Bessere Anbindung Sylt

 

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Beschreibung des Vorschlags

Die Bahnverbindungen von Husum/Hamburg nach Sylt sind jetzt schon ausgelastet und mit dem neun Euro Ticket wird das ganze noch viel schlimmer werden. Deshalb möchte ich hier zum einen die kurzfristigen Verbesserungen während des neun Euro Tickets, aber auch die langfristigen Verbesserungen mit einer elektrifizierung vorstellen.

 

Während des 9 Euro Tickets

Fernverkehr

Zwischen Hamburg-Sylt sind alle Fernzüge mit Nahverkehrtickets nutzbar. Sonst keine Änderung

Regionalverkehr

Die RE 6 zwischen Hamburg-Sylt wird in den Sommerferien zwischen 8-18 Uhr auf einen 30 min Takt verdichtet. 

 

In absehbarer Zeit

Fernverkehr

Die einzelnen Züge von anderen Linien werden durch eine einheitliche Linie von Sylt nach Berlin/Frankfurt/Krefeld

Die Linie verkehrt zwischen Sylt und Hamburg im Sommer 2 mal pro Tag pro Ziel (Berlin/Frankfurt/Krefeld) und im Winter 1 mal am Tag pro Ziel so das ein 2/4 Stunden Takt zwischen Sylt-Hamburg entsteht. Der Linienverlauf nach Berlin verkehrt ganz normal über die Schnellfahrtstrecke Hamburg-Berlin und ergänz damit den EC, der Linienverlauf nach Frankfurt verkehrt über Hannover, Kassel und Marburg und der Linienverlauf nach Krefeld verkehrt über Bremen, Münster und Duisburg und bindet dann Krefeld neu an den Fernverkehr an. Ab Sylt wird dann zb. ab 7 nach Berlin, ab 9 nach Frankfurt, ab 11 nach Krefeld ab 13 wieder nach Berlin ab 15 nach Frankfurt und ab 17 nach Krefeld gefahren.

Regionalverkehr 

Der Sylt Shuttle Plus wird eingestellt und die RE 6 wird im Sommer zwischen Sylt-Hamburg und im Winter nur zwischen Husum-Hamburg auf einen 30 min Takt verdichtet. Ausserdem wird RE 74 alle 2 Stunden nach Niebüll verlängert, so Anschluss an Züge nach Esbjerg und weiter in den Norden von Dänemark besteht.

 

Elektrifizierung der Bahnstrecke

Die gesamte Bahnstrecke zwischen Elmshorn und Sylt wird elektrifiziert und für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 oder 200 km/h ausgebaut. 

Während der der Bauarbeiten die Abschnittsweise starten, wird der Regionalverkehr auf diesem Abschnitt eingestellt und nur der IC fährt hier, darf aber wieder mit Nahverkehrstickets genutzt werden. Zb zwischen Husum-Niebüll wird gebaut, die RE 6 fährt nur noch zwischen Hamburg-Husum sowie Niebüll und Sylt. Die einzige Ausnahme wird der Abschnitt Sylt-Niebüll sein wo die Züge dann alle in Niebüll enden und zwischen Niebüll-Sylt nur noch die RE 6 (eingleisig) fährt.

 

Nach der Elektrifizerung

Fernverkehr

Wenn die Elektrifizierung abgeschlossen ist , wird sich nichts an den Linien ändern ausser das jetzt anderen Fahrzeuge eingesetzt werden.

 

Nahverkehr

Hier gilt das gleiche wie im Fernverkehr.

 

Metadaten zu diesem Vorschlag

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18 Kommentare zu “Bessere Anbindung Sylt

  1. Deine kurzfristigen Maßnahmen sind leider zu kurzfristig, um sie zu ermöglichen: Für eine Verdopplung des Taktes wird man auf die Schnelle nicht genügend Personal auftreiben können.
    Dass die DB ausgerechnet in der Hochsaison, wo alle REs überfüllt sein werden, sich auf einen NV-Freigabe der ICs einlässt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Die ICs werden ja auch so schon recht voll sein.
    Die einzige realistische kurzfristige Maßnahme wäre, den RE6 (+RE60 am Wochenende) um ein paar Dostos zu verlängern.

