22 Kommentare zu “BN: Rheintunnel Bonn

  1. Schon an der Rampenlänge kann man erkennen, dass dieser Tunnel mit Güterverkehr nichts zu tun haben wird. Auf 300m Länge können die schweren Güterzüge die auf den Rheinstrecken fahren wohl auch nur ~3m Höhenunterschied überwältigen (je nach Überdeckung des Tunnels könnten selbst Personenzüge hier an ihre Grenzen kommen). Die 20m Gesamthöhenunterschied bis zum Rheinboden brauchen dementsprechend noch deutlich mehr Strecke. Der hauptsächliche Grund warum noch niemand eine Alternativstrecke zum Rheintal gebaut hat sind die extrem geringen Steigungen entlang dieser Route.

    Aber gehen wir doch mal davon aus, dass dieser Tunnel mit deutlich längeren Tunnelrampen tatsächlich gebaut wurde:

    Im Regionalverkehr sollten einige Linien verlegt werden um somit das Netz zu bessern. Ein Regionalexpress vom Hauptbahnhof nach Beul und Troisdorf direkt zum Flughafen könnte entstehen. Dieser hätte eine kürzere Fahrzeit als die S-Bahn.

    Am Flughafen sollen in Zukunft (mehrere?) Regionalexpresse enden (dort soll sogar eine neue Wendeanlage gebaut werden), ich würde diese einfach verlängern.

    Die Strecken im Rheintal sind vom Güterverkehr sehr belastet. Vor allem die rechtsrheinische Strecke muss entlastet werden. Deshalb bietet sich hier die Möglichkeit zwischen den beiden Strecken zu wechseln. Im Raum Köln ist der linksrheinische Teil stärker mit Industrie ausgestattet. Dadurch können Züge auf der rechtsrheinischen strecke bereits bevor sie Köln erreichen nach links zum rheinischen Braunkohlegebiet oder Richtung Aachen. Dies führt zu einer Entlastung des Güterverkehrs in Köln.

    Alternativen hier wären bspw. eine südliche Güterzugumgehung für Köln oder eine neue Rheinbrücke zwischen den beiden Städten (ist ja für Stadtbahn und Autobahn jeweils bereits geplant). Beide hätten vermutlich nicht nur geringere Steigungen, sondern wären auch günstiger Umzusetzen als ein Tunnel unter der Stadt.

    Mit dem Ausbauplan der S-Bahn Köln verfügt Bonn bald über 3 S-Bahn Linien. Diese werden durch den Rheintunnel bereichert. Die S13, welche in Bonn-Oberkastel enden würde, verkehrt dann durch den Tunnel zum Bonner Hauptbahnhof (selbe Fahrzeit). Die S17 verkehrt nach wie vor linksrheinisch bis Bonn Mehlem. Die S 23 benützt ebenfalls den Rheintunnel und gelangt nach Bonn-Oberkastel. eine eigene Linie für Bonn von Bonn Duisdorf bis Bad Honnef wäre möglich. Dadurch entstehen folgende Verbesserungen:

    • Das linksrheinische Bonn wird nun auch per s_bahn mit dem rechtsrheinischen Bonn verbunden
    • Direkte Verbindung vom Hauptbahnhof zum Flughafen (S13)
    • Bessere Verknüpfung zwischen S-Bahn und Stadt- bzw Straßenbahn.

    Ich frage mich ja, ob es nicht sinnvoll wäre noch einen Abzweig des Tunnels Richtung Bonn Mehlem zu bauen/vorzubereiten? Dann könnte man nicht nur den Güterverkehr noch flexibler handhaben, sondern auch langfristig die S-Bahn besser aufstellen indem weitere Verbindungen wie Bonn-Mehlem – Flughafen ermöglicht werden.

  2. Generell ist Dein Vorschlag eine interessante Idee. Im Personenverkehr werden damit interessante neue Verbindungen möglich und man könnte einige Linien, die in den aktuellen Planungen – weil weil Bonn Hbf- Bonn Mehlem dicht ist – von Norden kommend in Bonn Hbf enden sollen,  sinnvoll verlängern.

    Die Strecken im Rheintal sind vom Güterverkehr sehr belastet. Vor allem die rechtsrheinische Strecke muss entlastet werden. Deshalb bietet sich hier die Möglichkeit zwischen den beiden Strecken zu wechseln.

