H: Stichstrecke nach Misburg-Nord

Neuen Namen setzen

 

Vorschlag in die Karte einpassen

Vollbildansicht Vollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Im Stadtteil Misburg sind zwei neue Wohnquartiere geplant mit einer Fläche von knapp 100 Hektar (7,8 ha Steinbruchsfeld Ost und 90 ha Deunerviertel). Zusätzlich ist ein noch größeres Gewerbegebiet südlich des Stichkanals geplant. Laut der Website des Deunerviertels sind zur Anbindung mit dem ÖPNV noch keine Angaben möglich. Aufgrund des frühen Planungsstadiums habe ich mir auf LP nun mal Gedanken darüber gemacht. Aber auch ohne die geplanten Neubaugebiete leben bereits 24.000 Einwohner in Miesburg Nord.

Den wer von diesem großen Neubaugebiet ins Zentrum will, braucht mind. eine halbe Stunde. Allein die Fahrzeit mit der Stadtbahn von Misburg zum Hbf. beträgt 21 Minuten zu welcher dann noch 10 bis 20 Minuten Fußweg kommen, um ins Neubaugebiet zu gelangen. 40 Minuten dafür wären definitiv zu viel. Warum nicht 9 Minuten S-Bahn?

Varianten

Verlauf A

Dazu wäre eine eingleisige Stichstrecke notwendig. Diese könnte nach der Karl-Wiechert-Allee kreuzungsfrei zwischen den S-Bahn Gleisen nach Lehrte ausfädeln. Anschließend verläuft sie in einer großen Kurve über die Felder. Dannach folgen zwei Brücken über den Mittellandkanal und den Stichkanal. Diese sollten neben der Bahn auch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden können. Die Strecke endet an einem Haltepunkt direkt am Rand des Neubaugebietes.

Verlauf B

Dazu wäre eine bis zur ersten Station mit Mittelbahnsteig zweigleisige und dannach eingleisige Stichstrecke notwendig. Diese könnte nach der Karl-Wiechert-Allee kreuzungsfrei zwischen den S-Bahn Gleisen nach Lehrte wie bei Variante A ausfädeln. Sie könnte direkt neben dem Kanal gebaut werden. Dieser ist nicht von Wasserstandschwankungen betroffen und auch der Naturschutz dürfte hier keine Probleme spielen. Gleichzeitig wäre der Verlauf kreuzungsfrei. Für einen Fuß- und Radweg findet sich weiterhin Platz. Die Böschung würde nun durch eine Spundwand ersetzt werden, wodurch die Breite des Kanals ohne Einschränkung für die Schiffahrt verringert werden kann. Laut dem Wasserstraßenschiffahrtsamt Helmstedt (Quelle) könnte man damit pro Seite bis zu 6,5 Meter einsparren. Damit müssten der jetzige Baumbestand nicht einmal gefällt werden. Die Variante wäre deutlich länger wie A und würde damit auch mehr erschließen. Die gegenüber A erhöhte Nachfrage würde eine eigene Linie in guter Taktung rechtfertigen.

Bedienung

Vorraussetzung dafür ist das angestrebte Zwei Achsen Konzept der S-Bahn Hannover, welches deine Durchbindung sowie den zweigleisigen Ausbau der östlichen Linienäste vorsieht. Die Stichstrecke würde von einer im T15 (abgeändert) verkehrenden Linie bedient werden. Möglich wären damit auch neue westliche Endpunkte wie etwa Garbsen oder der westlichen Güterumgehungsbahn. Bei letzterem könnte man diese auch wieder in Misburg enden lassen, wodurch sich ein ein „Wassertropfen“-Ringlinie über die Güterumgehungsbahn bildet. Das würde viele neue Verbindungen bieten.

 

Kommentare sind gerngesehen – ich freue mich schon darauf!

Metadaten zu diesem Vorschlag

Haben Sie Fragen zu diesem Vorschlag? Oder möchten Sie aus anderen Gründen gerne direkt mit dem Autor des Vorschlags in Kontakt treten?

Ganz gleich, ob Sie aus den Reihen von Politik und Verwaltung, Vereinen und Verbänden, Unternehmen oder auch als Privatperson Interesse an diesem Vorschlag auf Linie Plus haben: Nutzen Sie gerne das Kontaktformular, um eine E-Mail an den Autor des Vorschlags zu verfassen!

