Beschreibung des Vorschlags
Ist-Zustand:
S-Bahnen (S1) aus Richtung Neumarkt fahren derzeit am Bf. N-Dürrenhof durch. Während bzw. kurz vor der Durchfahrt fährt meist eine S2 Richtung Lauf, Hersbruck oder Hartmannshof am gleichen Bahnhof ab. Fahrgäste mit Fahrziel Lauf oder weiter müssen 20 Minuten oder länger auf den nächsten Takt warten.
Vorschlag:
Die S1 Neumarkt – Bamberg in Fahrtrichtung Erlangen/Bamberg einen Zusatzhalt in N-Dürrenhof einlegen lassen. Die zusätzliche Fahrzeit wird durch die Wartezeit am Nürnberger Hbf wieder kompensiert.
Die S2 fährt (sofern Gleisbelegung es zulässt) 2-3 Minuten später am Nürnberger Hbf ab. Die Wendezeiten an den östlichen Endpunkten werden um ca. 1 Minute verkürzt somit man am Hbf durch eine kürzere Standzeit wieder in den Regelfahrplan vom S2-Südast kommt.
Bei der Gegenrichtung lässt sich das meines Erachtens schwer umsetzen, da die Züge der S2 richtung Nürnberg zu weit vom Dürrenhof weg sind (idr. Ostring). Dazu kommt die im letzten Absatz genannte Fahrzeitverlängerung der S2. Zudem steht der S1 meist eine direkt danach folgende S3 am Hbf gegenüber weshalb länger Standzeiten der S1 am Hbf nahezu ausgeschlossen sind bzw. auf Kosten der S3 gehen.
Davon profitieren: Pendler, Schüler mit Fahrziel Röthenbach und Lauf, evtl. Studenten der TH Simon Ohm, die direkt neben den Bf. Dürrenhof angesiedelt ist.
Bauliche Maßnahmen sind nicht erforderlich.

Bekanntlich ist die S1 ja von beiden Seiten recht störungsanfällig, seien es ICE von Passau oder von Berlin, die hier gerne mal was durcheinanderbringen. Zudem behindern die eingleisigen Abschnitte (Nürnberg – Fürth und Ausfahrt Feucht) noch zusätzlich den Gegenzug und das lässt zusätzlich auch noch die S3 verspäten , welche ja auch noch ihre eigene Eingleisigkeit hat. Oft ist bei einer von Norden verspäteten S1 schon absehbar, dass sich durch die Verspätungsverkettung in einer Stunde die Zugkreuzung in Ludersheim verschieben wird…
Zu Dürrenhof:
Das ist inzwischen doch ein running Gag in Fachkreisen, warum die Neumarkter Züge ab/bis Feucht durchfahren.
Aber genauer betrachtet macht das nur in abwechselndem Takt und nicht wie jetzt 3 Minuten versetzt Sinn.
10er-Takt geht aber nicht, weil die Gleisbelegung am Hbf dann mit den anderen Linien in Konflikt gerät.
Hat so gesehen schon Sinn. Und 20 Minuten Wartezeit sind zumutbar.
Und die Minuten, die bei einem Halt in NDHF wegfallen würden, fehlen dann eben woanders.
Guten Tag Herr Wenger,
vielen Dank für Ihre sinnvollen Anmerkungen. Als jemand der über Jahre hinweg die alte (und künftige S1) auf dem Ostast ertragen musste, kann ich Ihre Bedenken voll nachvollziehen und würde meinen Vorschlag so nicht noch mal machen. Ich habe die Störanfälligkeit des Netzes zum Zeitpunkt der Erstellung einfach unterschätzt.
Aus meiner Sicht sollte erst an der Stabilisierung des Netzes gearbeitet werden. Wie ich höre, wird es auf dem S1 Nordast stetig besser, je weiter der Ausbau voranschreitet. Jetzt müssen nur noch die beiden großen Baustellen Vach und Stammstrecke Nürnberg-Fürth erledigt werden. Das wird Jahrzehnte dauern. Auch der dreigleisig Ausbau bei Ochenbruck. Es gab Zeiten, wo ich mit meinen Hobby Kollegen beim Fotografieren diskutiert habe, ob man das Netz in ein reines Radialnetz umwandeln sollte und die Durchbindungen unterlassen sollte. Tatsache ist, dass 80% der Fahrgäste am Hbf aussteigen.