19 Kommentare zu “Berlin-Pankow 2035 (2/5) Tram Radiale

  1. Die M4 auflösen und durch alternierende Äste ersetzen? Davon halte ich eher wenig. Die Erfahrungen haben doch eher gezeigt, dass eine einheitliche Linie und diese dafür im engen Takt attraktiver für die Fahrgäste ist. Auch mehrere Linien auf verschiedenen Wegen wie hier 58+59 oder auch 59+M5 halte ich für wenig sinnvoll. Man könnte drüber nachdenken die M4 mit alternierenden Endzielen auszustatten (möglichst nicht mehr als 2), alles weitere halte ich für eher kundenunfreundlich, auch wenn es verkehrlich sinnvoll sein mag.

    1. M4 ist sehr attraktiv, aber nicht wegen des Namens, sondern wegen der hohen Reisegeschwindigkeiten. Warum nicht mehr Fahrgäste davon profitieren lassen? Ist doch kundenfreundlicher. Die Strecken in Hohenschönhausen sind nicht sonderlich verspätungsanfällig, daher sollte man die Verästelung fahrplanstabil hinbekommen. Falls nicht, kann man immer noch zum alten Liniennetz zurückkehren, denn baulich kostet die Umsetzung meines Vorschlags fast nichts.

      1. Also ich kenne Beispiele, bei denen eine Zusammenlegung von mehreren alternierenden Linien zu einer einheitlichen eng getakteten Linien zu starkem Fahrgastzuwachs geführt haben. Daher halte ich eine „Zerschlagung“ der M4 für wenig sinnvoll. Auch sehe ich wenig Vorteile der Linie 59, da fast alle Bereiche genauso auch schon durch andere Linien abgedeckt sind. Dann lieber die Linienführung so belassen, plus eine verlängerte 27.

        1. 57-59 würden sicherlich mehr Fahrgäste ziehen, als M4. Denn erstens werden neue Bereiche direkt mit dem Alexanderplatz verbunden (Weissensee Nord, Suermondtstr.). Zweitens entstehen weitere tangentiale Direktverbindungen (Weissensee – Rüdickenstr., Alt-Hshn – S Greifswalder Str., Suermondtstr. – Prerower Platz etc.). Drittens ist M4 zwar ein Linienname, aber schon gespalten, und der Fahrplan ist aber für die östlichen Äste recht unübersichtlich. Viertens wäre 59 2-3 Minuten schneller zwischen Alex und Alt-Hshn, als M5.

          1. Ich kenne mich jetzt mit dem Berliner ÖPNV nicht so sehr gut aus (ist mir ehrlich gesagt zu aufwendig mich ausführlich damit auseinanderzusetzen), aber trotzdem muss ich Intertrain hier vollkommen zustimmen. Ich denke ebenfalls, dass es nicht sinnvoll ist eine attraktive Linie in dichtem Takt durch drei Linien mit unterschiedlichen – geringeren – Taktzeiten zu ersetzen und das Betriebskonzept noch komplizierter zu gestalten als es eh schon ist. Der Fahrzeitvorteil von 2 bis 3 Minuten macht jetzt auch nicht so einen großen Unterschied. Außerdem verlängert sich ja schließlich die Fahrzeit für die Leute aus Falkenberg.

  2. Ach du meine Güte, ganz schlechte Idee. Der Hauptast ist nicht zwischen Alex und Sulzfelder, sondern zwischen Alex und Prerower Platz! Langfristig wird die M4 sowieso geteilt, jedoch bekommt nur der Ast zur Zingster eine eigene Linienbezeichnung und insgesamt wird ein dichterer Takt gefahren (7’/13′ Takte werden entfallen).

    1. Ah, interessant. Ich prophezeihe schon mal, dass die Nachfrage nicht fallen wird wegen der neuen Linienbezeichnungen.
      Insgesamt wird es aber immer noch ein Überangebot in Hshn geben. 21 Züge auf der Zingster Str., 18 auf der Hansastr., 18 auf der Wartenberger Str., wtf? Und wie schlecht dagegen ist das Angebot im Uckermärkischen Viertel oder auf der südlichen Hansastr.
      Aus Falkenberg kann man doch am S Hshn umsteigen, da braucht es keine schnelle Tramverbindung zum Alex. S75 sollte allerdings wieder über die Stadtbahn verlängert werden. Momentan wird sie von M4 kannibalisiert.

      1. Nein M4 und M5 sind auf ganzer Linie sehr nachgefragt und das so, wie sie sind. Suermondtstr. braucht auch keine Verdichtung, Linie 27 ist in diesem Abschnitt auch nicht sehr gefragt.

