Beschreibung des Vorschlags
Aktuell endet die Straßenbahnlinie 706 in Düsseldorf an den H „Hamm S“ bzw. „Am Steinberg“. Sie fährt eine Schlaufe durch Düsseldorf, die durch ein fehlendes Stück zwischen Bilk und Hamm davon abgehalten wird, eine vollständige Ringlinie darzustellen. Aufgrund deutlich besserer Anschlussmöglichkeiten an andere Linien und einer besseren Erschließung Hamms schlage ich vor, die die Linie um jenes fehlende Stück zu ergänzen und zu einer vollständigen Ringlinie auszubauen, wovon auch andere Stadtteile Düsseldorfs durch schnellere Verbindungen profitieren würden. Konkret hätte eine Verlängerung folgende Vorteile:
– Es gibt aus Hamm tatsächlich keine einzige Verbindung zum dortigen S-Bahnhof. Nur die 723 fährt durch Hamm-Mitte und hält mit der H „Weizenmühlenstraße“ auch nah am Bahnhof, allerdings nur über einen langen Umweg / Schlenker über den Hafen, der aus einer Fahrtzeit von wenigen Minuten etwa 10 Minuten macht und den Bahnhof wie gesagt auch nicht direkt bedient.
– Der am Rhein gelegene Teil Hamms ist überhaupt nicht vom ÖPNV erschlossen, Hamm Mitte nur schlecht. Es gibt nur den etwas außerhalb liegenden S-Bahnhof im Norden (die 706 bedient neben diesem nur die sehr nah am Bahnhof liegende H „Hammer Dorfstraße“, nicht aber das Zentrum des Stadtteils), die ebenfalls komplett außerhalb liegende H „Josef-Kardinal-Frings-Brücke“ der 709 im Süden und eine (nicht sehr häufig verkehrende und nicht den Bahnhof anbindende) Buslinie im Südosten von Hamm. Der Vorschlag würde Hamm-West an den ÖPNV anbinden.
– Es würde eine neue Querverbindung geschaffen, welche die Stadtbahn-H „Südring“ der U71 und U83 an den Südfriedhof und dort liegenden P&R-Parkplatz anbindet und beide Stationen wiederum mit der Schlaufe an der Merowingerstraße und den dort verkehrenden Straßenbahn- und Buslinien verbindet. Damit wird neben einer Verbesserung der Anschlüsse in Bilk selbst auch die Anbindung von Hamm, Bilk und allgemein dem Westen Düsseldorfs an die Universität (über die Schlaufe an der Merowingerstraße) verbessert. Von allen drei Haltestellen – „Südfriedhof“, „Südring“ und „Merowingerstraße“ – müsste man erst zur Stadtmitte fahren, um umzusteigen. Eine neue Querverbindung verkürzt die Reisezeiten deutlich. Die Fußwege des von der H „Südring“ erschlossenen Wohngebiets bis zur „Merowingerstraße“ sind mehr als 15-minütig. Die Verbindung würde das stark herunterkürzen.
– Der Verkehr auf der B 326 könnte – insbesondere in Anbetracht des P&R-Parkplatzes am Südfriedhof – entlastet werden.
– Eine vollständige Ringlinie schließt alle von der 706 bedienten Stadtteile, u.a. Düsseltal, Pempelfort und Friedrichstadt, besser an Bilk und Hamm an.
– Auch die Reisewege bis Bilk S werden verkürzt, wo sich die Düsseldorf Arcaden befinden und in den Regionalverkehr umgestiegen werden kann.
Der vorgeschlagene Verlauf wäre, von der H „Am Steinberg“ aus, folgender:
– Die einseitig befahrbare Schleife an der aktuellen Endhaltestelle bleibt bestehen. In eine Richtung werden die H „Am Steinberg“ und „Merowingerstraße“ bedient, in die andere Richtung die H „Merowingerplatz“ und „Moorenstraße“ (ggf. auch „Merowingerstraße“, falls platztechnisch möglich an der aktuellen Bushaltestelle, aufgrund der Nähe zur Kreuzung aber wahrscheinlich, wenn überhaupt, eher in Form einer neuen Station), bevor an der H „Kopernikusstraße“ wieder in beide Richtungen gefahren wird.
