Beschreibung des Vorschlags
Fiktiver ICE Chemnitz – Dortmund
🚄 Start frühestens 2030 nach Elektrifizierung Chemnitz–Gera–Weimar
Streckenidee
- Verlauf: Chemnitz – Glauchau – Gera – Jena-Göschwitz – Weimar – Erfurt – Gotha – Eisenach – Bad Hersfeld – Fulda – Frankfurt Hbf – Frankfurt Flughafen – Mainz – Koblenz – Bonn – Köln – Düsseldorf – Duisburg – Essen – Bochum – Dortmund
- Länge: ca. 600 km
- Fahrzeit: ~7 h 18 min
Premieren
- Chemnitz: Erstmals seit der Abkopplung in den 2000ern wieder direkter ICE-Anschluss
- Gera: Ebenfalls erstmals ICE-Anschluss in der Geschichte
- Glauchau: Erstmals überhaupt Fernverkehrshalt!
- Zubringeridee: Pendelzug Glauchau – Zwickau Hbf (RE oder IRE), abgestimmt auf den ICE, um auch Zwickau an den Fernverkehr anzubinden
Fahrzeuge
- 2030–ca. 2040: ICE T (Neigetechnik) → spart Zeit auf kurvigen Abschnitten Chemnitz–Weimar
- Ab ca. 2040: ICE L (Talgo) ohne Neigetechnik, barrierefrei, aber etwas längere Fahrzeit
Fahrplan-Beispiel (Richtung Chemnitz)
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Ab |
Halt |
An |
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08:30 |
Dortmund Hbf |
— |
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08:40 |
Bochum Hbf |
08:42 |
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08:50 |
Essen Hbf |
08:52 |
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09:03 |
Duisburg Hbf |
09:05 |
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09:16 |
Düsseldorf Hbf |
09:18 |
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09:39 |
Köln Hbf |
09:42 |
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09:59 |
Bonn Hbf |
10:01 |
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10:30 |
Koblenz Hbf |
10:32 |
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11:21 |
Mainz Hbf |
11:23 |
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11:37 |
Frankfurt Flughafen Fernbf |
11:39 |
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11:50 |
Frankfurt Hbf |
11:53 |
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12:45 |
Fulda |
12:47 |
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13:10 |
Bad Hersfeld |
13:12 |
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13:36 |
Eisenach |
13:38 |
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13:49 |
Gotha |
13:51 |
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14:05 |
Erfurt Hbf |
14:08 |
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14:15 |
Weimar |
14:17 |
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14:32 |
Jena-Göschwitz |
14:34 |
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14:56 |
Gera Hbf |
14:58 |
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15:31 |
Glauchau (Sachs) |
15:33 |
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15:48 |
Chemnitz Hbf |
— |
Sinnhaftigkeit
✅ Vorteile:
- Direkter Ost–West-Korridor ohne Umstieg
- Chemnitz & Gera erstmals ICE-Anschluss, Glauchau erstmals Fernverkehr
- Zwickau über Glauchau-Zubringer angebunden
- Mehr Sichtbarkeit für Städte abseits der Hauptachsen
- Touristisch attraktiv (Erzgebirge, Thüringer Wald, Rhein)
⚠️ Herausforderungen:
- Lange Fahrzeit → eher für durchgehende und Zwischenreisende
- Konkurrenz durch schnelle Umsteigeverbindungen
- Hoher Aufwand für Infrastruktur bis 2030 (Elektrifizierung + Ausbau)
💡 Fazit: Sinnvoll als 1x täglich pro Richtung Premium-Durchläufer, ähnlich wie ein „Rollender Städteexpress“ im ICE-Format.

Du stellst die Vorteile eines Fernverkehrsanschlusses für Chemnitz etc. heraus, begründest aber in keinster Weise, den westlichen Abschnitt. Warum soll der Zug über den linken Rhein nach Dortmund fahren? Was wäre der Vorteil gegenüber dem direkten Weg via Kassel und Paderborn?
Dass der Zug Fulda und Frankfurt/M mitnimmt. Ich finde, so hat die Linie deutlich mehr Potential. Kassel und Paderborn sind keine interessanten Ziele. Wer vom östlichen Einzugsgebiet der Linie nach Nordwestdeutschland will, nimmt halt den RE1 bis Göttingen.
Baden-W, Bayern, Schweiz, Rhein-Main-Gebiet, der Südwesten Deutschlands sind um Welten (!) nachfrageträchtigere Reiseziele als Niedersachsen, Schleswig-Holstein, HH, HB und Dänemark+Schifffahrtsverkehr. Der hier vorgeschlagenen Linie würde ich ad hoc durchaus ausreichende Wirtschaftlichkeit attestieren. Von Mitteldeutschland in die großen Umsteigebahnhöfe und Ballungsräume ist man mit der Linie ebenso gut verbunden wie mit Südwestdeutschland. Gerade Letzteres ist eine große Verbesserung verglichen mit dem heutigen Zustand. Die Direktverbindungen Koblenz-Chemnitz oder Mainz-Gera beispielsweise sind meiner Meinung nach absolute Meilensteine.
Die Strecke Dortmund-Kassel über Soest hingegen eignet sich höchstens für gelegentliche Fernverkehrszüge nach München, sonst ist diese Relation für Fernverkehr schlicht nicht zu gebrauchen, da zu uninteressant. Dass dieser Ladenhüter, wenig überraschend ohne Erfolg, mit der erschließungsstarken MDV-Strecke verknüpft wurde und als Ergebnis dessen das (indirekte) Einzugsgebiet der MDV-Verbindung daher unter gekürztem Fernverkehr leiden muss, ist einfach nur dilettantisch.
