B: S75 von Wartenberg nach Buch verlängern

 

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Beschreibung des Vorschlags

Die Verlängerung der S75 von Wartenberg zum Karower Kreuz ist im i2030-Plan vorgesehen. Nach diesem Plan soll am Karower Kreuz ein Umsteigebahnhof zur S2 bestehen und die S75 auf der Strecke der S8 Richtung Birkenwerder fortgeführt werden.

Auf dem Berliner Außenring westlich des Karower Kreuzes ist nicht mehr wirklich viel, dort reicht die S8 im 20-Minuten-Takt aus, welche auch eine direktere Verbindung ins Stadtzentrum bietet. Selbst wenn wie geplant an der Bucher Str. der S-Bahnhof für Französisch-Buchholz gebaut wird, reicht die S8 als Verbindung nach Pankow und zum Ostring aus.

Daher könnte die Verlängerung der S75 nach Buch mehr Sinn machen als nach Birkenwerder. Die S75 kann man auch am Karower Kreuz auf die Trasse der S2 leiten und nach Buch führen, so erreicht man den Forschungs- und Klinikstandort Buch auch aus dem Berliner Osten (Hohenschönhausen, Marzahn) direkt mit der S-Bahn.

Da die Verlängerung zur Sellheimbrücke schon zu DDR-Zeiten geplant war, ist die Trasse hier auch heute noch vorhanden.
Nicht nur der Trassenstreifen, sondern auch die Brücken über die Dorfstraße in Malchow und den Wartenberger Weg sind schon vorhanden, bis zur Sellheimbrücke könnte man ohne Probleme die alte geplante und noch vorhandene Trasse nutzen.
An der Sellheimbrücke wird die Situation schon deutlich komplizierter, die Brücke müsste durch die neue S-Bahn-Trasse in jedem Fall neu gebaut werden. Ich würde die Trasse kurz vor der Sellheimbrücke durch eine Unterführung auf die anderen Seite der Gleise des Berliner Außenrings schwenken, denn bei der Nord-Ost-Seite sind die Häuser ziemlich nah, hier müsste man dann wohl ein paar Häuser abreißen, was ich mit dieser Trassenführung vermeiden will. Die Verlegung der Fernbahngleise etwas südlich und nördlich davon die S-Bahn kommt nicht in Frage, dann müsste man wohl das komplette Karower Kreuz für die Fernbahn wieder umbauen, was ja gerade erst passiert ist (bzw. teilweise auch noch passieren soll). Das komplizierteste an dieser Linie ist jedoch die Verbindung zur S2 am Karower Kreuz, hier müssen eine Verbindungskurve, der Berliner Außenring und die Fernbahnstrecke nach Bernau über-/bzw. unterquert werden. Allerdings hätte man auch mehrere Querungen der Fernbahngleise, wenn man die S75 durch das Karower Kreuz nach Birkenwerder verlängern würde.
Weiterhin wäre eine eingleisige Verbindungskurve am Karower Kreuz von der S75 stadteinwärts Richtung Pankow möglich. Diese soll nicht planmäßig genutzt werden, aber könnte ganz nützlich sein. So könnte man bei Unregelmäßigkeiten oder Bauarbeiten auf der Stadtbahn oder im Bereich Lichtenberg auch Züge aus Hohenschönhausen über Pankow stadteinwärts schicken. Diese Verbindungskurve könnte also ganz praktisch sein, um eine alternative Strecke von Hohenschönhausen in die Stadt zu haben, zumal die S75 dort direkt vorbei kommt und man sonst in Karow Kopf machen müsste. Diese Verbindungskurve ist kein unbedingtes Muss, aber könnte vielleicht praktisch sein.
Auf einen S-Bahnhof am Karower Kreuz, wie er in der Planung vorgesehen ist, würde ich eher verzichten. Man könnte zwar einen Halt an der Verbindungskurve der S75 und einen auf der S2 kurz vor der Brücke über den Außenring einrichten, jedoch weiß ich nicht, ob dafür die Nachfrage vorhanden ist. Sollte Karower Kreuz zu einem Regionalbahn-Umsteigepunkt ausgebaut werden, macht ein S-Bahnhof dort auf jeden Fall Sinn.

In Buch müsste man für die S75 vielleicht noch ein neues Kehrgleis neben dem Vorhandenen einrichten. Die S2 braucht es dann zwar nicht mehr, da diese im 10-Minuten-Takt nach Bernau weiterfahren soll, in Zukunft soll aber auch noch die neue Linie S86 von Grünau über den Ostring und Pankow in Buch enden, damit wären zwei Kehrgleise wohl schon notwendig (wenn man auf kurze Wendezeiten verzichten möchte).

Die Linie S75 könnte dann von Buch nach Warschauer Str. oder Ostbahnhof fahren, der Vorschlag kann auch mit dem Vorschlag der S-Bahn-Osttangente über den Berliner Außenring kombiniert werden und es könnte so auch eine ganz neue Linie von Buch über den Außenring bis zum Flughafen BER oder Grünau geben, da dieser Vorschlag jedoch schon häufig kam, möchte ich ihn nicht nochmal erneut vorschlagen.

