Beschreibung des Vorschlags
In München verkehren diverse Nachtzuglinien, der Nightjet von Innsbruck nach Amsterdam und Hamburg (täglich), der EuroNight/Nightjet von Stuttgart über München Ost nach Budapest, Zagreb, Villach und Venedig. Zudem verkehren ebenfalls Nightjet-Verbindungen aus Mailand, Rom und Genua zum Münchener Hauptbahnhof, sowie ein EuroNight aus Warschau zum Hauptbahnhof und einzelne private Nachtzüge von Malmö nach Innsbruck mit Halt in München Ost. Es fällt auf, dass alle Nachtzüge, die München durchqueren lediglich in München Ost und nicht am Hauptbahnhof oder in München-Pasing hält. Zudem existiert dreimal pro Woche einen Nightjet-Verbindung aus Wien mit Halt am Münchener Ostbahnhof nach Paris und Brüssel. Somit ist insbesondere mit dem deutschen Fernverkehr eine gute Verknüpfung nicht möglich und es ist oft eine zusätzliche Fahrt mit der S-Bahn oder mit dem Regionalverkehr zwischen München Hauptbahnhof oder München-Pasing zum Ostbahnhof notwendig.
Um die Nachtzugverbindungen attraktiver zu machen und ebenfalls mit dem Fernverkehr besser zu verbinden schlage ich deswegen vor, den Nachtzug aus beziehungsweise von Stuttgart in oder aus Richtung Osten mit einem zusätzlichen Halt in München-Pasing verkehren zu lassen. Zudem wäre auch ein Halt am Münchener Hauptbahnhof sinnvoll, allerdings ist dieser ohne einen Steuerwagen betrieblich nur schwer umsetzbar und deshalb wahrscheinlich leider eher unrealistisch. Es könnte allerdings der Nightjet-Zugteil in oder aus Richtung Venedig mit dem neuen Nightjet bedient werden, dieser würde über einen Steuerwagen verfügen und somit wäre ein Halt am Münchener Hauptbahnhof trotzdem möglich. Allerdings wäre der neue Nachtzugeinsatz wahrscheinlich eher ungeeignet, da der neue Nightjet im Vergleich zu den aktuell eingesetzten Wagons eine zu hohe Kapazität hätte. Für die Nachtzüge aus beziehungsweise nach Paris und Brüssel und von und nach Wien wäre eine ähnliche Änderung denkbar, diese Zugverbindungen müssten ebenfalls auf die neuen Nightjet Züge umgestellt werden. Diese Verbindung würde dann ebenfalls in München-Pasing und München Hauptbahnhof neben München Ost halten. Der schwedische Nachtzug kann wahrscheinlich aufgrund eines fehlenden Steuerwagen nicht sinnvoll am Hauptbahnhof in München halten, allerdings könnte wenigstens ein Halt in München-Pasing realisiert werden. Die anderen Nachtzüge halten bereits am Hauptbahnhof und müssen dementsprechend nicht umgestellt werden.
Es würde eine Fahrtzeitverlängerung von circa 25 Minuten entstehen, allerdings könnte diese in der Nacht wieder hineingefahren werden oder es könnte die Fahrtzeit insgesamt verlängert werden, was bei den langen Nachtzugverläufen, aber nicht besonders stark ins Gewicht fällt.

Ein Halt in Pasing wäre noch vertretbar aber Nachtzüge sollten nicht zu oft halten, um den schlafenden Fahrgästen eine erholsame Nacht bieten zu können.
Den Hbf anzufahren halte ich aufgrund der enormen Fahrzeitverlängerung nicht für sinnvoll. München Ost ist hervorragend an den Hbf angebunden. Neben der S-Bahn im 2- bis 3-Minuten-Takt gibt es bei Stammstreckensperrungen noch die U5 und die Tramlinien 21 und N19.
Da hast du natürlich Recht, allerdings wäre der Halt nur kurz nach dem Halt in München Ost, bei dem ohnehin etwas Unruhe in den Zug kommt, somit sehe ich kein Problem.
Da hast du mit der Fahrtzeitverlängerung natürlich Recht, aber glaubst du nicht, dass bei extrem langen Zugläufe (z. B. Wien – Brüssel mit 15 Stunden), 20 Minuten mehr oder weniger wirklich ins Gewicht fallen?
Da die Halte in Ost und Pasing direkt aufeinanderfolgen, dürfte das kaum die Nachtruhe stören. Die Stichfahrt über den Hbf ergibt keinen Sinn. Andere Linien, z. B. der IC 24 von Berchtesgaden nach HH-Altona bedienen ebenfalls Pasing und Ost. Der Münchener Hbf ist ein Hybrid aus Durchgangsbahnhof (nur S-Bahn) und Kopfbahnhof (Regional- und Fernverkehr).