Hamburg: Alternatives U-Bahn-Netz – Linie U5

 

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Beschreibung des Vorschlags

Ich bin der Meinung, dass das U5-Projekt (schneller-durch-hamburg.de) in seiner jetzigen Form nicht sinnvoll ist. Deshalb schlage ich eine andere Struktur des U-Bahn-Netzes unter Nutzung bestehender U2- und U4-STrecken vor. Die U4 soll eine Ost-West-Achse bilden (siehe extern.linieplus.de/proposal/hamburg-alternatives-u-bahn-netz-linie-u4/), die U5 dafür eine Nord-Süd-Achse unter Einbeziehung der U4 in die Hafencity.

Der Nord-Ost-Ast der U5 (Bramfeld-City Nord) ist inzwischen wohl beschlossene Sache. Für den Innenstadtabschnitt wurde wohl eine Machbarkeitsstudie veröffentlicht. Ich habe diese bisher leider noch nicht gefunden, die Infos stehen aber auf schneller-durch-hamburg.de.

Auch für den Abschnitt City Nord bis Hbf Nord orientiere ich mich an der Planung der HHA. Die Führung unter der B5 erscheint mir sehr sinnvoll, da dort genug Platz zum Bau der Haltestellen ist und am meisten Bewohner erschlossen werden. Die Frage ist, ob ein Halt an der Mundsburg entgegen der Planungen trotz Kurvenlage sinnvoll sein könnte, da hiermit eine schnelle Fahrt aus dem Osten (Wandsbek Gartenstadt) zu Kampnagel und Richtung Wilhelmsburg möglich wird (Nur einmal umsteigen).

Zwischen HBF Nord und Jungfernstieg sollten am besten entweder zwei neue Röhren gabaut werden oder die bestehenden Röhren aufgeweitet werden, sodass die U5 auf den äußeren Gleisen verkehrt. Dies wird ganz klar nicht ohne Sperrung gehen, allerdings ist eine Sperrung von Hbf Nord auch mit der jetzigen Planung zu erwarten, da ein bahnsteiggleicher Umstieg gewährleistet werden soll.

Danach sollte auf der U4-Strecke bis Elbbrücken gefahren werden, die bis auf die Elbinsel erweitert wird. Wenn eine U-Bahn bis Kirchdorf Süd gebaut wird, wird die S-Bahn und der Busverkehr stark entlastet werden, sodass in der S-Bahn mehr Platz für die Harburger Fahrgäste entsteht. Eine S32 ist dann auf längere Sicht erst einmal nicht nötig.

Bleibt noch die Frage, was mit dem Abschnitt Innenstadt – Siemersplatz passiert, der heute von der überlasteten Metrobuslinie 5 befahren wird (21m-Capacitys im 3-min-Takt in der HVZ; zum Teil verstärkt von der Linie 4). Ich bin immer noch der Meinung, dass auf diesem Abschnitt (größenteils Busspuren) eine oberirdische Stadtbahn (Straßenbahn) viel schneller die Probleme beheben kann, als eine U-Bahn. Stadtbahnzüge mit bis zu 60m Länge, die zusätzlich etwas breiter als Busse sind, bieten ähnlichen Komfort und Kapazität, wie eine U-Bahn. Alternativ wäre eine Möglichkeit eine Ausfädelung aus der U1, sodass eine Linie U6 Siemersplatz – Wandsbek Markt entstehen könnte. Hierbei müsste der Abschnitt Stephansplatz – Wandbsbek Markt der U1 allerdings für höhere Zugfolgen ertüchtigt werden, möglicherweise mit (Teil-)Automatisierung.

Ich hoffe, diese Idee kann halbwegs überzeugen. Wenn ich Details übersehen haben sollte, sprecht diese bitte in den Kommentaren an, auch über sonstiges Feedback würde ich mich freuen.

Edit: Haltestelle Mundsburg nach Vorschlag von johannes angepasst.

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7 Kommentare zu “Hamburg: Alternatives U-Bahn-Netz – Linie U5

  1. Bleibt noch die Frage, was mit dem Abschnitt Innenstadt – Siemersplatz passiert, der heute von der überlasteten Metrobuslinie 5 befahren wird (21m-Capacitys im 3-min-Takt in der HVZ; zum Teil verstärkt von der Linie 4). Ich bin immer noch der Meinung, dass auf diesem Abschnitt (größenteils Busspuren) eine oberirdische Stadtbahn (Straßenbahn) viel schneller die Probleme beheben kann, als eine U-Bahn. Stadtbahnzüge mit bis zu 60m Länge, die zusätzlich etwas breiter als Busse sind, bieten ähnlichen Komfort und Kapazität, wie eine U-Bahn. 

     

    Was dieses „Tram-statt-U5“ im World Wide Wok Web nur immer soll werde ich wohl nie verstehen. Sonst wollen immer alle überall so hochwertige Verkehrsmittel wie möglich, und ausgerechnet da, wos mit den Bussen wirklich aus dem allerletzten Loch pfeift, und man jetzt eine U-Bahn plant, schreien alle: „Nein! Keine U-Bahn! Tram!“ Man kanns wohl nie Recht machen. Ich jedenfalls bin der Auffassung, dass eine Tram an dieser Stelle Europas vollste Buslinie durch Europas vollste Tramlinie ersetzen würde. Eine amtliche Voll U-Bahn, noch dazu eine vollautomatische wie geplant, schafft halt doch bedeutend mehr weg. Noch dazu müsste eine Tram ein ganzes Netz mit Depot, mehr Linien und allem drum und dran etablieren, denn ein Inselbetrieb für eine einzige Linie in so einer riesen Stadt wäre ja schon echt schräg. Und ob das dann schneller geht in der Umsetzung, sei mal dahin gestellt.

