BO: U35 nach Witten

 

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Beschreibung des Vorschlags

Bezugnehmend auf diesen Kommentar von Tramfreund94 möchte ich hiermit aufzeigen, wie ich seinen Vorschlag verstehe.

Auf den Tunnel zum Kornmarkt würde ich verzichten, weil er viel zu teuer wäre. Zum Bahnhof könnte man oberirdisch kommen, wie hier dargestellt. Warum er dort bereits einen Tunnel haben möchte, ist mir nicht ganz klar.

Interessant fände ich es jedoch, wenn diese Linie noch entlang der alten Bahntrasse, auf der sich heute der Wanderweg „Rheinischer Esel“ befindet, weiter zur Wittener Stadtgrenze führen und in DO-Hombruch Anschluss an die U42 fände. Ich habe die Richtung mal angedeutet, doch weiter darstellen möchte ich das lieber nicht, weil es mir allzu utopisch erscheint. Außerdem wäre eine durchgehende Linie von Herne bis Dortmund auch viel zu lang.

Zu der Führung auf dem Abschnitt Ruhr-Uni – Heven möchte ich noch erwähnen, dass vor Erreichen der Ruhr ein erhebliches Gefälle zu Überwinden ist. Die Hst. Auf dem Kalwes müsste daher in einem Einschnitt liegen, während die Ruhr auf einer 10 bis 15 m hohen Brücke zu überwinden wäre. Die Station am Freizeitbad Heveney wäre daher als Hochbahn anzulegen.

Ich möchte aber auch auf diesen Vorschlag aufmerksam machen, mit dem man Witten weitaus besser erschließen könnte, der allerdings durch die Verlängerung der U35 leider nahezu unmöglich gemacht werden würde.

P. S.: in Anlehnung an die Vorschläge von Tramfreund94 und NGTD12DD möchte ich wenigstens andeutungsweise darstellen, wie ich mir eine Fortsetzung nach Dortmund vorstellen könnte, auch wenn das eigentlich nicht Bestandteil dieses Vorschlags sein soll. Insbesondere da ich eine Fortsetzung der U35 nach Recklinghausen empfehle, sowie eine Fortsetzung der U42 nach Bergkamen, würde eine durchgebundene Stadtbahn von Recklinghausen bis Bergkamen viel zu lang werden.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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35 Kommentare zu “BO: U35 nach Witten

  1. Ja, in etwa so habe ich mir das trassentechnisch vorgestellt.

    Das mit dem Tunnel erklärt sich dadurch, dass die U35 als Voll-U-Bahn komplett kreuzungsfrei zum Individualverkehr ist, bzw. auf eigenem Bahnkörper gegenüber diesem bevorrechtigt ist. Das Kriterium des eigenen Bahnkörpers wird ja bereits durch die grüne Trasse der 310 bis (H) Sprockhöveler Straße erfüllt, allerdings müsste die ja für die U35 umgespurt und für einen 10- oder gar 5-Minuten-Takt dieser durchgehend zweigleisig ausgebaut werden. Um den eigenen Bahnkörper weiterhin zu gewährleisten, muss die Trasse wie eingezeichnet weiterverlaufen, wobei ich natürlich dafür wäre eine (H) Drei Könige als Ersatz für die wegfallende (H) Hans-Böckler-Straße zu errichten.

    Ich überlege nur gerade, ob es geologisch verträglich ist, eine Stadtbahntrasse oberirdisch oder als Tunnel über das Gelände des Thyssen-Werks westlich des Wittener Hauptbahnhofs zu führen. Wenn das nämlich nicht funktioniert müsste die schon östlich des Hauptbahnhofs entlang der Bergerstraße verlaufen.

