Beschreibung des Vorschlags
Hiermit möchte ich einen Vorschlag für eine neue RER-Linie in Paris vorstellen, die eine bislang fehlende Nord-Süd-Achse zwischen Montparnasse und Saint-Lazare schaffen würde.
Obwohl Montparnasse ein bedeutender Bahnhof mit zahlreichen Fernverbindungen nach Süd- und Westfrankreich ist, besitzt er bislang keinen Anschluss an das RER-Netz – im Gegensatz zu allen anderen großen Pariser Kopfbahnhöfen. Zwar ist die Metro-Anbindung formal gut, doch die Umsteigewege zwischen den einzelnen Linien der Station Montparnasse–Bienvenue sind teilweise über 400 Meter lang und wenig intuitiv. Eine neue RER-Station Maine – Montparnasse direkt unter der Rue de l’Arrivée könnte nicht nur diese Lücke schließen, sondern auch zur strukturellen Vereinfachung und besseren Erschließung des bestehenden Metrokomplexes beitragen.
Dem RER-Prinzip folgend soll es auf dem städtischen Abschnitt nur eine Zwischenstation geben: Concorde – Musée d’Orsay. Diese würde zwei bisher nicht direkt verknüpfte Knotenpunkte miteinander verbinden – Concorde (Metro 1 und 8) und Musée d’Orsay (RER C). Um diese Wirkung zu erzielen, müsste die RER-Station als schräg unter der Seine verlaufende Tunnelstation angelegt werden, mit großzügigen Fußgängerverbindungen an beiden Enden. Das Projekt ist baulich anspruchsvoll, hätte aber das Potenzial, eine echte Entlastung für Châtelet–Les Halles zu schaffen.
Im Norden soll die Linie am Kopfbahnhof Saint-Lazare enden – oder vielmehr in einer neuen Tunnelstation Rome – Saint-Lazare, da insbesondere der tiefe Tunnel der Metro 14 wenig Spielraum lässt. Der neue unterirdische Bahnhof würde sich nordwestlich an den heuten Stationskomplex anschließen.
Außenäste
Für den überregionalen Abschnitt würde die Linie auf vorhandene Transilien-Strecken der Linien J, L und N zurückgreifen.
Südast (ab Montparnasse):
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Hauptast: Richtung Versailles–Chantiers mit Durchbindung bis Rambouillet – dieser Abschnitt eignet sich ideal als Rückgrat der Linie F. Der Ast der RER C nach Saint-Quentin-et-Yvelines würde wegfallen und die Linie damit entlasten und etwas unkomplizierter machen.
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Nebenast: Plaisir–Grignon. Die Transilien N könnte auf den Ästen nach Dreux und Mantes-la-Jolie dann als beschleunigte Expresslinie fahren.
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Neue Stationen:
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Lefebvre – Porte de Vanves (Anschluss an Tram T3a)
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Pont d’Amour – Hôpital Percy
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Nordast (ab Saint-Lazare):
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Der Abschnitt bis Argenteuil ist heute bereits stark frequentiert und RER-würdig, daher sollte der Ast bis Ermont – Eaubonne vollständig übernommen werden.
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Cergy wird bereits durch die RER A bedient, ebenso wird Mantes-la-Jolie bald durch die neue RER E angebunden. Auch eine Umleitung über La Défense erscheint unnötig, da dieser Knoten durch die Linien A und E besser bedient wird.
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Dennoch wäre eine langfristige Verlängerung der Linie F von Argenteuil nach Pontoise sinnvoll – die Strecke verläuft durch dichte Vororte, die vom bestehenden RER C nur unzureichend erschlossen werden.

Da du hier neue Infrastruktur vorschlägst ist die richtige Kategorie „Eisenbahn-Infrastruktur“.
Danke, ich hab es umgeändert. Ich war nicht sicher was hier ideal ist, da es ja nicht nur um den Tunnel an sich geht sondern auch darum, ob die potenziellen Außenäste ihn rechtfertigen. Wenn es besser aussieht, kann ich die nicht direkt für den Vorschlag relevanten Zwischenhalte wieder entfernen.
Da es hier primär um den Tunnel geht, sollte der Vorschlag sich auch darauf begrenzen. Die Außenäste sind hier ja sehr naheliegend.
Der Teil der Beschreibung welcher die Außenäste beschreibt darf gerne bleiben, nur aus der Zeichnung sollten diese entfernt werden, da dort ja nicht (oder nur vergleichsweise wenig) investiert werden muss.
Ein wichtiges Argument hast du nicht gebracht: Die Entlastung der 13! Eine der wohl am stärksten belasteten Metrolinien in ganz Europa.
Sympathisch finde ich die Verknüpfung mit der C und E. Viele Ziele, welche nicht auf der Linie F selbst liegen, ließen sich mit einmaligem Umstieg in Orsay bzw Saint-Lazare in C bzw E erreichen. Die gruseligen Linien A, B und D kann man sich dann sparen, man hätte die Netzwirkung des RER ganz erheblich verbessert.
Die Verknüpfung von Montparnasse mit Saint Lazare ist trotz offizieller Intentionen Montparnasse mit Paris Nord zu verbinden ein no brainer, vor allem um Alternativen zur M13 und u.a. M4 und dem RER B zu bieten.
Wie die Linienführung dann zwischen den beiden Fernbahnhöfen dann gewählt wird ist entscheidend um die Leute schnell an ihr Ziel zu bringen, gute Umsteigemöglichkeiten zu bieten (immerhin kann man nicht bei jeder Metrostation einen Umstieg bauen) und gute Fussgängerflüsse zu ermöglichen.
Ich selber hatte gedacht:
Montparnasse (M4, M6, M12, M13) – St-Michel Notre-Dame (M4, M10, RER B, RER C) – Châtelet Les halles (M1, M4, M7, M11, M14, RER A, RER B, RER D) – Opéra (M3, M7, M8, RER A) – Saint Lazare (M3, M9, M12, M13, M14, RER E)
Dies würde erheblich die Linien M4, M7, M12, M13, M14, RER A, RER B entlasten indem der RER F parallel teilweise parallel verläuft, ebenso eine neue Querungsmöglichkeit im Kreuz Saint Lazare – Haussmann – Auber – Opéra erlaubt und Anschluss an das Herzen Paris bei Chatelet les Halles ermöglicht. Hierbei besteht aber genau mein Problem, dass Chatelet les Halles einfach schon so belastet ist und bebaut, dass man eher auf Dezentralisierung setzen soll, so wie es dein Vorschlag tut