Beschreibung des Vorschlags
Von Bremen führen zwei Eisenbahnstrecken entlang der Weser Richtung Norden. Beide Strecken werden von der Bremer S-Bahn bedient. Eine Linie fährt am linken Weserufer nach Nordenham, die andere am rechten Weserufer nach Bremerhaven. Bremerhaven ist die zweite Großstadt (und einzige weitere Gemeinde) neben Bremen im Bundesland Freie und Hansestadt Bremen, das durch Niedersachsen geteilt ist. Warum sind Bremen und Bremerhaven eigentlich das Bundesland Freie und Hansestadt Bremen und nicht zwei Großstädte im Bundesland Niedersachsen? Bremerhaven ist wie Bremen auch Oberzentrum und wichtiger Bahnknotenpunkt, der auch näher an Nordenham liegt als Bremen. Im Prinzip liegt Bremerhaven schon auf der anderen Weserseite gegenüber von Nordenham. Daher kann man verkehrsgeographisch durchaus den Schluss ziehen, dass es sehr sinnvoll ist, die S-Bahn von Nordenham nach Bremerhaven zu verlängern.
Das möchte ich hier auch vorschlagen: Die Verlängerung der S-Bahn von Nordenham nach Bremerhaven. Ziel ist es nicht, Bremen und Bremerhaven zu verbinden – das geht jetzt schon schneller über das rechte Weserufer – sondern die Orte am linken Weserufer auch an das Oberzentrum und den Eisenbahnknotenpunkt Bremerhaven anzuschließen. Tschaki hat so etwas auch vorgeschlagen, aber sein Vorschlag sieht ein wenig übertrieben aus. Ich möchte mich etwas Günstigeres Vorschlagen. Allerdings denke ich mir, dass es drei Vorschläge werden, die man anschließend vergleichen muss. Eine Schwierigkeit bei der Verlängerung ist nämlich der große Hafen von Bremerhaven und ein Naturschutzgebiet auf der anderen Weserseite. Das ist sehr schwierig zu überwindendes Gebiet.
Diese Variante 3 wie Variante 2 auch verlängert die S-Bahn erst entlang der Bahnstrecke bis Einswarden zur Weserfähre. Jedoch wird diesmal die Weser nicht wie bei Variante 2 mit einer Brücke überquert, sondern mit einem Tunnel unterquert. Der Tunnel führt bis zum Fischereihafen und wird dort über die ehemalige Verbindungskurve wieder an die Oberfläche geführt. Am Fischereihafen entsteht auch ein Haltepunkt „Bremerhaven-Fischereihafen“. Anschließend fährt sie am rechten Weserufer durch unbebautes Gebiet bis nach Bremerhaven-Wulsdorf und kann so auch leicht realisiert werden. Endpunkt wird dann Bremerhaven Hbf.

„ Daher kann man verkehrsgeographisch durchaus den Schluss ziehen, dass es sehr sinnvoll ist, die S-Bahn von Nordenham nach Bremerhaven zu verlängern.“
Und das soll als Begründung für so ein Milliardenprojekt reichen? Bitte mal etwas konkreter: Fahren da viele Busse/Autos? Wie ist es mit der Fähre nach Blexen? Pendlerzahlen verraten auch viel.
Egal, ob ein Tunnel oder eine Brücke: Der Aufwand ist enorm, für relativ wenige Fahrgäste einer Fähre. Es mag zwar sein und ist durchaus zu erwartem, dass eine durchgehende Bahnverbindung weiteren Verkehr erzeugen würde, aber mit welchen Zahlen kann man da rechnen?
Auch wenn man durch den Bau einer elektrisch betriebenen Bahn hier für umweltfreundlichen Verkehr sorgen könnte, habe ich doch Zweifel, ob der Aufwand einer Weserquerung zu rechtfertigen wäre. Die Reaktivierung der Schiene zwischen Nordenham und Blexen wäre es aber sicherlich, vor allem, wenn sie eine gute Anbindung zur Fähre ermöglichen würde. Vor geraumer Zeit hatte ich das ja bereits dargestellt.
