Beschreibung des Vorschlags
Das Ziel dieses Vorschlags ist es den Hamburger Hauptbahnhof zu entlasten durch eine Verlagerung der Umstiege. In Hasselbrook sollen zukünftig alle Regionalzüge aus und nach Lübeck halten.
Durch den neuen Bahnsteig stadteinwärts können Reisende direkt in die S-Bahn zum Flughafen umsteigen, ohne Treppen oder Aufzug.
Baumaßnahmen
Der Haltepunkt Hasselbrook, zukünftig Bahnhof, wird 3-gleisig ausgebaut und die Bahnsteige werden nach außen verlegt. Das mittlere Gleis bleibt bahnsteigslos und wird zur Überholung durch ICEs genutzt. Der nördliche Bahnsteig ist auf der Seite der S-Bahn (Richtung Airport) 96cm und auf der Fernbahnseite 76cm hoch. Dies macht zum einen den Umstieg mit viel Gepäck deutlich angenehmer und zum anderen wird die Reisezeit für Reisende mit dem Ziel Flughafen um ca. 15 Minuten gekürzt, da nicht mehr am Hauptbahnhof umgestiegen werden muss. Beide Bahnsteige an den Fernbahngleisen sind >220m lang und 76cm hoch.
Die Lage der Gleise muss leicht geändert werden und es bedarf vier Weichen von und zum Überholgleis. Der Hauptstrang sind die unteren beiden Gleise. Das obere Gleis ist ein Abzweig, da vermutlich die Züge stadteinwärts etwas länger stehen und der Fernverkehr tendenziell ein höheres Tempo drauf hat. Außerdem ist durch die Veränderung der Lage der Gleisbogen westlich des Bahnhofs etwas größer geworden, sodass höhere Geschwindigkeiten möglich sein sollten. Wünschenswert wäre zudem eine Anhebung der Geschwindigkeit auf 140-160km/h bis zum Berliner Tor und Wandsbek.
Eine Bahnhofshalle wäre wünschenswert aber wahrscheinlich eher unrealistisch.
Vorleistungen für das Projekt könnten ggf. während der Generalsanierung geschehen.
Betriebskonzept
Aktuell halten in Hasselbrook die RB81, die zukünftig durch die S4 ersetzt werden und die RE8X (Hamburg-Lübeck).
Zukünftig sollen hier RE8, RE80, RE8X sowie Züge nach Bad Segeberg (und ggf. Neumünster/Kiel via Bad Segeberg) halten.
Mit der Option einer S-Bahn auf der Güterumgehungsbahn wird der Bahnhof Hasselbrook nochmal attraktiver.

Hasselbrook hat ja schon ein Bahnsteig, der ggfs. verlängert werden kann. Warum braucht es diesen großen Umbau? Ein Halt in Hasselbrook ist ja im Deutschlandtakt auch schon geplant, nur haben die Fernverkehre Ri. Lübeck ausreichend Abstand zum RE, sodass es keine Überholung benötigt. Ehrlichgesagt lässt mich der Vorschlag mit mehr Fragen als Antworten zurück. Der Kombibahnsteig RE / S-Bahn würde ja auch nur in einer Fahrtrichtung funktionieren, und eine S-Bahn auf der Güterumgehungsbahn würde doch auch nicht in Hasselbrook halten?!
Um die Reisezeit zwischen Bad Oldesloe/Lübeck und dem Hamburger Flughafen um 15 Minuten zu verkürzen und den Umstieg komfortabler zu machen und gleichzeitig den Hauptbahnhof passagiermäßig ein wenig zu entlasten. Gleichzeitig ermöglicht das dritte Gleis eine Überholmöglichkeit für ICEs nach Lübeck/Kopenhagen.
Aktuell sind die zweistündlichen Züge nach Kopenhagen häufig überfüllt. Bei einer Halbierung der Fahrzeit von 5 auf 2,5 Stunden halte ich einen Stundentakt für mehr als gerechtfertigt. Langfristig könnten sogar 2 Züge pro Stunde realistisch sein. Und in den Morgen- und Abendstunden kommen nochmal die Nachtzüge nach Stockholm/Oslo/Kopenhagen dazu.
Und die ICEs, die nach Lübeck fahren, haben meist schon eine lange Fahrt vor sich (z.B. aus München) sodass eine Verspätung durchaus denkbar ist.
Hier würde man eine gute Überholmöglichkeit schaffen.
Genau.
Wieso denn nicht? Weil sie schon an der Wandsbeker Chaussee halten würde? Mit einem Regionalverkehrshalt in Hasselbrook würde sich auch ein weiterer S-Bahn Halt anbieten.