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen

7 Kommentare zu “H: Stichstrecke nach Misburg-Nord

  1. Eine innerstädtische Neubaustrecke, die dann von einer „S-Bahn“ im 30-Minutentakt bedient werden soll, dürfte wohl kaum attraktiv sein.
    Eine halbstündliche „S-Bahn“ ist etwas für mager besiedelte Vororte, aber nicht als innerstädtisches Massentransportmittel in eine Stadt mit mehr als einer halben Millionen Einwohnern.

    1. Hi Baum,

      Demzufolge würdest du stattdessen einen T15 befürworten, oder? Derzeit ist vor allem der östliche Teil der S-Bahn Hannover eher eine Regionalbahn. Eine Stichstrecke nach Gehrden im T30 ist von offizieller Hand auch geplant. Mit der geplanten Durchbindung und der daraus resultierenden Taktverdichtung wird der Ostteil schon S-Bahn ähnlicher.

      Wenn man im Westen mit Garbsen oder der Ringbahn ebenfalls ein attraktives Ende findet, dann wäre ein T15 meiner Meinung nach gerechtfertigt. Wie würdest du die Linie führen?

      LG

      1. Einen T15 bräuchte es mindestens, damit es für eine Stadt dieser Größe eine attraktive Anbindung ist.

        Allerdings kann ein T15 nur gefahren werden, wenn es dafür auch ein ausreichendes Fahrgastaufkommen gibt, und genau da hab ich doch starke Zweifel, dass ein einziger Bahnhof eine S-Bahn im T15 füllen kann. Damit das klappt, müssten im Umkreis des Bahnhofs solche Stadtviertel entstehen.

        1. Solche Stadtviertel entsprechen wohl kaum deutschen Verhältnissen. Was mir als ähnliches Beispiel einfällt wäre die Strecke nach Lütgendortmund, das mit 23.000 Ew. etwas kleiner als Misburg-Nord ist. Heutzutage würde man aber wohl kaum dafür einen S-Bahn Tunnel bauen. Einen T15 besitzt besitzt die Strecke laut Entwurf 2040 in der HVZ dennoch.

          Ich habe jetzt eine zweite Variante ausgearbeitet, die mehr erschließen würde. Schaue sie dir mal an:

          Dazu wäre eine bis zur ersten Station mit Mittelbahnsteig zweigleisige und dannach eingleisige Stichstrecke notwendig. Diese könnte nach der Karl-Wiechert-Allee kreuzungsfrei zwischen den S-Bahn Gleisen nach Lehrte wie bei Variante A ausfädeln. Sie könnte direkt neben dem Kanal gebaut werden. Dieser ist nicht von Wasserstandschwankungen betroffen und auch der Naturschutz dürfte hier keine Probleme spielen. Gleichzeitig wäre der Verlauf kreuzungsfrei. Für einen Fuß- und Radweg findet sich weiterhin Platz. Die Böschung würde nun durch eine Spundwand ersetzt werden, wodurch die Breite des Kanals ohne Einschränkung für die Schiffahrt verringert werden kann. Laut dem Wasserstraßenschiffahrtsamt Helmstedt (Quelle) könnte man damit pro Seite bis zu 6,5 Meter einsparren. Damit müssten der jetzige Baumbestand nicht einmal gefällt werden. Die Variante wäre deutlich länger wie A und würde damit auch mehr erschließen. Die gegenüber A erhöhte Nachfrage würde eine eigene Linie in guter Taktung rechtfertigen.

          LG

          1. Die Straßen im Ruhrgebiet sind zugestaut bis zum Gehtnichtmehr. Die Linie S4 braucht, aus Richtung Unna kommend, ohnenin ein passendes westliches Ende. Und der Endbahnhof Lütgendortmund ist doch recht gut gelegen, direkt unterm Bezirksrathaus + Bushof. Und zwischen Lütgendortmund und Dortmund Stadt fährt die S4 auch nicht unbedingt durch Niemandsland.

