Köln: Knoten Longerich Bahnhof

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Beschreibung des Vorschlags

Die Strecke in Richtung Neuss ist die einzige im Zulauf auf Köln Hbf und Köln Messe/Deutz, auf der es keinen weiteren RE-Halt auf Kölner Stadtgebiet gibt. In den beiden Bezirken Nippes und Chorweiler wohnen allerdings zusammen ca. 200.000 Menschen, sodass ein RE-Halt hier großes Potenzial hätte. Insbesondere mit dem RE6 würden diese Bezirke deutlich schneller an Düsseldorf und das Ruhrgebiet angeschlossen werden.

Die beiden Kandidaten für eine Aufwertung zum RE-Halt wären die bisherigen S-Bahn-Stationen Geldernstr./Parkgürtel und Longerich. Erstere hätte zwar eine bestehende Verknüpfung zur Linie 13 sowie eine gute Lage innerhalb des Bezirks Nippes, aber leider keine Anbindung an die (wichtigere) Strecke der Linien 12/15 und der Bezirk Chorweiler würde kaum profitieren. Der Bahnhof Longerich liegt genau auf der Grenze zwischen beiden Bezirken, allerdings gibt es keine Stadtbahn-Anbindung und die Bevölkerungsdichte in der direkten Umgebung ist vergleichsweise niedrig. Daher möchte ich in diesem Vorschlag illustrieren, wie man den Bahnhof Longerich zu einem Umsteigeknoten zwischen Regionalexpress, S-Bahn und Stadtbahn ausbauen könnte.

 

Anbindung Nippes

Der Großteil der Bevölkerung des Bezirks Nippes konzentriert sich entlang der Strecke der Linie 15 zwischen den Haltestellen Florastraße und Longericher Straße. Daher verlängere ich die Strecke ab der Haltestelle Longerich Friedhof, an der aktuell die Verstärkerzüge enden, bis Longerich Bahnhof. Die Haltestelle Longerich Friedhof sollte erhalten bleiben, um die Anbindung der südlichen Teile Longerichs weiterhin sicherzustellen. Durch die Verlegung der Haltestelle an die Kreuzung Contzenstr./Heckweg wird das Einzugsgebiet deutlich verbessert. So können zwei der drei Buslinien (121, 127, 139) durch Alt-Longerich entfallen. Gegenüber der Haltestelle muss eine kleine Holzhalle eines Vereins abgerissen werden. Dafür wird ein neuer Standort am Heckweg gesucht.

Um die Strecke zum Bahnhof Longerich führen zu können, müssen die zwei östlichen Gleise der DB-Strecken, zwischen denen bisher relativ viel Abstand ist, im Bereich der Longericher Hauptstraße in Richtung Westen verschwenkt werden (grau eingezeichnet). Außerdem wird der Bahnsteig 1/2 auf 215m verkürzt. Trotzdem kann die Stadtbahn-Strecke hier auf einem kurzen Stück nur eingleisig verlaufen, da sonst zwei Wohnhäuser (Longericher Hauptstr. 87 und Grethenstr. 35) abgerissen werden müsste. Bei einem 10-Minuten-Takt der Stadtbahn sollte das aber akzeptabel sein. Die neue Stadtbahn-Haltestelle entsteht quer unter dem DB-Bahnhof, um so kurze Umstiegswege herzustellen. Die Unterführung der Militärringstraße muss dazu deutlich aufgeweitet werden.

 

Anbindung Pesch/Esch/Auweiler

Diese Stadtteile sind bisher nicht an die Stadtbahn angeschlossen und ein Ausbau dorthin steht schon lange auf der Kölner Prioritätenliste. Auch hier auf der Plattform wurde der Bedarf von vielen Usern erkannt (siehe z.B. Vorschläge hierhier, hier, hier und hier). Im Vordergrund der offiziellen Planung steht dabei eine Verlängerung der Linie 5 ab Butzweilerhof. Das hätte allerdings den großen Nachteil, dass es auf dieser Strecke keine Umsteigemöglichkeiten gibt, bis die Linie Ehrenfeld erreicht. In diesem Vorschlag binde ich die Strecke stattdessen an den Bahnhof Longerich an, wo es einige Umstiegsmöglichkeiten gibt. Weiter fahren die Bahnen dann über Nippes und die Ringe zum Ubierring, dabei ersetzen sie die bisherigen Verstärkerfahrten der Linie 15 nach Longerich Friedhof.

