11 Kommentare zu “Metro Rhein/Ruhr (fiktiv)

  1. Ein interessantes Gedankenexperiment. Allerdings gab (oder gibt) es so eine Planung schon einmal, in den 60ern/70ern wollte man ja ein durchgehendes Stadtbahnnetz im Ruhrgebiet schaffen. Inzwischen allerdings ein überholtes Konzept, und die bestehenden Linien zeichnen sich durch ein Flickwerk aus, wo schon gebaute Segmente so gut es geht verbunden wurden. Das ist der Grund für die wenigen durchgehenden Linien, und für Dauerprovisorien wie in Mülheim. Nicht nur hier teilen sich nun hochflurig-normalspurige Stadtbahnen Tunnelstrecken mit niederflurig-meterspurigen Straßenbahnen, was zu Drei/Vierschienengleisen und abgesenkten Bahnsteigen führt. Groß daran ändern wird sich auch nicht mehr was, ist das Projekt doch deutlich noch ein Kind der fetten Jahre im Ruhrgebiet und jenes verkehrspolitischen Hirnfurzes namens „autogerechte Stadt“. Wenn heute überhaupt noch gebaut wird (Kommunen wie Duisburg haben genug Probleme überhaupt den Bestand zu halten), dann vernünftig als Straßenbahnen. So ist nur wenig wirklich fertiggestelllt – wie das Dortmunder Netz und die Überlandlinien von Düsseldorf nach Krefeld und Duisburg.

    Aus dem Konzept der Stadtbahn erklären sich dann auch die kurzen Haltestellenabstände, ist eine Stadtbahn in oberirdischen Abschnitten doch nichts anders als eine maximal ausgebaute Tram. Höhere Haltestellenbastände (700-1200m) sind eine Sache für gleichstrombetriebene Voll-U-Bahnen wie in Berlin, Hamburg, München oder Wien.

    Zu deinem „Vorschlag“ möchte ich jetzt wenig konkretes äußeren, da ich mich (wie man an meinen bisherigen Beteiligungen vermuten kann) im Ruhrgebiet kaum auskenne – aber wir haben hier ja einige Experten. Aber: ich kann mir beim  besten Willen nicht vorstellen, wie eine durchgehende Linie von Moers nach Unna nicht in betrieblichen Chaos enden soll. Oder, wer damit überhaupt fahren soll. Es gibt ja auch die S-Bahn.

  2. Der Vorschlag wiederspricht den Regeln von Linie Plus, deshalb äußere ich mich dazu nicht weiter, sondern ignoriere ihn.

    (Wenn man auf „MITMACHEN“ klickt, kann und sollte man die Regeln wenigstens einmal lesen.

    1. Meinst du wegen des ganzen Netzes? Einerseits hast du natürlich recht. Aber wie sinnvoll sind denn bei einer Utopie bei der ein ganzheitliches Konzept im Vordergrund steht einzelne Linien ?

      Ich finde diesen Vorschlag als „was wäre wenn“ Denkanstoß ich spannend, einen Ballungsraum wie das Ruhrgebiet gibt es ja fast nirgendwo sonst. Hier könnte man auch ein zeitbasiertes Fahrkartensystem realisieren, wie du es in diesem Vorschlag auf den ich neulich gestoßen bin vorgeschlagen hast.

      1. Wie sinnvoll ist denn eine solche Utopie, wenn man nicht über die einzelnen Linien diskutieren soll? Die Utopie eines städteübergreifenden Netzes hat sicher ihren Reiz. Es käme aber darauf an, wie die Linien verlaufen sollen. Darüber hier zu diskutieren, würde jeden Rahmen sprengen. Man denke nur an deinen Vorschlag zu einem Straßenbahnnetz für Paderborn. Das war ja vergleichsweise noch überschaubar, und doch habe ich unglaublich viel dazu geschrieben. Hier würde eine Diskussion über die Linienführungen nun wirklich jeden Rahmen sprengen, deshalb werde ich mich nicht dazu äußern.

        Wenn aber nur der Gedanke eines Gesamtnetzes dieses Ausmaßes gewürdigt werden soll, dann muss ich sagen: Davon halte ich nichts! Es wäre ein finanzieller Wahnsinn und würde Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Jahrzenhte, in denen sich die städtischen Strukturen ändern, neubaugebiete entstehen, Gewerbeflächen brach fallen, sich Verkehrsströme ändern. Dann noch den alten Plänen zu folgen wäre völlig irre, sodass man davon ausgehen kann, das selbst bei politischem Willen und reichlich Finanzkraft ein solche umfangreiche Netz nie 1:1 umgesetzt werden könnte. Man müsste mit einer einzelnen Linien beginnen, eine zweite Folgen lassen, dann die dritte, auch zwischendurch Verlängerungen vorsehen und immer wirder prüfen, ob die alten Pläne noch sinnvoll sind. Deshalb ist es eben auch sinnvoller die Linien einzeln zu besprechen. Jede Strecke hat ihre Vor- und Nachteile. Einzelnes in diesem Netz mag sinnvoll sein, anderes fällt mir auf, was jetzt schon unsinnig ist.

        Deshalb lehne ich ein solches Mammutprojekt ab.

        Ein zeitlich besiertes Farkartensystem, wie ich es vorgeschlagen hatte, benötigt kein flächendeckendes U-Bahnnetz im Ruhrgebiet. Es wäre auch jetzt schon umsetzbar, und nicht nur dort.

        1. Stimme dir eigentlich in allen Punkten zu. Aber ich glaube hier geht es glaube ich nicht um eine zeitnahe Realisierung 😉

          Ich würde hier auch nicht auf die Idee kommen einzelne Haltestellen oder Linienführungen zu kritisieren, sondern mehr das Gesamtkonzept. Solche Utopien bereichern die Vielfalt auf dieser Plattform finde ich, auch wenn sie natürlich nie in dieser Form umsetzbar wären.

    2. Ich habe die Regeln gelesen. Und da ich hierzu noch keinen Eintrag habe finden können, habe ich ihn angelegt. Wieso und weshalb ich dies getan habe, steht auch in der Beschreibung. So ist es wesentlich einfacher, das Thema zu diskutieren allerdings erstelle ich gerne noch 25 einzelne Linien für dich, damit wir 25 einzelne Diskussionen über ein gleiches Thema führen können ^^

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