8 Kommentare zu “[OF/FFM] Verknüpfung Linie 16 und Linie 11”

  1. Gefällt mir (logischerweise) sehr gut. Daher auch nur ein paar Kleinigkeiten, die man vielleicht noch anpassen könnte:

    1. Aus welchem Grund soll die Linie 15 weiter an der Stadtgrenze enden? Das Linienende dort hat heute rein verwaltungstechnische Gründe (der Name „Stadtgrenze“ sagt schon alles) und daher sollte die Linie mindestens bis zum nächsten Verknüpfungspunkt am Hbf weitergeführt werden. Oder gleich bis zum Innovationscampus, wenn dort eine erwartet hohe Nachfrage besteht. Müsste man mal gucken, wo Platz für eine kleine Wendeanlage bestände. Oder vielleicht sogar auch (teilweise) bis zur Linie 11 durchbinden, da ergäben sich dann nochmal neue Möglichkeiten für ein Betriebskonzept, wo du ja schon sehr viele Gedanken hinein investiert hast.

    2. Die Haltestellendichte: Habe ich in deinem ersten Vorschlag noch den großen Haltestellenabstand kritisiert, ist er mir hier schon etwas eng. So hast du im ersten Vorschlag zwischen OF-Stadtgrenze und Hbf einen Zwischenhalt, jetzt sind es drei. Ich denke zwei wären optimal. Und östlich des Marktplatzes käme man gut mit drei statt vier Haltestellen aus, möglich wären auch 4 statt 6 bis Innovationscampus Nord.

    3. Führung im Straßenraum: Manchmal geht es vielleicht nicht anders, aber ich möchte zumindest zu bedenken geben, dass manche Straßenabschnitte unter einer starken Auslastung leiden dürften, wo eine gewisse Staugefahr besteht. Dazu gehört insbesondere die Bismarck- und Waldstraße sowie der Bereich an der Mathildenschule. Einfache Lösungen fallen mir für die Bereiche auch nicht ein, aber ich denke da braucht es gute Gesamtkonzepte für die Verkehrsführung (Verlagerung MIV).

    1. Danke für das Feedback.

      1 und 3 hab ich auf jeden Fall auf dem Schirm. Meiner Einschätzung nach hätte das hier zu weit geführt – Die Verlängerung andere Linien ist besser in einem eigenen Vorschlag, die Umleitung des MIV passt nicht so zu Linieplus.
      Trotzdem: Jede zweite Bahn der Linien 15 und 16 soll bis zur Bildstockstraße fahren und dort Richtung Bürgel/Rumpenheim abzweigen. Da dort neue Gleise notwendig sind, wird das ein separater Vorschlag. Bei der 15 ist der Wegfall während der NVZ eine besondere Einschränkung.
      MIV: Langfristig würde ich mir wünschen, dass die Bereiche um den Hauptbahnhof und Marktplatz autoarm bzw. vorrangig dem ÖPNV eingeräumt werden. Wie du auch sagst, da braucht es Gesamtkonzepte und diese Trassierung gibt eine Grundlage dafür, was damit erreicht werden soll.

      Bei den Haltestellen sehe ich grundsätzlich alle recht sinnvoll an, wobei die Karlstraße (oben eingeklammert) vermutlich die geringsten Chancen auf Umsetzung hat. Daher ist sie auch in der Fahrzeitberechnung nicht enthalten.
      Wenn ich noch 2 Haltestellen streichen müsste, wären das Dreieichring/Schillstraße und Innovationscampus Nord. Die beiden haben die geringsten Erschließungseffekte und sind auch für Verknüpfungen/Umstiege nicht besonders wertvoll. Die Trassierung ändert sich dadurch nicht, es wäre gewissermaßen ein Nice-To-Have, wenn man dort eh vorbeifährt.

      Richtig was bringen tut die Einsparung nur, wenn man dadurch eine Bahn früher verknüpfen könnte. Meine Vergleichsstrecke hat 14 Zwischenstationen bei gleicher Länge für 27 Minuten Fahrzeit; ein schnellerer Vergleich wäre Frankensteiner Platz -> Gravensteiner-Platz mit 23 Minuten bei 12 Haltestellen. In Fechenheim bekäme man eine Bahn früher verknüpft, an der Stadtgrenze würden die Bahnen 4 Minuten länger stehen.
      Ich werd es mir im Rahmen der Verlängerung nach Bürgel nochmal genauer anschauen, wie es dann fahrplantechnisch am Besten passt. Da mir gute Modelle für die Fahrzeitberechnung fehlen, bin ich an der Stelle lieber zu pessimistisch als zu optimistisch. Trotzdem danke für die Anregung.