     

    1. Die U35 ist nicht komplett kreuzungsfrei. Im Zuge der Universitätsstraße sind Kreuzungen in Höhe Wasserstraße, Nordhausenring und Brenscheder Straße vorhanden. Es gibt zudem keine Verpflichtung am eigenen Bahnkörper unbedingt festzuhalten. Im Gegensatz zur Universitätsstraße ist die Friedrich-List-Straße, als reine Wohnstraße, so verkehrsarm, dass Behinderungen des Stadtbahnverkehrs nicht zu erwarten wären.

      Abgesehen davon, sind kurze eingleisige Abschnitte auch im 5-min-Takt problemlos zu bewältigen, wie etwa auf der Bösebrücke in Berlin (am S-Bahnhof Bornholmer Straße) auf etwa 200 m Länge. (Okay, dort befindet sich genaugenommen eine Gleisverschlingung, aber darauf kommt es nicht an.)

      Wie die Geologie gegen einen oberirdischen Bau sprechen sollte, ist mit unklar, aber es könnte natürlich schwierig werden einen Teil des Werksgeländes zu nutzen. Bei gewinnorientierten Unternehmen dürfte das aber eigentlich nur eine Frage des Preises sein. Bei privaten Eigentümern von Grundstücken, denen du ja reihenweise Teile ihrer Immobilien wegnehmen wolltest, stehen oft ideelle Wertvorstellungen entgegen. Mancher mag auch für viel Geld nicht bereit sein, einen Teil seines Grundstücks freiwillig herzugeben, weil es ihm lieb ist. Bei Aktiengesellschaften ist ein solches Verhalten jedoch nicht zu erwarten. Natürlich müsste man die Kosten für ein Umgestaltung des Geländes übernehmen.

      Eine Alternative wäre es natürlich, die U35 unter dem Bahndamm hindurch zu führen und auf der andere Seite ebenerdig enden zu lassen. Die Straße ist dort zwar sehr schmal, aber wenn du vorgeschlagen hast, die 310 ebenfalls zum Bahnhof zu führen, dann hast du für sie ja wohl auch an einen eigenen Bahnkörper gedacht. Wenn man die Straße, die ja ohnehin eine Einbahnstraße ist, auf eine Fahrspur reduziert, müsste das auch bequem passen. Die Linksabbiegespur vor der Bahnhofstraße müsste man eben deutlich verkürzen, bzw. die Geradeausspur nach rechts auf Kosten des Gehwegs verschieben. Da wäre teilweise genug Platz vorhanden. Ich zeichne den geänderten Verlauf mal ein.

      Die Haltestellen H.-Böckler-Str. und Hardel habe ich entfallen lassen, da mir die Abstände sehr gering erschienen.

  2. Es sollen ja wie gesagt, nur die Grundstücksteile abgekauft werden, die notwendig sind, um die Trasse zu verbreitern, damit sie zweigleisig für die U35 ist. Ja, das mit den 200 m in Berlin auf der Bösebrücke kenne ich, nur beim 5 Minuten-Takt dürfen die eingleisigen Abschnitte nicht besonders lang werden, da die Symmetrieminuten alle 2,5 Minuten sind. Aber in der Regel wird man sich da einig. Notfalls kann man auch eine zwei-Etagenlösung für die U35 anstreben 🙂 🙂 🙂

    Zu den entfallen Haltestellen: Man kann ja eingentlich ganz gut von der Hst. Hardel zur Hst. Sprockhöveler Straße und von der Hst. Hans-Böckler-Straße zur Hst. Bahnhofstraße laufen.

    Mit Geologischen Problemen meine ich eigentlich die Bodeneigenschaften unterhalb des Stahlwerks von Thyssenkrupp. Solche Böden sind nämlich ganz gerne kontaminiert von Benzol oder von den hohen Temperaturen der Eisenschmelze und der Hochofenschlacke in Mitleidenschaft gezogen und dann stellt sich die Frage der Tragfähigkeit.

