Beschreibung des Vorschlags
In Braunschweig läuft derzeit das Programm „Stadt.Bahn.Plus.“, während dem unter anderem eine Straßenbahnstrecke nach Querum gebaut werden soll. Diese Strecke soll östlich des Campus Ost der TU die Bahnstrecke Braunschweig – Wieren kreuzen. Dort, am Abzweig der Strecke nach Celle (in Betrieb bis Harvesse) böte sich die Errichtung eines Haltepunktes für Regionalbahnen an.
Dieser Bahnhof könnte viele Namen tragen, beispielsweise Nordost, Campus Ost, Vossenkamp, Querum, oder Nordkreuz. Ich habe ihn in diesem Vorschlag einfach mal „Braunschweig-Ottenrode“ getauft, nach einer wüst gefallenen Siedlung, die ungefähr bis ins 12. Jahrhundert in der Nähe existierte und der Ottenroder Straße ihren Namen gab.
Lage
Wo genau die Straßenbahn die Gleise letztendlich kreuzt und ob die Strecke überhaupt gebaut werden soll, steht noch nicht fest. Berücksichtigt man allerdings frühzeitig die Möglichkeit, an der Strecke einen weiteren Bahnhof zu errichten, können die Anlagen bereits so geplant werden, dass man sich keine Möglichkeiten verbaut.
Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind sind nach Norden Braunschweig-Schuntersiedlung (geplant), ungefähr 1,1 Kilometer entfernt, und Braunschweig-Kralenriede (geplant), knapp 2 Kilometer entfernt. Südlich liegt in etwas über 900 Metern Entfernung der Bahnhof Braunschweig-Gliesmarode.
Im Umfeld des Bahnhofs liegen der Campus Nord und der Campus Ost der Technischen Universität, durch Umstieg in die Stadtbahn kommt man nach Querum und in die Nordstadt. Die Anwohner der Statistischen Bezirke 16 Nordbahnhof, 43 Siegfriedviertel und 48 Querum bekommen einen schnelleren Zugang zur Bahn. Zusammengerechnet sind das über 15.000 Anwohnende [Quelle]. Dadurch ließen sich eventuell die kurzen Distanzen zu den nächstgelegenen Stationen rechtfertigen.
Sollte die Strecke nach Querum nicht gebaut werden wie geplant, ließe sich immer noch die Siegfriedstraße bis an den Bahnhof verlängern –der Sportplatz Ottenroder Straße soll sowieso überbaut werden– und die Wendeschleife der Straßenbahn verlegen, woraufhin dann die Linie 2 und/oder eine Linie über die Campusbahn am neuen Bahnhof enden könnten.
Außerdem liegen südlich der Ringgleisradweg und der geplante Fernradweg Braunschweig – Wolfsburg, die ebenfalls einen direkten Zugang zum Bahnhof bekommen könnten und Radfahrenden aus den Ortschaften östlich Braunschweigs und der Nordstadt damit eine bequeme Bike-and-Ride-Verbindung zum Hauptbahnhof ermöglichen würden.
Bedienung
Bedient würde der Bahnhof von der RB47 (Uelzen) – Gifhorn – Braunschweig Hbf und der RB45 Harvesse – Schöppenstedt, die hier beide mal im 30-Minuten-Takt verkehren sollen. Außerdem hielte hier alle 15 Minuten die Straßenbahn. Wenn man den Takt dieser auf die Züge abstimmt hat jeder Zug einen direkten Anschluss an eine Tram und umgekehrt.
Theoretisch ließe sich westlich der Bahnsteige oder zwischen diesen ein Stumpfgleis errichten, auf dem die verlängerte RB44 Braunschweig Hbf – Lebenstedt wendet. Die Errichtung eines Gleises zu ebendiesem Zweck ist derzeit in Gliesmarode geplant. Dieses würde in diesem Fall überflüssig.
In Richtung Hauptbahnhof überlagern sich die Züge zu einem 10- bzw. 15-Minuten-Takt.
Ausgestaltung
Wie genau der Bahnhof ausgestaltet wird, wäre dann natürlich den Planenden überlassen. In meiner Version hat er einen Mittelbahnsteig mit zwei Bahnsteigkanten. Außerdem sollte der Platz für einen Bahnsteig der Regiotram freigehalten werden, sollte sie doch jemals noch umgesetzt werden. Sinnvoll wäre ein südlicher Zugang zum Ringgleis und ein nördlicher zur Abtstraße sowie ein möglichst kurzer Umsteigeweg zur Straßenbahnhaltestelle auf der Brücke über die Gleise.
Die Strecken nach Celle bzw. Wieren könnten sich entweder südlich oder nördlich des Bahnhofs teilen, Zweiteres erfordert vermutlich entweder etwas mehr Landerwerb oder eine Verschiebung des Bahnsteiges nach Süden, würde aber die Kreuzung verspäteter Züge einer der Linien im Bahnhof erlauben.
