B: Verlängerung der U1/U3 nach Norden

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Beschreibung des Vorschlags

Also, die U-Bahnhöfe Warschauer Str. und Schlesisches Tor in den Untergrund zu verlegen wie rezent hier und hier vorgeschlagen ist ziemlicher Unsinn weil viel zu aufwändig, extrem teuer und vollkommen sinnlos.
Verkehrlich macht mEn eine Verbindung von U1 zur U5 und weiter zum Ring schon Sinn, da damit das Zentrum Kreuzbergs an das von Friedrichshain angeschlossen wird. Die häufig überfüllte M10 gibt ein Beispiel für den bestehenden Bedarf. Ob der Nutzen den Aufwand rechtfertigt, sei einmal dahingestellt, aber die mEn einzig vertretbate Möglichkeit wäre eine oberirdische Verlängerung der Gleise über ein Viadukt, welches die Stadtbahngleise überquert, am S-Bahnhofsgebäude vorbeischwewnkt und den Platz am Fußweg der Warschauer Str., westlich vom RAW-Gelände nutzt um über eine Tunnelrampe abzutauchen. Der Platz wird bislang im wesentlichen von einer Vielzahl Fahrradständer eingenommen. Da man den Fußweg und sicher auch in Teilen das RAW-Gelände nutzen müsste sind zivilgesellschaftliche Konflikte bei diese Plan natürlich vorprogrammiert.
An der Warschauer Str. würden, wie bereits einmal vorgeschlagen, die östlich gelegenen Ersatzgleise genutzt und nicht mehr der aktuell benutzte Mittelbahnsteig. Die erforderlichen Umbauten wären aber vergleichsweise gering, v.a. im Vergleich zu einer Verlegung des Bahnhofs in den Untergrund samt Spreeuntertunnelung.
Ggf könnte von dem Viadukt ein Abzweig für eine oberirdische Verlängerung Richtung Ostkreuz gebaut werden.
Möglich wären dann mit entsprechenden Verlängerungen im Westen folgende Linien:
U1 Westkreuz – Ostkreuz
U3 Mexikoplatz – Landsberger Allee
Ob der verkehrliche Nutzen den Aufwand rechtfertigt, wäre dann zu prüfen.

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4 Kommentare zu “B: Verlängerung der U1/U3 nach Norden

    1. Die Kurve hinterm Schlesischen Tor hat doch einen ähnlichen Radius. Wie groß müssen denn Radienkurven bei der Berliner U-Bahn sein?
      Außerdem stellt das natürlich sämtliche vorgeschlagenen Nord-Verlängerungen der U1 in Frage, vorausgesetzt man lässt den neuerrichteten S-Bahn – Hof stehen …

      1. Die genaue Zahl kenne ich zugegeben nicht. Trotzdem ist die Kurve nicht vergleichbar. So ist hinter dem Schlesischen gleich ein gerade Stück, damit sich der Wagen wieder ausrichten kann. Du gehst ja von Kurve in Kurve. Das sehe ich äußerst kritisch.

        Und nein man muss das nicht abreißen. Es gäbe dafür 3 Optionen, wobei 2 eigentlich ausscheiden, bzw. ich mir nicht sicher bin:

        1. Man zieht deine Kurve viel länger, sodass das RAW-Gelände überbaut wird. Das hat aber den Nachteil, dass man entlang der Warschauer als Hochbahn bauen muss, was du vermutlich niemals genehmigt bekommst.

        2. Man kann theoretisch den U-Bahnhof öffnen, sodass die Gleise westlich am Bahnhofsgebäude vorbei geführt werden können. Da wäre es dann auch möglich wieder in eine unterirdische Führung zu kommen. Wahrscheinlich muss aber auch die Brücke neu gebaut werden. Aus Denkmalschutzgründen ist die Option aber sehr unwahrscheinlich.

        3. Man erhöht die Strecke und überquert das Bahnhofsgebäude. Da bin ich mir nicht sicher, inwiefern das technisch auf dem kurzen Abschnitt machbar wäre, da ein Bahnhof in Schräglage nicht genehmigt werden würde. Nachteil auch hier wäre die Hochbahnführung entlang der Warschauer.

        Genau aus dieser Schwierigkeit heraus ist eine Führung zum Ostkreuz nochmal attraktiver. Eine Führung wie früher mal angedacht in Richtung U5, ist nicht so lukrativ wie zum Regionalverkehr und den Ringbahnlinien.

        1. Ja, Du hast sicher recht, die Kurve wie oben dargestellt ist nicht realisierbar.
          Guckt man sich aber Satellitenbilder an, sieht das ganze ein wenig anders aus. Die östlich gelegenen Ersatzgleise sind in geradliniger Verlängerung nur gute 20 m vom Ostrand des Bahnhofsgebäudes entfernt, man müsste also über eine Strecke von ca 100 m einen Schwenk von gut 20 m machen, was mir machbar erscheint, der Kurvenradius an der Oberbaumstr., vor der Brücke, ist deutlich größer. Dann könnte ein kurzes gerades Stück am Bahnhofsgebäude vorbei über die Bahnsteigüberdachung, anschließen um dann in einer erneuten Kurve abzutauchen. Hierfür benötigte man dann allerdings tatsächlich den Westrand des RAW-Geländes.
          Sicher wäre das sehr aufwändig, aber eine erneute Aufspaltung der U1/U3 nach folgendem Schema hätte schon Charme:U1 Westkreuz – OstkreuzU3 Mexikoplatz – Fennpfuhl/Weissensee
           

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