Da ein Ende am Karower Kreuz wegen weiterem Umsteigen suboptimal ist und auch eine Verlängerung über den Außenring nach Birkenwerder kilometerlang durch kaum besiedeltes Gebiet ebenfalls wenig Sinn macht, finde ich eine Verbindung mit der S75 von Hohenschönhausen nach Buch durchaus überlegenswert.

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9 Kommentare zu “B: S75 von Wartenberg nach Buch verlängern

  1. Eine Schließung der Lücke zum Karower Kreuz wäre durchaus sinnvoll. Ob man dabei in Richtung Buch oder nach Birkenwerder weiterfahren sollte, müsste diskutiert werden. Wie käme wohl bei deiner Variante jemand von Hohenschönhausen nach Birkenwerder? Ein Turmbahnhof am Karower Kreuz würde zumindest allen Fahrgästen in diesem Bereich jedes Ziel mit maximal einmaligem Umstieg erreichbar machen.

    Die Notwendigkeit zum Seitenwechsel am Außenring sehe ich auch nicht. Die Trasse ist östlich des BAR freigehalten. Was für Häuser sollte man da abreißen müssen? Meinst du die verlassene Gewerbebrache, auf der nach Google-Maps bereits die Einfahrt zugewachsen ist? Auch dürfte die schmale Anwohnerstraße neben der Blankenburger Chaussee kaum noch geeignet sein zu diesem Gewerbegrundstück LKWs fahren zu lassen. Ein Abbruch wäre sicher kein großes Problem. Das zweite Gebäude ist ein Stellwerk. Das wird man auch entfernen können.

    Ob eine stadteinwärtsführende Kurve nötig ist, weiß ich nicht. ich finde aber, man sollte zumindest eine Trasse in Richtung Birkenwerder freihalten, um künftig jeweils Fahrmöglichkeiten in zwei Relationen zu ermöglichen.

  2. Wie wäre es mit einer Flügelung, sodass die Linie S75 im 20-Minuten-Takt zwischen Buch und Stadtbahn verkehrt. Auf gleicher Strecke, ebenfalls im 20-Minuten-Takt, wird eine S78 eingeführt, welche ab Karower Kreuz nach Birkenwerder verkehrt…

    1. Flügelungen im dichten Stadtverkehr sind eher nicht so geeignet. Da muss dann ja extra Personal bereit gestellt werden, außerdem muss der eine Zug mindestens fünf Minuten am Flügelbahnhof stehen. Da würde ich lieber eine alternierende Bedienung vorsehen.

  3. Die Verlängerung zum Karower Kreuz mit Weiterführung nach Birkenwerder ist ja im i2030-Plan für die S-Bahn vorgesehen, daher habe ich bewusst diese Idee als Alternative vorgeschlagen.
    Sofern westlich des Karower Kreuzes am Außenring nicht noch große Neubaugebiete entstehen, weiß ich nicht ob die Anzahl der Fahrgäste von Hohenschönhausen nach Birkenwerder eine eigene S-Bahn rechtfertigt. Selbst die S8 zwischen Blankenburg und Birkenwerder ist eher schwach ausgelastet, dies wird durch die kommende Heidekrautbahn als schnellere Alternative von Mühlenbeck/Mönchmühle/Schildow nach Berlin vermutlich nochmals verstärkt werden. Zwei Linien (S8 und S75) könnten sich da glaube ich nicht rechnen. Fahrgäste von Hohenschönhausen nach Birkenwerder/Hohen-Neuendorf könnten auch mit der RB12 mit Umstieg in Oranienburg auf die S1 fahren, vor Hohen-Neuendorf führt die Strecke entlang des Außenrings kilometerlang durchs Nichts, daher bin ich mir unsicher, ob das eine eigene S-Bahn rechtfertigen würde.
    Buch und Karow hingegen sind deutlich dichter besiedelt und von dort gibt es auch keine gute Verbindung nach Hohenschönhausen (ab Buch nur Bus 893), Buch ist als Kliniken- und Forschungsstandort relativ bedeutend.
    Eine Flügelung nach Buch/Birkenwerder könnte man zwar an der Sellheimbrücke machen, allerdings glaube ich auch nicht, dass Flügelungen im S-Bahn-Netz so geeignet sind. Kommt es nämlich auf einer der Linienäste zu Verzögerungen, wirkt sich das auf die ganze Linie aus.
    Einen Umsteigebahnhof Karower Kreuz könnte man auch so vielleicht realisieren, indem man Bahnsteige an der Verbindungskurve nach Buch baut, an der S2 könnten Bahnsteige entstehen, sodass mit diesem Umstieg die Möglichkeit besteht z.B. von Hohenschönhausen nach Pankow zu fahren. Der Umsteigeweg zur S8 wäre dann leider ziemlich lang, um die Strecke Hohenschönhausen-Birkenwerder zu ermöglichen oder man muss die Kurve der S8 etwas nach Norden verschieben, was aber auch sehr schwierig ist.

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