Beschreibung des Vorschlags
Allgemeines zu RER, Transilien und Métro
Ursprünglich bildete die Métro das Rückgrat des ÖPNVs innerhalb von Paris. Die Verbindung von Paris ins nahe Umland (Île-de-France) sind die Linien der Transilien. Anders als in Deutschland, tragen diese Linien Buchstaben, und sind im Grunde genommen vereinte Linienäste welche ungefähr aus der selben Richtung kommen. Aus diesem Grund bestehen auf den Kernabschnitten bei Paris ungewöhnlich dichte Taktintervalle von 3-10 Minuten.
Um eine Verbindung vom Umland direkt in die Innenstadt zu schaffen, sowie um neue Gebiete innerhalb von Paris zu erschließen, sowie auch die Métro (U-Bahn) zu entlasten, baute man gigantische Innenstadttunnel, welche sehr tief liegen. Diese Tunnel verbinden stark frequentierte Außenäste der Transilien mit der Innenstadt. Diese neuen Giga-Linien fahren unter dem Namen RER. Den RER kann man mit der deutschen S-Bahn vergleichen, nur dass diese oft weniger stark frequentiert ist.
Zudem sind die Haltestellenabstände in der Innenstadt mit 2 Kilometern sehr weit, weswegen der RER sehr viel schneller als die Métro ist, und auf wichtigen Achsen teilweise wegen innerstädtischem Verkehr schon heute überlastet ist.
zu diesem Vorschlag
Mir sticht ein klares Defizit ins Auge. Aktuell gibt es keine schnelle Direktverbindung zwischen den Bahnhöfen Gare de l’Est/Gare du Nord und dem Bahnhof Gare de Lyon. Es wäre naheliegend eine neue Métro zu bauen oder zumindest die M5 zu errichten, aber erfahrungsgemäß ist zwischen Großbahnhöfen der RER wegen seiner Geschwindigkeit die beliebtere Alternative. Zudem sind die RER Linien A und B beide auf ihren Kernabschnitten überlastet. Eine Direktverbindung zwischen G‘ Est/Nord sowie G‘ Lyon würde beide Linien erheblich entlasten, da die Unsteigeroute G‘ Nord – Châtelet-Le Halles – G‘ Lyon entfällt.
Zudem kann man auch sagen das die Transilien-Linien N und P beides stark frequentierte Pendlerachsen sind. Auf beiden Achsen fahren je nach Tageszeit bis zu 12 Fahrten/Stunde. Es entfällt allerdings bedauerlicherweise die Direktverbindung zur Innenstadt oder zu großen zentral gelegenen Knotenpunkten.
Ich schlage vor beide Linien zu einer neuen RER-Linie F zu verbinden, da so auch der innerstädtische Verkehr entlastet wird. Im Stammabschnitt Versailles – Noisy-le-Sec soll dann ein attraktiver T3-5 entstehen.
Infrastruktur
Kurz vorm Bahnhof Montparnasse fädeln 2 Gleise in einen Tunnel ein. Die Tunnelstation Montparnasse-Bienvenüe entsteht sehr zentral gelegen zwischen Gleisvorfeld und Bahnhofsvorplatz. In Montparnasse besteht Umstieg zum Fernverkehr, sowie zu den Métro-Linien 4, 6, 12 und 13. In einem Bogen biegt die Strecke nun in den Boulevard Montparnasse. Am Port-Royal entsteht eine Verknüpfungsstelle zum RER B. Nach 2 Kilometern entstehen für RER ziemlich unkonventionell 2 Stationen in dichten Abstand. Einmal am Bahnhof Gare Austerlitz, wo Umstieg zum Fernverkehr, zum RER C sowie, zu den Métro-Linien 5 und 10 besteht. An der Haltestelle Gare de Lyon besteht Umstieg zu den RER Linien A und D, zum Fernverkehr sowie zu den Métro-Linien 1 und 14. Ich denke dass beide Stationen wichtig genug sind, um 2 Halte in 700 Metern Entfernung zu bauen.
Die Verbindung Austerlitz/Lyon – Montparnasse ist keine so stark frequentierte Verbindung wie z.B. Montparnasse – Nord, aber sicherlich von Bedeutung, da hier auch Umstieg zum Nahverkehr besteht. Die Bedeutung dieser Verbindung beleuchte ich nachher.
