6 Kommentare zu “EC Prag – Linz – Graz

  1. Im Gegensatz zu deiner Beschreibung und dem verlinkten Artikel finde ich in der Broschüre des zuständigen Bundesministeriums nur 16 der 17 Zwischenhalte. Ein zusätzlicher Halt in Frohnleiten erhöht die Fahrzeit aufgrund der sich an den Bahnhof anschließenden 80km/h-Kurve gar nicht so dramatisch. Auf dem einzigen durchgängig einigermaßen schnell befahrbaren Abschnitt (Leoben – Selzthal) befindet sich – so, wie heute auch – nur ein Zwischenhalt. Der hat zwar gewechselt, für die Fahrzeit dürfte das aber unerheblich sein. Auch auf dem letzten Abschnitt bis Linz sind die zu deinem Vorschlag zusätzlichen Halte fast ausschließlich auf dem überwiegend nur mit 70-80km/h befahrbaren Abschnitt Selzthal – Kirchdorf. In Anbetracht der Tatsache, dass auf der Strecke ansonsten nur ein Zweistundentakt besteht, finde ich es absolut gerechtfertigt, hier ein paar zusätzliche Halte mitzunehmen. Die gesamte Zeitersparnis durch das Einsparen der 11 Zwischenhalte dürfte bei kaum mehr als 20 Minuten liegen.

    Auf heutiger Infrastruktur müsste deine Direktverbindung Graz – Prag etwa 10 Minuten schneller sein als der bereits direkt verkehrende RJ über Wien. Nach Eröffnung des Semmeringbasistunnels dürfte sich das dann umgekehrt haben. Und die anderen Orte zwischen Graz und Linz rechtfertigen keine Direktverbindung nach Prag.

    1. Ob nun 16 oder 17 ist wurscht.
      Da weder der D601/502 noch die ICs in Frohnleiten halten und ich eine hochrangige Verbindung vorschlagen will sehe ich keinen Grund dort einen Halt einzuplanen.

      „Auch auf dem letzten Abschnitt bis Linz sind die zu deinem Vorschlag zusätzlichen Halte fast ausschließlich auf dem überwiegend nur mit 70-80km/h befahrbaren Abschnitt Selzthal – Kirchdorf.“
      Hinterstoder und Micheldorf kann man wirklich getrost auslassen. Kirchdorf-Linz ist quasi vollständig mit 100km/h oder mehr befahrbar.
      Klar sind Frohnleiten und Neuhofen a.d. Krems die nächsten Orte, die man anbinden würde, aber irgendwo muss man halt die Linie ziehen (pun not intended).

      Inwiefern soll ein Zweistundentakt im Vergleich zum dichteren Takt eines ICs mehr Halte rechtfertigen?

      Eine Zeitersparnis von 20 Minuten ist sehr viel! Und es ist ja nicht so als würden die ausgelassenen Gemeinden sonst komplett ohne Bahn dastehen.

      „Nach Eröffnung des Semmeringbasistunnels dürfte sich das dann umgekehrt haben. Und die anderen Orte zwischen Graz und Linz rechtfertigen keine Direktverbindung nach Prag.“
      Entlang beider Routen wird momentan und in Zukunft kräftig gebaut. Die Fahrzeiten werden nicht allzu stark divergieren. Stündlich alternierend Züge über Linz und über Wien fahren zu lassen schafft mehr Verbindungen für alle. Dass die angefahrenen regionalen Zentren einen merkbaren Unterschied machen, finde ich schon.

      1. Ob nun 16 oder 17 ist wurscht.

        Es sei trotzdem angemerkt und könnte von dir korrigiert werden.

        Da weder der D601/502 noch die ICs in Frohnleiten halten und ich eine hochrangige Verbindung vorschlagen will sehe ich keinen Grund dort einen Halt einzuplanen.

        In Frohnleiten leben über 6.000 Menschen und es gibt nur eine stündliche Verbindung nach Leoben. Da finde ic den Vorschlag nicht so abwegig, einen Interregio dort halten zu lassen, wenn der zeitliche Aufwand sich in Grenzen hält.

        Hinterstoder und Micheldorf kann man wirklich getrost auslassen.

        In Micheldorf leben 6.000 Menschen. Da finde ich einen Stundentakt nicht so abwegig.

        Kirchdorf-Linz ist quasi vollständig mit 100km/h oder mehr befahrbar.

        Habe ich etwas anderes behauptet? Und auf dem Abschnitt sind ja auch nur noch zwei Zwischenhalte in Orten mit je um die 7.000 EW.

        Inwiefern soll ein Zweistundentakt im Vergleich zum dichteren Takt eines ICs mehr Halte rechtfertigen?

        Eine Zeitersparnis von 20 Minuten ist sehr viel! Und es ist ja nicht so als würden die ausgelassenen Gemeinden sonst komplett ohne Bahn dastehen.

        Ne, aber mit dem Zweistundentakt des Regionalverkehrs wären die Orte halt nur sehr schlecht angebunden. Da ist die eher geringe Fahrzeitverlängerung für den Interregio dann das kleinere Problem.

        Entlang beider Routen wird momentan und in Zukunft kräftig gebaut. Die Fahrzeiten werden nicht allzu stark divergieren.

        Die 30 Minuten Fahrzeitersparnis durch den Semmering-Basistunnel wird die Strecke über Linz nicht erreichen.

        1. Dann sollte aber der S-Bahn Takt verdichtet werden, oder der IC bzw. Schnellzug dort halten, oder ein neuer Regionalzug die Strecke bedienen, aber es muss nicht der EC, den ich bewusst über diese Verbindungen platziere, dort halten.
          Es geht besser als der Status Quo. Einfach dicht getaktete und vernetzte Regionalzuglinien einrichten und darüber hochrangige ICs und ECs. Wäre vorteilhaft gegenüber S-Bahnen die den Namen nicht verdienen, REXs die es nicht sind und noch eigenartigeren IR Konzepten. Alles nur weil man sich vor dem Namen Regionalzug scheut.

          „einen Interregio dort halten zu lassen“ Wahrscheinlich würde ein Interregio dort halten.

          „In Micheldorf leben 6.000 Menschen. Da finde ich einen Stundentakt nicht so abwegig.“ Was genau hat hier einen Stundentakt?

          „Habe ich etwas anderes behauptet?“ Ja, nämlich „überwiegend nur mit 70-80km/h“ Linz – Kirchdorf ist doch ein gutes Stück länger als Kirchdorf – Selzthal. Und dazwischen sind 4 Abschnitte mit >80km/h.

          „Ne, aber mit dem Zweistundentakt des Regionalverkehrs wären die Orte halt nur sehr schlecht angebunden. Da ist die eher geringe Fahrzeitverlängerung für den Interregio dann das kleinere Problem.“ Es ist kein Interregio. Dann müsste wieder der Regionalverkehr verbessert werden, wenn das das Problem ist.
          Ich bin auch Verfechter der einfachen lokbespannten Züge und die haben eben nicht die Beschleunigung für zahlreiche Halte.

          „Die 30 Minuten Fahrzeitersparnis durch den Semmering-Basistunnel wird die Strecke über Linz nicht erreichen.“ 15 Minuten sind auf der Pyhrnbahnschon relativ bald drinnen, nochmal so viel weniger aufgrund der Ausdünnung der Halte, der Ausbau der Summerauerbahn bahnt sich schon langsam am Horizont an, aber vor allem die Tschechen drücken beim Ausbau aufs Gas. Ist nur wegen der Sprachbarriere nicht so leicht zu verfolgen was da genau wie weit ist.

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