    Zum längerfristigen: Wieso sollte die Bahn den Sylt Shuttle Plus einstellen? Das ist ja ein eigenwirtschaftlicher Fernverkehrszug, da hat das Land kein Wörtchen mitzureden.

    Eine Elektrifizierung ist bereits ebenfalls geplant.

    1. Man könnte die NV Freigabe auch selektiv für Pendler mit Wohnung oder Job auf Sylt realisieren, damit diese bei evtl Überlast in den Regionalzügen weiterhin zur Arbeit und nach Hause kommen.

      1. Auch da: Warum sollte die Bahn sich darauf einlassen? In der Ferienzeit werden die ICs nach Sylt doch auch so schon voll.

        Zudem wäre dies bezüglich des von der Verfassung geschütztem Gleichbehandlungsgrundsatz schwierig, wenn manche Leute mit dem selben Ticket ein Upgrade in den IC bekommen, andere jedoch nicht.

        1. Weil die Bahn dem Staat gehört und der Besitzer sowas nunmal bestimmen kann, wenn er es denn bezahlt.
          Das dient dann auch nicht der absichtlichen Ungleichbehandlung sondern einfach der Sicherstellung von Wegerecht und Grundversorgung. Sylt ist hier ein Sonderfall, weil keine Straße auf die Insel führt und somit alle Fußgänger, wie Radfahrer, wie Autofahrer die Bahn nehmen müssen.
          Ansonsten müssten auch Anliegerstraßen und Straßen, die nur von bestimmten Berufsverkehren befahren werden dürfen verfassungswidrig sein.

          1. Weil die Bahn dem Staat gehört und der Besitzer sowas nunmal bestimmen kann

            Nicht ganz: Die DB ist ein privates Unternehmen, allerdings gehören dem Staat sämtliche Aktien. Möglicherweise wäre so etwas möglich, allerdings würde es sich um einen Präzedenzfall handeln, dessen Gerichtsverhandlung wohl erst nach Ende August abgeschlossen wäre.

            Ansonsten müssten auch Anliegerstraßen und Straßen, die nur von bestimmten Berufsverkehren befahren werden dürfen verfassungswidrig sein.

            Sehe ich genauso, zumindest sollten die Anlieger, die ja de facto eine Privatstraße haben, auch sämtliche Kosten der Straße tragen.

            Grundsätzlich kann aber auch nicht jede Straße eine „Anlieger frei“-Straße werden, wie ein Fall aus Erkrath zeigt.

            1. Da es bei Erreichbarkeit von Wohnort und Arbeitsplatz aber um Fragen der Aufrechterhaltung der Infrastruktur geht könnte der Staat erstmal machen und dann hinterher klären ob es erlaubt war, so wie es in der Pandemiebekämpfung ebenfalls gemacht wurde. Das Argument „Zu viele können nicht zur Arbeit kommen“ wurde ja bei Omikron auch erfolgreich eingesetzt um Maßnahmen zu rechtfertigen.
              Da der Staat diese Aktion ja sowieso bezahlen soll wäre es auch nicht schlimm wenn die Gerichtsverhandlung dann verloren würde, der Schaden würde der Bahn ja sowieso bezahlt und somit würde Gewinn oder Verlust der Verhandlung außer bei der Frage ob man das ganze beim nächsten 9€ Ticket nochmal wiederholen können sowieso keinen Unterschied mehr machen.
              Fakt ist die Leute müssen zur Arbeit kommen und wir haben hier einen Sonderfall wo die Strecke nunmal die einzige Anbindung ist, dementsprechend liegt es im Interesse der Touristen, dass die Arbeiter auch zum Arbeitsplatz kommen. Ähnliches gilt für Anwohner die auf dem Festland arbeiten auch hier muss die Infrastruktur am laufen gehalten werden, damit es fair bleibt könnte man diese Sonderregelung ja auf Erstwohnsitze beschränken.
               

