Berlin: U5 und S-Bahn auf die Siemensbahn

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Beschreibung des Vorschlags

Ich schlage vor die U5 ab Hauptbahnhof über die Siemensbahn und im Falle einer westlichen Verlängerung dieser auch bis nach Hakenfelde zu verlängern:

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/08/siemensbahn-spandau-verlaengerung-tunnel-unterirdisch-gartenfeld-hakenfelde.html

Die S-Bahn und die U5 sollen die Trasse dabei gemeinsam benutzen, da es durchaus umsetzbar sein müsste, dass eine Großprofil U-Bahn auf S-Bahn Gleisen fährt (man bräuchte nur ausfahrbare Trittstufen).

Zunächst soll dafür eine Verbindung zwischen S-Bahn und U-Bahngleisen ab Hbf geschaffen werden und die U5 soll zwischen Berlin Hbf und Jungfernheide die S-Bahn Strecke nutzen.

Sollte es irgendwann eine U-Bahn zwischen Hbf und Jungfernheide über Turmstraße geben würde die U5 auf diesem Abschnitt ihre eigene Trasse haben.

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14 Kommentare zu “Berlin: U5 und S-Bahn auf die Siemensbahn

  1. Die Frage ist: Wozu. Den Lückenschluss zwischen Hauptbahnhof und Jungfernheide entlang exakt dieser Trasse wird die Straßenbahn übernehmen. Das wäre wieder ein teurer Parallelverkehr, sowohl mit Tram als auch mit S-Bahn. Definitiv eine teure Angelegenheit… 🙁

    1. Weil der Hauptbahnhof selbst mit der in Bau befindlichen U5 Verlängerung nur schlecht an das Berliner U-Bahnnetz angeschlossen sein wird und man selbst bei fertiggestelltem S21 Tunnel vom Hauptbahnhof aus bei Einfahrt von Norden nur nach Süden weg kommt.

      Als teuren Paralellverkehr würde ich das nicht bezeichnen sondern eher als Nutzung eines Streckenastes von 2 Linien annähernd kompatibler Systeme.

      Außerdem ergibt sich so die Möglichkeit einer späteren Verzweigung in ein weiteres Wohngebiet, welches man im Bereich Gartenfeld/Hakenfelde bauen kann.

      Berlin hat eine immense Wohnungsnot, neue Wohngebiete mit gutem ÖPNV Anschluss werden dringend benötigt.

      Der Lückenschluss zwischen Hauptbahnhof und Jungfernheide ist nicht Teil meines Vorschlages bezüglich dessen habe ich nur erwähnt, dass die Nutzung der Siemensbahn dann immer noch möglich wäre.

      Wenn die Tram den Stadtteil Moabit bedienen wird, dann nutzt die U5 eben dauerhaft die Gleise der S-Bahn um bis Jungfernheide zu kommen.

  2. U- und S-Bahn auf gleichen Gleisen fahren lassen zu wollen, dürfte äußerst schwierig werden. Die U-Bahnzüge müssten nicht nur über ausfahrbare Tritte verfügen, sie müssten auch nach EBO zugelassen werden.

    Haben die Stromschienen von U- und S-Bahn überhaupt die gleiche Höhe und den gleichen Abstand vom Gleis?

    1. Es ist technisch nicht möglich. Die beiden Stromschienen sind anders konstruiert, weshalb die Abnehmer nicht passen. Zudem würde die Achslast deutlich höher werden in jedem Zug, da man 2 Sicherungssysteme bräuchte. Aber auch baulich ist das nicht machbar, weil die U-Bahn entweder nicht aus dem Boden kommen kann oder am Nordring einfach kein Platz dafür wäre.

      1. Technisch nicht möglich hieß es auch in Karlsruhe, das ist für mich ein nettes Totschlagargument um Ideen plattzumachen ohne ernsthaft darüber nachzudenken.

        Da die Spannung passt müsste man nur noch einen Stromabnehmer kontruieren, der an beiden Stromschienen Strom bekommen kann, das zweite Sicherungssystem einbauen und auffahrbare Trittstufen nachrüsten.

        Die bauliche Verknüpfung wird direkt am Hauptbahnhof geschaffen und zwar zu den in Bau befindlichen S21 Gleisen.

        1. Du verstehst die Problematik offensichtlich nicht. Die Stromschienen sind unterschiedlich konstruiert. Daher gibt es 2 verscheidene Stromabnehmer. Die Spannung ist daher erstmal egal. Der Gedankengang, einen anderen Abnehmer zu bauen, ist zwar ganz nett, funktioniert nur nicht. Die S-Bahn hat hier nämlich eine einzigartige Besonderheit. So werden die Abnehmer auf vielen alten Brücken reingedrückt, weil die Stromschienen näher am Gleis liegen. Das kann der U-Bahnabnehmer nicht. Das ist aber nur ein Unterschied. Auch in der Form unterscheiden sie sich und der Lage. Daher passt das nicht zusammen.

          No way! Die U-Bahn kommt da nicht aus dem Boden und kann es auch gar nicht, weil die Bahnhofskontruktion darüber liegt. Zudem kann ein U-Bahntakt nicht zusätzlich auf dem Nordring fahren. Das passt nicht.

          1. Es spielt keine Rolle, was mit dem bisherigen Stromabnehmer möglicht ist und was nicht, ich habe ja schließlich geschrieben, dass es mir darum geht einen neuen Stromabnehmer zu konstruieren, der an beiden Stromschienen funktioniert.