    Wenn ich mir das so im Bereich des Hauptbahnhofs Witten ansehe, könnte man sogar auch rein theoretisch einen U-Bahnhof Witten Hauptbahnhof zwei Etagen unterhalb des S-Bahnhofs bauen. Aber so wie du eingezeichnet hast, ist die Lösung auch ganz gut.
    Und vor allem muss man sich ja noch die Frage stellen, ob man die U35 unbedingt vom Hauptbahnhof noch über Witten Rathaus nach Annen verlängern muss, oder nicht, oder ob es ausreicht, die in Witten nur bis zum Hauptbahnhof zu führen.

    1. Von einer Lösung auf zwei Etagen halte ich gar nichts. Oberirdisch sieht das furchtbar aus und unterirdisch wäre das unnötig teuer.

      Kontaminierte Böden muss man entsorgen, eventuell sogar als Sondermüll. Das gilt für den U-Bahnbau natürlich auch.

      Eine Verlängerung zum Rathaus oder nach Witten ist natürlich nicht erforderlich, das wäre nur eine Option.

      1. Mit zwei Etagen unterhalb meinte ich, dass er zwei Ebenen TIEFER liegt, aber NICHT AUF zwei Ebenen liegt. Also du hast eine Ebene für den U-Bahnhof (Ebene -1), die Ebene darüber (Ebene 0) ist der Fußgängertunnel im Bahnhof, der die Bahnsteige der Eisenbahnverbindet und die Ebene darüber (Ebene 1) ist die Ebene in der die Züge des Schienenpersonennahverkehrs also Regionalexpress, Regionalbahn und S-Bahn halten.

        1. Oder meintest du das bezogen auf den Abschnitt Heven – Witten-Zentrum? Nun ja, das ist ja auch nur eine Idee, wenn irgendwelche Grundstückseigentümer zu blöd sind, das allgemeine Interesse als sinnvoll anzuerkennen, und einfach nicht einsehen, dass die Zuschneidung notwendig ist, um die für einen zweigleisigen Ausbau notwendige Breite von 6,50 m zu erreichen. Dabei sprechen Zahlen, die auf technischen Daten beruhen, eine sehr eindeutige Sprache!

          1. Es ging um den Kauf der Grundstücke, bei dem du eine Zwei-Etagenlösung erwähntest. Natürlich dachte ich, du beziehst das auf die Strecke Heven – Witten-Zentrum. Ich bin daher beruhigt.

            Ich würde aber Grundstückseigentümer, die ihren Garten nicht hergeben wollen, weil sie ihn jahrelang liebevoll gehegt und gepflegt haben, deshalb noch lange nicht als „blöd“ bezeichnen. Eine solche Formulierung halte ich für völlig unangemessen. In einer Demokratie muss man auch andere Meinungen und Wünsche akzeptieren.

            1. Hallo Ulrich Conrad,

              Diese Ausdrucksweise mit dem „blöd“ ist ein bisschen hochnäsig das, gebe ich zu, aber andererseits ist ihre Meinung konter gegenüber dem, was für alle gut ist, und in solchen Fällen kannst du die Aneignung der notwendigen Grundstücksteilflächen (ich sage mit Absicht GrundstücksTEILflächen, da laut Baugesetzbuch Grundstücke neu zusammen geschnitten werden dürfen, wenn sie nicht komplett, sondern nur Ausschnitte benötigt werden) immer noch durch ein Enteignungsverfahren bekommen.

              In einem Kommentar zum Vorschlag http://extern.linieplus.de/proposal/s5-aenderung-dortmund-witten-wuppertal-statt-hagen/ hast du selbst gesagt:

              „Im übrigen gilt natürlich auch hier wie so oft: Eine Änderung ist auch dann sinnvoll, wenn sie wenigen Leuten Nachteile bringt, sofern sie deutlich mehr Leuten Vorteile bringt.“

              Das gilt ja auch, wenn ich einen Teil meines Gartens abgebe um den zweigleisigen Ausbau einer Stadtbahn zu ermöglichen, die dann besser im 5 Minuten-Takt fahren kann, was bei einem sehr hohen Fahrgastaufkommen im Sinne der Fahrgäste ist.