– Über eine Neubaustrecke mittig der B326 bedient die 706 die H „Südring“, wo Anschlussmöglichkeit an die Stadtbahn (U71 / U83), vor allem in Richtung Bilk S und Altstadt besteht. Es würde damit die erste Direktverbindung zwischen der Ecke „Am Steinberg / Merowingerstraße“ und „Südring“ bestehen, was verhindert, dass die Einwohner in Bilk und Volmerswerth wie aktuell weitere Fußstrecken zurücklegen müssen, um zur 706 und den ebenfalls dort haltenden Buslinien zu gelangen.
– Die Bahnen fahren dann entlang der B 326 bis zur bestehenden Straßenbahnstation H „Südfriedhof“, wo eine Umstiegsmöglichkeit in die 709 und 723 besteht und ein P&R-Parkplatz zur Verfügung steht, der durch eine verbesserte Anbindung sicherlich auch mehr genutzt werden würde. Zur besseren Erschließung könnte dazwischen auch eine H „Dormagener Straße“ eingerichtet werden, wo ebenfalls in die 723 und zusätzlich die Nachtbuslinie NE8 umgestiegen werden könnte.
– Entlang der Strecke der 709 könnte noch eine neue H „Aderkirchweg“ eingerichtet werden, damit eine Umstiegsmöglichkeit in die 723 zur Florensstraße besteht, ohne dass die Einwohner Hamms erst bis „Südfriedhof“ rausfahren müssen.
– Die Route durch Hamm könnte sich aufgrund der engen Straßen schwierig gestalten und es sind viele verschiedene Linienführungen denkbar. Ich habe mich gegen eine zentralere Führung über „Hinter der Böck“ entschieden, da dort eine schwierige Kreuzung in der Mitte Hamms besteht. Aufgrund der teilweise etwas breiteren Straßen und weil dieser Teil Hamms noch sehr schlecht bzw. gar nicht an den ÖPNV angebunden ist, habe ich mich für eine Linienführung nah am Rhein entschieden. Dabei liegt ein Teil der Strecke bis zu der H „Auf den Steinen“ auf eigenem Gleiskörper. An der H „Möhkersgäßchen“ werden die Bahnen über die bestehenden Einbahnstraßen geführt. Ursprünglich enthielt mein Vorschlag eine Route, bei der die Bahnen nach der H „Aderkirchweg“ über die Straße „Auf der Böck“ fahren, anstatt die bestehenden Gleise bis zur H „Josef-Kardinal-Frings-Brücke“ zu nutzen, wie es jetzt der Fall ist. Hintergrund ist, dass ich die Haltestellenabstände erhöhen wollte und daher eine Haltestelle am Ortseingang entfallen ist, die von der bestehenden H der 709 an der Brücke ersetzt wird, die ohnehin in der Nähe liegt. Die Führung vom Brückeneingang über eine eigene Trasse bis zur H „Auf den Steinen“ könnte baulich schwieriger werden als die Führung über die Straße, ist jedoch aufgrund der Enge der Straße und den allgemein bekannten Vorteilen einer separaten Trasse deutlich zu bevorzugen, weswegen ich mich in meinem Vorschlag nun letztlich für diese Lösung entschieden habe.
– Nach der H „St. Blasius-Kirche“ führt die Route auf einen eigenen Gleiskörper in Richtung des aktuellen Endhalts „Hamm S“, sodass die Einwohner Hamms auch besser an den Bahnhof angebunden wären. Danach würde die Bahn wieder auf die Straße „Auf den Kuhlen“ einbiegen, auf der – zumindest in eine Richtung – sogar bereits Gleise bestehen. Das Gleisdreieck könnte ggf. entfallen und abgebaut werden, sofern dieses nicht aus betrieblichen Gründen, bspw. als Abstellplatz, genutzt werden muss.
Ich würde mich sehr über Kommentare und Anregungen freuen!

Dieser Abschnitt stellt die einzige Begründung des gesamten Vorschlags dar, und ist dabei so allgemein geschrieben, dass man ihn auf praktisch jeden Vorschlag anwenden könnte. Warum ist konkret diese Strecke so wichtig?
Stimmt, das war etwas allgemein gehalten. U.a. folgende Gründe sprechen für einen Ausbau:
– Es gibt aus Hamm tatsächlich keine einzige Verbindung zum dortigen S-Bahnhof. Nur die 723 fährt durch Hamm-Mitte und hält mit der H „Weizenmühlenstraße“ auch nah am Bahnhof, allerdings nur über einen langen Umweg / Schlenker über den Hafen, der aus einer Fahrtzeit von wenigen Minuten etwa 10 Minuten macht und den Bahnhof wie gesagt auch nicht direkt bedient.