            Es wird demnach nicht der bisherige U-Bahn Stromabnehmer verwendet sondern eine völlig Neuentwicklung (oder 2 Abnehmer, von denen der jeweils nicht benutzte einfährt).

            Die kommenden Tunnel für S-Bahn und die U-Bahn Tunnel bzw deren Bauvorleistung nach Norden liegen dicht beieinander zudem sehe ich nördlich des Hbf genug freie Fläche, die aktuell Teil der Baustelle ist.

            Gedacht hatte ich an einen 10 Minuten Takt der U5 und einen 10 Minuten Takt der S-Bahn auf der Siemensbahn.

  3. Die Tatsache, daß Berlin wohl die einzige Metropole mit U-Bahnnetz sein wird, in der der Hbf lediglich Endstation einer einzigen U-Bahnlinie ist, kann nicht nachvollzogen werden. Zumindest die tatsächliche Verknüpfung des Hbf’s mit dem U-Bahnnetz durch eine – durch Vorleistungen schon begonnene – Verbindung zur Turmstraße (U9) sollte unbedingt erfolgen. Wer bitteschön steigt am HbF aus der U-Bahn zeitaufwändig in die in der Invalidenstraße verkehrende Tram, um zur Turmstraße zu kommen ? Auch die attraktive Möglichkeit von der U9 /Turmstraße via U-Bahn zum Hbf zu gelangen, wäre durch diese Schließung der verbleibenden Lücke gegeben.

    1. Die u5 am HBF hat schon einen deutlichen Mehrwert. Wer heute nach Moabit will und mit der U5 anreist, muss am Alex umsteigen und dann nochmal am HBF. So entfällt der Abschnitt Alex – HBF mit der S-Bahn. Genau das ist der Hauptnutzen der U5, weil es dadurch die Knoten Alex und Friedrichstraße und natürlich auch die Bahnen dazwischen entlastet. Zudem werden Umstiegszwänge reduziert.
      Ein weiterer großer Nutzen liegt im Regional- und Fernverkehr im Tunnel. Damit müssen die U5 Nutzer nicht noch einmal umsteigen, sondern können durchfahren. Das hilft schon ungemein in der Fahrzeit und im Fahrkomofrt.
      Natürlich gibt es auch eine touristische Bedeutung, die von der City West aus kommt.

      Ich stimme aber mit dir überein, dass die U5 verlängert werden sollte. Allerdings muss dann die Straßenbahn durch Alt-Moabit geführt werden und nicht durch die Turmstraße. Das sehe ich leider nicht kommen.

  4. Sich in Berlin immer wieder mit den ideologisch motivierten Vorbehalten gegenüber allem was U-Bahn heißt, konfrontiert zu sehen, ist ein Trauerspiel. Auch Hamburg und München kennen Straßenbahn-Linien und forcieren dennoch weiterhin den U-Bahn-Bau !? Von anderen Metropolen in Europa ganz zu schweigen.

    1. Grüne Verkehrspolitik eben. Alles verbieten gegen das man Vorbehalte hat, aber keine Lösung schaffen. Fahrrad fahren ist eben nicht für jeden geeignet. Das sehen die anders. leider.

      1. Wieso verbieten? Zugegebenermaßen ist Hbf – Turmstraße tatsächlich U-Bahn-würdig, aber mit einer Straßenbahn kriegt man eben für einen Bruchteil der Kosten einen (wenn auch etwas geringeren aber dennoch) ähnlichen Nutzen. Zumal man ja auch immer noch die S21 als schnelle Verbindung aus dem Süden hat.

        1. Das „verbieten“ bezog sich nicht auf die U-Bahn. Es bezog sich eher auf den MIV. Sie schaffen bloß mit der Straßenbahn keinen wirklichen Ersatz für den eigenen PKW, denn die ist in der Regel langsamer als das eigene Auto. Dort muss ich nicht umsteigen und ständig anhalten, obwohl Vmax gleich ist. Zudem muss ich keine unangenehme Geräuche oder laute Fahrgäste ertragen und habe einen Sitzplatz. Daher steigen viele eben nicht auf Bus oder Straßenbahn um. Klar gibt es so gewisse Strecken, wo es Sinn ergibt diese durch eine Straßenbahn bedienen zu lassen. Dort greift dann auch ein Schnienenbonus, weil sie eben stabiler fährt und mehr Kapazität hat (ich denke da so an den M41 oder nach Steglitz). Wenn es aber darum geht von den Randbezirken in die Stadt zu kommen, brauch man Schnellbahnen wie S- und U-Bahn. Dagegen wehren sich die Linken und Grünen, weshalb nicht mal so eine Stadtrandsiedlung wie das MV einen U8 Anschluss bekommen soll. Klar kostet das mehr, aber es schafft mehr Kapazität und ist schneller. Die Lösung liegt nicht alleine im Ausbau der Straßenbahn und der Radwege. Das hat unser Senat leider nicht begriffen (evtl. die SPD schon).

          Die S21 bedient aber andere Regionen. Die U5 wenigstens bis Turmstraße wäre sehr sinnvoll. Man muss ja keine Fortführung bis Jungfernheide anstreben. Man kann die U5 ja auch an der Turmstraße enden lassen oder führt sie nach Westend. Deswegen empfinde ich den Straßenbahnbau in der Turmstraße als politisch motviert. Die Straße Alt-Moabit wäre geeigneter aus meiner Sicht. So verhindert man aber aktiv die U5.

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