Bremen: Neubau Straßenbahnhaltestelle Domsheide

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Beschreibung des Vorschlags

Moin!
Die Domsheide ist neben dem Hauptbahnhof der wichtigste Knotenpunkt im Bremer Straßenbahnnetz. Die heutige Haltestelle ist jedoch historisch gewachsen und dadurch auf mehrere Bereiche verteilt, wodurch vor allem Umstiege unnötig lang sind.

Idee
Ich schlage daher einen kompletten Neubau der Haltestellenanlage vor. Statt mehrerer verteilter Stationsbereiche, eine zentrale, viergleisige Haltestellenanlage. Diese entsteht mittig auf der Domsheide, wo sich heute bereits die beiden Straßenbahnstrecken treffen. Die neue Haltestelle besteht aus 1 (platzsparendem) Mittelbahnsteig, sowie 2 Außenbahnsteige. Die Bahnen der Ost-West-Strecke halten an den südlichen Gleisen, die der Nord-Süd-Strecke an den nördlichen. Dadurch entstehen zahlreiche bahnsteigleiche, sowie schnellere Umstiegsmöglichkeiten zwischen den beiden Strecken. Alle Bahnsteige sind 80 Meter lang, damit an jedem Bahnsteig zwei Bahnen gleichzeitig (also 8 gleichzeitig an der ganzen Haltestelle) halten können. Dies wird auf der Nord-Süd-Strecke bereits heute benötigt, nun wäre es auch auf der West-Ost-Strecke möglich. Durch die zentrale Haltestelle an der „Kreuzung“ der Straßenbahnstrecken, können so aber auch Bahnen der Nord-Süd-Strecke an den anderen Bahnsteigen halten. Dies sorgt an der leicht überlasteten Domsheide für noch mehr Flexibilität. Dieser neue Knotenpunkt ersetzt die beiden aktuellen Haltestellenanlagen komplett.

Vorteile
1. Deutlich übersichtlichere, meist kürzere Umstiege und alle Straßenbahnen an einem Ort
2. Vollständig barrierefreier und moderner Knotenpunkt
3. Leistungsfähiger Betrieb durch 4 Gleise am Kreuzungspunkt
4. Mehr Flexibilität im Straßenbahnbetrieb
5. Mehr Kapazität

Sonstiger Verkehr
Platz für Autoverkehr besteht weiterhin nicht. Durch die neue Haltestelle geht allerdings Platz für Fußgänger und den Radverkehr verloren. Letzterer wird über Seitenstraßen und einen neuen, vergrößerten Radweg auf der Fläche der heutigen südlichen Haltestelle geleitet werden müssen. Eine offene städtische Freifläche, wie heute südöstlich der „Glocke“, kann ebenfalls auf der Fläche der heutigen südlichen Haltestelle entstehen.
Die Busse der Linien 24 und 25 können an den heutigen Haltestellen (bzw. etwas weiter nördlich und die Haltestelle stadtauswärts näher an die andere herangerückt) oder an den neuen Straßenbahnhaltestellen halten.

Ich freue mich auf Rückmeldungen!

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13 Kommentare zu “Bremen: Neubau Straßenbahnhaltestelle Domsheide

  1. Auch wenn die Streckenführungen richtig ausgelegt sind, stelle ich mir die Frage, warum an den äußeren Haltestelle die Fahrtrichtung wechseln soll zu den gewohnten Richtungen. Wenn Du die beiden Richtungen drehen würdest, wären auch die Gleisanlagen etwas einfacher zu gestalten.

    1. Danke für das Feedback!

      Wie genau meinst du das mit dem Drehen der Richtungen? Tausche ich nur die beiden Äußeren, befinden sich die Türen auf der falschen Seite. So, wie ich das sehe, muss eine Strecke immer die Richtungen wechseln, wenn man an den beiden Mittelbahnsteigen festhält. Einzige Außnahme, wenn eine Strecke jeweils einen Mittelbahnsteig erhält, wobei dadurch keine direkten Umstiege entstehen würden.