      1. Vorweg: Ich glaube, wir haben da eine grundsätzlich etwas andere Herangehensweise. Während mir hier primär die Ausgestaltung der Infrastruktur (mit Lage der Haltestellen, Anpassung der MIV-Verkehrsströme,…) wichtig ist, scheinst du den künftige Betrieb mit den genauen Fahrzeiten mehr im Fokus zu haben (wie deine umfangreichen Fahrzeittabellen zeigen), was ich jetzt erstmal nicht als so wichtig erachte, da sich bis zu einer Inbetriebnahme der vorgeschlagenen Strecke die genauen Fahrpläne nochmal ändern können. Andererseits sollte sich die Infrastruktur natürlich auch an einem potenziellen Zielfahrplan richten. Aber das nur am Rande, weswegen wir vielleicht etwas aneinander vorbeigeredet haben.

        Konkret zu den zwei Punkten nochmal:

        Zu 1: Auf die Verlängerung der Linie 15 habe ich auch nur genau hingewiesen, weil du mit deiner Eingleisigkeit an der Haltestelle OF-Stadtrand ja explizit einen Endpunkt dort berücksichtigst und sogar eine weitere Durchbindung erschwerst. Und das halte ich für keine gute Idee, da die Stadtgrenze in keiner Weise ein verkehrlich/nachfragetechnisch logischer Endpunkt ist, da gibt es andere, bessere Optionen.

        Zu 2: Ein einfaches Streichen der ein oder anderen Haltestelle wäre ungünstig, da es dann zu einer räumlich ungleichen Verteilung käme. Wenn beispielsweise Karlstraße gestrichen würde, müsste Mathildenstraße nach Westen (zum namengebenden Platz) verschoben werden usw. Im Bereich des Innovationscampus würde ich zwei Haltestellen jeweils im Bereich der „Ecken“ vorsehen, das hat auch Vorteile für das Geschwindigkeitsprofil (Halte vorzugsweise vor/nach Kurven und Kreuzungen mit Ampelschaltungen). Insgesamt halte ich so als Faustregel einen Haltestellenabstand von ca. 400-500 m für optimal.

        1. Entschuldige bitte die lange Antwortzeit, andere Dinge sind dazwischen gekommen.

          Zuvorderst: Ja, du hast recht. Ich hab mich primär auf den Fahrplan fokussiert und dessen Konsequenzen und dabei die Infrastruktur vernachlässigt.
          Die Haltestellen sollten jetzt besser sein. Insgesamt komme ich auf einen durchschnittlichen Haltabstand von 455 Metern; davon zwei Ausreißer zwischen Ketteler Straße und Bildstockstraße sowie die Brücke über den Main. Abzüglich derer komme ich auf (5.0 – 0.04*10)/11 ≃ 418 Meter. Zuvor waren es 390 respektive 348 Meter.

          Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf den Fahrplan, den ich angepasst habe. Bis zur Umsetzung wird vermutlich auch da noch viel passieren. Konkret ergänzt habe ich die doppelte Gleisanbindung an der Stadtgrenze, sowie die Umgestaltung des Abstellgleises in Fechenheim, das zukünftig auch für einen zweigleisigen Betrieb genutzt werden könnte.

          Als Randbemerkung würde ich davon ausgehen, dass eine Einführung der Straßenbahn in Stufen erfolgen wird. Trotzdem ist es sinnvoll, in früheren Stufen die späteren Stufen zu berücksichtigen, insbesondere, wenn es keine betrieblichen Nachteile in der Zwischenzeit hat.

          Danke auf jeden Fall für die Rückmeldung! Falls dir noch mehr auffällt, schreib es gerne hier rein.

          1. Kein Problem, ich kenne das.

            Danke für die Anpassung des Vorschlags und die konstruktive Aufnahme meiner Kritikpunkte. So gefällt mir der Vorschlag schon deutlich besser um nicht zu sagen, wirklich gut.

            Viele Dinge müssten dann am Ende eh die Detailplanungen in Absprache/Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort ergeben, z.B. inwiefern eine Führung entlang des Dreieichparks aus Platzgründen vorteilhaft oder wegen zu fällender Bäume eher problematisch ist, ggü. zum Beispiel einer Führung durch die Ludwigstraße. Oder ob die Bürgeler sich eine Straßenbahn am Mainufer vorstellen können oder die Mainquerung südlicher liegen muss. Wichtig ist da eben – wie eigentlich immer – die Bevölkerung mitzunehmen und bestenfalls für das Projekt zu begeistern, um nicht eine Opposition gegen das Projekt entstehen zu lassen.

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