Zur Querung der A1 soll eine bestehende Brücke genutzt werden, die aktuell von einem Gerüstbauunternehmen als Abstellfläche verwendet wird. Hier sollte sich eine einvernehmliche Lösung finden lassen, sodass keine neue Brücke gebaut werden muss. Die Straße Kiesweg entfällt im Bereich der A1.

Diese Variante hat auch den Vorteil, dass der Stadtteil Lindweiler eine Haltestelle erhält. Die genaue Führung nach Pesch/Esch/Auweiler lasse ich hier offen, durch das Niederflursystem wäre auch eine straßenbündige Führung durch den Pescher Ortskern einfacher vorstellbar.

 

Anbindung Butzweilerhof

Butzweilerhof ist eins der wichtigsten Gewerbegebiete Kölns und sicher wohnen viele der Mitarbeiter nicht direkt in Köln. Eine schnelle Anbindung an den RE-Bahnhof Longerich wäre damit sicher sehr wertvoll. In der Von-Hünefeld-Straße gibt es dazu eine Flächenfreihaltung, dort wird auch eine neue Haltestelle Am Coloneum realisiert. Zur Kreuzung der Alte Escher Str, der Militärringstraße, und der A57 sind sicher mehrere Varianten denkbar, ich habe eine relativ günstige Variante mit weitgehend höhengleichen Kreuzungen eingezeichnet. Die neue Strecke endet am südlichen (Hochflur-)Bahnsteig der neuen Stadtbahnhaltestelle im Bahnhof Longerich. In der Regel sollen die Fahrten am Bahnsteig enden. Ein- und Ausrückfahrten zum Betriebshof Weidenpesch sind mit einem Umweg über die Wendeanlage möglich.

 

Anbindung Chorweiler

Die Anbindung des Chorweiler Bezirkszentrums erfolgt über die bestehende S-Bahn-Strecke.

 

Anbindung Bilderstöckchen (optional)

Eine neue Straßenbahnlinie kann entlang der Robert-Perthel-Straße gebaut werden. Dabei werden Gewerbeflächen sowie der Stadtteil Bilderstöckchen angebunden. Siehe dazu meinen Vorschlag hier. In der neuen Haltestelle am Bahnhof Longerich soll diese den nördlichen (Niederflur-)Bahnsteig nutzen und in der Wendeanlage wenden.

 

Park+Ride

Der Bahnhof Longerich ist durch seine direkte Anbindung an das Autobahnkreuz der A1/A57 sowie der Militärringstraße ein attraktiver Standort für Park+Ride, vor allem durch die ganzen neuen Linien. Daher sehe ich in meinem Plan ein großes Grundstück für ein Park+Ride-Parkhaus vor.

 

Verwandte Vorschläge

  • Dieser, dieser und dieser Vorschlag setzen nicht an Longerich Friedhof an, sondern an der Unterführung der Linie 15 unter der Militärringstraße. Die Erschließung ist allerdings schlechter wenn die Haltestelle Longerich Friedhof entfällt.
  • In diesem und diesem Vorschlag sollen die Strecken von Butzweilerhof (Linie 5) und die Strecke der Linie 15 direkt miteinander verbunden werden. Die große Herausforderung dabei ist die Inkompatibilität zwischen Hochflur und Niederflur.
  • Meinen Vorschlag zur Verlegung der Haltestelle Longerich Friedhof im Rahmen des barrierefreien Ausbaus habe ich hier integriert.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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6 Kommentare zu “Köln: Knoten Longerich Bahnhof

  1. Wieso willst du denn die Bahnsteige in Longerich verlegen? Die sind doch ausreichend und sogar für den Regionalexpress konzipiert, obwohl hier nur S-Bahnen halten. Die Gleise 1 und 4 werden im Regelfall ohne Halt durchfahren. Die S-Bahnen halten im normalen Betrieb ausschließlich an den Gleisen 2 und 3.