– Der am Rhein gelegene Teil Hamms ist überhaupt nicht vom ÖPNV erschlossen, Hamm Mitte nur schlecht. Es gibt nur den etwas außerhalb liegenden S-Bahnhof im Norden (die 706 bedient neben diesem nur die sehr nah am Bahnhof liegende H „Hammer Dorfstraße“, nicht aber das Zentrum des Stadtteils), die ebenfalls komplett außerhalb liegende H „Josef-Kardinal-Frings-Brücke“ der 709 im Süden und eine (nicht sehr häufig verkehrende und nicht den Bahnhof anbindende) Buslinie im Südosten von Hamm. Der Vorschlag würde Hamm-West an den ÖPNV anbinden.
– Es würde eine neue Querverbindung geschaffen, welche die Stadtbahn-H „Südring“ der U71 und U83 an den Südfriedhof und dort liegenden P&R-Parkplatz anbindet und beide Stationen wiederum mit der Schlaufe an der Merowingerstraße und den dort verkehrenden Straßenbahn- und Buslinien verbindet. Damit wird neben einer Verbesserung der Anschlüsse in Bilk selbst auch die Anbindung von Hamm, Bilk und allgemein dem Westen Düsseldorfs an die Universität (über die Schlaufe an der Merowingerstraße) verbessert. Von allen drei Haltestellen – „Südfriedhof“, „Südring“ und „Merowingerstraße“ – müsste man erst zur Stadtmitte fahren, um umzusteigen. Eine neue Querverbindung verkürzt die Reisezeiten deutlich. Die Fußwege des von der H „Südring“ erschlossenen Wohngebiets bis zur „Merowingerstraße“ sind mehr als 15-minütig. Die Verbindung würde das stark herunterkürzen.
– Der Verkehr auf der B 326 könnte – insbesondere in Anbetracht des P&R-Parkplatzes am Südfriedhof – entlastet werden.
– Eine vollständige Ringlinie schließt alle von der 706 bedienten Stadtteile, u.a. Düsseltal, Pempelfort und Friedrichstadt, besser an Bilk und Hamm an.
– Auch die Reisewege bis Bilk S werden verkürzt, wo sich die Düsseldorf Arcaden befinden und in den Regionalverkehr umgestiegen werden kann.
Das bitte auch in die Beschreibung einfügen und dann kann der Vorschlag freigeschaltet werden.
Die Trassierung in Hamm mit den viel zu geringen Haltestellenabstände (teilweise > 100m) sind für eine Straßenbahn doch völlig ungeeignet. Das geht eventuell für eine Kleinbuslinie.
Nö. Für die von Dir genannten Stadtteile ändert sich nichts.
Für welche Relation sollte man denn auf dem Weg zwischen Bilk bzw. Hamm und einem der drei anderen Stadtteile auch nur einen Meter Deiner Neubaustrecke nutzen?
Was verbessert würde, wäre die Verbindung Oberbilk-Südfriedhof. Der Neubau-Abschnitt zwischen Südfriedhof und Am Steinberg hat auch vernünftige Haltestellenabstände. Den könnte man für eine zukünftige Linie Neuss – Uni nutzen.
Und natürlich wird die Verbindung Hamm – Am Steinberg verbessert. Aber wieviele Leute sind da unterwegs?
Danke für deinen Beitrag. Kurz vorweg: Bist du allgemein eher gegen den Vorschlag oder nur gegen meine konkrete Linienführung?
Aber erstmal zu deinen Kritikpunkten:
– Du hast Recht, dass die Abstände zwischen den Haltestellen in Hamm teilweise arg gering sind. Da werde ich nochmal ein wenig nachbessern. Allerdings musst du bedenken, dass so geringe Haltestellenabstände bei den Straßenbahnen in Düsseldorf alles andere als ungewöhnlich sind. Nehmen wir mal zwei Beispiele der 706 in ihrer aktuellen Form: Zwischen den H „Hammer Dorfstraße“ und „Hamm S“ liegen – in Richtung Hamm S – ca. 110m. In die andere Richtung dürfte es (schätzungsweise) ähnlich aussehen. Zwischen den H „Merowingerstraße“ und „Merowingerplatz“ sind es etwa 250m. Bei den Linien 704 und 707 liegen zwischen den H „Morsestraße“ und „Fürstenplatz“ auch nur etwa 140m. Als ungeeignet würde ich das nicht unbedingt bezeichnen. Für den weniger dicht besiedelten Stadtteil Hamm aber vielleicht wirklich etwas gering.
