Beschreibung des Vorschlags
Allgemein
Wenn es nach dem aktuellen Senat geht, soll das Straßenbahn massiv in den Westteil von Berlin wachsen. Ein wesentlicher und wichtiger Knoten im Netz wäre hierbei der Zoologische Garten. Folgende Relationen würden den Zoo bedienen:
- Zoologischer Garten – Jungfernheide – UTR – Märkisches Viertel (max. 12 Fahrten/Stunde)
- Zoologischer Garten – Westend – Spandau (max. 9 Fahrten/Stunde, mind. 6, Vorbeiführung ggf. möglich)
- Zoologischer Garten – ZOB – Heerstraße – Spandau (max. 12 Fahrten/Stunde)
- Zoologischer Garten – Kuhdamm – Halensee/Fehrbelliner Platz – Schmargendorf – Lichterfelde/Zehlendorf (max. 12 Fahrten/Stunde, Vorbeiführung ggf. möglich)
- Zoologischer Garten – Südkreuz – Rudow (max. 9 Fahrten/Stunde)
- Zoologischer Garten – Potsdamer Platz – Neukölln – Schöneweide – Köpenick (max. 9 Fahrten/Stunde)
- Zoologischer Garten – Siegessäule – Hauptbahnhof – … (max. 6 Fahrten/Stunde)
- Zoologischer Garten – Virchow-Klinikum – Osloer Straße – Bornholmer Straße – … (max. 6 Fahrten/Stunde)
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Betrachtet wird der Maximalfall (nach meinen Planungen entfallen 12 Abfahrten aufgrund der Durchbindung von der Relation 7 zu 3, diese wären abzuziehen): maximal 60 Fahrten pro Stunde
Diese 60 Fahrten pro Stunde entsprechen 1 Abfahrt/Minute. Ob das so glatt eingerichtet werden kann, ist aufgrund der verschiedenen Taktformen zu bezweifeln. Daher sollte eine Umsteigehaltestelle mit 4 Gleisen auf dem Vorplatz angelegt werden. Bei durchschnittlichen Pausenzeiten von 15 Minuten sollten mindestens 16 Abstellmöglichkeiten für die endenden Straßenbahnen geschaffen werden. Hier stellt sich die Frage: Wie lassen sich diese Kapazitäten am besten schaffen? Welche Flächen eignen sich dafür? Bitte schreibt mir eure Ideen in die Kommentare oder erstellt einen Alternativvorschlag.
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Zentralhaltestelle
In dieser Idee gibt es 2 Abfahrts- und 2 Ankunftsbahnsteige. Diese sind als je 1 Mittelbahnsteig (Mindestbreite sollten 7 Meter sein) mit 100 Meter Länge anzulegen. So könnten bis zu 4 Fahrzeuge abgefertigt werden. Für den Ankunftsbahnsteig reichen theoretisch auch die normalen 62 Meter länge. Für einen besseren Betriebsablauf würde ich den einzelnen Linien kein festes Gleis zuordnen, da es einen Mittelbahnsteig mit 2 Abfahrtsseiten gibt, sollte eine einfache Orientierung möglich sein.
Weiterhin sollten 2×2 Bussteige für den erheblich reduzierten, aber nach wie vor vorhandenen Busverkehr mit eingerichtet werden. Diese entstehen am Rand des Platzes. Die Busse werden auf dem Vorplatz ihre Pausenzeiten abwarten. Die Parkplätze werden, sofern diese im Jahr 2040+ wirklich noch notwendig sein sollten, in eine Tiefgarage verlegt und der Vorplatz lebendiger gestaltet!.
Querschnitt Hardenbergplatz (Streetmix)
Querschnitt Hardenbergplatz (Bild)
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Abstellanlage
Für die Fläche der Abstellanlage ergeben sich wenige Möglichkeiten. Am sinnvollsten wäre die Nutzung der jetzigen Busabstellfläche an der Hertzallee. Dort sollte eine Wendeschleife angelegt werden, da für das Wechseln des Fahrerhauses bei so einem hochfrequentierten Knoten keine Zeit geopfert werden sollte.
Ich freue mich auf Kommentare. Im Anschluss wird ein FAQ auf Basis der Kommentare angelegt! 🙂
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FAQ
Im folgenden Antworten auf die wichtigsten Anmerkungen:
Warum braucht der Zoo eine so große Abstellanlage?