        S75 ist für HSH keine Alternative. Weiteres Umsteigen und längere Fahrzeiten, dazu weniger Destinationen, auch wenn sie auf der Stadtbahn fahren würde. Also warum ausgerechnet ein sehr nachgefragten Abschnitt verschlechtern um die leere Suermondtstr. zu verbessern?

    1. Das wird aber für die Züge gelten, die sonst Buschallee enden. Die würden dann zur Gehrenseestr. fahren. Auch das ist schon nicht ganz unproblematisch, das der Takt dann nach Hohenschönhausen in der HVZ ausgedünnt werden würde. Daher mal abwarten, was da wirklich bei rum kommt. Dein Konzept gefällt mir aber nicht. Ich schließe mich da der Kritik von Intertrain an.

        1. Das wäre nur die logische Konsequenz, da man ja theoretisch in der HVZ einfach nur die 27 verdichtet. Sobald die NVZ beginnt, könnte dann die M4 den Part übernehmen. Ich persönlich tippe aber eh darauf, dass von Pankow aus eine eigenständige Linie dort lang fahren wird. Daher würde die Verdichtung so ja erfolgen.

            1. Deswegen sehe ich ja die M4 nicht auf diesem Ast fahren. Eine Option gäbe es nur: Man reduziert die M4 auf einen echten 5 min Takt und ergänzt diesen mit einer zusätzlichen Linie. Das glaube ich aber auch nicht. Ich tippe wie gesagt auf eine eigenständige Linie aus Pankow kommend. Man will ja die M1 bis Pankow im 5 min Takt fahren lassen und dann weiter nur alle 10 min. Da könnte man das also als eigenständige Linie auch weiter nach Osten führen.

  3. Aktuell ist die 27 in der Tat eine schwache Linie – insbesondere im nördlichen Abschnitt.
    Allerdings entsteht hinter der Ferdinand-Schultze-Str ein Mischnutzungs-Gebiet mit ein paar Tausend Wohnungen. Unweit der Haltestelle Meeraner Str entsteht einer der größten Rechenzentren Berlins. An der Landsberger Allee wird sowieso viel nachverdichtet.

    Es ist also naheliegend, dass diese tote Ecke zwischen Alt-Hohenschönhausen und Friedrichsfelde in einigen Jahren deutlich mehr Verkehr erzeugen könnte. Ich halte es also nicht für zeitgemäß, die ganzen Tramlinien in Alt-Hohenschönhausen auf Neu-Hohenschönhausen auszurichten. Ein T5 auf der Tram-Osttangente bis Alt-Hohenschönhausen könnte in wenigen Jahren sicherlich gerechtfertigt sein. Die Tram 27 kann dann so bleiben wie sie ist, aber mit T10 zwischen FEZ und Pasedagplatz. So bliebe die Tram 27 auch netztechnisch eine sinnvolle Ergänzung zu M5 und M17.

    1. Die 27 gibt es ja vor allem, um die beiden HTW-Standorte Karlshorst und Oberschöneweide direkt zu verbinden, die aber bald vereint sein werden. Langfristig scheint der Senat die 27 einstellen zu wollen, denn er plant eine neue Linie 54 von Rosenthal über die neue Trasse Pankow – Weissensee nach Alt-Hohenschönhausen im 10′-Takt. Wahrscheinlich wird M17 dann verdichtet.

      1. Danke für die aktuellen Infos!

        Sollten auf den Tramlinien kapazitätsstärkere Zweirichter eingesetzt und die Haltestelle Wilhelminenhof-/Edisonstr umgebaut werden (Mittelbahnsteig südlich der Kreuzung, Richtung Brücke), könnte man die Über-Eck-Verbindung Firlstraße-Karlshorst in der Tat einstellen. 

        Etwaige M17-Verstärker auf der Osttangente könnten in Gehrenseestr enden (oder auf etwaige M5-Verstärker in Richtung Prenzlauer Berg übergehen, sollte das in Sachen Linienlänge machbar sein). Die 54 ist in der Form natürlich keine abwegige Idee, sie sollte dann am besten noch Neu-Hohenschönhausen mitnehmen und in Falkenberg enden, damit die 54 als Nordtangente ihr gesamtes Potenzial ausschöpfen kann.

          1. Eine Tram über Gehrensee-, Hohenschönhausener und Vincent-van-Gogh-Str halte ich auch für sehr sinnvoll, so wie in deinem Vorschlag damals. Das dürfte auch die tote Strecke in der Suermondstr aufwerten, die endlich eine vollwertige Linie beherbergen würde.

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