Essen: Konsequente Trennung Normalspur und Meterspur

 

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Beschreibung des Vorschlags

In Essen könnte man mit zwei relativ einfachen Maßnahmen eine Trennung zwischen niederflurigem Meterspurnetz und hochflurigem Normalspurnetz hinbekommen. Vorteil wäre, dass im Tunnel unter der Rüttenscheider Straße die gesamte Bahnsteiglänge für 100m Dreifachtraktionen genutzt werden könnte, was im Eventverkehr zur Gruga-Halle sehr hilfreich wäre. Zudem könnte durch den Verzicht auf höhengleiche Kreuzungen im Innenstadtbereich die Kapazität der gesamten Essener Innenstadtstrecken deutlich gesteigert werden. Was ist dazu erforderlich?

Südlich des Hbf benötigt es ein neuer Gleis für die Stadtbahnen Richtung Mühlheim/Margarethenhöhe. Heute müssen im Südkopf der Station Hbf die U17 und U18 höhengleich die STR106 und STR105 kreuzen. Da sowohl U-Bahn als auch Tram dort einen 5-Minutentakt ergeben (eher 4/6er Takt), schränkt das die Flexibilität sehr stark ein.

Nach Bredeney muss die Tram auf Stadtbahn umgestellt werden. Da die Tram dort straßenbündig in der engen Bredeneyer Straße verläuft, sind Hochbahnsteige städtebaulich problematisch. Ich denke aber doch, dass das möglich ist. Die Haltestelle Afredusbad wird etwas nach Norden verschoben. Im  Mittelstreifen der Rüttenscheider Straße sollte dort genug Platz für einen Hochbahnsteig sein. Die Haltestelle Kruppallee ist nur einseitig bebaut, auf der anderen Seite ist eine Grünanlage. Ein Hochbahnsteig sollte hier möglich sein, wenn man mit der Straße in  die Grünanalage eingreift. Die Haltestelen Franckestraße und Bredeney werden durch einen neue gemeinsame Stumpfhaltestelle Bredeneyer Kreuz in der Meisenstraße ersetzt. 

Im Ergebnis könnte in Essen die Stadtbahn separat von der Meterspur und auf der Stammstrecke höhenfrei betrieben werden. Die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit würde gesteigert. Auf der Innenstadtstrecke hätte man 4 Linien im 2,5-Minutentakt. Das ließe sogar noch Luft um im Eventverkehr eine 5. Linie zur Gruga-Halle zu fahren. Da es im Norden derzeit in Essen nur eine Zulaufstrecke gibt müssen die Linien U17 und U18 in der Wendeanlage hinter dem Berliner Platz wenden. Die beiden Linien vom Bredeneyer Kreuz und von Gruga fahren im 5-Minutentakt bis Altenessen Karlsplatz. Eine Linie wendet dort während die zweite Linie weiter nach Gelsenkirchen im T10 fährt. Mittelfristig kommt hoffentlich auch eine Stadtbahn von Essen nach Bottrop. Dann hätte man im Norden zumindest einen zweiten Zulauf und könnte die Wendeanlage Berliner Platz entlasten, indem die U18 nach Bottrop verlängert wird und man Mülheim direkt mit der Uni Essen verbindet.   

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2 Kommentare zu “Essen: Konsequente Trennung Normalspur und Meterspur

    1. Das ist eine Abwägung. Natürlich erhöht das die Südlastigkeit um eine weitere Linie, aber selbst mit vier 10-Minutentakten wäre der Normalspurtunnel in Essen immer noch nicht komplett ausgelastet (in Hannover sind fünf Linien im 10er Takt ganz normal).  Und das sollte doch das das Ziel sein, die bestehende Infrastruktur maximal auszulasten.

      Ein Vorteil der Umstellung der Südstrecke auf Meterspur wäre allerdings, das man dann für die Trennung von Meter- und Normalspur im Nordkopf des Hbf die vorbereiteten Weichenverbindungen einbauen könnte. Dann müsste man noch im Hbf das ganz westliche Gleis 2 von Hoch- auf Niederflur umbauen und das daneben liegende Gleis 4 von Nieder- auf Hochflur.

      Der Umbau der kompletten Südstrecke auf Meterspur würde allerdings eine massive Redfuktion der Kapazität mit sich bringen. Mit Meterspur den Messe-Verkehr abzuwickeln, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Und der Normalspurtunnel wäre mit nur noch 2 Zügen pro Stunde dann sehr schlecht ausgelastet.

      Also ich glaube, die Südlastigkeit ist ein Thema, aber eines das man lösen kann und im Vergleich zu den Problemen, die eine Umspurung der Südstrecke brächte, eher marginal.

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