9 Kommentare zu “[F] S-Bahnverbindungskurve Mainbahn – Main-Neckar-Bahn”

  1. Schöner Vorschlag und von der Idee her nicht schlecht ausgearbeitet.

    Mir fallen im Wesentlichen 3 Dinge auf, die bei mir Fragen aufwerfen:

    1. Die neue Verbindungskurve quert die Straßenbahntrasse bei Louisa. Laut Beschreibung läge die Kreuzung in der Tunnelrampe. Wie ändert sich die Straßenbahntrasse durch diesen Vorschlag?
    2. Mir wird nicht ganz klar, was du mit „Taktlücke“ meinst und wie das durch den Tausch der S4 und S6 gelöst wird. Ein Problem wird auf jeden Fall sein, dass sich die S7 die Riedbahn mit dem übrigen Verkehr teilt und ihre Fahrplanflexibilität dadurch eingeschränkt ist (auf der S3/S4 ist das weniger ein Problem, weil die S-Bahn eigene Gleise hat). Wo genau liegen die fahrplantechnischen Fixpunkte (zeitlich wie örtlich)?
    3. Zusätzlich zur Verbindungskurve soll laut Karte auf Höhe der L3317 das dritte Gleis der Mainbahn fortgeführt werden. Inwieweit hilft dieses Gleis bei diesem Vorschlag, der sich sonst lediglich auf die Verbindungskurve bezieht?

    Davon abgesehen ein paar kleinere Details. Für die Nordrampe komme ich auf 400 Meter zwischen Louisa Bahnhof und Mainbahnbrücke; davon gehen nochmal 100 Meter ab für die Weiche, um überhaupt auf die Verbindungskurve zu kommen; Die Mainbahnbrücke müsste wohl verbreitert werden, damit die Widerlager nicht auf dem Tunnel liegen; Die Südrampe hat etwa 600 Meter bis zur Isenburger Schneise, wo sie bereits die Straße überqueren muss; Der Kurvenradius beträgt 250 Meter; Das Südportal könnte etwas weiter nördlich liegen, um die Betroffenheiten im Wald zu reduzieren (siehe Waldwege).

    Insgesamt halte ich es nach wie vor für sinnvoller, die S7 direkt über Niederrad an den HBF anzubinden. Die Tunnelauslastung, die das derzeit verhindert, hast du angesprochen. Dazu kommt, dass die S7 zukünftig im T15 verkehren soll, hier im Vorschlag liegt ein T30 zugrunde. Ein dichterer Takt wäre mit der Mainbahn auch kaum zu machen.

  2. Die Idee ist an sich charmant und wäre auch nicht allzu kostenintensiv- ein Überwerfugsbauwerk ist nie günstig, aber da kommt man hier nun mal nicht drum rum.

    Du hast leider ein Thema nicht angesprochen – die Bahnsteighöhe. Citytunnel und fast das komplette Netz der S-Bahn ist auf eine Einstieg mit 96cm mit den passenden Baureihen 423 und 430 ausgelegt, die S7 und die Bahnsteige der Riedbahn sind allerdings auf 76cm ausgelegt, weswegen hier auch die Baureihe 425 verkehrt. Am Bahnhof Niederrad kann man gut die unterschiedlichen Bahnsteighöhen für S8/S9 (linker Bahnsteig, Gleise der Flughafenschleife) und der S7 (rechter Bahnsteig, Gleise der Riedbahn) sehen.

    Da die 96cm-Bahnsteige in das EBO-Lichtraumprofil ragen bzw. Lademaßüberschreitungen unmöglich machen, kann die Riedbahn als wichtige Güterstrecke auch nach Bau der SFS Rhein/Main-Rhein/Neckar nicht entsprechend umgerüstet werden. Und da eine Komplettumstellung des Netzes auf 76cm völlig utopisch wäre, wäre eine Linie Riedbahn-Citytunnel entweder im Tunnel oder außerhalb nicht barrierefrei. Es gibt schon einen Grund warum ausgerechnet die Riedbahn nicht in den Tunnnel rein darf.

  3. Die Idee mag bei Blick auf die Karte naheliegend sein, ist aber praktisch überhaupt nicht umsetzbar. Deine Verbindungskurve an der Louisa dürfte gegen jedwede Richtlinien für Neigung, Kurvenradius etc verstoßen. Dann hast du das Problem dass du am Stadion den kompletten Fernverkehr der dort gerade erst seinen eigenen Gleise bekommt kreuzen müsstest. Die im Bau befindliche eingleisige RTW-Überführung kannst du auch nicht nutzen.

    Und von der Linienführung macht es auch wenig Sinn die Fahrgäste aus dem Ried erst zum Südbahnhof zu schicken (in der gleichen Zeit sind sie auf der aktuellen Strecke schon am Hbf) und dann diese umwegige Kurve übers Ostend nehmen zu lassen. Wer in die Innenstadt oder zum Hbf will verlöre gegenüber heute mal locker 10 Minuten.

