Hamburg: Alternatives U-Bahn-Netz – Linie U4

 

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Beschreibung des Vorschlags

Ich bin der Meinung, dass das aktuelle U5-Projekt Hamburgs (siehe schneller-durch-hamburg.de) in dieser Form nicht sinnvoll ist. Ich denke, dass die U4, die auch heute eher Verstärkerlinie der U2 als eigenständige Linie ist, den Ast in die Hafencity verlieren sollte (Tausch mit der U5). Dafür würde sie die U2 bis zur Emilienstraße verstärken, wo sie in einem Stationsneubau ausgefädelt würde in Richtung Lurup/Osdorfer Born. Dies würde einher gehen mit einer Automatisierung der U2/U4. Diese Linien sind dafür gut geeignet, da sie vollständig im Tunnel verlaufen und als neueste(jüngste) U-Bahn-Linien (im Durchschnitt) am wenigsten Hindernisse und Besonderheiten haben, die einer Automatisierung im Weg stehen könnten. Mit einer Automatisieung sind dann auch sehr dichte Takte möglich.

Weitere Vorteile sind, dass auch der Bahnhof Diebsteich an das U-Bahn-Netz angebunden würde. Wenn der Bahnhof Altona tatsächlich verlegt wird, (was ich nicht hoffe) wäre zumindest eine gute Anbindung vorhanden, ansonsten könnte man überlegen, ob am Diebsteich trotzdem ein Regionalzughalt für die Züge Richtung Kiel und Flensburg gebaut würde, der dann sehr gute Umstiege bietet.

Eine automatische U-Bahn könnte wohl auch deutlich dichtere Takte anbieten als eine (sich in der Diskussion befindende, siehe https://www.nahverkehrhamburg.de/faehrt-kuenftig-die-s32-zur-science-city-bahrenfeld-10794/) S32, die über die schon stark befahrenen S-Bahn-Stammstrecken fahren würde und häufige Verspätungen vermuten lassen könnte.

Diese Strecke bietet außerdem eine schnellere (weil kürzere) Verbindung vom Osdorfer Born in die City, als die U5-Nordvariante.

Ich hoffe, diese Idee kann halbwegs überzeugen. Wenn ich Details übersehen haben sollte, sprecht diese bitte in den Kommentaren an, auch über sonstiges Feedback würde ich mich freuen.

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4 Kommentare zu “Hamburg: Alternatives U-Bahn-Netz – Linie U4

  1. Die U5 sollte ja im Westen zur leistungsfähigeren Erschließung der MetroBus-Linien 4 und vor allem 5 dienen. Bei dieser Streckenplanung profitiert der Abschnitt aber keineswegs. Du solltest bereits nach dem Jungfernstieg Richtung Norden abzweigen.

    1. Dies ist mir bewusst. Leider haben alle Alternativen ihre Vor-und Nachteile. Ich persönlich sehe in meiner Ausarbeitung momentan am meisten Vorteile. (Überzeugt mich eines Anderen 😉 )

      Ich denke, dass für die Lösung der Kapazitätsprobleme auf der M5 eine Tram angemessener wäre. Dafür habe ich verschiedene Gründe, die ich hier erläutert habe: Link.

  2. Hier meine Variante, vor anderthalb Jahren gezeichnet: [IN ARBEIT] U-Bahn-Vision Hamburg 2040. Ich hab das mit der U4 und der U5 nur andersherum gemacht. Das Ganze ist im August 2017 entstanden, vor der Blödsinns-Entscheidung, Rübenkamp zu umgehen. Weg genau hinschaut, wird einige Abweichungen sehen:

    • Meine U5 (nach der Logik dieses Vorschlags: U4 – anders gesagt: die Ost-West-Durchmesserlinie) fährt um 90 Grad gedreht unter dem Osdorfer Born durch und bis Schenefeld weiter.
    • Im Osten fährt sie konsequenter Weise über den Halt Dringsheide weiter nach Jenfeld.
    • Die U4 (hier U5, besser: die Nord-Süd-Durchmesserlinie) fährt weiterhin über Rübenkamp und bindet außerdem den Mühlenkamp in Winterhude besser an.
    • In Mundsburg besteht Anschluss an die U3.
    • Die Nord-Süd-Linie hält auch am Rödingsmarkt und an der Elbphilharmonie (wegen der nicht dafür geeigneten Tunnellagen wohl eher Spinnerei).
    • (…)