    Das bringt gar nichts. Beide Rheinstrecken sind stark ausgelastet. Der Güterverkehr tummelt sich nur deshalb hauptsächlich auf der rechten Rheinseite, weil linksrheinisch der Fernverkehr unterwegs ist und entsprechend Trassen belegt. Mit Deinem Vorschlag könnte man zwar theoretisch sowohl den Fernverkehr als auch den Güterverkehr auf die jeweils andere Rheinseite schicken, aber was soll das bringen?

    Vorteile sehe ich allenfalls in der höheren Flexibilität bei Baustellen und Störungen. Aber ob es sich dafür lohnt den Tunnel auch für Güterverkehr auszulegen? Das würde erhebliche Mehrkosten verursachen (siehe den Kommentar von Jan_Lukas). Ich würde es deshalb bei steileren Rampen für Personenzüge belassen.

    1. Hi cs,

      Ich habe den Vorschlag nun aktualisiert, da ich etwas über die S13 gehört hatte und da an diesen Vorschlag denken musste.

      1. Folgende Fahrzeitveränderungen ergeben sich:

      Von Bonn Endenich-Nord (für alle Hst. der Voreifelbahn) …

      … nach Hennef aktuell 50 Minuten, zukünftig 27 Minuten => – 23 Minuten

      … nach BN-Beul aktuell 24 Minuten, zukünftig 8 Minuten => – 16 Minuten

      Von Bonn Oberkassel…

      … zum Hauptbahnhof aktuell 18 Minuten (Oberkassel-Nord), zukünftig 7 Minuten => – 11 Minuten

      … nach Roisdorf aktuell 31 Minuten (Oberkassel-Nord), zukünftig 12 Minuten => – 19 Minuten

      weil Bonn Hbf- Bonn Mehlem dicht ist

      Das ist auch ein großes Problem im Schienennetz von Bonn. Diese Relation hätte als S-Bahn bestimmt einen T10 sowie weitere Halte verdient, was die Kapazität aber nicht zulässt. Viergleisig ausbauen geht wohl nicht und ein kompletter Tunnel nach Mehlem wäre zu teuer.

      Aber ob es sich dafür lohnt den Tunnel auch für Güterverkehr auszulegen?

      Der Vorschlag ist nun rein für den Personenverkehr. Ihr habt recht. Diese Mega Rampen kriegt man nicht unter.

      Was hältst du von dem Linienkonzept?

      Viele Grüße, Geomaus007

    1. Hast du diesen Vorschlag schon gesehen. Für die S-Bahn Kurve braüchte man halt einen neuen Bahnsteig. Im T20 müsste das eingleisig funktionieren. Es wird nicht ganz einfach, ich halte das aber für machbar. Worin siehst du die Hürden?

      1. Wenn dein Vorschlag auf einem anderen aufbaut, wäre es sinnvoll, ihn auch in der Beschreibung zu erwähnen und zu verlinken.

        Diese Kurve wäre verhältnismäßig einfach zu errichten.
        Das „Problem“ besteht darin, dass die Strecke bereits vor dem Bahnhof Friedrich-Wilhelms-Hütte ausfädeln muss und an dieser Verbindungskurve einen zusätzlichen Bahnsteig braucht, wohingegen in der Beschreibung steht, dass die Verbindungskurve erst ab dieser Station beginnen soll.

    1. Das wären die Mittelpunkte der Kurven, um die Radien nachzumessen. Der Mindestradius von 180m ist natürlich eingehalten. Deinem Ordnungssinn zu Liebe kann ich sie natürlich gerne entfernen. Wollte nur kurz darauf hinweisen für was sie gedacht wären 😉

  3. Bonn ist die mit Abstand größte deutsche Stadt am Rhein ohne eine Querungsmöglichkeit für Eisenbahnen. Dies sollte sich mit diesem Vorschlag ändern. Dadurch wächst die ehm. Hauptstadt nicht nur zusammen, sondern das gesamte Umland. Somit bekommt der Bonner Hauptbahnhof mehr Bedeutung.

     

    Die SWB fährt doch nach Siegburg DB und Bad Honnef. Die Linien fahren eisenbahnähnlich ins Umland. Daher halte ich die Aussage, dass es in Bonn keine Querungsmöglichkeiten für Eisenbahnen über den Rhein gibt, für irreführend.