    2. Das klingt gut.

      Fernverkehrszug??? Der Sylt Shuttle Plus ist eher eine RB die nur für Leute Sinn macht die mit dem Auto nach Niebüll fahren und von dort weiter. Allerdings ist der Zug meistens leer da man entweder mit dem Flugzeug oder dem zug aus Hamburg nach Sylt kommt.

        1. Was wäre wenn man nur den Sylt Shuttle Plus ggf anwohner- und arbeiterbeschränkt für den Nahverkehr freigibt nicht aber die ICs?
          Der Sylt Shuttle Plus rechnet sich ja nicht wegen der Ticketeinnahmen sondern weil er einen Trick darstellt um der DB mehr Autozug Trassen zu sichern. Auf die Art könnte man einen Schildbürgerstreich in einen Anwohner- und Arbeiterservice verwandeln.

          1. Zum einen wird es auch hier noch schwierig, so kurzfristig den NAH.SH von dieser Idee zu überzeugen und dann müsste der NAH.SH ja auch noch mit der DB verhandeln. Das wird in dieser kurzen Zeit unmöglich, sofern du nicht zufälligerweise gute Kontakte hast.

            Auch eine Beschränkung auf Pendler wäre rechtlich wackelig, da ja letztlich jeder das gleiche Ticket hat. Mit dem 9€-Ticket kann man ja sämtliche NV-Züge Deutschlands nutzen. Entweder ein Zug hat eine NV-Freigabe, oder er hat keine NV-Freigabe.

            1. Gut, dass der Sylt Shuttle Plus jetzt für das 9€ Ticket freigegeben ist, das ändert aber nichts an meiner rechtlichen Einschätzung.

              Im Falle von Sylt wäre es rechtlich eben nicht wackelig, weil wir hier eine Sondersituation haben, dass die Insel nur per Bahn erreichbar ist und einige Personen zwingend einen Platz bekommen müssen um die Infrastruktur aufrecht zu erhalten.

              Habt ihr denn nicht mitbekommen, wie gerade in Omikron Welle immer wieder Maßnahmen erfolgreich mit dem Infrastruktur Argument durchgesetzt wurden. Man hatte argumentiert, dass zu viele Leute wegen Krankheit gleichzeitig ausfallen würden und deswegen unbedingt Maßnahmen notwendig sind, auch wenn wegen der weniger gefährlichen Omikron Variante keine Überlastung der Intensivstationen mehr droht.

              Also kann man im besonderen Fall einer nur auf dem Schienenweg erreichbaren Insel ebenfalls argumentieren, dass bei Überfüllung der Züge zu viele Arbeiter nicht zur Arbeit kämen und deswegen unbedingt Zusatzleistungen nur für Anwohner und Arbeiter nötig wären.

              Wirklich rechtlich wackelig ist, dass DB Fernverkehr meint das 9€ Ticket in IC Züge die eine RE Nummer haben nicht anerkennen zu müssen.

               

              1. Bezüglich Corona: Da wurden ja Gesetze beschlossen, nicht lediglich Verträge (mit DB Fernverkehr), wie es hier der Fall wäre Meines Wissens nach galten diese aber für die gesamte Bevölkerung, nicht nur für einzelne Mitarbeiter.

                Wirklich rechtlich wackelig ist, dass DB Fernverkehr meint das 9€ Ticket in IC Züge die eine RE Nummer haben nicht anerkennen zu müssen.

                Wahrscheinlich wurde vertraglich geregelt, welche Tickets explizit in den ICs gültig sind. Im Vertrag ist das 9€-Ticket ja nicht enthalten.

  2. Die Bahnverbindungen von Husum/Hamburg nach Sylt sind jetzt schon ausgelastet und mit dem neun Euro Ticket wird das ganze noch viel schlimmer werden.