              Aber vielleicht reicht für die U35 zwischen Bochum Ruhr-Uni und Witten ein 10-Minuten-Takt aus, sodass die in Heven eingleisig sein darf.

  3. Ich habe soeben nocheinmal den Trassenverlauf im Bereich der Bahnhofstraße verändert, um eine elegantere Linienführung mit weniger Kurven hinzubekommen. Es dürfte für die Kosten auch nebensächlich sein, ob man nördlich oder südlich der Bahnhofstraße die Bahn unterfährt.
    Gleichzeitig habe ich die Haltestellen Bahnhofstraße und Bahnhof zu einer Halstestelle in der Mitte zusammen gelegt, da sich die Fußwege bei einer Bahnsteiglänge, wie sie auf der U35 üblich ist, nur geringfügig verlängern würden.

    1. Nun ja, so spart man eine Haltestelle ein und hat ja bedingt durch den bisher noch nicht barrierefreien Nordeingang des Hauptbahnhofs ja sowohl kurze Wege in die Einkaufsstraße Bahnhofsstraße als auch zu den Nahverkehrszügen. Allerdings sind die Fußwege zum Zentralen Omnibusbahnhof Witten Hauptbahnhof unheimlich lang, welche bei der Wahl von zwei separaten etwa 250 m auseinander liegenden Haltestellen auch kurz wären. In Düsseldorf-Unterbilk, Bilker Kirche gibt es das. Dadurch, dass 200 m südlich der Bilker Kirche der S-Bahnhof Völklinger Straße liegt und gleichzeitig die Bilker Kirche an zwei sich kreuzenden Strecken hat die Straßenbahn Düsseldorf dort zwei Haltestellen im Abstand von 200 m bis 250 m, damit die Straßenbahnen direkt am Eingang des S-Bahnhofs Völklinger Straße halten können und so sehr kurze Umsteigewege zu den S-Bahnen haben.

      1. Die von Norden kommenden Buslinien halten ja auch an der Bahnhofstraße, wo ein guter Anschluss möglich wäre. Die von Süden kommenden Buslinien haben ohnehin den Nachteil, dass sie die Fußgängerzone nicht erreichen. Das ist ohnehin ein großer Mangel, den man durch Verlängerung der Buslinien beheben sollte.

          1. Darüber möchte ich mir keine Gedanken machen. Busse interessieren mich nicht. Sie sind flexibel, ihre Linien können nach Bedarf und ohne viel Aufwand verändert werden, man kann neue Linienführungen ausprobieren und wieder verändern, und schließlich haben sich Busse dem Schienenverkehr unterzuordnen. Wird eine neue Schienenverbindung in Betrieb genommen, muss das Busnetz eben angepasst werden. Wie kommen denn heute die Leute von diesen Buslinien zur SL 310?

            Im Falle von Witten ist es einfach unsinnig, Buslinien kurz vor Erreichen des Zentrums enden zu lassen. Es wird ja nicht jeder nur zum Bahnhof wollen. Es ist aber nicht meine Aufgabe ein neues Buskonzept für Witten zu erarbeiten. Die Vorschläge, die ich mache, mache ich freiwillig und gerne, ich werde aber nicht dafür bezahlt. Deshalb suche ich mir selbst aus, wo ich etwas vorschlage und wo nicht.

            Meinetwegen könnten aber die von Süden kommenden Buslinien z. B. über Ruhrstraße zum Rathaus und weiter über Garten- und Breite Straße zum Bahnhof geführt werden. Dann schließen sie die Fußgängerzone an, die SL 310, die vorgeschlagene U35 und schließlich auch noch den Bahnhof, brauchen dafür aber länger.

            1. Nun ja, Ulrich Conrad, dann lass das anderer Leute Sorge sein. Wobei man könnte ja um die Fußgängerzone zu erreichen alle Buslinien von Süden bis Hans-Böckler-Straße verlängern und sie da per Häuserblockschleife über die Straße „Drei Könige“ wenden lassen.