    Reicht es nicht, wenn BN-Beuel eine Direktanbindung zum Köln Bonn Airport erhält? (Was meines Wissens auch geplant ist)

    1. Die SWB fährt doch nach Siegburg DB und Bad Honnef. Die Linien fahren eisenbahnähnlich ins Umland. Daher halte ich die Aussage, dass es in Bonn keine Querungsmöglichkeiten für Eisenbahnen über den Rhein gibt, für irreführend.

      Die Eisenbahn ist in Deutschland alles was nach EBO betrieben wird, und in Bonn gibt es eben keine EBO-Strecke, die den Rhein überquert. Das zerschneidet die Stadt schon recht klar in links- und rechtsrheinisch, besonders da die Stadtbahn in der Stadt immer nur Abschnittsweise gut ausgebaut ist.

      Reicht es nicht, wenn BN-Beuel eine Direktanbindung zum Köln Bonn Airport erhält? (Was meines Wissens auch geplant ist)

      Die Anbindung an den Flughafen ist geplant und soll sogar recht bald nach der Generalsanierung der rechten Rheinstrecke schon in den Vorlaufbetrieb gehen. Aber es bleibt halt weiterhin so, dass das rechtsrheinische Bonn nur ans rechtsrheinische Köln angebunden ist, und das linksrheinische ans linksrheinische. Verbindungen wie UN-Campus <-> Flughafen brauchen weiterhin längere Fahrten mit der Stadtbahn welche natürlich eher auf den innerstädtischen Verkehr ausgerichtet ist, mit einer Rheinquerung der Eisenbahn ließe sich das verändern (dass genau diese Relation in genau diesem Vorschlag nicht möglich ist sei Mal dahingestellt).

      1. linksrheinische ans linksrheinische. Verbindungen wie UN-Campus <-> Flughafen brauchen weiterhin längere Fahrten mit der Stadtbahn welche natürlich eher auf den innerstädtischen Verkehr ausgerichtet ist, mit einer Rheinquerung der Eisenbahn ließe sich das verändern (dass genau diese Relation in genau diesem Vorschlag nicht möglich ist sei Mal dahingestellt).

        Die Verbindung zum UN-Campus, nach Bad Godesberg und Mehlem hat gewiss sehr großes Potential. Das große Problem ist jedoch die Kapazität. Im für 2040 geplanten Netz sollten da 3 S-Bahnen, 2 Fernzüge, 3 Regionalbahnen und 2 Güterzüge pro Stunde und Richtung verkehren. Das sind 10 Züge pro Stunde und Richtung. Genausogroß (10) ist die Anzahl der Bahnübergänge zwischen dem Hauptbahnhof und Bad Godesberg.

        Da nun der NRW Plan 2040 die Strecke an das Kapazitätsmaximum setzt (geschweige den der Bahnübergänge, die dann wohl fast gar nicht mehr aufgehen können) wäre sie für zusätzliche (rheinquerdende) Verbindungen nicht geeignet.
        Lessingstraße, 1, Südstadt, Bonn

        Für eine Viergleisigkeit müsste man meist in die Tiefe (siehe Bild). An der Oberfläche fehlt der Platz. Ein (S-Bahn) Tunnel bis zum UN Campus sowie ab Weststraße/Germanenstraße nach Bonn-Mehlem müsste her. Ich denke einfach eine Verbindungskurve bauen und die dann auf eine zweigleisige Strecke mit dann mind. 13 Zügen pro Stunde und Richtung inklusive vielen BÜs zu leiten ist betrieblich nicht möglich.

        Sehr schwierig wird es in Bad Godesberg im Bereich der Bürgerstraße (und Plittersdorfer Str.):

        +1 zweigleisige Bahnstrecke, kein Platz für Viergleisigkeit

        =0 Bürgerstraße (quert)

        -1 Stadtbahn (quert)

        -2 Bad Godesberger Straßentunnel (quert)

        Da bleibt nur Ebene -3 (sehr tiefer Bahnhof in Bad Godesberg, lange Umstiegswege, sehr lange Tunnelrampen) oder der Abriss von bestehenden Gebäuden.

        Wie siehst du das ganze? Den hohen Bedarf der Verbindung sehe ich genau wie du, die große Frage ist nur, wie man die Kapazitätsschwierigkeiten meistert.

        1. Die linke Rheinstrecke in Bonn ist eine der Stellen, wo man jetzt beginnen sollte möglichst viele Grundstücke anzukaufen, damit man in der mittleren bis fernen Zukunft einzelne weitere Grundstücke enteignet und dann oberirdisch, am besten auf einem Damm, in Ebene +1, ausbaut. Die Bahnübergänge lösen sich dann durch die erhöhte Lage von selbst auf.