Okay, der Umstieg geht schon heute, aber man erhöht den Komfort in einer Fahrtrichtung. Ob das jetzt wirklich neue Fahrgäste zur Bahnfahrt bewegt, mag ich bezweifeln. Den auch mit dem bestehenden Bahnsteig wäre der Umstieg möglich – ein Aufzug könnte man auch wie bei der S-Bahn ergänzen. Außerdem ist der Takt der S-Bahn so dicht, dass bei einem Anschlussverlust i.d.R. maximal 10min gewartet werden muss.
Definitiv Zustimmung. Aber dann ist der Mischverkehr weiter nördlich mit der S4 maßgebend. Im Bereich Hasselbrook hat man ja nicht mal den Güterverkehr, d.h. man könnte im Zweifel auch einen RE im Gegengleis überholen (im 30min-Takt des RE begegnen sich diese ja erst wieder bei Rahlstedt, d.h. zwischen Hasselbrook und Hbf. kann ohnehin flexibel das Gleis genutzt werden. Und wenn ein Zug nach Kopenhagen verspätet ist, würde man den eher schon ab Hauptbahnhof vorfahren lassen, weil ja bei einer außerplanmäßigen Überholung in Hasselbrook der RE ebenso verspätet wird.
Ehrlichgesagt sehe ich kaum ein Vorteil, bereits hier die Streckengeschwindigkeit zu erhöhen. Knapp 1,5 km weiter westlich ist im Umfeld des Berliner Tor ohnehin nur 60 km/h möglich, sodass eine Geschwindigkeitserhöhung zumindest in diesem Abschnitt recht wenig Zeitvorteile bringt.
Zu dem Vorschlag gehört auch, dass alle REs auf der Strecke in Hasselbrook halten. In Kombination mit dem neuen Komfort kann da durchaus Passagierströme verlegen.
Die Kurve würde man ja mit ausbauen. Die Kurve unter der Wallstraßenbrücke lässt vom Radius her fast 100km/h zu (deutlich über 90km/h) und die am Berliner Tor ca. 80km/h. Bei beiden Kurven könnte man das Gleis um wenige Meter (bei der Generalsanierung) verlegen, um noch bessere Geschwindigkeiten zu ermöglichen. Die Stadler Kiss (RE8) haben eine sehr gute Beschleunigung.
zudem wird durch den Umbau der Bogen geweitet, sodass eine schnellere Ausfahrt möglich ist. Die Strecke Hamburg-Lübeck wäre mit einem Ausbau auf 160-200km/h in knapp unter 30 Minuten befahrbar.
Bei einer theoretischen S-Bahn/Regionalverkehr auf der Güterumgehungsbahn wäre ein Turmbahnhof am allerschönsten, jedoch recht unwahrscheinlich (und im unteren Teil auch eh platzmäßig schwierig).
Die Idee, den ganzen Nahverkehr dort auch in Zukunft halten zu lassen, finde ich ebenfalls gut.
Das Überholgleis für ICE ist prinzipiell ja auch gut, auch wenn es laut Fahrplan nicht verwendet wird. Dafür müssten die Fernzüge jedoch deutlich abbremsen, da dies ja die abzweigenden Weichenstränge wären. Dann wäre auch dein dir wichtiger Zeitvorteil weg. Bei einem 4-gleisigen Ausbau mit 2 durchgehenden bahnsteiglosen Hauptgleisen sähe das anders aus. Das wäre aber platztechnisch nicht möglich und wäre sinnigerweise in einem Abschnitt, in dem auch der Güterverkehr fährt.
Der Turmbahnhof ist recht unwahrscheinlich, da mit der S4 jetzt ein Überwerfungsbauwerk gebaut wird. Bei einem Turmbahnhof hätte man entweder lange Laufwege oder man müsste die S1- und die S4-Strecke nochmal umbauen.
Es gibt auch Weichen in Deutschland bei denen man mit 200km/h über beide Stränge fahren kann. Solche bräuchte es hier nicht. 160km/h würden ausreichen.
Der bahnsteiggleiche Umstieg wird am Bahnhof Berliner Tor nach dem Umbau schon möglich sein. Das ist nicht wirklich ein Argument.
Hast du dazu eine Quelle? Die Überlegungen bezüglich eines Regiohaltes sind mir bekannt, allerdings sehe ich auf den Plänen immer nur einen Mittelbahnsteig an der Strecke nach Bergedorf und keinen an der Strecke nach Lübeck.
Mein obiger Kommentar kann gelöscht werden. Ich habe mich im Vorschlag vertan