              Wusstest du eigentlich, dass früher der Kornmarkt am Wittener Rathaus der Zentrale Omnibusbahnhof Wittens war? Dann wurde er aber zwecks besserer Bus-Bahn-Verknüpfung zum Hauptbahnhof hin verlegt.

              1. Na bitte. Die Verlängerung zur H.-Böckler-Str. wäre doch eine Möglichkeit. Dass der Busbahnhof mal am Kornmarkt war, wusste ich nicht. Ich weiß auch eigentlich nicht, warum Busse alle an einem Punkt enden sollen. Wichtig ist doch nur, dass man gut umsteigen kann. Wenn aber Busse, die von Süden kommen, bis in den Norden fahren und Busse, die von Norden kommen, bis in den Süden fahren würden, könnten alle die verschiedenen wichtigen Punkte der Stadt gut erreichen.

              2. Gute Durchmesserlinien sind natürlich auch eine gute Lösung. Allerdings wenn man sich den Liniennetzplan (http://www.vrr.de/imperia/md/content/fahrten/stadtlinienplaene/ennepetal_vs.pdf) ansieht. Die einzigen Linien, die am Hauptbahnhof enden, sind die 371, 376 und 592 und alle bedienen das andere Ende der Fußgängerzone: Witten Rathaus, aber nur eine, nämlich die 592 hält auch Bahnhofstraße. Dafür nimmt sie nicht den von Bommern ausgesehen schnellen Weg zum Hauptbahnhof, sondern den Umweg über Rathaus.

    1. Es gibt eben doch Unterschiede zwischen U-Bahn und Straßenbahn. Will man eine Straßenbahn haben, braucht man nichts zu tun, denn die fährt schon durch Witten. Will man aber eine U-Bahn haben, bedeutet das größere Leistungsfähigkeit, höhere Geschwindigkeiten und damit auch größere Stationsabstände. Die Station am Bahnhof Witten ist, so wie ich sie eingezeichnet hatte, kaum 200 m von diesem kleinen Einkaufszentrum entfernt, das damit in fußläufiger Entfernung liegt. Eine weitere Haltestelle wäre daher nicht nötig und wegen der damit einhergehenden Verlängerung der Fahrzeiten auch schädlich. Nicht ohne Grund habe ich ja einige der dicht aufeinander folgenden Haltestellen weggelassen.

      Deine Regionalstadtbahn sehe ich mir auch noch an, und wenn mir dazu etwas einfällt, werde ich mich auch dazu äußern. Bei der Gelegenheit darf ich sicher darauf aufmerksam machen, dass auch noch 117 Vorschläge von mir auf einen ersten Kommentar warten. 😉

  4. Man könnte ja den Vorschlag der Straßenbahn nach Herbede ja auch mit einer U35-Verlängerung nach Witten realisieren, indem man die jede in Riemke endende U35 in U34 umbenennen und diese U34 von Heven Dorf nach Herbede führen. Witten ist ja in der Raumplanung höchstens ein Mittelzentrum, Herbede ein Grundzentrum, Bochum jedoch ist Oberzentrum, sodass die Leute von Witten-Herbede durchaus nach Bochum wollen und eine Stadtbahn über die Ruhr-Uni nach Bochum ist deutlich schneller als eine Straßenbahn über Witten und Langendreer

    1. Herbede ist ein Stadtteil von Witten. Es wäre absolut irrsinnig, wenn die Stadt Witten den Bau einer Strecke finanziert, die dafür sorgt, dass der Einzelhandel in Witten weniger genutzt wird, weil sie die Leute nach Bochum bringt. Eine solche Strecke würde zwar einigen Herbedern möglicherweise gefallen, aber sie wäre schädlich für Witten.

  5. Moin Ulrich Conrad,

    Ich meine, die Stadt Bochum will die U35 auch bis an die Hochschule Bochum verlängern. Wenn du willst könntes du ja gestrichelt einzeichnen, wie dieser abweichende Linienweg zwischen Technologiequartier und Kalwes aussieht.