      1. Ah, ok, ich sehe das Problem. Asche auf mein Haupt. Es schon viel zu lange her, dass ich in Bremen mal straßenbahn gefahren bin. Dadurch ist mir entfallen, dass es nur Einrichtungsfahrzeuge in der Flotte sind. Dann stimmt Dein Einwand natürlich.

        Das könnte man durch zwei Dinge beheben:

        1. Eine neue Fahrzeuggarnitur einführen, die vielleicht auch günstiger werden könnte. So wären die Fahrzeuge auf beiden Seiten mit Türen versehen und könnten durch einen zweiten Führerstand im Zwei-Richtungsdienst fahren. Das würde auch zu mehr Flexibilität führen. So könnten die Endschleifen umgebaut werden, was eben im kleinen Rahmen neues Bauland generieren könnte. (Aber das vielleicht am Anfang nur auf der entsprechenden Linie.)
        2. Alternativ könnte eben die Anlage so gestaltet werden, dass die Gleise paarweise zwischen insgesamt 3 Bahnsteigen verlaufen könnten. Das würde aber eben ca. 6 bis 8 Meter mehr an Breite beanspruchen.
        1. Kein Problem, kann ja mal passieren 😄

          Erstmal sind das meiner Meinung nach sehr gute und überlegte Vorschläge/Ideen (Vielen Dank dafür), welche mir auf jeden Fall in Gänze zusagen.

          Zu Punkt 1: Das fände ich, mal ganz abgesehen von diesem Vorschlag, gar nicht mal so schlecht, unter Anderem aufgrund deiner angesprochenen Punkte. Das könnte dann vermutlich so ablaufen, dass ab jetzt nur noch Zweirichtungsfahrzeuge beschafft werden und diese erstmal als Einrichtungsfahrzeug fahren im aktuellen Netz. Ist der komplette Fuhrpark umgestellt, wird das Netz dahingehend angepasst. Dieser Umbau der Haltestelle Domsheide wäre bis dahin ohnehin nicht vollendet.

          2. Finde ich auch eine gute Idee. Das werde ich mir auf jeden Fall nochmal genauer anschauen. Wenn es, so wie gedacht, funktioniert, sollte vermutlich genügend Platz da sein und es wäre definitiv ein guter Kompromiss.

  2. Durch den doppelten Seitenwechsel sinkt die Kapazität signifikant. Eine Einfahrt von der Kaisen-Brücke auf das nördliche Gleis geht nur, wenn keine andere Bahn dorthin fährt oder von der Obernstraße kommt oder dorthin fährt. Eine Ausfahrt zur Kaisen-Brücke geht nur, wenn dorthin keine andere Bahn fährt. Aktuell gibt es keine Einschränkungen durch entgegenkommende Bahnen der gleichen Relationen und die Gegenrichtung anderer Relationen kreuzt maximal an einer Stelle.

    Dafür müsste also der Takt auf einigen Relationen ausgedünnt werden oder es müssten ganze Linien eingestellt werden, das ist es definitiv nicht Wert. Die von dir genannten Vorteile 3 bis 5 sind also nicht gegeben.

    Wenn du eine viergleisige Haltestelle willst, dann geht das nur mit Außenbahnsteigen. Aber dafür ist kaum Platz da.

    1. Danke für das Feedback!

      Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass die mehreren Kreuzungen/Richtungswechsel kritisch zu betrachten sind. Ideal ist das keines Falles.

      Durch den doppelten Seitenwechsel sinkt die Kapazität signifikant.

      Im Vergleich zu einer üblichen Haltestelle ja, an der Domsheide meiner Meinung nach nicht. Bislang leidet die Kapazität enorm unter der Zweigleisigkeit zwischen den Haltestellen, wo alle Bahnen fahren. Dies erübrigt sich erstmal durch die Viergleisigkeit, wobei dann eben daneben Komplikationen entstehen. Im Gegensatz zur heutigen Situation kann man Komplikationen durch ein gutes Betriebskonzept im Rahmen halten. Bislang kann man denen gar nicht aus dem Weg gehen.