Weil der Umsteigeknoten neben dem Alexanderplatz der wichtigste Knoten Berlins sein wird. Mit dem Unterschied, dass hier einige Linien enden werden, da es sich um einen Schnittpunkt der Fahrgastströme handelt. Auch heute enden hier etliche Buslinien, was genau aus diesen Gründen der Fall ist!
Wieso so viele Trassen? Woher nimmst du die Grundlage dafür?
Ganz einfach. Die Grundlage für die Trassenneubauten stellt dieses Zielnetz vom Bündnis Pro Straßenbahn dar. Ziel ist es, ein Linien- und Taktkonzept zu erabeiten, und nebenbei auch den Fokus auf wichtige Infastruktur, wie eben diesen Umsteigepunkt zu legen.
Sind es wirklich so viele endende Linien am Zoo?
Das lässt sich ganz einfach auf die heutige Situation übertragen: Die Linien M45, M46, M49 werden 1:1, die Linien M19, M29, 200, 249, -10, etc. zumindest teilweise durch Straßenbahnen ersetzt. Dadurch ergibt sich ein riesiger Umsteigeknoten, welcher zweifelsfrei zu einem der größten Europas werden könnte. Vergleichbar frequentiert ist zum Beispiel der Hauptbahnhof in Amsterdam

Sind es wirklich so viele endende Linien am Zoo? Also sind zum einen die wirklich alle halbwegs konkret vorgesehen (ich sehe keine Links)? Z.B. Zoo – Siegessäule – Hbf braucht es m.M. eher nicht. Und zum anderen sollen wirklich so viele am Zoo enden? Ich denke viele lassen sich auch durchbinden und/oder woanders brechen.
Ja, das stimmt schon. Hier der Link zu dem Vorschlag vom Bündnis Pro Straßenbahn.
Auch ich sehe Kapazitätsprobleme am Zoo, doch die muss man bewältigen. Es darf deshalb keine Abstriche beim Streckenbau geben.
Wie stehst du dann zu den Dimensionen der dargestellten Haltestelle? Hättest du Alternativvorschläge? Die erste Version ist schließlich nie die beste…^^
Das ist schwer zu beantworten, weil aus dem Zielnetz vom Bündnis Pro Straßenbahn weder Linienführungen noch irgendwelche Takte hervor gehen. Jede diesbezügliche Annahme müsste daher ein eigenes Linienkonzept voraussetzen.
Ich glaube auch nicht, dass das Zielnetz so irgendwann umgesetzt wird, weil einige Linien wenig sinnvoll erscheinen, andere dagegen fehlen oder ungünstig verlaufen. Die angeblich „definierten Kriterien und Ziele“ nach denen das Zielnetz entwurfen wurde, sind mir leider nicht bekannt, ich kann sie auch nicht nachvollziehen. Nehmen wir als Beispiel die Strecke vom Zoo zur Clayallee. Da führt ein Ast über Uhlandstraße und Hohenzollerndamm, der zwischen Hohenzollernplatz und Fehrbelliner Platz auf einem vorhandenen U-Bahntunnel errichtet werden müsste, wo heute nichtmal ein Bus fährt. Der 249er in der Uhlandstraße könnte damit auch nur mit neuen Umsteigezwängen ersetzt werden, da dieser über die Mecklenburgische Straße weiter fährt. Für mich ist das Murks. Gegen eine Straßenbahn in der Uhlandstraße hätte ich nicht, aber sie müsste weiter, wie der 249er fahren. Der andere Ast führt über die Konstanzer Straße und verfehlt dabei den Anschluss zur U3. Außerdem wird man dort für maximalen Widerstand sorgen, da die Konstanzer Straße als Autobahnzubringer drastisch reduziert werden müsste. Außerdem müsste man die Buss M19 und M29 weiterhin fahren lassen, zwischen Adenauer Platz und Joachimstaler Straße parallel zur Straßenbahn, oder sollte man am Adenauerplatz umsteigen? Viel besser wäre es meiner Ansicht nach dort den Weg des X10ers für die Straßenbahn zu wählen, mit einem Abzweig entsprechend des M19ers zum Bf. Grunewald. So könnte man einen Großteil der Busse einsparen.
