Beschreibung des Vorschlags
Grund:
Die Stadt Schwedt ist mit knapp 35.000 Einwohnern eine der wichtigsten Industriestädte in der Uckermark. Mit dieser Citybahn könnte man die wichtigsten Stadtteile mit dem Bahnhof Mitte und dem Zentrum verbinden. An der Kastanienallee könnte ein riesiger P+R-Platz entstehen. Das Stadtbusnetz könnte auf 1-2 Linien heruntergekürzt werden
Ausbau:
Beide Linien könnten zu 100%(!) auf eigenem Gleiskörper verkehren (von BÜs abgesehen). In Kombination mit Einrichtern könnte die Citybahn einen enormen Komfort aufweisen.
Linien:
C1: Külzviertel – Bahnhof – Heinrichslust
C2: Kastanienallee – Bahnhof – Klinikum
Liebe Grüße Tschaki

Beide Linien könnten zu 100%(!) auf eigenem Gleiskörper verkehren
Die Strecke wäre also zu 90% förderfähig. Blöd nur, dass Schwedt die restlichen 10% der Strecke, sowie sämtliche Kosten für Fahrzeuge, den Betriebshof, die Werkstatt, die Leitzentrale und die Ausbildung des Personals komplett selbst zahlen muss. Da kommen Pi Mal Daumen ~100 Millionen Euro zusammen, viel Spaß dabei, die 35.000 Einwohner davon zu überzeugen, das wären über 2800 Euro pro Einwohner…
Nach und nach würde man das durch den Betrieb wieder einholen
Die Betriebskosten kommen da ja aber noch Jahr für Jahr obendrauf. Da es in ähnlich großen Städten mit bestehender Straßenbahn immer wieder Stilllegungsdiskussionen gibt, gehe ich davon aus, dass die Betriebskosten der Straßenbahn ähnlich hoch sind wie die eines alternativen Busnetzes.
Die ~100 Millionen Euro muss die Stadt allerdings auf einen Schlag aufbringen und über die nächsten Jahrzehnte sukzessive abbezahlen. Wenn die Zinsen irgendwann wieder auf eine vernünftige Höhe steigen würden, wäre der Stadt finanziell das Genick gebrochen.
Korrektur: Die Betriebskosten einer Straßenbahn sind deutlich teurer als die eines Busses: Hier eine brandaktuelle Vorstudie, die Betriebskosten findest du auf Seite 47.
Kurzzusammenfassung:
Bus: 4 Euro / km
Tram: 9 Euro / km
Sind natürlich speziell auf dieses Beispiel bezogen, die einzelnen Zahlen können daher von System zu System abweichen.
Bei der 2013 in Aachen gescheiterten Campusbahn wären die Betriebskosten übrigens jährlich 4 Millionen Euro teurer als die des Busnetzes gewesen.
Durch den Betrieb würde man die Kosten also nicht wieder einholen, sondern nur noch schneller pleite gehen.
Ich denke das ein gutes Stadtbusnetz für Schwedt komplett ausreicht, da die Stadt nur cirka 35.000 Einwohner hat und sich bei so einer Stadt eine Tram/Citybahn einfach nicht lohnt. Für einen Neubau einer Tram sind mindestens 100.000 EWs die Regel.
Was ich mir besser vorstellen könnte, wäre die aktuelle RB61 Angermünde-Schwedt auf ein Tram-Train-Prinzip umzuschwenken und ein Teilstück deines Vorschlags zu bauen. Das würde ein bisschen mehr Synergie bringen.
Man darf allerdings nicht vergessen, dass Zweisystembahnen deutlich teurer in der Anschaffung sind.
Ich lese hier <30000, inklusiver vieler Umlandgemeinden. Die Zukunft der Raffinerie ist zudem unsicher, weiterer Wegzug droht.
Warum soll an der Kastanienallee ein P+R-Platz gebaut werden, wo keine übergeordnete Straße hinführt? Da müsste man von der B166 und L284 erst durch ein Wohngebiet fahren. So wird zusätzlicher Verkehr erzeugt statt verhindert.