Berlin: Optimierung in Siemensstadt

 

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Beschreibung des Vorschlags

Neuordnung der Buslinien in Siemensstadt/Charlottenburg-Nord:

Zur Zeit sind die Linien in Siemensstadt sind zu lang und unabgestimmt, die Verbindungen nach Wilmersdorf und Moabit sind unattraktiv. Eine Reaktivierung der Siemensbahn würde vieler dieser Probleme zwar lösen, ist aber nicht in näherer Zukunft zu erwarten (wir sprechen immerhin von Berlin). Die Probleme im Detail:

Linie 123: 

Die Linie 123 erfüllt im Moment drei verschiedene Funktionen: Zubringer vom Hohenzollernkanal an den Rohrdamm, Erschließung des Gebiets um den Heckerdamm, Anbindung des östlichen Saatwinkler Damms an Moabit. 
Aus diesen Gründen ist die Taktung der Linie 123 derzeit auch in drei Abschnitte unterteilt, wobei auf den jeweils äußeren (vom Hauptbahnhof abgesehen) Abschnitten zu Tage durch Verstärker ein T10 angeboten wird, auf dem mittleren Abschnitt ein T20. Die Direktverbindung von Siemensstadt und Moabit über die Linie 123 dauert im Moment etwa 40 Minuten, sinnvollerweise muss man also entweder über U7/M27 oder über U7/S41/U9 umsteigen, trotz der sehr kurzen „Straßenlinie“ 

Linie 139: 

Auch Linie 139 erfüllt im Moment zwei verschiedene Funktionen. Der wichtige Nordteil der Linie erschließt die Wasserstadt, tagsüber im T10, wohingegen der Südteil der Linie die einzige sinnvolle Direktverbindung von Westend und der Ringbahn nach Siemensstadt und ist daher für Bewohner von Westend oder auch Ruhleben von zentraler Bedeutung. Der Südteil wird zur Zeit dennoch nur tagsüber und auch nur im T20 angeboten.
Als Beispiel: Vom U Siemensdamm zum U Ruhleben spart man über die Busverbindung 139-M45 gegenüber der U-Bahn eine Minute ein (von der Teltower Straße in Tiefwerder sogar 4 Minuten), zum S Heerstraße spart man mit dem Bus sogar 5 Minuten ein. 

Diese Probleme möchte ich mit folgenden Linienänderungen ändern. Die Linienverläufe aller Linien sind eingezeichnet. 
Da diese Änderungen nicht unabhängig voneinander funktionieren, sind sie alle im selben Vorschlag:

Linienänderungen:

Linie 123 (T20): S+U Hauptbahnhof – U Rohrdamm
ab U Siemensdamm fährt die Linie in Richtung U Rohrdamm dabei über den Wohlrabedamm
Wohlrabedamm/Siemensdamm
Wohlrabedamm Mitte
Wohlrabedamm/Rohrdamm
U Rohrdamm (neue Haltestelle auf der Ostseite der Nonnendammalle)
Quellweg

Die Haltestellen auf dem Wohlrabedamm werden jetzt zwar nur noch in einer Richtung bedient, dies ist aber bei der mehr als geringen Nachfrage (und der unveränderten und teilweise verbesserten Fahrtzeit zum U-Bahnhof) keine Verschlechterung. Die leichte Kürzung der Linie und das Hinzukommen der anderen Linien ermöglichen auf ganzer Strecke einen T20. 

Linie 139 (T20(10)): Mäckeritzwiesen – U Rohrdamm – Wohlrabedamm/Rohrdamm – S Messe Nord/ICC
Auf dem ersten Abschnitt fährt diese Linie wie die bisherige Linie 123. Anstatt wie bisher über die Nonnendammallee und den Wohlrabedamm fährt die Linie geradeaus über den Rohrdamm auf den Fürstenbrunner Weg. Die Halte zwischen U Rohrdamm und Wohlrabedamm/Rohrdamm werden wie o.g. von der Linie 123 übernommen. Die eingesparte Fahrzeit von 5 Minuten zwischen Westend/U Rohrdamm macht diese Verbindung deutlich attraktiver und rechtfertigt auch auf dem südlichen Abschnitt einen T10.