  4. Folgende Punkte bitte nochmal genauer ausarbeiten:
    1. Bitte bestehende Vorschläge beachten. Es gibt schon diverse Ideen für die S7 in die Innenstadt und die sollten verlinkt werden und dann verdeutlicht werden, warum es deinen Vorschlag noch zusätzlich braucht.
    2. Es wird nicht ganz klar, wie das alles kreuzungsfrei funktionieren soll: Ist die neue Kurve ein- oder zweigleisig? Am besten nochmal zeichnerisch genauer darstellen, wo welches Gleis einfädelt. Und auch in der Beschreibung erklären, welches Gleis doch noch höhengleich gequert werden muss.
    3. Wie soll das höhenfrei in Frankfurt Stadion funktionieren? Oder was ist da dein Plan?
    4. Großer Nachteil ist die deutliche Reisezeitverlängerung zum Hbf (Fahrzeit via Ostend + lange Fußwege am Hbf). Wie willst du damit umgehen?

    1. Es soll eine Linie von Groß-Gerau über Terminal 3 nach Neu-Isenburg (ohne Halt in Stadion) und von dort aus nach Frankfurt Süd (ohne Halt in Louisa oder Stresemannallee) geben.

      In Neu-Isenburg dann Halt am östlichen Bahnsteig. Da kommt man über die Verbindungskurve an der Isenburger Schneise recht gut hin (nur wenige hundert Meter im Gegengleis). In Neu-Isenburg wird gewendet und dann nach Frankfurt Süd. Da die Linie auf den Fernbahngleisen fährt und nach Frankfurt Süd weiter nach Frankfurt Ost bzw. Offenbach Hbf führen soll, kann sie Louisa oder Stresemannallee nicht anfahren.

      Aus meiner Sicht haben die S9/S11 und der hiesige Vorschlag keine Gemeinsamkeiten abseits dessen, dass ein Teil der Linie im Ried und über die Mainbahn verläuft.

      1. Stimmt, da habe ich nicht genau genug hingeschaut. Das ist ja mal eine komische Idee mit der Wende in Neu-Isenburg. Eine Führung der S9 und S11 über die neue Verbindungskurve aus deinem Vorschlag und Halt an Stadion, Louisa und Stresemannallee wäre deutlich naheliegender. So wichtig ist Neu-Isenburg auch wieder nicht, dass ein Umstieg am Stadion oder in Louisa nicht zumutbar wäre.

        1. Ich könnte mir vorstellen, dass die Führung aus der Idee heraus entstand, von Zeppelinheim direkt zur Gehespitz und dann Neu-Isenburg zu fahren (d.h. neue Strecke durch den Wald), um so den Knoten Stadion zu meiden. Das bedeutet allerdings einen weiteren großen Umbau des Bahnhofs Neu-Isenburg und die RTW schließt manche Optionen aus.

          Die S9/S11 in der Form wird vermutlich frühestens fahren, wenn die NBS Frankfurt-Mannheim in Betrieb ist.

  5. Ich finde deinen Ansatz völlig richtig.

    Der City-Tunnel ist voll. Mit 6 Takten je 15 Minuten geht da im Moment nicht mehr.

    Weiteres Problem ist, dass die S7 nicht in den Tunnel passt. Der RMV plant, zukünftig die s7 trotzdem reinzubingen, allerdings lediglich im 30-Minutentakt. Das finde ich auch zu wenig für die Anbindung des neuen T3.

    Es wird weiterhin eine Linie im T15 geben, die am Südbahnhof endet, auch nach Fertigstellung der Nordmainischen. Diese Linie im T15 könnte über eine wie von dir vorgestellte Verbindung auf die Riedbahn verlängert werden. Ich hätte das sehr sinnvoll gefunden:

    • Das Terminal 3 kann im T15 in den City-Tunnel fahren und bindet auch den Großknoten Südbahnhof an.
    • Am Sportfeld sollte ein bahnsteiggleicher Umstieg zur S8/9 geplant werden, damit ein schneller Umstieg zum Hbf(tief) möglich ist. Damit würden sich sehr viele neue Direktverbindungen entstehen (z.B. Südbf – Flughafen).
    • Zur weiteren Anbindung der Riedbahn an den Hbf, der je weiterhin sehr wichtig bleibt, damit Pendler aus Walldorf etc. weiterhin schnell an ihre Arbeitsplätze im Westen kommen, ist der gaplante Halbstundentakt des RE Frankfurt – Mannheim dann aus meiner Sicht ausreichend.

    Problem ist, dass der Bau zweier direkter S-Bahngleise Sportfeld – Stresemannplatz bei der Planung der Regionaltangente West hättte berückscihtigt werden müssen. Statt einer eingleisiger Überwerfung rein für die RTW hätte man die zweigleisig für die S-Bahn bauen müssen. Lediglich vom Abzweig Forsthaus bis in den S-Bahnhof Luisa bräuchte man dann nur noch 2 eigene S-Bahngleise.

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