Bremen: Straßenbahn nach Ritterhude und Marßel

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Beschreibung des Vorschlags

Moin!
Dieser Vorschlag beschäftigt sich mit einer Straßenbahnstrecke im Bremer Norden, durch Marßel, bis ins niedersächische Ritterhude.

Vorwort
Dieser Vorschlag widmet sich auch der Idee einer Straßenbahnstrecke nach Ritterhude. Dabei soll jedoch nicht die grundsätzliche Notwendigkeit einer solchen Verbindung zur Diskussion stehen, sondern vor allem die Frage, wie sie sinnvoll umgesetzt werden kann. Auch, wenn auch ersteres durchaus diskutabel ist.

Ausgangslage
Dieser Vorschlag basiert auf diesem Vorschlag von mir. In diesem schlug ich eine direkte Straßenbahnverbindung durch Bremen-Nord, von Gröpelingen nach Vegesack, vor. Darauf basierend könnte ich mir folgenden Abzweig vorstellen.

Problem
Dieser Vorschlag widmet sich 2 Problemen im Nordbremer ÖPNV. Einem schon länger bestehenden und einem zukunftsorientierten. 1. Marßel ist ein Bremer Ort mit ca. 6.000 Einwohnern. Daher fahren dorthin 2 Buslinien im gemeinsamen 7,5-Minuten-Takt. Trotz den 8 Bussen pro Stunde sind diese überlastet. 2. Die 14.000 Einwohner-Gemeinde Ritterhude liegt in direkter Nachbarschaft zu Bremen. Daher eignet sie sich prinzipiell gut für eine außerstädtische Straßenbahnstrecke, ähnlich wie es in Lilienthal bei Bremen bereits der Fall ist. Die ÖPNV-Anbindung Ritterhudes ist bislang bei weitem aber nicht so gut, wie es die Nähe zu Bremen vermuten lassen könnte.

Idee
Mein konkreter Vorschlag ist eine 6 Kilomter lange Straßenbahnstrecke durch Bremen-Burgdamm, Bremen-Marßel und Ritterhude, mit Endpunkten in Marßel und im Zentrum Ritterhudes. Über die ersten beiden Haltestellen wird Burgdamm ideal, sowie der Süden Ihlpohls angebunden. Das erste Problem ist die Querung der Autobahn 27.
Ich habe mich für die Ideallösung, einen Tunnel entschieden. Dieser wäre ca. 200 Meter lang. Über die 5 Stationen in Marßel werden 90% der Marßeler Bevölkerung angebunden. In Ritterhude wird die Streckenfindung deutlich problematischer. Zum einen muss man die Bahnstrecke Bremen-Bremerhaven queren, wenn die Straßenbahn das Zentrum Ritterhudes anbinden soll, hat man dies nicht vor, muss die Straßenbahn früher oder später über die vielbefahrene Bundesstraße 74. Aus diesem Grund sollte in Ritterhude vor allem die Streckenführung Diskussionsgrundlage sein. Daher hier die konkrete Streckenführung auf Ritterhuder Gebiet:
Kilomter 0-0,25: Straßenbündige Führung über die Stader Landstraße zur Anbindung des gesamten Ritterhuder Westen
Kilomter 0,25-0,9: Führung über die enge und verhältnismäßig steile Struckbergstraße als Alternativroute der Bundesstraße Kilometer 0,9-1: Führung über An der Untermühle als schnelle Verbindung zwischen West-Ritterhude und Ritterhude-Mitte Kilometer 1-1,2: Nordein-/ausfahrt zum Straßenbahntunnel, nur eingleisig möglich Kilometer 1,2-1,3: Tunnel zur Unterquerung der Bahnstrecke, aufgrund der fehlenden Straßentunnelgröße
Kilometer 1,3-1,4: Südaus-/einfahrt zum Straßenbahntunnel
Kilometer 1,4-1,7: Straßenbündige Führung über die westliche Riesstraße zur Anbindung des Hamme-Forums
Kilometer 1,7-2,3: Straßenbündige Führung über die Riesstraße zur Anbindung des Ritterhuder Zentrums und als zentrale Verbindung zum Erreichen des gesamten Ortes Kilometer 2,3-2,4: Wendeschleife südlich des Bahnhofs in der Mitte Ritterhudes

Daten
6 Kilometer Streckenlänge
14 Stationen
350 Meter Tunnel
12.000-13.000 angebundene Einwohner

Auswirkungen
Die Buslinie 93 könnte komplett ersetzt bzw. der Takt deutlich verdünnt werden. In Ritterhude kann keine Buslinie etc. ersetzt werden, da der ÖPNV bislang ohnehin nicht ausreichend ist. Allerdings würde eine Taktverdichtung der RS2 unwichtiger werden.