    WICHTIG: Entgegen dieser Planung würde ich die Ost-West-Linie nach einem Gespräch mit der HOCHBAHN Ende 2017 nicht mehr an der Emilienstraße abzweigen lassen (dort habe ich einen typischen dreigleisigen Verzweigungsbahnhof vorgesehen), sondern an der Christuskirche. Dort dann am besten viergleisig und mit zweigleisiger Moorkampkurve, was interessante HVZ-Verstärkerlinien (Beispiel München) ermöglicht. DER CLOU: Es geht um die Direktverbindung Osterstraße – Westbahnhof (Diebsteich). Da die Verzweigung an der Emilienstraße diese nicht bietet, sollte die Ost-West-Linie von Christuskirche aus nach Nordwesten abzweigen, an einem Tiefbahnhof Osterstraße die U2 nochmals kreuzen und dann wieder in einem Bogen nach Südwesten Richtung Westbahnhof schwenken. (Zeichne ich vieleicht mal als separaten Vorschlag).

    Übrigens: Ich bin auch für eine Straßenbahn auf der heutigen M5. Wer meint, dass die zu wenig Kapazität hat, sollte bedenken, das 2,65 breite Straßenbahnen mit 55m Länge (mein Vorschlag) schon „fast“ das Niveau von zwei DT3/DT5-Einheiten haben. Alternativ eine Halbmesserlinie mit Richtungsbahnsteigen am Stephansblatz und dann ein Halt am Hauptbahnhof West (Bahnsteige in Nord-Süd-Richtung) mit direkten Verbindungswegen zu Hbf, Hbf Nord und Hbf Süd. Eine „halbkreisförmige“ (oder eher: „baumförmige“) Stadt wie Hamburg kann durchaus eine Halbmesserlinie vertragen. Die U1 mitzunutzen halte ich für ungünstig, da diese auch Richtung Kellinghusenstraße und weiter in der HVZ die volle Kapazität braucht.

    1. Hi! Erstmal möchte ich mich für deine Anregungen bedanken!

      Ob man das eine oder das andere U5 nennt ist wohl egal ;-)Ich hatte die Ost-West-Strecke U4 genannt, weil dann beide Linien gerade Liniennummern haben. (Krasses Argument, weiß ich xD)

      Zum Rübenkamp: Ich persönlich denke auch, dass eine Umstiegsmöglichkeit zwischen U- und S-Bahn sehr förderlich für das Netz wäre und alle Verbindungen von der U5 auf die S1 Richtung Poppenbüttel und vor allem Flughafen mit weniger Umsteigen ermöglicht. Das spielt zeitlich whrscheinlich nicht so eine große Rolle, aber die Bequemlichkeit leidet natürlich. Leider wurde das jetzt wohl entschieden und jetzt sollte lieber gebaut werden, als wieder umzuplanen.
      Zu der Verlängerung nach Schenefeld: Mir gefällt deine Variante auch sehr gut, ich hatte am Anfang mal überlegt, eine solche Variante zu zeichnen, aber auf die Idee der Ost-West-Haltestellenlage anstelle von Nord-Süd bin ich nicht gekommen. Deshalb habe ich mich an den aktuellen Planungen orientiert.
      Die Anbindung des Mühlenkamps wäre natürlich auch möglich, wobei ich die Führung über Kampnagel bevorzuge, da dort wohl etwas mehr Fahrgastpotenzial vorhanden ist.
      Eine Anbindung Mundsburgs finde ich auch sinnvoll, habe ich auch eingezeichnet, passe ich für eine bessere Lage an.
      Zusätzliche Halte auf der Hafencity-Strecke wären zwar schön, diese halte ich aber auch für utopisch.
      Ich halte die Ausfädelung an der Emilienstraße für sinnvoller, da eine Führung über Osterstraße die Strecke wieder verlängern würde, was meiner Begründung dieser Linie widersprechen würde. Ich hatte an einen doppelstöckigen Bahnhof, den ich mir viergleisig vorgestellt habe, gedacht, wobei dies wahrscheinlich sehr schwer bzw. nur mit großem Aufwand umzusetzen wäre und insofern nicht das realistischste ist. Wenn, dann müsste der Bahnhof eh komplett neugebaut werden, dann könnte die Strecke bis Christuskirche auch überarbeitet werden, was allerdings zusätzliche Kostn verursachen würde. Ich würde das natürlich nicht schlimm finden, wenn mehr Geld investiert werden würde, aber ich habe versucht, den U-Bahn-Vorschlag so minimalistisch, wie möglich zu gestalten, also direkt und ohne großartige Schnörkel, um danach/davor möglichst ein mehr oder weniger großes Straßenbahnnetz realisieren zu können. Wie an anderer Stelle beschrieben, wäre dabei natürlich der Ersatz der 5 an erster Stelle.

       

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