    1. Ich muss in die DB-Gleise eingreifen, um Platz für die Stadtbahn zu gewinnen. Ich habe den Vorschlag allerdings gerade aktualisiert, sodass der Eingriff deutlich geringer ausfällt und die Bahnsteige weitgehend erhalten bleiben können 🙂

  2. Wofür braucht die Endhaltestelle der Linie 5 hier drei Gleise? Erwartest du hier einen 5-Minuten-Takt auf dieser Linie? Die Lage der Haltestelle der 15 halte ich ebenfalls für nicht ideal. Den gesamten Bahnhof neuzubauen ist ein unnötig großer Aufwand für die Einbindung der Stadtbahn. Eine Haltestelle in der derzeitigen Straßenunterführrung, also quer zum Bahnhof, würde außerdem den Umstieg erleichtern, da die Stadtbahngleise mit nur einer Treppe/Aufzug mit allen anderen Bahnsteigen verbunden wären. So würde auch die Kleingartenanlage geschont welche du hier planst zu zerstören. Das kleine „Bahnhofsgebäude“ könnte bei dieser Lösung eingleisig auf der Nordostseite umfahren werden, bevor es dann in der Unterführung wieder zweigleisig weitergeht.

    In der Unterführung könnte eventuell eine Fahrspur pro Richtung wegfallen um die Bahn vom Straßenverkehr zu trennen. In Richtung Südwesten sollte das durch die große Distanz bis zur nächsten Kreuzung kein Problem sein. In Richtung Nordosten hingegen wird der Aufstellplatz für die Kreuzung dadurch sehr gering, hier müsste man das ganze vermutlich im Mischverkehr betreiben.

    Die Endhaltestelle der 5 würde dann etwas weiter vom Bahnhof entfernt liegen als das bei dir der Fall ist. Hier wäre eine Überdachung des Fußweges natürlich super. Außerdem würde in diesem Fall eine Gleisverbindung zwischen den beiden Linien hinzugefügt werden, dadurch könnten Ausrückerfahrten aus Weidenpesch auf die Linie 5 beschleunigt werden.

  3. Das kleine „Bahnhofsgebäude“ könnte bei dieser Lösung eingleisig auf der Nordostseite umfahren werden, bevor es dann in der Unterführung wieder zweigleisig weitergeht.

    Das ist eine sehr gute Idee! 🙂 Ich habe das gerade entsprechend angepasst, so fällt der Eingriff in die DB-Strecke nun deutlich geringer aus.

    Um eine Aufweitung der Unterführung an der Militärringstraße komme ich allerdings drumherum. Die Straße ist heute bereits relativ eng für 4 Spuren plus Gehwege, die einzige Lösung um dort Bahnsteige unterzubringen wäre wohl eine KFZ-Spur pro Richtung und auf dieser Spur dann auch Mischverkehr Stadtbahn + KFZ. Zusätzlich problematisch wird das, wenn eine Bahn warten muss weil er eingleisige Abschnitt gerade belegt ist.

    Daher habe ich mich jetzt für eine große Lösung entschieden, bei der die Unterführung direkt für eine viergleisige Station aufgeweitet wird, um so die Wege für alle Umstiege kurz zu halten.

     

    Wofür braucht die Endhaltestelle der Linie 5 hier drei Gleise? Erwartest du hier einen 5-Minuten-Takt auf dieser Linie?

    Das zusätzliche Gleis war für die optionale Strecke nach Bilderstöckchen gedacht. Das hat sich mit der neuen Version des Vorschlags jetzt erledigt, jetzt gibt es eine Wendeanlage für diese Strecke.

    1. Habe ich angepasst! Danke für dein Feedback – der Vorschlag gefällt mir so jetzt auch deutlich besser 🙂

      Im Bereich der A1-Brücke ist mir auch generell unklar, warum man die Brücke so breit gebaut hat und wem die Flächen dort gehören. Die naheliegende Erklärung wäre natürlich, dass dort mal Gleise lagen, dazu finde ich aber keine Infos. Wenn das stimmt, wäre die nächste Frage, welche Flächen/Gebäude dort noch der DB gehören und was wie verkauft/verpachtet/vermietet wurde. Die Nutzung der bestehenden Brücke ist für die Machbarkeit dieses Vorschlags aber aber auch nur ein netter Bonus, wenn es nicht klappt muss man sonst eine neue Brücke daneben oder am Lindweilerweg bauen.

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