Beschreibung des Vorschlags
Chemnitz und Oberstdorf hatte mal einen guten Fernverkehrsanschluss. Das hat sich leider geändert. Doch durch den ICE L mit Vectron Dual entstehen neue Möglichkeiten. Daher schlage ich diese einmal täglich verkehrende Verbindung vor um Berlin wieder direkt mit Chemnitz und dem Allgäu zu verbinden. Die Fahrzeit zwischen Berlin und Oberstdorf ist mit 8:30 gar nicht so viel langsamer wie mit Umstieg in München über die VDE 8.
Außerdem bekommt man wieder eine attraktive Fernverkehrsverbindung auf der Sachsen-Franken-Magistrale. Die Abfahrt sollte gegen 7:30 um gegen 16:00 Uhr am Ziel zu sein. Bei hoher Nachfrage könnte ein weiteres Zugpaar gegen Mittag fahren. Ein Fahrt über Bayreuth würde zwar verkehrlich sinnvoll sein, aber ist durch die langsamere, teilweise eingleisige Führung nicht ohne große Abstriche möglich. Halte in Buchloe, Treuchtlingen, Marktredwitz und Riesa habe ich zu Gunsten einer attraktiven Geschwindigkeit nicht gemacht.

Würde es das Deutschlandticket nicht geben, so würde diese Linie sicherlich sinnvoll sein.
Aber seitdem es das D-Ticket gibt, hat der Fernverkehr gewaltige Probleme, wenn er nicht deutlich schneller als der Regionalverkehr ist.
Ich gehe davon aus, dass der Fernverkehr sich immer stärker auf die Rennstrecken fokussieren wird und das gesamte nachrangige Netz sukzessive eingestellt wird.
Wunderbarer Vorschlag, der sogar Potenzial hätte. Leider sind die aktuellen Rahmenbedingungen für einen eigenwirtschaftlichen Verkehr dafür nicht attraktiv. Was könnte seitens der Infrastruktur helfen:
1. kleine Beschleunigungen in Sachsen, die unter anderem auch von der Mitte Deutschland Verbindung mit genutzt werden könnten,
2. Der Vogtlandtunnel, das verkürzt die Strecke erheblich und spart enorm viel Zeit ein. Leider ist dieses Projekt bis auf ganz wenige oberflächliche Planungen derzeit nicht in weiterer Betrachtung durch das Bundesverkehrsministerium.
3. Aus- und Neubau Hof-Bayreuth-Nürnberg. neben einiger notwendiger Beschleunigungen in Oberfranken, benötigt das einen Neubau in der Fränkischen Schweiz. aktuell ist die Strecke zwischen Bayreuth und Nürnberg sogar gesperrt und die ersten Planungen für die Wiederöffnung sind auch schon Makulatur.
4. für den südlichen Abschnitt bis nach Oberstdorf gibt es ebenfalls einige Verbesserungen, die hier und da auch nochmals die Fahrzeit verkürzen.
Wenn man die Optimierungen vornimmt, dann wären wir bei circa 6 Stunden, wenn du auch etwas darunter. Das Investment seitens des Bundes beläuft sich dann auf circa 5 Mrd EUR. dann könnte es wirklich maßgeblichen Verkehr auf der Strecke geben, der sich auch eigenwirtschaftlich lohnt, und zudem auch, als AusweichLinie für den klassischen Nord Süd Verkehr (Personen Fernverkehr und auch Güterverkehr)
Eventuell lohnt sich noch die Verlängerung zur Ostsee, zum Beispiel Rostock-Warnemünde, Rügen oder auch Usedom.
Das stimmt, ohne den Ausbau fehlt viel von einem guten Potenzial. Touristen sind hier vermutlich die größte Zielgruppe und die Relation Berlin – Chemnitz bzw. Nürnberg – Chemnitz. Man darf ja träumen, dass die Strecke zwischen Nürnberg und Plauen ausgebaut wird.
Mit welchen Tarifen will man hier kostendeckend arbeiten? Mit dem Flexpreis, den bei den langen Strecken niemand zahlen wird oder mit den Angeboten, die für sich kaum kostendeckend sind?