Was nun die Auslastung des Bereichs um den Zoo betrifft, habe ich mal ein Straßenbahnnetz nach meinen Vorstellungen zu simulieren begonnen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich gerne eine viergleisige Strecke in der Joachimsthaler Straße zwischen Ku’damm und Zoo hätte. Diese Simulation basiert aber nicht auf dem Zielnetz vom Bündnis Pro Straßenbahn, sondern auf eigenen Überlegungen. Diese sehen keine Strecke über den Großen Stern vor, wo kaum etwas los ist, dafür aber eine Strecken entlang des 249ers, des X10ers, des M19ers sowie eine vom Ku’damm über die Württembergische Straße, den Fehrbelliner Platz und den Hohenzollerndamm zum Roseneck.
Ja ich denke auch, die neue Straßenbahnstrecke soll durch die Uhlandstraße und über den Hohenzollerndamm führen. So viel Parallelverkehr sehe ich da jetzt auch nicht. Und ich halte es für keine schlechte Idee, somit könnte man mehrere Buslinien ersetzen. Vielmehr wird ein Anschluss zum Zoo erreicht. Man darf sich nicht zu sehr auf die Buslinien verkrampfen, diese stellen ein Ergänzungsnetz dar. Mit einer Haupttrasse der Straßenbahn würden sich die Fahrgastströme aber neu verteilen. Die 115 könnte so zum Beispiel ganz ersetzt werden, das gesamte Busnetz würde neu strukturiert, weil nicht mehr auf den Zoo ausgerichtet. Da würde es dann mehr Tangentialverbindungen geben…
Den zweiten Ast verstehe ich aber wirklich nicht, den würde ich über Halensee führen. Habe ich aber auch so geplant (siehe meine M12). Fakt ist, dass hier aber mindestens 12 Fahrten pro Stunde auf dem Kuhdamm verkehren würden.
Den Abzweig der M19 zum Bahnhof Grunewald würde ich weglassen, der wirkt auf mich generell eher wie ein Lückenfüller und ist nicht MetroBus-würdig. Den könnte zum Beispiel die 109 oder die 110 aus Ri. Charlottenburg übernehmen, oder man macht eine neue Busverbindung entlang der 104. Da gibt es viel Spielraum…
Die von dir angesprochene Trasse ist doch in meinem Konzept enthalten, oder verstehe ich was falsch?
Schau mal hier ins Forum. Da hab ich zum Plan von Bündnis pro Straßenbahn noch Ergänzungen vorgeschlagen. Ich werde da wohl auch noch weitere vorschlagen, deine Ideen sind auf jeden Fall gut!
Ich habe nun auch ein paar Worte zu deinem Beitrag im Forum verloren. 😉
Man mag es kaum glauben, aber es werden so viele sein.
– Die Linien nach Spandau, vom Märkischen Viertel und den M13er-Halbring kann man nicht weiterführen. Analog zu den Bussen eignet sich der Zoo hier als bester Endpunkt. Die Linien nach Schmargendorf bzw. Zehlendorf sollten auch nicht länger werden.
Für die M9 wurde es bereits festgelegt, und auch für die M46-Ersatzlinie sehe ich keine andere Möglichkeit 🙁
Zur Entlastung will ich ja bereits die Strecke von der Siegessäule am Zoo vorbeiführen.
Dennoch halte ich die Wendeanlage so als maximalen Planungszustand für angemessen. Wie siehst du das?
@Intertrain
Korridor 1 würde ich nicht bauen. 48 Züge je Stunde und Richtung wären aber immer noch sehr viel. Und Doppelhaltestellen sind für Fahrgäste unattraktiv. Ich seh nur 2 Optionen: Entweder weniger Trassen oder Doppelstockzüge anschaffen.
@Krake:
Sicher nicht. Das Ziel dieses Vorschlags ist es nicht, zu konstanieren und aufzugeben, sondern eine Lösung zu finden. Mit deiner Einstellung wurde die letzten 30 Jahre schon Verkehrspolitik in Berlin betrieben, getreu dem Motto: Das klappt eh nicht, das müssen wir reduzieren.
Ich erarbeite hier ein Konzept nach den Ausbauplänen von Bündnis Pro Straßenbahn – wie das Netz langfristig aussehen könnte. Daher werde ich alle Trassen in das Konzept mit einbeziehen, und mit der Diskussion die optimale Lösung finden!
FAQ ergänzt