Beschreibung des Vorschlags
Der letzte Absatz meines Vorschlags, die Hechtsheimer Strecke der Mainzer Straßenbahn zum Wirtschaftspark zu verlängern, lautet:
Eine Schleife südlich der Messe bietet nicht nur den Vorteile, den Messeparkplatz nicht verkleinern zu müssen, sondern auch die Straßenbahn noch weiter bis Ebersheim zu verlängern. Ebersheim hat rd. 6000 EW, die schon den Straßenbahnanschluss rechtfertigen könnten, und hat zudem eine bandartige West-Ost-Struktur im Ortskern, sodass eine Strecke ausreicht. Dem Gegenüber steht aber das Contra-Argument, dass eine fast 2,5-km-lange Straßenbahnstrecke über Felder zwischen dem Messegelände und Ebersheim gebaut werden müsste. Auf jeden Fall würde ich aber eine Straßenbahnwendeschleife südlich des Messegeländes so errichten, dass eine Verlängerung nach Ebersheim bautechnisch vorbeireitet ist.
Sicherlich 2,5 km Überlandstraßenbahn über Wiesen und Felder zu bauen, wo nichts steht, zu bauen, um dann rd. 6000 EW zu erschließen, ist ein wenig gewagt, aber sicherlich wäre das noch ein gutes Restpotential, was sich aus dieser Strecke herausschöpfen lässt, zumal in Ebersheim eine Trasse entlang der L413 ausreicht. Tatsächlich liegt kein Gebäude in Ebersheim weiter als 500 m (Luftlinie) von dieser entfernt und somit auch von der Straßenbahn. Eine Schwierigkeit stellt die Töngesstraße im Ortskern dar, die zwischen den Einmündungen Neugasse und Römerstraße eine schmale Einbahnstraße ist, die sich nur bedingt mit einer zweigleisigen Straßenbahnstrecke bebauen lässt, bei der ein Gleis auf besonderem Bahnkörper entgegen der Einbahn führt; evtl. muss Töngesstraße Haus Nr. 6 dem vollständigen Ausbau der Straße auf 6,15 m Breite zu ermöglichen. Zwar besitzt die Töngesstraße mit der Neugasse eine Gegeneinbahnstraße doch diese hat zwei Kurven, die sich nur schwierig mit R = 25 m befahren lassen, wohl aber noch gut mit R = 20 m. An der (H) Neugasse ist eine Endstelle im Bereich der Neugasse Nr. 8 möglich, allerdings ist die Neugasse da auch nur unter 5,80 m breit und hat schmale Gehwege. Wenn dort also eine Straßenbahn ohne Überholmöglichkeit nicht abgestellt werden kann, muss die Endstelle an anderer Stelle vorgeschlagen werden. Platz für eine Wendeschleife ist aber an der Sommerflor möglich.
Des Weiteren möchte ich die Straßenbahn noch bis Nieder-Olm verlängern, eine Nachbarstadt von Mainz mit 9700 EW. Dafür sind noch mal zwischen 2,5 km und 3 km Neubaustrecke notwenig. Die Verlängerung nach Nieder-Olm soll vor allem den Wissenschaftspark Mainz (mit der Messe) an den Bahnhof Nieder-Olm anschließen, um somit von der Bahnstrecke Mainz – Alzey kürzere Wege zum Wirtschaftspark zu bekommen. Die Feinverteilung innerhalb Nieder-Olms übernehmen die Buslinien, welche am Bahnhof mit der Straßenbahn verknüpft sind
Im Moment fahren zwei Straßenbahnlinien (50 und 53) bis Hechtsheim Bürgerhaus, die beide zum Wissenschaftspark verlängert würden. Für die Verlängerung nach Ebersheim und Nieder-Olm reicht eine Linie aus. Diese soll die 50 werden, da sie die Grundbedienung des Hechtsheimer Astes ist und immer verkehrt, während die Linie 53 in der SVZ und nachts nicht verkehrt.
Die etwa 8-km-lange Straßenbahnstrecke erschließt mit Mainz-Ebersheim (6000 EW) und Nieder-Olm (9700 EW) insgesamt rd. 15700 EW, allerdings führen insgesamt etwa 4,3 km der Neubaustrecke durch unbesiedeltes Gebiet. Die Verlängerung bis Ebersheim Sommerflor ist übrigens nur 4,56 km lang, die bis Nieder-Olm ist 8,16 km lang. Daher werden hier bei einer Verlängerung bis Ebersheim Sommerflor etwa 1316 EW/km erschlossen; bei einer Verlängerung bis werden hier etwa 1924 EW/km erschlossen.