          Obwohl da keine Tunnel involviert sind wäre man vom Ausmaß aber trotzdem wahrscheinlich bei einem Bonn 21-Projekt. Um die sehr geringen Steigungen für Güterzüge beizubehalten müsste man wahrscheinlich den Bonner Hbf ebenfalls mindestens eine halbe Ebene höher legen.

           

          Alternativ könnte ich mir einen GV+FV-Tunnel unter dem Bonner Stadtgebiet denken. Einzige unterirdische Station wäre am Hbf, an allen anderen Stellen spart man sich den Aufwand und die Nachteile für die Reisenden lieber. Probleme wie in Bad-Godesberg kann man umgehen, da die Trasse freier wählbar ist. Fluchtweg wären hier hauptsächlich Übergänge zur zweiten Tunnelröhre statt richtigen Zugängen alle paar hundert Meter.

          Für die Bahnübergänge muss man individuelle Lösungen finden. Da Regionalzüge größere Steigungen schaffen könnte man hier deutlich einfacher die Bahnstrecke auf einen Damm verlegen.

      2. Verbindungen wie UN-Campus <-> Flughafen brauchen weiterhin längere Fahrten mit der Stadtbahn welche natürlich eher auf den innerstädtischen Verkehr ausgerichtet ist, mit einer Rheinquerung der Eisenbahn ließe sich das verändern (dass genau diese Relation in genau diesem Vorschlag nicht möglich ist sei Mal dahingestellt)

         

        Eben. Wenn man so viel Geld für eine Rheinquerung in die Hand nimmt, erwartet man auch, dass alle Probleme gelöst würden, wie zB das von dir benannte.

        Wäre deine Route Gegenstand einer EBO-Rheinquerung, würde sich aber wiederum die Frage stellen, ob von Bonn Hbf und Bonn-Oberkassel ebenfalls attraktive Takte nach Köln Bonn Airport machbar wären – wenn alleine schon S-Bahnen nach UN-Campus+Godesberg(+Mehlem+Remagen) einige Trasse verbraten. Die (im Raum Bonn) rein rechtsrheinisch verkehrende S-Bahnlinie (also von Köln nach Bonn-Oberkassel) möchte man dann auch noch irgendwo unterbringen – sowie natürlich die S-Bahn, die von Köln nach Siegburg und Hennef fährt. Klar kann man einige Züge über Porz (Rhein) schicken, man kann auch Züge teilen, Takte der einzelnen Verbindungen ausdünnen, die Kölner S-Bahn-Stammstrecke soll meines Wissens viergleisig ausgebaut werden – aber haut das so alles hin? Fällt eine der genannten Direktverbindungen doch weg, so steht das ganze Projekt in Frage.

        Ganz ehrlich, wäre eine solche Rheinquerung, ca. 20 km südlich vom Bahnknoten Köln, nicht eher Segen als Fluch? Macht es das nicht viel zu unübersichtlich – Stichworte Fahrplangestaltung, Hinketakt, Fahrsstraßenausschlüsse…

        Sollte man nicht lieber die Stadtbahn abschnittsweise ausbauen, damit sie ihren teils s-bahnähnlichen Aufgaben besser gerecht wird und schneller fährt? Die systembedingten Vorteile der SWB gegenüber der DB (Taktdichte, Erschließungswirkung, Zuverlässigkeit) sind ja auch nicht wegzudiskutieren. Deswegen erwähnte ich auch die Stadtbahn – sie ist halt schon da und verringert den Spielraum, eine volkswirtschaftlich sinnvolle EBO-Eisenbahnquerung zu projektieren, ganz erheblich.

        Und gleichzeitig die links- und rechtsrheinischen Nahverkehrszüge weiterhin voneinander trennen. Dann weiß man in Oberkassel -> hier geht es nach Beuel. Und in Mehlem, hier geht es nach Godesberg und Hauptbahnhof. Punkt.

        Diese Kurverei über teure Tunnels (kurz vor dem wichtigen Ziel Köln wohlgemerkt), die drölfzig Direktverbindungen von hüben nach drüben – weder wäre das intuitiv für die Fahrgäste, noch betrieblich sinnvoll.