Durchaus nachvollziehbar. Allerdings wird das in der Beschreibung in keinem Wort erwähnt.
Durchaus richtig. Allerdings führt die Linie ja eben nicht nach BW, Bayern und die Schweiz, sondern über den Linken Rhein nach Dortmund. Und da würde ich mir eine bessere Erläuterung wünschen, immerhin wäre der Weg über Kassel deutlich schneller.
Aha. Warum ist denn für Chemnitz Koblenz so viel interessanter als Paderborn? Und warum denkst du, dass so viele Geraer nach Mainz wollen? Immerhin geht das Ganze heute schon genauso schnell, nur halt mit einem Umstieg in Erfurt.
Interessante Thesen, die du da raushaust. Leider ist meinen Informationen nach eher das Gegenteil der Fall: Während Kassel – Dortmund durchaus nachfragestark ist, braucht es für Erfurt – Chemnitz eine NV-Freigabe um die Züge ausreichend auszulasten. Wäre schon interessant, woher du solche Aussagen nimmst, bevor du die Angebotskonzeption hier als „dilettantisch“ bezeichnest.
Durch das dicht besiedelte Einzugsgebiet der Strecke DO-PB-KS ist sie natürlich gut genutzt, aber sie bietet wenig interessante Ziele für die Bewohner an der MDV. Außerdem konkurriert der IC so mit dem RE1 nach Göttingen. Wenn der Fernverkehr auf der MDV eine Zukunft haben sollte, dann braucht es eine interessantere Streckenführung in Westdeutschland. Was ich zum Beispiel an der Anbindung Koblenz‘ gut finde, ist, dass Trier, Luxemburg etc indirekt besser in Deutschland angebunden werden. Ich finde, dass sowohl dieser Teil Deutschlands als auch Mitteldeutschland selbst eine bessere Anbindung an den Fernverkehr benötigen. Ansonsten ist natürlich die Direktverbindung sowohl nach Frankfurt als auch nach Köln sehr attraktiv.
Für DO-KS eignet sich ohnehin der ICE nach Würzburg – München besser.
Die Fahrgastzahlen werden sich aber ja nicht einfach vervielfachen, nur weil der eine Umstieg in Erfurt oder Leipzig wegfällt. Von dort aus fahren ja schon regelmäßig ICEs in die die südwestdeutschen Ballungsgebiete. Und die Fahrzeit wird sich ggü. heute ja nicht oder kaum verkürzen.
Man könnte ja diesen ICE abgestimmt auf dem Fahrplans des ICEs WI-DD verkehren lassen. Oder, anstelle des vorgeschlagen ICEs nach Chemnitz, verdichtet man den ICE WI-DD auf Stundentakt (ob der Stundentakt dann nur bis Leipzig gilt oder ob man die Fahrplanlage des ICEs oder Teppich-REs ändert, müsste man schauen. Langfristig wäre mehr Fernverkehr zwischen L und DD sicherlich wünschenswert, gerade, wenn die Strecke ausgebaut wird)
Du stellst die Vorteile eines Fernverkehrsanschlusses für Chemnitz etc. heraus,
Selbst das bezweifle ich sogar stark. Der Grund dafür ist eigentlich relativ simpel, der Umstieg in Leipzig vom RE6 in den ICE wäre im übrigen wesentlich gleich ( 3 stunden 58 Minuten zu 3 stunden 58 Minuten, an REINER Fahrzeit),das würde sich kaum etwas nehmen. Zum anderen selbst wenn wir den Umstiegszeit in Leipzig mit einbeziehen also die 15 Minuten nach DB Navigator, würde es kaum einen Mehrwert geben, das wäre nicht lukrativ. Da fast stündlich eine Verbindung über Leipzig existiert.
Ich sehe zudem keinen Mehrwert für die einzelnen Städte, da der Nahverkehr entweder preiswerter und flexibler ist als auch das man immer nur einen umstieg braucht für eine fast gleiche relation mit einer halben Stunde länger maximal.
Sorry, auch wenn ich die Elektrifizierung von Dresden über Chemnitz, Jena und Gera nach Erfurt befürworte. Aber die Strecke ist eine Nummer, die sich nie rentieren würde. Für die meisten Nutzer ist es wichtiger, schnell am Ziel zu sein. Die wenigsten möchten einfach nur einsteigen und am Ziel dann wirklich dank Durchbindung aussteigen können.
Die Frage ist natürlich, wie viele Leute von der Ostachse unbedingt nonstop nach Frankfurt oder Koblenz fahren wollen. Die Strecke ist teilweise ja heute schon vorhanden, auch mit einer schnelleren Strecke. So kann man von den meiten Orten auf der Ostachse über Leipzig oder Erfurt in Richung Rhei-Ruhr, Frankfurt nud sogar München fahren.
Es ist den meisten dann abr wohl lieber, vielleicht einmal in einen ICE umzusteigen, was vielleicht glechshnell ist, aber eben durch die Anbindungen in Leipzig ode Erfurt eben flexible gestaltet sind.
Die Führung durch das Rheintal und den Hunsrück ist eine unglückliche Strecke. Es gibt heute schon eine Verbindung von Dortmund über Kassel in Richtung Erfurt, die recht schnell ist. Diese ist durchaus eine schnellere Verbindung von Gera bis nach Koblenz, auch wenn evtl. zweimal umgestiegen wird. Also wäre auch der Zeitgewinn und die Anbindung von Trier in die Region Mitteldeutschland dadurch schneller realisierbar.
Da aber auch auf der Strecke ab Trier im Takt der RE durchfährt bis Mannheim und Koblenz wären so auch der Süden und Westen schon gut versorgt. Auch fahren einie ICs von Luxemburg über Koblenz nach Frankfurt.