Beschreibung des Vorschlags
Inspiriert durch Tramfreunds Version einer Lüdenscheid-Schleife schlage ich hier meine Version vor. Wie dem Titel zu entnehmen ist, ist dieser Vorschlag deutlich günstiger, da der NBS-Anteil, und insbesondere der Tunnelanteil, deutlich geringer ist.
Die Züge aus Hagen kommend sollen nach dieser Version über die neue Verbindungskurve direkt nach Lüdenscheid fahren, ohne in Brügge kopfmachen zu müssen.
Die Züge sollen unter dem wichtigen Busknotenpunkt „Christuskirche“ halten, der bisherige Bahnhof wird stillgelegt. Vom neuen Haltepunkt fährt der Zug einmal im Kreis (Im oder gegen den Uhrzeigersinn ist ziemlich egal.) nach Brügge und fährt von dort aus weiter nach Gummersbach und gegebenenfalls weiter über die Wiehltalbahn nach Wiehl und Waldbröl.
Die Stichstrecke nach Lüdenscheid sollte weitestgehend zweigleisig ausgebaut werden, damit die Betriebsstabilität gewährleistet werden kann.
Am westlichen Ende der Kurve habe ich kein Tunnelportal eingezeichnet, da sich die Strecke dort bereits unterirdisch befindet.
Circa ein Drittel des Tunnelanteils und die Haltestelle „Christuskirche“ kann in offener Bauweise errichtet werden.
Um bessere Anschlüsse herstellen zu können, wird der Halt Brügge etwas nach Nordosten zum neuen Gleisdreieck verschoben.

Ganz ehrlich, ich verstehe nicht, was alle an der Bestandsvariante so schlimm finden. Klar, richtung Hagen verliert man paar Minuten, dafür hat man aber in Brügge recht gute Anschlüsse, die sonst nicht möglich wären – es will ja nicht jeder nach Lüdenscheid. Der bestehende Halt liegt mE auch zentral genug.
Wenn man da unbedingt irgendwas umbauen möchte könnte man von mir aus die Gegenkurve nach Hagen bauen, und den Bhf Brügge durch einen neue Keilbahnhof am Abzweig ersetzen. So hat man eine Fahrzeitverkürzung, ohne die Anschlüsse zu verschenken. Mehr kann ich mir aber nicht vorstellen.
Der entscheidende Nachteil gegenüber dem Vorschlag des Tramfreundes ist, dass du Brügge nicht mit anbindest. Dadurch geht der dort mögliche Umstieg aus Richtung Gummersbach nach Hagen verloren geht. Die Fahrgäste sparen sich dank der Durchbildung vielleicht einen Umstieg, verlieren aber immer noch 5-8 Minuten (Annahme: 11 Minuten für eine Lüdenscheid-Rundfahrt). Abgesehen ergibt sich zwischen Brügge und Gummersbach dann ein ganz blöder 12/48-Takt. Also eher eine Verschlimmbesserung. Ich bevorzuge die von Bahn4Future vorgeschlagene Verdichtung der RB52 auf einen Halbstundentakt bis Brügge und von dort aus je stündlich nach Lüdenscheid und Gummersbach.
Züge an Lüdenscheid vorbei zu führen halte ich nicht für sinnvoll, da wohnen einfach zu viele Menschen. Wer sein Ziel jenseits hat steigt halt einmal um, ist jetzt kein Weltuntergang.
Grundsätzlich fände ich eine Taktverdichtung aber sinnvol.
Ich hab den Halt Brügge jetzt verschoben, damit weiterhin Anschlüsse gegeben sind.
Der Verlegung des Endhaltepunkts in Lüdenscheid ist sehr nachteilig und zweitens unrealistisch. Denn wo genau soll dort ein entsprechendes Bahnhofsgebäude oder zumindest ein Zugangsgebäude gebaut werden? Dort ist alles ringsrum zugebaut. Zwar könnte man die große Straßenkreuzung dort in einen großen Kreisverkehr umwandeln und das Bahnhofsgebäude in die Mitte setzen, doch dann hätte dies eine verkehrlich schlechte Insellage.
Und wie soll dort die Verknüpfung mit dem Busnetz passieren, wenn du im Gegensatz zum jetzigen Endhaltepunkt praktisch keinen Platz für entsprechende und v.a. gut anfahrbare Busbuchten hast?
Ebenso fehlen dort entsprechende PKW-Parkplätze.
Was also nützt die Verlegung eines bestehenden Endhaltepunktes an eine neue Stelle, wo du nur schwer ein Bahnhofs-/Zugangsgebäude bauen kannst, wo praktisch kein Platz für genug Busbuchten ist und wo keine Parkplätze hast? Das ist also in mehrerer Hinsicht unrealistisch.
Zudem wäre dieser neue unterirdische Haltepunkt dann weiter bis deutlich weiter von den aufkommensstarken Hotsports der Innenstadt entfernt als der jetzige Endhaltepunkt. Also nicht sehr fahrgastfreundlich und attraktiv.