    Mfg Tramfeund94

  6. In Witten Hbf sind ja hellgrau Gleise eingezeichnet, die existieren. Wäre es nicht möglich diese für die U35 zu nutzen. Immerhin stimmt da schon einmal die Spurweite. Man könnte ja überlegen die beiden stadtzugewandten Gleise, die grau eingezeichnet sind, mit einer Brücke oder Unterführung an die Straße „Drei Könige“ anschließen, damit die U35 dort entlang fahren kann und dann in Hochlage im Hauptbahnhof Witten auf derselben Ebene wie die Züge enden kann.

    Ein kurzer U-Bahn-Tunnel zwischen den Straßen „Drei Könige“ und dem ZOB am Hauptbahnhof wäre ja auch denkbar, würde nur das Projekt dann unnötig teuer machen.

    1. Die grauen Gleise dürften aber für den Güterverkehr benötigt werden. Ich glaube kaum, dass sie entbehrlich wären, um sie einer U35 zur Verfügung zu stellen. Ansonsten wäre das ein interessanter Gedanke.

  7. Ich habe gestern mal die SL310 erfahren. So konnte ich auch gut die unabhängige Straßenbahnstrecke in Heven kennen lernen. Also häufig verläuft die Straßenbahn dort im Einschnitt aber auch mal auf dem Damm. Wo sie auf dem Damm verläuft, muss der entsprechend breiter gemacht werden, wo sie im Einschnitt verläuft, müsste der entsprechend breiter gemacht werden. Sinnig wäre es, das Gelände, was für die Verbreiterung des Einschnitts abgebaggert wird, für die Verbreiterung des Dammes zu benutzen. Der Gleiskörper müsste auf jeden Fall auf mindestens 7 bis 8 m verbreitert werden. Der besondere Bahnkörper konnte in Witten sehr zügig befahren werden. Der eingleisige Abschnitt zwischen Sprockhöveler Straße und Bahnhofstraße  dagegen nicht so zügig. Außerdem konnte ich durch das Straßenbahnfenster beobachten, wie hässlich das Thyssen Werk in Witten aussieht. Wenn Thyssen den Standort Witten aufgibt oder aufgegeben hat, könnte man wirklich drüber nachdenken, diesen Schandfleck da abzureißen und zu einer neuen Entwicklungsfläche zu machen. Durch diese könnte die U35 auch oberirdisch direkt zum Hauptbahnhof geführt werden und westlich des Hauptbahnhofs oder in seinem Keller unterhalb des Verbindungstunnels zwischen den Eisenbahngleisen enden bzw. unterirdisch bis Witten Rathaus fortgesetzt werden. Am Rathaus Witten befand sich übrigens früher der Zentrale Omnibusbahnhof Wittens, jener wurde jedoch anfangs der 2010er zum Hauptbahnhof hin versetzt.

    Hier habe ich übrigens den Vorschlag für die SL 310 zum Hbf Witten ergänzt. Ach ja die U35 ist hochflurig und normalspurig, die SL 310 ist meterspurig und zwar hochflurig, besitzt jedoch Haltestellen für Niederflurbahnen. Entsprechend wäre eine gemeinsame Streckenführung zwischen Witten Bahnhofstraße und Witten Hauptbahnhof besser mit eigenen Gleisen je Linie und eigenen Bahnsteigen je Linie. Die Gleise können aber auch als Mehrschienengleise gebaut werden