             

            Deine Stichstrecke würde höchstens dann Sinn machen, wenn die S-Bahn zwischen Hannover Hbf und Hannover Karl-Wiechert-Allee zusätzliche Kapazitäten bräuchte.

            Braucht sie aber eben nicht, zwischen Hauptbahnhof und Karl-Wiechert-Allee fährt auch die Üstra. Also reichen auf dem Abschnitt die S-Bahnen nach Celle/Hildesheim.

            Und alleine für das Niemandsland entlang des Mittellandkanals wird kein Mensch Nahverkehrszüge im T15 oder T30 bestellen oder bezahlen.

            1. Stau gibt es in Hannover sogar noch mehr. Deutschlandweit belegt die niedersächsische Landeshauptstadt Platz 7 und steht damit vor Dortmund.

              Mit der Nutzung der Güterumgehungsbahn brächte man neue Kapazitäten zwischen Leinhausen und dem Hauptbahnhof. Da die Gleise 13/14 aber nocht dazu gedacht sind zu wenden, sollte die Linie weiter verkehren und mit dem Konzept von zwei Achsen geht das dann eben Richtung Karl-Wiechert-Allee.

              Wenn wir ganz genau sind, dann fährt die Üstra zwischen Kröpcke und Karl-Wiechert-Allee. Zum Hauptbahnhof ist es vom Kröpcke noch ein bischen Fußweg. Das Prinzip stimmt aber natürlich nachwievor.

              Niemandsland ist schon sehr übertrieben. Wenn überhaupt trifft es auf die Hst. Steinbruchsfeld zu. In Groß Buchholz ist es nördlich und östlich der Hst. dicht bebaut und die Hst. Deunerviertel hat das vermutlich dicht bebaute Neubaugebiet.

              Hier einmal die Karte einer möglichen Linienführung:
              H02
              LG

              1. Stau gibt es in Hannover sogar noch mehr. Deutschlandweit belegt die niedersächsische Landeshauptstadt Platz 7 und steht damit vor Dortmund.

                Dortmund liegt im größten deutschen Ballungsraum. Hagen und Bochum und andere Großstädte nicht weit. Hier braucht es zwingend S+U-Bahn. Natürlich braucht es dort auch eine S4 nach Lütgendortmund, oder sollen die ganzen Autos aus Bochum und Gelsenkirchen Dortmunder Straßen verstopfen?

                Das ist nicht mit der Stadtrandsiedlung Heideviertel oder Misburg vergleichbar.

                 

                Mit der Nutzung der Güterumgehungsbahn brächte man neue Kapazitäten zwischen Leinhausen und dem Hauptbahnhof. Da die Gleise 13/14 aber nocht dazu gedacht sind zu wenden, sollte die Linie weiter verkehren und mit dem Konzept von zwei Achsen geht das dann eben Richtung Karl-Wiechert-Allee.

                Unklar. In Hannover Hbf enden doch schon S3, S6 und S7 aus Richtung Osten kommend. Der ganze Schienenverkehr zwischen Hannover und Lehrte (+S6) wird zumindest abschnittsweise auf gerade mal drei Gleisen abgewickelt. Das ist lächerlich wenig. Hier braucht es eigentlich mindestens vier bis sechs Gleise – oder halt einen S-Bahn-Tunnel. So könnten auch zahlreiche Nahverkehrszüge im dichteren Takt fahren.

                 

                Niemandsland ist schon sehr übertrieben. Wenn überhaupt trifft es auf die Hst. Steinbruchsfeld zu. In Groß Buchholz ist es nördlich und östlich der Hst. dicht bebaut und die Hst. Deunerviertel hat das vermutlich dicht bebaute Neubaugebiet.

                Nein, ist es nicht. Das ist 1970er-Siedlungsbrei. Eine S-Bahn im T15 dorthin ist absurd und abwegig. Die S-Bahntunnel in Dortmund, Köln, Hattingen und Halle wurden jeweils für deutlich höhere Fahrgastzahlen projektiert. Siehe auch Beiträge von User Baum.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren. Du kannst Benachrichtigungen auch aktivieren, ohne einen Kommentar zu verfassen. Klicke auf den Link und du erhältst eine E-Mail, um das Abonnement zu bestätigen: Abo ohne Kommentar.