      Eine Einfahrt von der Kaisen-Brücke auf das nördliche Gleis geht nur, wenn keine andere Bahn dorthin fährt oder von der Obernstraße kommt oder dorthin fährt. Eine Ausfahrt zur Kaisen-Brücke geht nur, wenn dorthin keine andere Bahn fährt.

      Ja, die genannten Konflikte gibt es bei dieser Gleisanordnung und sorgen auch für nicht den flüssigsten Betrieb. Ich denke aber, dass es ein großer Vorteil ist, dass sich die Konfliktpunkte links und rechts der Station und nicht gebündelt zwischen den Stationen befindet. Die Bahnen besitzen ohnehin an der Domsheide einen gewissen Puffer, den man mit dieser viergleisigen Station, welche 8 Bahnen gleichzeitig aufnehmen kann, ideal ausreizen kann, was bislang nicht der Fall ist. Auch kann so beispielsweise die SL8 an den Bahnsteigen der 2/3 halten. So können die Gleisanlagen nochmals entlastet werden. Ich bin der Meinung, dass die zusätzlichen Kapazitäten an der Haltestelle die wegfallenden Kapazitäten durch die Gleisanlagen mehr oder weniger ausgleichen.

      Dafür müsste also der Takt auf einigen Relationen ausgedünnt werden oder es müssten ganze Linien eingestellt werden, das ist es definitiv nicht Wert.

      Nein, der Takt kann lediglich nicht verdichtet werden, was ohnehin schwierig ist und auch nicht angestrebt wird. Lässt man die 8 an den mittleren Bahnsteigen halten, treffen sich ~40 Bahnen pro Stunde an den Kreuzungspunkten. Etwas mehr wie an den heutigen Konfliktpunkten, nur ohne angesprochene Vorteile der Haltestelle an sich.

      1. Ja, so sieht es schon mal realistischer aus. Was ich noch in Erwägung ziehen würde, sind zusätzliche Fahrmöglichkeiten von den Bahnsteigen aus. So wie jetzt eingezeichnet, ist die Relation Obernstraße <-> Schüselkorb komplett unmöglich.

        Baulich ist das alles im Übrigen sehr eng, an der ein oder anderen Stelle werden Gebäude fast gestreift, z.B. vor dem McDonalds. Ob das mit dem neuen Haltestellenstandort so wirklich realisierbar ist, weiß ich nicht wirklich.

        1. Stimmt, die Verbindung Obernstraße-Schüsselkorb war ja in dem ursprünglichen Vorschlag auch enthalten, ist nun wieder hinzugefügt.

          Baulich ist das alles im Übrigen sehr eng, an der ein oder anderen Stelle werden Gebäude fast gestreift, z.B. vor dem McDonalds.

          Sehe ich auch noch ein wenig kritisch, wobei das, denke ich, in der Innenstadt weniger problematisch ist. Gerade an der Kurve neben dem McDonald´s wäre die Kurve vermutlich auch noch ein wenig enger möglich, sodass das noch besser funktionieren sollte. Besonders wenn man das mit entsprechenden Street View-Aufnahmen vergleicht.

          1. Sehe ich auch noch ein wenig kritisch, wobei das, denke ich, in der Innenstadt weniger problematisch ist. Gerade an der Kurve neben dem McDonald´s wäre die Kurve vermutlich auch noch ein wenig enger möglich, sodass das noch besser funktionieren sollte. Besonders wenn man das mit entsprechenden Street View-Aufnahmen vergleicht.

            Na ja, man muss den McDonald’s ja auch noch betreten können. Und das sollte nicht ein Laufen im Gleisraum erfordern und das sehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich, dass das klappen kann.

              1. Ok, war für mich auf dem Sattelitenbild schlecht zu erkennen. Dann ist das auf der Seite wohl der Zugang zu Wohnungen/Büros im Obergeschoss, die bei Umsetzung deines Konzepts nicht mehr erreichbar wären. Und für den Laden im Nebengebäude wird es auch schwierig. An dem Problem ändert das halt rein gar nichts, du kannst nicht in der Innenstadt ein halbes Gebäude abriegeln.

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