        1. Du denkst dir schlechte Betriebsmuster aus und versuchst dann anhand dieser die Brücke selbst in Frage zu stellen?

          So wie dieser Vorschlag aussieht, gäbe es an allen drei Enden des Tunnels eigene S-Bahngleise. Auch auf diesen kann man natürlich nicht einfach beliebige Trassen nehmen, es ist aber deutlich weniger kritisch als auf den jeweiligen Fernbahnen.

          Für ein Betriebskonzept würde ich Folgendes zu Grunde legen: es bleibt je eine rein rechts- bzw. linksrheinische Verbindung bestehen. Der Hauptbahnhof soll eine Direktverbindung zum Flughafen kriegen, keine Linie soll von Norden kommend im Hbf enden. Das lässt sich gut wie folgt unsetzen:

          • Die S13 und S17 bedienen jeweils die Relation auf der eigenen Rheinhälfte
          • Die S23 (die ja elektrifiziert und auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet wird) wird zum Flughafen verlängert
          • Falls auf den leider größtenteils nur eingleisig geplanten S-Bahnstrecken in Bonn Kapazitäten übrig sind, kann man weitere Linien einführen oder im Takt verdichten
          • Eventuell kann man den RE6 zu den Halten Troisdorf, Bonn-Beuel und Bonn Hbf verlängern, das aber nur falls man da eine gute Trasse findet

          Was daran jetzt unübersichtlich oder ein Fluch sein soll verstehe ich nicht. Den Abzweig vom Tunnel Richtung Oberkassel habe ich absichtlich ignoriert, da ich diese Verbindung für unwichtig empfinde.

          Die Stadtbahn mehr auszubauen halte ich natürlich für sinnvoll, aber selbst wenn man hier alle Strecken auf U-Bahnstandard bringt, wird das die Reisezeiten nicht auf S-Bahn-Niveau senken, einfach weil die S-Bahn deutlich weniger Halte bedient. Und auch das Umsteigen zwischen Stadt- und Eisenbahn dauert immer etwas länger wenn man pünktlich sein will, da auch Stadtbahnen gerne Mal ein paar Minuten zu spät kommen (nur die ewigen Verspätungen wie bei der DB sind hier äußerst selten).

          1. Betriebskonzept sieht gut aus. S23 als Ost-West-S-Bahn durch Bonn finde ich gut.

            Ein weiterer Vorteil wäre natürlich auch, dass Troisdorf besser mit Bonn verbunden wird.

            Die Verbindung (Flughafen -) Beuel – UN-Campus siehst du, wenn ich es richtig verstanden habe, aber doch nicht vor? Oder nur, wenn eine Verbindungskurve nach Süden errichtet wird?

            Abzweig von Tunnel Richtung Oberkassel sollte in der Tat unnötig sein aufgrund der Stadtbahn über Rheinaue.

          2. allen drei Enden des Tunnels eigene S-Bahngleise.

            Vollkommend richtig! Ich kann mir aber vorstellen auch einen Regionalexpress (T60) durch den Tunnel fahren zu lassen. Dieser würde aber nicht zum Betriebschaos führen. da gibt es im Rheinland ganz andere stellen als ein S-Bahn Tunnel im T10, auf dem noch eine RE im T60 verkehrt.

            Ich habe mal deinen Linienvorschlag als Liniennetz erstellt:

            Das die S23 auf einen T10 verdichtet und elektrifiziert wid ist Teil der offiziellen Planung. Das habe ich für diesen Vorschlag als gegeben hingenommen.
            S-Bahn-K-ln-Zielnetz-2030-3

            auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet wird) wird zum Flughafen verlängert

            Ein T10 zum Flughafen wäre übertrieben. Mit der S13 hätte man dann einen T5/5/10 bzw. T6/6/7. So viele wollen nicht zum Flughafen. Ein T10 reicht vollkommend aus.

            Wenn man nun nur im T20 zum Flughafen fährt, so stellt sich die Frage, was man mit dem restlichen T20 macht. Durch den Rheintunnel würde ich sie auf jeden Fall schicken. Es bieten sich folgende Endpunkte an:

            • BN-Oberkassel (Neue Verbindung)
            • BN-Beul (Umstieg zum Regionalverkehr + Tram)
            • BN-Villich (Umstieg zur SWB Linie 66)
            • Troisdorf  (Umstieg zur S- und Regionalbahn)
            • Siegburg (Neue Verbindung + Umstieg zu Fern-, S- und Regionalbahn)
            • Hennef/Sieg (Neue Direktverbindung, SWB fährt derzeit nicht dort hin)

            Den Abzweig vom Tunnel Richtung Oberkassel habe ich absichtlich ignoriert, da ich diese Verbindung für unwichtig empfinde.