     

    Alternativ wäre eine Möglichkeit eine Ausfädelung aus der U1, sodass eine Linie U6 Siemersplatz – Wandsbek Markt entstehen könnte.

    Ich empfehle das Studium dieses Artikels: https://www.nahverkehrhamburg.de/warum-braucht-die-neue-u5-einen-eigenen-city-tunnel-7474/

    1. Hey, erstmal danke für deinen Kommentar!

      Ich bin mir natürlich bewusst, dass die Linie 4/5 „aus dem allerletzten Loch pfeift“. Ich weiß auch, dass eine U-Bahn jetzt schon geplant wird und natürlich mehr Kapazität bietet als eine Tram. Es wäre mir persönlich auch lieber, wenn dort eine U-Bahn gebaut wird, als wenn gar nicht (kein schienengebundenes Verkehrsmittel) gebaut würde. Es ist allerdings meiner Meinung nach so, dass eine Tram einige Vorteile gegenüber der U-Bahn hat, die sie insbesondere auf dieser Strecke ausspielen kann. Dazu gehört, dass die Strecke mit Busspuren schon sehr gut ausgebaut ist. Wahrscheinlich könnte die Fahrt sogar noch stärker beschleunigt werden. Da die Linie 5 (und 4) schon jetzt stark überlastet ist und der Bau einer Stadtbahn durchschnittlich schneller und bedeutend günstiger als der einer U-Bahn ist, könnten die Kapazitätsprobleme sehr viel schneller gelöst werden als mit der U-Bahn, die wahrscheinlich erst irgendwann in den 2030er Jahren, vielleicht noch später fertig ist. Außerdem bietet eine Stadtbahn eine viel bessere Zugänglichkeit als die U-Bahn, da sie oberirdisch verkehrt und nicht in 20-30m Tiefe (U-Bahn mit Schildvortrieb, wie in HH geplant). Dadurch entfallen auch Betriebskosten für Rolltreppen und Beleuchtung. Da der Abschnitt Siemersplatz bis in die Innenstadt nicht so lang ist, würden alle reinen Fahrzeitvorteile der U-Bahn durch die längeren Zugangswege, da größerer Haltestellenabstand und tiefer, komplett „aufgefressen“ werden. Der Umstieg an der Hoheluftbrücke und am Dammtor wäre wohl auch bedeutend länger, wenn die U-Bahn Dammtor überhaupt halten würde. Außerdem wäre mit einer Tramstrecke hier die Grundlage für eine weitere Renaissance der Tram in Hamburg geschaffen, beispielsweise im Verlauf der 20/25, die die 5 ja kreuzen, oder der 22.

      Und ja, ich habe da einen gewissen Tunnelblick ;-). Ich wünsche mir sehr, dass eine Tram gebaut wird, das kann man mir vorwerfen. Allerdings denke ich, dass der schienengebundene elektrische Nahverkehr stark ausgebaut werden muss, wenn wir den Autoverkehr stark reduzieren wollen, was wir auf jeden Fall sollten (#fridaysforfuture). Natürlich muss der Strom dann auch ökologisch gewonnen werden. In diesem Fall wäre eine Tram auf vielen STrecken ab einer gewissen Belastung deutlich sinnvoller als Batteriebusse.

      Der Artikel auf nahverkehrhamburg.de ist mir bekannt, ich hatte an anderer Stelle schon mal mit  der Kapazität der U1 argumentiert. Wenn ich es richtig mitbekommen habe ist der Ostabschnitt der U1 allerdings momentan der stärker belastete. Dieser würde dadurch also verstärkt werden. Es fahren/fuhren teilweise Verstärker von Farmsen bis Stephansplatz und zurück. Diese könnten ersetzt werden. Allerdings bevorzuge ich die Stadtbahnvariante auf dieser Strecke. (Ja, ich weiß, dass das ein gewisses Dogma ist, dafür ermöglicht diese Streckenplanung Einsparungen an Baukosten (da weniger U-Bahn) und eröffnet damit die Möglichkeit einer U-Bahn-Anbindung Wilhelmsburgs, die die Harburger S-Bahn entlasten würde. Außerdem sollte die von mir vorgeschlagene Anbindung des Osdorfer Borns schneller sein, als die aktuell geplante)

  2. Warum trassiert du sie in der City Nord nicht so, dass die U-Bahn den S-Bahnhof Rübenkamp erreicht, bzw. planst, wenn das nicht ginge einen Umsteigebahnhof zwischen S- und U-Bahn in der City-Nord. Ich glaube so ein Umsteigepunkt dürfte für die U5 und die S-Bahn dort allesandere als unsinnig sein.

    1. Ist auch in den offiziellen Planungen nicht enthalten, siehe: schneller-durch-hamburg.de. Ich weiß, dass du in letzter Zeit sehr sehr viele Vorschläge für Verknüpfungen zwischen Verkehrsmitteln vorgeschlagen hast, du solltest dabei aber immer bedenken, dass eine solche Verknüpfung zwar auf der einen Seite Umsteigemöglichkeiten bietet, auf der anderen Seite aber überhaupt kein neues Potential anbindet, weil eben der Bereich schon durch eine bestehende Strecke abgedeckt wird. Es ist daher immer eine Einzelfallentscheidung, ob sich das lohnt – hier scheint es sich wohl nicht zu lohnen.

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