Beschreibung des Vorschlags
Hallo zusammen,
in Ergänzung zu dem von mir hier vorgeschlagenen ZIELNETZ für die Potsdamer TRAM https://extern.linieplus.de/proposal/potsdam-zielnetz-strassenbahn-gesamtuebersicht-und-was-das-ganze-soll/ mit seiner radialen Innenverdichtung und der Aufwertung des Korridors Berlin – Potsdam mit Wannseebahn, Stammbahn und eben meiner Idee für die S25 https://extern.linieplus.de/proposal/berlin-potsdam-verlaengerung-der-s25-teltow-stahnsdorf-pdm-stern-pdm-schlaatz-pdm-hbf/ ist bei meiner Handskizze einer Netzspinne unter https://www.bilder-hochladen.net/i/m8kg-1-83ed.jpgja schon die Idee von zwei zusätzlichen Linien entstanden – diesmal dann eben als Fährverbindungen.
Einordnung
Im Gegensatz zu HFC Chemie, der ja hier: https://extern.linieplus.de/proposal/wassertaxi-potsdam-linie-w1/ ff sechs neue Wassertaxi-Linien ansetzte, würde ich es tatsächlich bei 2 neuen „Schnellverbindungen“ lassen. Als dritte „Linie“ ließe ich zudem die heutige Wassertaxi-Rundfahrt bestehen. Ich sehe die CityCat Verbindungen nämlich als Angebots-Ergänzung und Direktverbindung vorrangig für städtische Nutzer*innengruppen, während das Wassertaxi ja eher Ausflugsverkehr und diesen vor allem für Gäste der Stadt realisiert. An vielen Stellen ließe ich daher auch sowohl die CityCats als auch das Wassertaxi die selben Anlegestellen bedienen. Ob dann als dritte Stufe des Wasserverkehrs noch zwei kleinere Fähren (Hermanswerder – Schillerbastion) und (Sacrow – Moorlake) in Betrieb blieben, ist A nachrangig und B hängt es bei ersterem vom Bau einer Radbrücke nach Hermannswerder und bei letzterem davon ab, ob man tariflich das Wassertaxi dann an der Heilandskirche nach unten korrigieren wird können, damit sie wirklich den Charakter eines alltäglichen Verkehrsmittels an der Stelle haben kann.
Nun zur CityCat Linie F2 Krampnitz – Kleinmachnow
Trassierung
(Wobei der Begriff bei einer Fähre irgendwie lustig ist). Wie schon von Seiten einiger Politiker vorgeschlagen, könnte die Anbindung an das neue Entwicklungsgebiet Krampnitz auch / alternativ / parallel mit der Schnellfähre angesetzt werden. Vom Krampnitzsee kommend kann der neue Steg am Jungfernsee Nähe SAP und TRAM „Campus Jungfernsee“ bedient werden. Ob Meierei / Cecilienhof / Höhenstraße einen Halt bekommt würde sich später klären lassen. Auf jeden Fall wird dann aber die Glienicker Brücke bedient. Nun folgt aber eben nicht der Knick auf die Havel Richtung Innenstadt sondern die Weiterfahrt auf den Griebnitzsee mit Halt ab dortigem S-Bahnhof und dann die Führung in den Teltowkanal. Dort an dem Zeltplatz Nähe EuropaParc Dreilinden kann der letzte Halt vor Erreichen an der Schleuse Kleinmachnow eingerichtet werden.
Begründung
Diese Verbindung ließe als Ergänzung zu den vielen Direktverbindungen des TRAM ZIELNETZES weitere interessante Verbindungen zu. Übergänge zu dieser gäbe es eben in Krampnitz, Campus Jungfernsee, Glienicker Brücke und am Bahnhof Griebnitzsee. Noch interessanter ist aber dabei sicherlich noch das neu entstehende Fährenkreuz mit der F1 eben an der Glienicker Brücke – mit Umstieg auf die TRAMlinien 93 und 94 SOWIE die Fähre F1 Kladow-Pirschheide entlang der Havel – als auch die Nord-Ost-Tangentialverbindung. Der Anlieger „Am Bäkehang“ ließ sich zum Beispiel dann auch mit der 628 oder evtl automatisierten Kiezbussen innerhalb des EuroParcs Dreilinden und als Verbindung zum neuen Regionalbahnhof der Stammbahn verknüpfen. Somit entstünde eine neue Verbindung zwischen den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorten an besagtem EuroParc, dem HPI am Griebnitzsee und dem SAP Standort am Campus Jungfernsee. Am Endhalt der Schleuse gäbe es zudem Anbindungen an den Ortsverkehr KM / Teltow / Stahnsdorf bzw. das dortige neue TRAM-Netz wie es Rob hier https://extern.linieplus.de/proposal/berlin-teltow-stadt-umland-bahn/ vorschlägt.