(neue) Linie 236 (T10):  Hakenfelde, Werderstraße – Goebelplatz
Die neue (alte) Linie 236 bedient den nördlichen Abschnitt der bisherigen Linie 139, führt aber bis zum Goebelplatz um einen Umstieg zur neuen Linie 139 und den anderen geänderten Linien zu ermöglichen. Der T10 von 236 und 139 wird aufeinander abgestimmt, sodass es trotz der Linienteilung zu keiner Verschlechterung der Verbindung von Hakenfelde zur Messe kommt  (weil man ab hier 5 Minuten Fahrzeit einspart). 

neue Linie X23 (T10): U Rohrdamm – Saatwinkler Damm/Rohrdamm – U Turmstraße – (Straßenbahn?) Hauptbahnhof
Diese Linie stellt eine sinnvolle Direktverbindung von Siemensstadt nach Moabit dar und spart Fahrgästen so den doppelten Umstieg über U7/M27, U7/Ringbahn/U9 o.ä. (oder die qualvolle Fahrzeit von etwa 40 Minuten auf der bisherigen Linie 123)
Haltestellen: 
U Rohrdamm (Wendung auf der Nonnendammallee)
Harriesstraße
Saatwinkler Damm/Rohrdamm
Saatwinkler Damm 137
Mäckeritzbrücke
(neu) Volkspark Jungfernheide (am nördlichen Ausgang des Volksparks)
(weitere Umstiegshaltestelle zu den Linien 109 und 128? Da bin ich mir nicht sicher)
Buchholzweg
S Beusselstraße
Turmstraße/Beusselstraße
U Turmstraße

Die Haltestellen dieser Linie sind eingezeichnet. 

Die Fahrzeit auf der gesamten Linie (mit allen Haltestellen) beträgt etwa 20 Minuten, damit spart man vom U Rohrdamm 5 Minuten gegenüber der Fahrt U7/M27 und ist genauso schnell wie der zweifache Umstieg von U-Bahn und S-Bahn. Vom Saatwinkler Damm nach Moabit spart man durch diese Verbindung etwa 25-30 Minuten gegenüber den bisherigen Lösungen ein.

N23 und N39 werden in N39 und N36 umbenannt. 

Die Linie benötigt eine neue Haltestelle auf der Osthälfte der Nonnendammallee (U Rohrdamm), eine neue Haltestelle auf der Ostseite des Saatwinkler Damm (Mäckeritzbrücke), zwei neue Haltestellen auf dem Rohrdamm (Wohlrabedamm/Mitte) und pro Richtung eine neue Haltestelle „Volkspark Jungfernheide“ auf dem Saatwinkler Damm. Durch die Fahrzeitverkürzungen braucht man trotz der Aufteilung von 2 in 4 Buslinien ähnlich viele Fahrten, nur der T10 der Linie 139 nimmt zwei weitere Umläufe in Anspruch. 

Ich hoffe, dass dieser Vorschlag nicht den Rahmen gesprengt, ich hab ja jetzt doch relativ viel geschrieben. Je mehr Gedanken ich mir dazu mache, desto mehr fällt mir auf, dass hier Elemente einer Siemensbahn und des alten TXL drinstecken. Tatsächlich ging es mir bei diesem Vorschlag aber eigentlich um die Optimierung der Buslinien in Siemensstadt, vor allem der viel zu langen Linie 123. 

Viel Spaß mit dem Vorschlag!

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2 Kommentare zu “Berlin: Optimierung in Siemensstadt

  1. Der Analyse stimme ich zu, 123 und 139 sind unattraktiv wegen ihrer Umwege. Für die Bewohner von östlicher Siemensstadt und Charlottenburg-Nord blieben diese jedoch bestehen.
    139 ließe U Siemensdamm mit der Mall aus. Vom Rohrdamm erreichte man den nächsten Supermarkt umsteigefrei erst im südlichen Fürstenbrunner Weg oder in der Turmstr.
    Der Vorschlag bräuchte Mehrleistungen. Dennoch blieben Gebiete (Schuckertplatz, Letterhausweg) schlecht erschlossen.

    1. Das stimmt natürlich. Ich finde meine Lösung zwar besser als den status quo, aber immernoch alles andere als optimal (ich jage hier ja 2 Linien im T10 über den Rohrdamm). Ich hatte mir zunächst überlegt, eine der Linien über den Jungfernheideweg/Heckerdamm zur Ringbahn zu führen, um mehr Gebiete zu erschließen, allerdings bin ich mir unsicher, ob dort genug Platz ist. Und da eine Straße für einen Bus zu verbreitern, der mit der Siemensbahn überflüssig wird, halte ich nicht für sinnvoll, daher hab ich diese Idee nicht in diesen Vorschlag einbezogen.

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