            Das kann ich verstehen. Am Liebsten würde ich die S-bahn bis nach Bad Honnef führen, was die Kapazität aber nicht zulässt. Aber stattdessen gibt es da die RB 27. Diese sollte laut D-Takt nur in der HVZ über Bonn hinaus verkehren und sonst in Bonn-Beul enden. Diese kann man doch einfach stattdessen am Hauptbahnhof enden lassen und in der HVZ nach Köln linksrheinsch verlängern.

            Die Stadtbahn mehr auszubauen halte ich natürlich für sinnvoll, … kommen (nur die ewigen Verspätungen wie bei der DB sind hier äußerst selten).

            Vollkommende Zustimmung! Dadurch, dass die S-Bahn eigene Gleise besitzt dürfte sich die Verspätungsanfällugkeit aber auch im Rahmen halten.

            VG Geomaus007

            1. Oder die S23 (oder S1x) fährt alle 10 Minuten von Voreifelbahn über BN Hbf, Beuel, Porz-Wahn und Köln Bonn nach Köln Stadt (und ggf weiter).

              Ramersdorf und Oberkassel erhalten dafür eine S-Bahnline im T20, die über Beuel, Porz-Wahn und Porz (Rhein) nach Köln Stadt (und ggf weiter) fährt.

              So gäbe es mehr S-Bahnen zwischen Köln Stadt und Porz (Rhein). Das halte ich für deutlich wünschenswerter als eine S-Bahn-Direktverbindung zwischen Bonn und Siegburg – genau dafür gibt es die SWB.

              Aus Richtung Bonn gäbe es dafür nach Troisdorf und Porz (Rhein) bessere Verbindungen – diese Orte können die S-Bahnen nach Bonn besser gebrauchen als Siegburg.

               

              Nachteilig wäre der Entfall der S-Bahn-Direktverbindung zwischen Oberkassel bzw Ramersdorf und Köln Bonn Flughafen. Fahrgäste hätten aber in Beuel, Troisdorf oder Porz-Wahn gute Umsteigemöglichkeiten zum Flughafen.

              1. So gäbe es mehr S-Bahnen zwischen Köln Stadt und Porz (Rhein). Das halte ich für deutlich wünschenswerter als eine S-Bahn-Direktverbindung zwischen Bonn und Siegburg – genau dafür gibt es die SWB.

                Bonn-Siegburg sehe ich genauso.
                Aber Hennef ist aktuell nicht umsteigefrei an Bonn angebunden und die hier vorgesehene Direktverbindung gefällt mir sehr.
                Ich würde sogar einen Schritt weiter gehen und zumindest in der HVZ die Linie noch weiter ins Siegtal verlängern (z.B. Eitorf).

                Aus Hennef gibt es (Stand 2024) mehr Pendler nach Bonn als nach Köln (3482 vs. 3465).

                1. Auf der Relation Bonn-Siegburg punktet oftmals die Stadtbahn. Natürlich gibt es neben dem Troisdorfer Süden (Friedrich-Wilhelms Hütte) und Menden auch in Bonn Stadtteile, die keine Stadtbahn besitzen. Entlang der Voreifelbahn wohnen mit Endenich (15 Tsd.), Hardtberg (35 Tsd.), Alfter (24 Tsd.), Meckenheim (25 Tsd.) und Rheinbach (27 Tsd.) auch viele, die keine Stadtbahn haben und hier die S-Bahn wählen würden, insbesondere wenn sie zum Fernverkehr oder auf die Siegbhn wollen. Ganz ungenutzt wäre die Verbinung Bonn-Siegburg damit nicht. Richtig lohnt sie sich erst aber mit der Verbindung nach Hennef. Die derzeitigen 40 Minuten zum Hauptbahnhof mit Umstieg sind kein guter Zustand.

                  Ich würde sogar einen Schritt weiter gehen und zumindest in der HVZ die Linie noch weiter ins Siegtal verlängern (z.B. Eitorf).

                  Dazu müsste die Siegstrecke ENDLICH zweigleisig sein. Man kann nur hoffen, dass es bald so weit ist! In Eitdorf gibt es 664 Pendler nach Bonn. Aber auch die 1.318 Pendler nach Hennef und Siegburg würden sich über ein größeres Angebot freuen. Den ganzen Tag über T20 bis Eitdorf halte ich aber für übertrieben.

