4 Kommentare zu “Bonn: SL62 Hardthöhe – Oberpleis

  1. Bonn wird sich diese Tunnel niemals leisten können: Die Stadt hat nur 330.000 Einwohner. Der Stadtbahntunnel ist ein Relikt aus Zeiten, als Bonn Hauptstadt war und das Kosten-Nutzen-Verhältnis völlig egal war, da man ja in der Hauptstadt eine U-Bahn aus Prestigegründen brauchte.

    1. Nun ja, da könnte was dran sein. Bonn schreibt laut seiner Website über die Westbahn, dass sie oberirdisch fahren soll. Dabei ist sowohl eine Variante A über den Campus Poppelsdorf als auch eine Variante C über die Endenicher Straße in die engere Planung gerückt. Wie es in Endenich und dahinter weitergehen soll, war nicht eindeutig daraus lesbar. Ich denke aber mal, dass die Westbahn über die B56 oder die Euskirchener Straße bis zum Bundesministerium an der Rochusstraße fährt und dann nordöstlich dieses tangiert, um dann auf meine eingezeichnete Strecke Richtung Hardthöhe zu gelangen. Das wäre dann auch für die Linie 62 denkbar, aber dann würde ich die Linie 62 in Niederflurtechnik führen, da sie sich oberirdisch besser verträgt. In Hochflur ist die Strecke ja nur einigermaßen durch Lengsdorf-West und auf dem Büser Berg möglich, da die Straße ja breit genug ist für Hochbahnsteige in Straßenmitte.

      So wäre zumindest eine kostengünstige Alternative in den Westen Bonns möglich. Aber Richtung Königswinter-Oberpleis wäre nur eine Tunnelstrecke möglich, da es die Topographie nun einmal erfordert. Immerhin liegt da ein sehr hoher Berg im Siebengebirge zwischen, auf dem sich wenig zu erschließendes Gebiet befindet, und, wenn du da nicht große Schwierigkeiten mit der Steigung haben willst und gleichzeitig auf dem Berg nicht wirklich erschließungswürdiges Gebiet hast, dann ist ein Tunnel die einzige sinnvolle Lösung. So erlaubt der Stadtbahntunnel nach Oberpleis eine deutliche Beschleunigung gegenüber der Buslinie 520, die bisher der Zubringer von Oberpleis zur Stadtbahn in Oberdollendorf bzw. zur Regionalbahn am benachbarten Bahnhof Niederdollendorf ist. Die Linie 520 kann bei meiner Planung nicht eingestellt werden, aber ausgedünnt werden.

      1. dann ist ein Tunnel die einzige sinnvolle Lösung

        Wenn das die einzig sinnvolle Lösung ist, dann ist eben die Idee einer Stadtbahn nach Oberpleis nicht sinnvoll: 6km Tunnel für ~15000 Einwohner ist überhaupt nicht finanzierbar.

  2. Ich frage mich, ob es einen Grund gibst, warum du die Strecke exakt unter dem Petersberg hindurch führst. Ein solcher Tunnel wäre für das Ziel, wie schon Baum erläutert hat, indiskutabel.

    Es stellt sich aber auch die Frage, warum du nicht den Weg über Oberdollendorf und entlang des Dollendorfer Bahcs gewählt hast, wo die Steigungsverhältnisse eine oberirdische Führung durchaus erlauben würden. Die Strecke wäre nur unwesentlich länger, ließe aber eine deutlich bessere Erschließung von Oberdollendorf, Kloster Heisterbach und Heisterbacherrott zu. Alles natürlich mit Niederflurzügen, wie es heute zeitgemäß wäre.

    Zur Hardthöhe bietet sich auch diese Trasse an. 😉

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren. Du kannst Benachrichtigungen auch aktivieren, ohne einen Kommentar zu verfassen. Klicke auf den Link und du erhältst eine E-Mail, um das Abonnement zu bestätigen: Abo ohne Kommentar.