Beschreibung des Vorschlags
Der RB20 in Brandenburg verbindet die nordwestlichen Berliner Vorstädte Oranienburg und Hennigsdorf über den Berliner Außenring (BAR) mit der Landeshauptstadt Potsdam im Südwesten der Hauptstadt. Der Zug fährt stündlich, wobei er auf der gesamten Relation Hennigsdorf bis Potsdam-Golm kein einziges Mal hält. Vor allem, weil der Zug hier durch Wiesen und Felder rollt.
Meine These ist, dass es sehr wenige Fahrgäste gibt, die die Strecke in ihrer ganzen Länge befahren, sondern dass die weit überwiegende Mehrheit auf den Bereichen Oranienburg/Hennigsdorf und Potsdam-Hbf/Potsdam-Golm unterwegs ist.
Als weiteren Hintergrund muss man wissen, dass der RE6, der zurzeit von Hennigsdorf über den BAR nach Falkensee und Spandau fährt, in nicht allzu ferner Zukunft über Tegel nach Gesundbrunnen geleitet wird, und somit die Reise in die Innenstadt aus Hennigsdorf deutlich beschleunigt wird.
Deswegen mein Vorschlag: der RB20 übernimmt auf der Relation Hennigsdorf-Spandau die Aufgaben des dann durchgebundenen RE6 und verstärkt so den RE2. Außerdem entsteht erstmals eine Umsteigefreie Verbindung Oranienburg-Spandau. Daraufhin wendet der Zug aber und fährt auf die Lehrter Bahn (danke Verbindungskurve!), wo mit Staaken außerdem ein einwohnerstarker Berliner Ortsteil angefahren wird. Dann geht es wieder zurück auf den BAR, hier hält der RB20 neu am Bahnhof Marquardt (der einen höheren Takt nach Potsdam verdient, weil hier und in Fahrland deutliches Einwohnerwachstum prognostiziert wird), bevor die altbekannte Strecke innerhalb Potsdams befahren wird. Somit ist auch die Verbindung Spandau-Potsdam auf einmal deutlich verkürzt (dass es hier jemals eine durchgehende Straßenbahn geben soll glaube ich im Leben nicht).
Takt: alle 60 min
Auf einen Blick nochmal die Vor- und Nachteile:
Vorteile:
neue Direktverbindungen Oranienburg-Spandau und Spandau-Potsdam
mehr Fahrgastpotenziale werden aufgesammelt
der Verlust des RE6 wird kompensiert
Verstärker Staaken-Spandau
Taktverdichtung Marquardt
Nachteile:
Fahrzeitverlängerung auf der Verbindung Oranienburg-Potsdam (wobei es schon heute genauso schnell mit RE5/RE1 geht wie mit RB20)
Fahrzeitverlängerung Hennigsdorf-Potsdam (wobei die Fahrt RE6/S42/S7 nur eine Viertelstunde länger dauern wird und, falls der RE6 mal tatsächlich bis Hauptbahnhof fahren darf, die Verbindung RE6/RE1 wieder genauso schnell sein dürfte wie heute)
Danke für eure Anregungen und Kritik

Auf Grund der Überlastung ist ein Wenden im Bahnhof Spandau meines Wissens nach nicht nur nicht möglich, sondern dich die Schienennetz-Nutzungsbedingungen sogar ausdrücklich untersagt.
Interessant, das wusste ich nicht. Und das gilt nur in der HVZ oder warum darf der RE6 das zwischendrin machen?
Das tut er planmäßig gar nicht. Das ist nur wegen Bauarbeiten, die alles andere verunmöglichen.
Ah okay, da war ich noch auf einem veralteten Stand wie es scheint. Vor ~5 Jahren bin ich die Strecke häufiger am WE gefahren und da hat der Zug stets in Spandau geendet.
Es wurde jetzt beschloßen das die RE 6 bis MINDESTENS 2027 über Spandau und Falkensee fahren soll. Danach (wenn 2027) wird dann vieleicht auch schon die S-Bahn bis Falkensee fahren. Aber trozdem Gute Idee denn Gedanken hatte ich auch schon es wäre aber nur mit einem dritten Regionalgleis oder dem Wegfall der RE 6 möglich sein.
Vor allem ist ein Wenden in Spandau auf Kosten der Fahrzeit zwischen Oberhavel und Potsdam. Das kostet massiv Fahrgäste, weil das dann unattraktiv wird. Vor 2-3 Jahren hat man gerade den Takt von alle 2h auf jede Stunde bekommen. Mit deinem Plan, wird die Auslastung wieder schlechter und somit auch der Takt. Dann ist die Fahrzeit durch die Stadt schneller als außen rum. Das ist nicht clever.
Stimmt. Jeder Abstecher mit anschließendem Kopfmachen kostet Fahrzeit und Fahrgäste. Du hast völlig Recht. 😉
Wenn die Leute nur zwischen Potsdam und Golm, sowie zwischen Hennigsdorf und Oranienburg unterwegs wären, könnte man ja die Strecke zwischen Golm und Hennigsdorf stilllegen, schließlich müssten dort die Züge dann ja leer sein. Das sind sie aber nicht. Und gerade für diese Menschen wäre der Umweg über Spandau absolut unzumutbar. Ich bin mir sicher, viele von ihnen würden sich dann eine Alternative suchen. Die Alternative wäre die Autobahn!
Zusätzliche Halte würden dagegen weit weniger Zeit kosten. Warum hält man nicht wenigstens in Priort? Oder hast du den Halt nur vergessen einzuzeichnen? Die einst vorhandenen Bahnhöfe Falkenhagen und Schönwalde wurden ja beseitigt, weil sie kaum genutzt wurden. Man hätte sie natürlich auch besser mit Zubringerbussen bedienen können.
Es gab auch mal Stationen in Elstal, Satzkorn und Bornum-Grube, wobei die beiden letzteren allerdings sehr entlegen lagen. Der BAR wurde halt nicht zur Bedienung einer Gegend errichtet, sondern nur zur Umgehung Berlins. Ohne die deutsche Teilung gäbe es ihn vermutlich gar nicht.
Wie gesagt: a) ich glaube, dass die Leute zwischen Hennigsdorf und Golm echt wenige sind und b) mit Ausbau des RE6, 20-Minuten-Takt beim RE1 ist die Fahrt über Berlin leicht möglich und genauso schnell wie außen rum.
In Priort zu halten habe ich überlegt, genauso in Dallgow und Elstal. Ich habe mich dagegen entschieden, um die Fahrtzeit Spandau-Potsdam gering zu halten, weil diese in Konkurrenz zum 638er Bus steht. Ich bin leider nicht versiert genug, um eine seriöse Schätzung der Fahrtzeit vornehmen zu können, also würde ich mich erstmal für die Minimalvariante aussprechen.
Als ich vor ca. 7,5 Jahren den RB 20 von Birkenwerder nach Potsdam genommen habe, war diese Zug ab Hennigsdorf voll. Zugegeben, zu diesem Zeitpunkt war es noch ein 2h Takt, aber im Zug hatte nicht mehr jeder einen Platz. Jetzt wurde vor 2 oder 3 Jahren der Takt aufgrund der Nachfrage verdichtet und der Zug fährt stündlich zwischen Hennigsdorf und Potsdam. Das widerspricht deiner These.