DD: Buslinie in der Äußeren Neustadt

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Beschreibung des Vorschlags

Die Kontroverse um die Linie 13 in der Äußeren Neustadt ist in Dresden nichts Neues. Die DVB überlegt seit Jahren, wie man mit der Thematik der sogenannten Schiefen Ecke an der Görlitzer Straße umgehen soll. Diese ist überwiegend im Sommer teilweise 5 Tage in der Woche am Abend dermaßen überfüllt, dass die Linie 13 keine Chance mehr hat, hier zu fahren. 

Dazu kommen seit einiger Zeit Berichte, dass die DVB Überlegungen anstellt, die Strecke über den Bischofsweg und die Görlitzer Straße nach Fertigstellung der Königsbrücker Straße stillzulegen und die 13 stattdessen mithilfe eines neuen Gleisbogens über den Fahrweg  Königsbrücker Straße – Albertplatz zur Bautzner / Rothenburger Straße zu führen.

 

Für diesen Fall braucht gerade die Neustadt trotzdem eine Möglichkeit, an den ÖPNV angebunden zu bleiben, da hier trotz allem viele Einwohner leben und vor allem die Bereiche Sebnitzer/Kamenzer Straße ohne Straßenbahn weite Wege zum ÖPNV haben und dieser damit unattraktiv wird.

Deshalb habe ich mir eine Buslinie überlegt, die die Äußere Neustadt im Bereich Alaunstraße und Görlitzer Straße an die Linie 13 anbindet. Hierbei beginnt die Linie am S-Bf. Bischofsplatz und wendet dort über die vorhandene Infrastruktur, die allerdings noch gepflastert ist. Bei der Wegführung müsste dem Bus allerdings auf der Görlitzer Straße in Ri. Bautzner Straße das Recht eingeräumt werden, entgegen der Vekehrsrichtung zu fahren. Platz ist bei Wegfallen der Straßenbahnschienen vorhanden. Auch auf der Hoyerswerdaer Straße in Ri. Albertbrücke müsste der Bus entgegen der Fahrtrichtung fahren. Gewendet wird dann über Tieck-, Glacis- und Melanchtonstraße.

Weshalb sollte es diese Buslinie geben?

  • Fortbestand der Anbindung der Einwohner der Äußeren Neustadt bei Wegfall der Linienführung der 13 über Görlitzer Straße
  • Äußere Neustadt als ein alternatives Szeneviertel, in dem der ÖPNV viel genutzt wird und es vergleichsweise wenig Autos / Parkplätze gibt -> ÖPNV Fortbestand muss gesichert werden
  • Linie 13 kann entlastet werden
  • Der Bus kann in Fall einer Überfüllung der Schiefen Ecke auf die umliegenden Straßen ausweichen und muss nicht großflächig umgeleitet werden (Alaun-, Louisen- und Kamenzer Straße)
  • Entlastung der sonstigen Vekehrssituation auf der Rothenburger Straße und dem Bischofsweg, wo es oft durch Falschparker zu Störungen und teilweise Staus kommt

Vom Takt her würde ich die Linie in einem T10 so legen, dass die Anbindung an die Linie 13 am Bischofsplatz und Linie 6 und 13 an der Bautzner / Rothenburger Straße mit maximal 5-6 Minuten Wartezeit gewährleistet wird. 

 

Metadaten zu diesem Vorschlag

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2 Kommentare zu “DD: Buslinie in der Äußeren Neustadt

  1. Eine bestehende Straßenbahnstrecke stillzulegen und durch Busse zu ersetzen, halte ich für den völlig falschen Weg. Das noch durch entsprechende Vorschläge zu unterstützen, ebenfalls. Wieso sollte ein Bus besser durchkommen, wo die Straßenbahn nur schlecht durchkommt? Gleise sind freizuhalten! Notfalls muss die Polizei sich darum kümmern. Busse würden jedoch noch mehr Platz benötigen, da sie nicht spurgebunden sind und mehr Spielraum rechts und links vom Fahrzeug benötigen. Letzten Endes würde deine Buslinie auch noch jede Menge zusätzliche Umsteigezwänge zur Folge haben. Eine dermaßen kurze Linie wäre nicht attraktiv und ein 10-min-Takt unrealistisch übertrieben. Selbst alle 20 min würde der Bus keine ausreichende Auslastung finden, weil man da schneller zur nächsten Straßenbahn gelaufen wäre. Kurz: Gäbe es diese Buslinie bereits, würde sie wahrscheinlich bald eingestellt werden. Fazit: Wenn diese Straßenbahnstrecke stillgelegt wird, dürfte das vermutlich ersatzlos geschehen.

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