Ich verstehe hier in keinster Weise den gewaltigen Aufwand, in Bremerhaven Hbf einen ganz neuen, unterirdischen Haltepunkt für die S-Bahn zu bauen. Denn gemäß deinem Plan kann es ja nur unterirdisch sein, da du nur am Westufer der Weser ein Tunnelportal vorgesehen hast aber nirgendwo eines am Ostufer, also willst du am Hbf folglich eine unterirdische Endhaltestelle für die S-Bahn bauen.
Einen derartigen Aufwand nur für diese eine S-Bahnlinie halte ich für völlig unrealistisch.
Doch, auch am Ostufer in Bremerhaven habe ich ein Tunnelportal vorgesehen. Es befindet sich am S-Bahnhof Fischereihafen. Ich habe es jetzt größer gezeichnet.
Was sollen bitte diese völlig übergroßen Tunnelportale (>1000m breit!), die reine Provokation sind? Zeichne einfach wie jeder andere ganz normale Tunnelportale ein und gut ist. Wenn du hier ernst genommen werden willst, dann hör auf mit derartigen Kindereien…
In diesem Fall muss ich Tramfreund recht geben: Er hatte östlich der Weser ein Tunnelportal eingezeichnet, welches aber aufgrund des nahen Haltepunktes leicht zu übersehen war. Ich hab es auch erst auf den dritten Blick gefunden.
Er hat die Tunnelportale nun größer gezeichnet, da du das eine vorher übersehen hast. Dass du ihm daher nun vorwirfst, zu provozieren, ist völlig unangebracht!
Weitere Kommentare zu der Frage, ob die Portale schon eingezeichnet waren oder nicht, werden von mir nicht mehr zugelassen.
Baum
Übrigens hat fabi vor 2017 mal ziemlich ähnliche Vorschläge erstellt (Nummer 1, Nummer 2) und auch andere hatten schon solche Ideen. Wo sind die Links und Erläuterungen?
Und: Du selbst hast schon mal einen noch utopischeren Vorschlag gemacht. Offenbar hat sich dein Niveau etwas, aber nicht viel verbessert…
Welche Variante man auch wählt – diese Idee ist wirtschaftlicher Nonsens. Die Kosten liegen im deutlich 6-stelligen Millionenbereich.
Der Wesertunnel hat seinerzeit 275 Mio€ gekostet (entspricht heute knapp 400Mio€) und hinkt seinen Verkehrserwartungen mit ca. 12 Mio Fahrzeugen p.A. um ca. 40% hinterher. Die Fähre agiert nicht kostendeckend, befördert jedoch ca. 350.000 Fußgänger und Radfahrer p.A. , wovon vielleicht 75% an einer Zuganbindung interesse haben könnten.
Wenn wir diese Zahl bei einem S-Bahntunnel verdoppeln, wären es ca. 1500 Fahrgäste pro Tag – mehr dürfte nicht drin sein, denn Nordenham hat kein Hinterland. Damit kann man kein solch gigantisches Projekt finanzieren. Südlich von Rodenkirchen hat die Region kein Interesse an einer Orientierung nach BHV, sondern schaut nach OL, DEL und HB.
Fazit: Allenfalls ist eine Verlängerung der S-Bahn bis Blexen drin, dann 12 Min. Fähre und man ist in der City von BHV.
,,Welche Variante man auch wählt – diese Idee ist wirtschaftlicher Nonsens. Die Kosten liegen im deutlich 6-stelligen Millionenbereich.“
6 stellig? Eher 9-Stellig aufgrund des Salzwassers, dadurch Salzwasser das wahrscheinlich auf die Tunnelröhre sickerte, das wirkt sich kostensteigernd auf die Konstruktion aus. Das heißt, man müsste auf kostengünstige Materialien wie NR-Stahl verzichten muss
Ich muss mal kurz klugscheißen: Die Formulierung ist in jedem Fall Nonsens. „Millionenbereich“ heißt ja schon sechsstellig, normalerweise sagt man z.B. „zweistelliger Millionenbereich“, das wäre dann irgendwas zwischen 10 und 99 Millionen. Also wäre ein „sechsstelliger Millionenbereich“ etwas im Bereich von Billionen und daran glaube ich nun eher nicht.