Betriebskonzept
Diese Strecke könnte von der SL10, welche in meinem Betriebskonzept aus dem Ursprungsvorschlag bis zum Bf Burg fährt, bedient werden. Dabei alle 20 Minuten nach Marßel (Helsingborger Platz) und alle 20 Minuten nach Ritterhude, also zwischen Burg und Marßel (Hammerfester Straße) alle 10 Minuten.

Ähnliche Vorschläge
Dieser Vorschlag bindet mMn den unwichtigen Teil Ritterhudes (den Norden) an, wodurch es sich schlichtweg nicht lohnt. In diesem Vorschlag wird eine Strecke bis nach Osterholz-Scharmbeck vorgeschlagen, wodurch sie länger und unwirtschaftlicher ist.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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6 Kommentare zu “Bremen: Straßenbahn nach Ritterhude und Marßel

  1. Und die Straßenbahn nördlich an der Bahnstrecke entlang zu führen? Dann bräuchte es den Tunnel nicht und könnte, wenn ich mich nicht täusche und der Platz da reicht, straßenunabhängig trassiert sein. Dafür könnte die Trasse schon ab „Am Eickhof“ über Grünflächen geführt sein.

    1. Auch eine gute Idee. Das würde natürlich auch nochmal andere Gebiete anschließen, wobei aber natürlich auch andere wieder verfehlt werden. Zudem gibt es dort ja bereits den Bahnhof, sprich die einzige Stelle in Ritterhude, die schon gut an den SPNV angebunden ist.

      1. Den Bahnhof nimmst du ja so oder so als Endpunkt. Die Besiedlung südlich der Bahn ist nicht so hoch, zusätzlich muss mit dem Tunnel dafür auch noch ein (teures) Bauwerk unter einer Hauptbahn gebaut werden. w

        Wenn man sich die Siedlungsstruktur von Ritterhude anschaut, besteht viele Teile ja aus freistehenden Einfamilienhäusern. Lediglich südlich der Struckbergstraße direkt hinter der Landesgrenze ist es ein wenig dichter bebaut. Eventuell macht es auch nur Sinn einen „kurzen Sprung“ über die Landesgrenze zu machen und den Bahnhof Ritterhude gar nicht anzubinden. Weil, wie du sagst, dort existiert bereits eine Anbindung und die Buslinie 680 wird auch nicht eingestellt werden können aufgrund dieser Straßenbahn.

        1. Den Bahnhof nimmst du ja so oder so als Endpunkt. Die Besiedlung südlich der Bahn ist nicht so hoch

          Wobei aber nicht die Einwohneranbindung, sondern die Anbindung des Ortszentrums im Vordergrund steht.

          Wenn man sich die Siedlungsstruktur von Ritterhude anschaut, besteht viele Teile ja aus freistehenden Einfamilienhäusern. Lediglich südlich der Struckbergstraße direkt hinter der Landesgrenze ist es ein wenig dichter bebaut. Eventuell macht es auch nur Sinn einen „kurzen Sprung“ über die Landesgrenze zu machen und den Bahnhof Ritterhude gar nicht anzubinden.

          Das wäre aus meiner Sicht unlogisch. Zum einen sollte man mMn bestenfalls das Ortszentrum anbinden, da dieser im Falle Ritterhude besonders frequentiert ist und zum anderen durch die Führung weiter nach Ritterhude rein natürlich auch noch andere Bereiche angebunden werden.

          Weil, wie du sagst, dort existiert bereits eine Anbindung und die Buslinie 680 wird auch nicht eingestellt werden können aufgrund dieser Straßenbahn.

          Gut, dass du das ansprichst. Eigentlich ist es genau andersherum. Führt man die Straßenbahn nur kurz hinter die Landesgrenze, müsste die 680 so bestehen bleiben. Bei meinem Vorschlag könnte die 680 über die B74 geführt werden, wodurch sie über 5 Minuten schneller wäre (Attraktiver für Osterholz-Scharmbecker) und außerhalb des Berufsverkehrs zuverlässiger. Dadurch würden auch Nord-Ritterhude einen regelmäßigen ÖPNV-Anschluss erhalten. Den eher unwichtigeren Bereich um Fergersbergstraße und Neue Landstraße könnte von dem BürgerBus übernommen werden.

    1. Danke!

      aber warum der Schlenker am Mönkhof? Wäre ein Umbau der bestehenden Straßenunterführung nicht einfacher?

      Daran habe ich zuerst auch gedacht, aber da bin ich mehr als unsicher, ob das geht. Von der Höhe ist die Unterführung deutlich zu tief, besonders breit ist sie auch nicht. Da halte ich einen Neubau, welcher zudem noch zuverlässiger ist, für nicht deutlich teurer.

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