    Warum glaubst du, dass die Auslastung so viel höher sein wird? Wenn die Fahrzeit von Hamburg nach Sylt bei gut 3 Stunden liegt, ist das für Tagestouristen, die außerhalb von Schleswig Holstein leben, unattraktiv. Und wer bislang nicht nach Sylt fährt, wird das wegen der Übernachtungskosten meiden, nicht wegen der Fahrtkosten. Bleiben also Personen, die in Schleswig Holstein leben oder anderswo Urlaub machen. Hier gilt, dass die Fahrpreise bereits ohne 9 Euro Ticket recht gering waren, ich glaube also nicht, dass sich die Zahl der Reisenden nennenswert erhöhen wird. Abgesehen davon hat Baum schon sehr gut ausgeführt, warum diese Planungen unmöglich sind.

     

    Die einzelnen Züge von anderen Linien werden durch eine einheitliche Linie von Sylt nach Berlin/Frankfurt/Krefeld

    Könntest du bitte mal erläutern, wie du um alles in der Welt auf Krefeld als Ziel kommst? Das hat weder aktuell noch im D-Takt eine Direktverbindung nach Krefeld und braucht es mMn auch nicht, Sylt ist ja doch ein eher hochpreisiges Urlaubsdomizil und Krefeld meiner Einschätzung nach weder groß noch wirtschaftsstark genug, um eine Direktverbindung zu rechtfertigen.

     

    Der Sylt Shuttle Plus wird eingestellt und die RE 6 wird im Sommer zwischen Sylt-Hamburg und im Winter nur zwischen Husum-Hamburg auf einen 30 min Takt verdichtet.

    Im D-Takt fehlt der Halbstundentakt zwischen Itzehoe und Husum. Wird man sich was bei gedacht haben, da gehst du nur leider überhaupt nicht drauf ein. Aber ansonsten, kann man gerne machen.

     

    […] Höchstgeschwindigkeit von 160 oder 200 km/h […]

    Geht meiner Kenntnis nach wegen des Untergrundes nicht. Da solltest du ebenfalls drauf eingehen, gibt hier nämlich so weit ich weiß schon was dazu.

    1. Warum glaubst du, dass die Auslastung so viel höher sein wird? Wenn die Fahrzeit von Hamburg nach Sylt bei gut 3 Stunden liegt, ist das für Tagestouristen, die außerhalb von Schleswig Holstein leben, unattraktiv.

      Wenn man morgens losfahren und abends wieder zuhause sein will, hast du natürlich recht. Bei über 3 Stunden Fahrt wäre das kaum möglich.

      Viele Leute werden aber dorthin fahren wollen, um zu saufen und Party zu machen. Wenn man am Nachmittag oder Abend auf Sylt ankommt, kann man sich noch etwas an den Strand legen und die Insel anschauen. Dann wird die ganze Nacht durchgefeiert und mit dem ersten Zug zurückgefahren.

      Außerdem gibt es auch auf Sylt kostengüstige Übernachtungsmöglichkeiten. Ein Platz für ein kleines Zelt kostet auf dem Campingplatz knapp 10 Euro pro Nacht (in der Hauptsaison) . Durchaus bezahlbar.

      1. Wenn man morgens losfahren und abends wieder zuhause sein will, hast du natürlich recht. Bei über 3 Stunden Fahrt wäre das kaum möglich.

        Wieso eigentlich?
        Am Wochenende böte sich der RE60 um 7:30 ab Altona an, Ankunft auf Westerland um 10:05, täglich gibt es zudem noch den RE6 (7:40-10:35).

        Der letzte Zug von Westerland nach Altona fährt um 20:19, Ankunft ist 23:31. Am Wochenende ist der letzte Zug eine Stunde später.

        Für einen Tagesausflug wäre das doch durchaus ausreichend Zeit.

        1. Von Hamburg oder Schleswig-Holstein ist sicher auch ein Tagesausflug gut möglich.

          Eigentlich meinte ich aber weitere Strecken. Zum Beispiel von Berlin, Niedersachsen oder NRW nach Sylt. Da kommt man auf Fahrzeiten von 5 bis 6 Stunden nach Hannover und jeweils knapp 8 bis 9 Stunden nach Dortmund und Berlin. Ein klassischer Tagesausflug ist da schwierig bzw. nicht möglich.

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