    1. Übrigens ein schönes Argument, was für die U35-Verlängerung nach Witten spricht. Kannst du gerne in der Beschreibung ergänzen. Ich bin gestern mal nach Unischluss mit der SL310 von Witten Heven Dorf bis nach Bochum-Höntrop gefahren. Allein von Witten Heven Dorf war ich bis Bochum Hbf bzw. Bochum Rathaus etwa 50 Minuten unterwegs. Jedoch fahre ich jeden Tag mit der U35 morgens von Herne Bf zur Ruhr-Universität und mittags zurück und brauche da nur 25 Minuten. Die Fahrzeit von Bochum Rathaus bzw. Bochum Hbf zur Ruhr-Uni mit der U35 beträgt gerade mal 11 Minuten von Bochum Rathaus bzw. 9 Minuten von Bochum Hbf aus. Wenn du die Strecke gut von Bochum Hustadt nach Witten-Heven weiterverlängerst, dann würdest du also dafür sorgen, dass die U35 bestenfalls zwischen 20 und 25 Minuten von Witten-Heven ins Bochumer Stadtzentrum benötigt. Die U35 wäre also mindestens doppelt so schnell zwischen Bochum und Witten-Heven als die SL 310. Und Bochum ist ein Oberzentrum, sodass dorthin eine hohe Nachfrage von Witten aus besteht.

        1. Würde es ja auch nicht. Du kannst die U35 ja über Witten Hbf weiter nach Witten-Annen führen und die U35 in Witten-Heven verzweigen lassen, sodass dann eine neue U34 oder U36 von Bochum-Riemke über Witten-Heven nach Herbede (ca. 13100 Einwohner) fahren kann. Die U34 bzw. U36 ersetzt dann die Fahrtenpaare der heutigen U35 zwischen Riemke Markt und Ruhr-Universität.

          Wie gesagt, Witten ist zwar Großstadt, aber höchstens Mittelzentrum. Bochum ist dagegen Oberzentrum. Entsprechend dürften sich die Herbeder bestimmt über einen guten Anschluss ans Stadtbahnnetz nach Bochum freuen. Immerhin ist Bochum das Oberzentrum für Herbede.

          1. Eine Stadtbahn mit Hochbahnsteigen und vollständig abgetrennten Bahnkörpern für Herbede entspricht überhaupt nicht meiner Vorstellung. Das würde ich für maßlos übertrieben halten.

            Du magst zwar insofern Recht haben, dass Bochum das Oberzentrum für Herbede ist, aber um dieses auf der Schiene erreichbar zu machen, würde ich eher einen Lückenschluss zu dieser Strecke vorschlagen. Die verlinkte Linie könnte dann bis Herbede Mitte fahren, während die Linie aus Witten, wie auch Fabi empfahl, zum Hardensteiner Weg fahren könnte.

            Voraussetzung wäre natürlich die Errichtung der Linie aus Witten, denn nur so könnte Herbede (ein Stadtteil von Witten!) von dort aus ans Straßenbahnnetz angeschlossen werden. Es kann wohl kaum erwartet werden, dass die Stadt Witten sich am Bau einer Strecke beteiligen würde, deren Fahrgäste nicht ins eigene Stadtzentrum kommen könnte. Kaufkraft würden aus Witten abfließen und dadurch Umsatzsteuern veloren gehen. Keine Stadt sollte Geld investieren, um eine solche Entwicklung zu fördern.

            Ich möchte aber auch noch betonen, dass ich diese Vorschlag nur gemacht habe, um einen Gegenentwurf zu einem deiner Vorschläge darzustellen. Tatsächlich halte ich selbst nicht viel von der Idee einer U35-Verlängerung nach Witten, weil sie dort die Straßenbahn in Frage stellen würde. Einzig durch eine Verlängerung und Verbindung über die Trasse der Rheinischen Bahn zur Dortmunder Stadtbahn (etwa zu dieser Linie), wäre sie zu rechtfertigen, sofern die Stadtbahnen in Dortmund und Bochum kompatibel sind, was ich vermute. Eine durchgehende Linie von Dortmund über Witten nach Bochum könnte nur in Normalspur erfolgen, während eine Teilstrecke auf der Rheinischen Bahn von Witten aus auch in Meterspur errichtet werden könnte und damit kein Argument für eine Verlängerung der U35 liefern würde.

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