– Du hast Recht, dass der Nutzen für die drei ersten Stadtteile weniger stark ist, als für jene, welche die Neubaustrecke tatsächlich bedienen würde. Als größten Nutzen sehe ich aber u.a. die Schließung der Lücke zwischen „Merowingerstraße“ und „Südfriedhof“ über „Südring“. Warum da keine vernünftige Querverbindung besteht, ist mir ohnehin schleierhaft. Die Wohngebiete an der Strecke der U71 / U83 sind dicht besiedelt und die Fußwege in Richtung 706 – die für Wege z.B. nach Oberbilk die beste Wahl für die dortige Umgebung ist – teilweise recht lang. Ich denke schon, dass alleine für diese Umstiegsmöglichkeiten die Verbindung Hamm – Am Steinberg eine sinnvolle Ergänzung darstellen würde.
– Nicht zu vergessen ist auch der Anschluss Hamms an den eigenen S-Bahnhof und die Bedienung von Teilen des Vororts, die noch gar kein (hochwertiges) ÖPNV-Angebot haben.
Sicherlich gibt es Verbesserungsbedarf, aber grundsätzlich halte ich daran fest, dass diese Lückenschließung für mich eine logische Schlussfolgerung und eine sinnvolle Ergänzung im Straßenbahnnetz von Düsseldorf darstellen würde.
Ich habe die Abstände in Hamm nun angepasst, vielleicht ist der Vorschlag so etwas realistischer.
Den Abschnitt zwischen Am Steinberg und Südfriedhof finde ich prinzipiell gut.
Die genaue Trassenführung im Bereich der Mammut-Kreuzung Sädring/Münchener Straße/Merowingerstraße/Kopernikusstraße ist schwierig. Da müsste man ggf. noch einmal die Details überarbeiten. Andererseits ist da genug Platz, so dass sich sicherlich eine Lösung finden lässt.
Eine Überlegung wert: Soll die 706 den Schlenker über „Am Steinberg“ machen oder nicht besser auf direktem Weg durch die Kopernikusstraße zum Südring fahren? Allerdings wären dann wahrscheinlich die alten Bäume in der Kopernikusstraße in Gefahr. Und die von Dir geplante Streckenführung zwischen Südring und Am Steinberg würde auch besser zu einer neuen Straßenbahnlinie Neuss-Uni passen, wie sie mir vorschwebt.
Wenn man eine zukünftige Linie Neuss-Südring-Uni mit berücksichtigt, käme auch eine Führung über Uhlenbergstraße, Eduard-Schulte-Straße und dann mit einer Brücke über die Münchener Straße auf den Südring in Frage. Ist im Bau aufwendiger, dafür gibt es deutlich weniger Konflikte mit dem MIV und die 706 wäre vermutlich trotz Umweg schneller, da sie nicht durch die Kreuzung ausgebremst wird.
Den Abschnitt Hamm-Südfriedhof halte ich dagegen für eine Schnapsidee.
Der Bedarf für die Verbindung und den Ringschluss ist einfach nicht da. Hamm ist einfach nicht groß genug um eine Straßenbahn zum Südfriedhof zu fällen. Und für alle anderen Verbindungen von Norden zum Südfriedhof ist bestehende 709 besser.
Für die Feinerschließung von Hamm würde ein Kleinbus reichen. Der hätte dann auch weniger Probleme mit den engen Straßen.
Im übrigen taugt Deine neue Linienführung in Hamm nichts. Ich kann mich jetzt nicht mehr im Detail an Deinen ursprünglichen Vorschlag erinnern, aber eine Verbesserung kann ich nicht erkennen – im Gegenteil.
Zwischen „Auf den Steinen“ und „Hamm (S)“ sind die Haltestellenabstände immer noch viel zu kurz. Dass es auf anderen Linien in dicht besiedelten Innenstadtbereichen manchmal auch kurze Haltestellenabstände gibt, um wichtige Umsteigebeziehungen herzustellen, ist kein Argument. Hamm ist nicht dicht besiedelt und außer dem S-Bahnhof hast Du keine Umsteigepunkte.
Und südlich von „Auf den Steinen“ sieht Dein neuer Vorschlag komplett unrealistisch aus. Mir fehlt die genaue Ortskenntnis und OSM ist auch nicht detailliert genug: Willst Du die Straßenbahntrasse nun auf dem Deich? Oder vor dem Deich? Beides klingt nach einer sehr schlechten Idee. Und wie soll die Straßenbahn dann von unten in die bestehenden Straßenbahntrasse auf der Südbrücke einfädeln?