Da die Platzverhältnisse eng sind, trenne ich beide Tunnelröhren räumlich. Nach 2,5 Kilometern wird der wichtige Knotenpunkt République erreicht. Hier werden die Métro-Linien 3, 5, 8, 9 und 11 gekreuzt. Eine Direktverbindung zwischen République und Gare de Lyon ist demnach wichtig, um vom Bahnhof schneller ins Stadtgebiet zu kommen. Weiter führt die Strecke parallel zur M5 zur Station Magenta. Diese Station wird von der RER-Linie E angefahren, ist aber viergleisig, sodass diese auch von der neuen RER F benutzt werden kann. An der Station Magenta besteht Umstieg zum Fernverkehr an den Bahnhöfen Gare de l’Est und Gare du Nord, zu den RER-Linien B und E, sowie zu den Métro-Linien 4, 5 und 7.
Danach entstehen außenrum (RER E-Tunnel) zwei zusätzliche Gleise, welche vor der RER-E Station Rosa Parks ausfädeln. Diese Gleise werden von der Transilien-Linie P angefahren, welche ebenfalls in die neue RER F aufgeht.
Beleuchtung neuer Verbindungen
Republiqué – Montparnasse/Gare de Lyon
Neue sekundäre Verbindung zwischen innerstädtischem Knotenpunkt und Fernbahnhof.
Republiqué – Magenta
Entlastung der M5/schnellere Alternative.
Montparnasse – Magenta
Entlastung der M4, sowie der Umsteigeverbindung aus RER B und M6/schnellere Alternative.
Magenta – Gare de Lyon
Entlastung der Umsteigeverbindung aus RER A und RER B.
Magenta – Gare Austerlitz
Entlastung der Umsteigeverbindung aus RER B und RER C, sowie der M5.
Montparnasse – Gare Austerlitz/ Gare de Lyon
Neue sekundäre Verbindung zwischen Fernbahnhöfen.
Betrieb
Die Linien N und P entfallen. Beide Achsen werden verstärkt. Anders als in Deutschland gibt es kein klaren Fahrplan, nur ein loses Taktschema welches stetig schwankt. Dieses beleuchte ich für die Rush Hour. (6.30-9.30, 16.30-20.30)
Saint-Cyr – Noisy-le-Sec N+PZentrum
– Taktintervall 5 Minuten
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Saint-Cyr – La Verrière N
– Taktintervall 10 Minuten
La Verriére – Rambouillet N
– Taktintervall 30 Minuten
Saint-Cyr – Plaisir-Grignon N
– Taktintervall 10 Minuten
Plaisir-Grignon – Dreux N
– Taktintervall 30 Minuten
Plaisir-Grignon – Mantes-la-Jolie N
– Taktintervall 20 Minuten
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Noisy-le-Sec – Meaux P
– Taktintervall 10 Minuten
Meaux – La Ferté-Milon P
– Taktintervall 30 Minuten
Meaux – Chateau Thierry P
– Taktintervall 20 Minuten
Noisy-le-Sec – Ozoir-la-Ferrière P
– Taktintervall 15 Minuten
Ozoir-la-Ferrière – Coulommiers P
– Taktintervall 30 Minuten
Ozoir-la-Ferrière – Provins P
– Taktintervall 30 Minuten
* WICHTIG
– Die Taktintervalle bleiben nur ungefähre Richtwerte, in der Praxis sind Abweichungen möglich.
– Im Zuge dessen kann das Angebot auf der RER E nach Vaire-sur-Marne sowie Roissy-en-Brie teilweise ausgedünnt werden.
Schreibt mir gerne Feedback!

Doch, der RER D fährt mit lediglich einem Zwischenhalt (Châtelet Les Halles) vom GdL zum GdN.
Stimmt, Danke für den Tipp!
Was hälst du von dem Vorstoß allgemein?
Wenn aus dem Gare Montparnasse ein RER entwickelt werden soll, würde ich ihn eher via Châtelet Les Halles zum Gare Saint Lazare durchbinden. Eher nicht auf dem direkten Weg, denn da gibt es schon die Metro.