                  Toll übrigens, dass du auch den Pendleratlas nutzt 🙂

          3. Die Stadtbahn mehr auszubauen halte ich natürlich für sinnvoll, aber selbst wenn man hier alle Strecken auf U-Bahnstandard bringt, wird das die Reisezeiten nicht auf S-Bahn-Niveau senken, einfach weil die S-Bahn deutlich weniger Halte bedient.

            Ich habe mir mal die Reisezeiten im Nahverkehrsplan auf Seite 96 angekuckt. Da sieht man natürlich erstmal, das die Straßenbahn zwischen dem Quirinusplatz und der Kopenhagener Straße am langsamsten ist, was an der Führung im Straßenraum liegen dürfte. Doch auch die unterirdisch verkehrende Stadtbahn wird in Bad Godesberg durchschnittlich nicht schneller als 30km/h. Die S-Bahn ist durchschnittlich zwischen zwei Haltestellen im Raum Bonn immer schneller als 50 km/h, außer zwischen Duisdorf und Alfter wo sie knapp darunter liegt.

            Interessant wäre im Nahverkehrsplan auch die Frequentierung, welche auf Seite 91 dargestellt wird. Leider erlaubt die Auflösung hier nicht, die Daten genauer zu lesen. Weißt du vielleicht, wo ich das in besserer Auflösung finden kann?

  4. @Bueffel59

    Reicht es nicht, wenn BN-Beuel eine Direktanbindung zum Köln Bonn Airport erhält? (Was meines Wissens auch geplant ist)

    Nein, das reicht leider nicht, denn die Stadt Bonn liegt zu 4/5teln auf der linken Rheinseite – und von Stadtteilen wie Poppelsdorf/Endenich (wichtige Uni-Standorte), Hardthöhe (Bundesverteidigungsministerium), Venusberg (Universitätsklinikum), Gronau (Post- und Telekom Towers), Hochkreuz (UN-Campus) oder auch Heiderhof, Röttgen, Duisdorf und Tannenbusch aus ist der Beueler Bahnhof schlicht und einfach abgelegen und nur schlecht zu erreichen.

    Ich befürworte daher ausdrücklich den Grundgedanken von Geomaus‘ Planung, da ich hierfür einen verkehrlichen Bedarf erkenne, auch wenn ich mit den technischen Details der Planung nur wenig vertraut bin.

    1. Hi Giradet,

      Nein, das reicht leider nicht, denn die Stadt Bonn liegt zu 4/5teln auf der linken Rheinseite – und von Stadtteilen wie Poppelsdorf/Endenich (wichtige Uni-Standorte), Hardthöhe (Bundesverteidigungsministerium), Venusberg (Universitätsklinikum), Gronau (Post- und Telekom Towers), Hochkreuz (UN-Campus) oder auch Heiderhof, Röttgen, Duisdorf und Tannenbusch aus ist der Beueler Bahnhof schlicht und einfach abgelegen und nur schlecht zu erreichen.

      Volle Zustimmung! Ich habe selbst mal nachgerechnet: Es wohnen wirklich ganze 79-80 %, die linksrheinisch. Jetzt kommt halt noch dazu, dass bis auf Bornheim alle 8 Städte mit über 30.000 Einwohnern im Landkreis Rhein-Sieg rechtsrheinisch liegen.

      Ich befürworte daher ausdrücklich den Grundgedanken von Geomaus‘ Planung, da ich hierfür einen verkehrlichen Bedarf erkenne, auch wenn ich mit den technischen Details der Planung nur wenig vertraut bin.

      Vielen Dank! Was die Rheinquerung angeht, so wären maximal -50 Meter möglich. Ich denke, die nötige Tiefe wäre gegeben, kalkuliere sogar noch mit weniger, nämlich nur mit -30 Metern. Ich bin auch kein Fachmann im Tunnelbau. Dazu müsste man wohl die geologische Struktur in Bonn kennen, wo ich aber völlig überfragt bin. Ich habe mal sichergestellt das das „Bad“ in Bad godesberg nicht für Thermalquellen steht, welche in Aachen und Wiesbaden Tunnelprojekte fast unmöglich machen. In dieser Hinsicht müsste man keine Probleme haben.

      VG Geomaus

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