Beschreibung des Vorschlags
Ein Vorschlag zur Schienenanbindung von Oer-Erkenschwick (31.000 Einwohner) und Datteln (35.000 Einwohner). Durch eine Verlängerung des nördlichen Streckenabschnitts der S2 werden diese beiden Städte über Herne an die nördliche Ruhrstrecke und direkt nach Dortmund angebunden.
Erreicht werden soll dies durch eine neu zu bauende Verbindung zwischen der Bestandsstrecke und der ehemaligen Zechenbahn durch Oer-Erkenschwick, die reaktiviert werden soll. Ähnliche Vorschläge zu der Reaktivierung dieser Bahnstrecke gibt es von Tramfreund94 und Baum, die allerdings umfassenderer Natur sind.
Streckenbeschreibung
In Oer-Erkenschwick kann ich mir drei Haltepunkte vorstellen: Einmal in Alt-Oer, einmal im Stadtzentrum direkt nördlich vom Berliner Platz (Umsteigemöglichkeit zu den Buslinien 226, 230, 231, 232, 234 und SB24), und einmal im Stadtteil Rapen. Danach könnte auch noch ein Haltepunkt für das Dattelner Wohngebiet Im Winkel eingerichtet werden, bevor die L610 überquert wird und wir Dattelner Stadtgebiet erreichen.
Kurz hinter der Brücke über die L610 schwenkt die Strecke dann gen Osten, um entlang des Mühlenbachs den Südring zu erreichen. Zwar hätte ich hier die Strecke lieber entlang der Friedrich-Ebert-Straße zum Busbahnhof geführt, aber dort ist für selbst für eine 2,5m breite eingleisige Strecke einfach kein Platz (es sei denn, man würde den neuen Fahrrad- oder Fußgängerweg entfernen, was ich nicht zielführend finde). Immerhin kann man über die Haltestelle Südring in die Linien 286, 591 und potenziell SB22 umsteigen, oder zum Umsteigen zu den anderen Linien 400m zum Busbahnhof gen Norden laufen. Eventuell wäre es auch möglich, die Linien 280, 281 und 232 über den Südring zu führen, anstatt wie heute über die Friedrich-Ebert-Straße, dann wäre ein Umstieg auch an der Haltestelle „Südring“ direkt gegenüber der S-Bahn-Haltestelle möglich.
Vorteile
Fahrzeiten von Oer-Erkenschwick und insbesondere Datteln in die Kreishauptstadt Recklinghausen würden sich merklich verkürzen, teilweise um mehr als die Hälfte. Vom Berliner Platz in Oer-Erkenschwick braucht man momentan mit z.B. der Linie 230 fast 20 Minuten bis zum Hbf Recklinghausen, mit der S-Bahn wären es nur 5 – 6. Vom Busbahnhof Datteln aus nach Recklinghausen Hbf braucht man mit dem SB24 momentan 24 Minuten, mit der S-Bahn wären es 14 – 15.
Die Strecke Datteln-Dortmund wäre mit der verlängerten S2 zwar etwas langsamer (55m) als die derzeitige Bus+Bahnverbindung (45m), dafür aber ohne Umstiege. Oer-Erkenschwick würde von der Direktverbindung nach Herne + Dortmund schon mehr profitieren, dort dauert die Fahrt vom Berliner Platz aus dann 45 statt heute 55 Minuten (mit 2 Umstiegen).
Nachteile
Die Verlängerung der S2 würde auch mit einer Taktanpassung einhergehen, weil die S2 momentan zwar pro Doppelstrecke Dortmund-Recklinghausen-Dortmund 30 Minuten am Bahnsteig steht, aber eben in Dortmund, nicht in Recklinghausen. Die kundenfreundlichste Variante wäre vermutlich, der S2 auf ihren beiden Abschnitten einen 30-Minuten Takt zu spendieren, anstatt sie wie jetzt jede halbe Stunde nach Essen und die darauffolgende halbe Stunde nach Recklinghausen zu führen. Dann gäbe es zwischen Herne und Dortmund einen 15-Minuten und zwischen Datteln und Dortmund einen 30-Minunten-Takt, bei dem die Verlängerung nach Datteln kaum negative Auswirkungen auf den Takt haben dürfte (Dortmund-Recklinghausen sind heute knapp unter 40 Minuten, Recklinghausen-Datteln sollte nicht einmal 15 Minuten dauern).

In jeder kreisangehörigen Stadt des Kreises Recklinghausen sollte es im Rahmen der Verkehrwende gute Zugverbindungen geben. Mit diesen Vorschlag können die kreisangehörigen Städte Oer-Erkenschwick und Datteln angebunden werden. Ein Brueckenschlag nach Waltrop wäre zu prüfen
Die Anbindung von Waltrop erfolgt über die Hamm-Osterfelder Bahn erheblich kostengünstiger – habe mir das grade noch einmal angesehen.