicht nur im Stromsystem sehr verschieden und ebenfalls beide nicht als die zuverlässigsten bekannt.
    Was meiner Meinung nach tatsächlich Sinn machen würde wäre eine Verlängerung des RRX stündlich nach Lüttich, von wo man dann in alle Richtungen Belgiens weiterfahren kann. Den RRX noch weiter verlängern würde nur dazu führen, dass er zum grössten Teil dem innerbelgischen Verkehr dient, was zu Gunsten der Zuverlässigkeit mit einer rein belgischen Linie, wie dem jetzigen IC besser angestellt wäre.

    1. Und die Fahrgäste die von Düsseldorf nach Duisburg pendeln haben dann sicher auch Spass an Ansagen wie „Der Zug hat heute leider 50min Verspätung wegen einer Störung in Oostende 😉

      Noch schlimmer: Diese Ansage muss dann noch auf französisch und holländisch wiederholt werden und das dann auch noch mit dieser blechernden Computerstimme.

      1. Diese Ansage muss dann noch auf französisch und holländisch wiederholt werden und das dann auch noch mit dieser blechernden Computerstimme.

        Und englisch. Allerdings sind die Ansagen in dieser Sprache weniger schlimm als im Deutschen.

        1. Und englisch.

          Muss das wirklich sein?
          Englisch ist nirgends auf der Strecke Amtssprache und bislang sind die Ansagen in Regionalzügen in NRW nur auf Deutsch, zumindest in allen, mit denen ich schon gefahren bin.

          1. Muss das wirklich sein?

            Englisch ist vielleicht nirgends die Amtssprache, dennoch ist diese Sprache

            Englisch ist nirgends auf der Strecke Amtssprache und bislang sind die Ansagen in Regionalzügen in NRW nur auf Deutsch

            Im RRX habe ich auch paar englische Ansagen gehört, diese betreffen jedoch hauptsächlich Betriebsabläufe, Betriebsstörungen und Höhenunterschiede an (außerplanmäßigen) Halten.

            Paar Beispiele: Der RE4 hielt mal wegen einer Umleitung über die S-Bahngleise in Bilk und an der Völklinger Straße statt in Düsseldorf Hbf, da die S-Bahnsteige zu kurz sind. Dort muss man eine Stufe überwinden und genau dies wurde im RRX auch auf Englisch angesagt.

            Auch im RE11 hört man manchmal englische Ansagen, wenn er in Hamm geschwächt wird und nur ein Zugteil nach Paderborn bzw. Kassel weiterfährt.

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