Als fahrendes Material schlage ich eben die CityCat Katamaran-Fähren, wie sie in Brisbane eingesetzt werden https://en.wikipedia.org/wiki/Transdev_Brisbane_Ferries, vor. Das Lastenheft müsste dann vor allem vier Merkmale aufführen. Erstens müssen sie als Verkehrsmittel höhere Geschwindigkeiten fahren können als normalerweise in diesen Havelgewässern üblich, um nicht allzu starke Benachteiligungen bei den Fahrzeiten zu haben. Zweitens müsste der Katamaran-Rumpf so ausgeformt werden, dass kaum bis keine Drag-Waves entstehen, damit eben höhere Geschwindigkeiten erlaubt sind. Drittens müssen die Schiffe und Anlegestellen barrierefrei gestaltet sein und die Fahrradmitnahme ermöglichen. Und viertens ist eine ressourcenschonender Antrieb, idealerweise mit Solar-Anteil wünschenswert, damit nicht zu hohe Diesel-zu-Fahrgastkilometer Ratios entstehen.
Über Taktzeiten, Betriebsunterschiede zwischen Sommer und Winter, Betreiber (wie zum Beispiel die Weiße Flotte selbst) und Fahrzeuganzahl habe ich mir ehrlicherweise noch keine Gedanken gemacht. NOCH sehe ich den konsequenten und ambitionierten Ausbau der TRAM zum Beispiel zu meinem ZIELNETZ als viel dringender an – womit diese Fähr-Linien eben eher nachgestellt sind – im Gegensatz zu einigen Politiker-Meinungen können sie auch nicht notwendige Verbindungen z.B. nach Krampnitz mit der TRAM ersetzen.
Lohnend und eine Bereicherung wären sie trotzdem allmal.
Schiff ahoi.

Hohe Geschwindigkeit und Solarantrieb klingt widersprüchlich, zumindest die in Berlin eingesetzten Solarfähren treiben mit den Enten um die Wette. Schnelle Dieselschiffe wiederum sind so laut, dass sie Erholungssuchende stören. Trotzdem dürfte man mit Tram und Bus (Umstieg einkalkuliert) auf den meisten Relationen schneller sein.
Hallo Krake,
natürlich gebe ich Dir vollkommen recht, dass der derzeitige Entwicklungsstand der Berliner Solar-Cats gelinde gesagt lachhaft ist. Schöner Vergleich übrigens mit dem Wettschwimmen versus der Stockenten – da bin ich mit meinem aufblasbaren Kanu wahrscheinlich auch noch schneller. Da ich diesen Fähren ALS VERKEHRSMITTEL ja aber selbst nicht die dringlichste Priorität einräume, könnte ich natürlich gerne die Jahre bis zu technischen Annäherung an mein Lastenheft warten und in der Zwischenzeit konsequent die TRAM, die Stammbahn und die S25 umsetzen lassen 🙂
Wenn es dann aber einmal so weit sein wollte, sehe ich den reinen Zeitgewinn wieder als gar nicht sooooo ausschlaggebend an. Mobilität ist schließlich mehr als nur Wegstrecken von A nach B und daher manchmal auch Gegenstand von schönen Wegerfahrungen. In einer schönen neuen Welt mit der MOBILITÄTSwende stelle ich mir dann eben Relationen wie direkt vom HPI zum SAP Campus Jungfernsee (mit seinem derzeit ja noch unsäglichen Parkhaus als „Verkehrs-Infrastruktur“) vor. Oder eben die netten Kombinationsmöglichkeiten aus Rad – Bahn – Fähre – Rad. Ich stelle mir jedenfalls die hier dargestellten Hubs an den Knotenpunkten und Brücken (Hbf. / Lange Brücke, Humboldt-Brücke, Glienicker Brücke, Pirschheide, Kladow, Griebnitzsee etc.) mit seinen Umsteigebeziehungen zwischen Bahn, TRAM, S-Bahn, Fähre und (Leih-)Rad viel schöner vor als die derzeit durch den MIV zugestauten Brücken und Bundesstraßen in und um Potsdam.
In diesem Sinne – kommt Zeit kommt RAD. Und eben vielleicht auch Fähre 🙂