Beschreibung des Vorschlags
Die meisten Dresdner kennen warscheinlich die Bezeichnung 26er-Ring. Gemeint ist damit die große Ringstraße welche das Stadtzentrum einmal umrundet. Der Name rührt dabei von der ehemaligen Straßenbahn-Ringlinie 26 her, welche diesen bis 2000, alleridings immer wieder mit Unterbechungen befahren hat. Heute wird der Ring nur noch von einzelnen Linien welche auf Teilen des Rings fahren erschlossen, eine Ring-Linie gibt es nicht mehr.
Mein Vorschlag sieht vor eine solche Ringlinie, mit der bekannten Nummer 26 wieder einzuführen. Da aber für die Fahrer Pausen- und Toilettenzeiten berücksichtigt werden müssen ist eine Vollringlinie, also eine, welche den Ring ohne Unterbrechung befährt, in der heutigen Zeit nicht mehr möglich. Ich schlage deshalb eine Ring-Linie nach dem Osloer Modell vor (Linje 5 Ringen). Die Bahnen würden von ihrem Endpunkt im Norden, am Betriebshof Trachenberge zum Bahnhof Neustadt fahren, den Ring im Uhrzeigersinn 1 einhalb mal umrunden und schließlich am Hauptbahnhof Richtung Südvorstadt wieder abbiegen wo sie ihren zweiten Endpunkt hätten. Anschließend würden sie wieder zurück fahren. Diesmal jedoch gegen den Uhrzeigersinn. Um Stau in der Gleisschleife in der Südvorstadt zu vermeiden würde die heutige Linie 8 nur noch verkürzt bis zur Prager Straße geführt werden wo sie in der Webergasse wenden kann. Auch andere Linien welche heute zum Teil über Teile des Rings fahren könnten in Zukunft einen direkteren Fahrtweg bekommen und so Umwege vermeiden.
Mit der 26 würde somit wieder eine durchgängige Ringverbindung entstehen welche unter anderem für bessere Verknüpfung zwischen den einzelnen Linien sorgt und Fahrten ohne viel Umsteigen entlang des Rings möglich macht. Warum man die 26 damals einstellte ist mir bis heute schleierhaft und ich höre immer wieder Stimmen die ihre gute alte 26 wieder zurückhaben wollen.
Die Kosten des Projekts wären, wenn überhaupt sehr niedrig da bereits alle Gleisanlagen exisitieren und auch genug Rollmaterial zur Verfügung steht.

Die Kosten bei zusätzlichen Fahrtangeboten liegen vor allem beim Personal, aber auch beim Strombedarf. Die zusätzliche Linie müsste also möglichst im übrigen Netz wieder eingespart werden. Für einen adäquaten Ausgleiche sehe ich bei dir jedoch nicht genügend Vorschläge.
Außerdem solltest du noch erläutern, warum du auf dem östlichen Teil des Ringes doppelt sie viele Fahrten vorschlägst, wie auf dem westlichen Teil.
Über die Sinnhaftigkeit der Idee kann ich nicht viel sagen, aber die Begründung klingt für mich recht plausibel.
Warum soll denn immer etwas eingespart werden? Allerorten wird von der Verkehrswende gesprochen. Wenn wir die erreichen wollen, müssen wir den ÖPNV ausbauen. Wenn sich das zusätzliche Angebot lohnt, dann ist das doch positiv.
Wieso denn einsparen? Ich schreibe nirgends etwas von einsparen? Im Gegenteil: ich binn für die Einführung einer neuen Linie. Also eine Ergänzung des aktuellen Netzes.
Wieso sollte eine Vollringlinie in der heutigen Zeit nicht mehr möglich sein?
Berlin hat einen S-Bahnring und z.B. in Aachen gibt es auch zwei Ringlinien (Bus).
In Aachen kenn ich mich nicht aus, aber in Berlin verlassen die Bahnen auch zwischenzeitlich, allerdings mit anderer Liniennummer den Ring um irgendwo anders eine Pause einzubauen.
Soweit ich weiß, gibt es in Berlin zwar auch Linien, die den Ring nur teilweise befahren, die S41/S42 drehen aber eine Runde nach der anderen. Lediglich das Fahrpersonal wird ab und zu ausgewechselt.
Ist in Aachen genauso.
Richtig, die S41 und S42 drehen eine Runde nach der anderen. Theoretisch. Wenn sie Verspätung haben, werden sie allerdings ausgesetzt, da sie ansonsten kaum wieder pünktlich werden könnten. Prinzipiell sind Ringlinien aber möglich.
Um ein zusätzliches Angebot zu rechtfertigen, muss es ja eine Nachfrage geben. Klar, die Fernbahnhöfe Neustadt und Hauptbahnhof, die äußere Neustadt und diverse Schulen generieren eine ziemlich große Nachfrage.
Aber kann das diese Ringlinie rechtfertigen? Ich denke nicht.
Der Ring wird schon hervorragend durch die Linien 6, 10, 11 und 13 bedient. Knotenpunkte wie der Straßburger Platz oder der Hauptbahnhof werden auch von zahlreichen weiteren Linien angefahren.
Eine Angebotsverstärkung auf dem Ring fände ich zwar durchaus sinnvoll, aber nicht mit einer Ringlinie.
Deswegen schreibe ich ja, einige Linien welche heute einen Umweg über den Ring fahren direkter zu führen.
„Warum man die 26 damals einstellte ist mir bis heute schleierhaft und ich höre immer wieder Stimmen die ihre gute alte 26 wieder zurückhaben wollen.“
Kannst du vielleicht nochmal ein wenig genauer begründen, warum die Wiedereinführung der Ringlinie sinnvoll sein könnte? Es fährt ja niemand damit im Kreis, meist nur so maximal eine Drittelrunde. Daher können Linien, die nur eine Drittelrunde fahren und darüber hinaus wichtige Ziele an den Radialen bedienen, die Nachfrage meist besser bedienen. Das wären in diesem Fall die Linien 6, 10 und 13, die jeweils ziemlich genau etwas mehr als ein Drittel abdecken. Oder wo siehst du da Bedienungslücken? Nur wegen des Namens „Ring“ oder „Linie 26“ braucht man die jedenfalls nicht wieder einführen, die Straßenbahn ist ja kein Selbstzweck.
Ich persönlich fahre oft auf dem Ring. Allerdings muss man nicht selten zwischendurch umsteigen. Zum Beispiel vom Bf. Neustadt zur Budapester gibt es keine Direktverbindung. Natürlich könnte man mehr Linien über den ring schicken, allerdings würden viele wichtige Direktverbindungen in das Stadtzentrum wegfallen und es entstünden an einigen Stellen im Ring Überlastungen. Außerdem fahren einige Linien wie bereits irgendwo erwähnt riesen „Umwege“ nur um den Ring auf möglichst langer Strecke zu bedienen. Einige von diesen könnten direkter fahren und eine Menge Fahrtzeit einsparen wodurch sie für Transitfahrer attraktiver werden würden.
Braucht es denn eine Straßenbahn vom Bf. Neustadt zur Budapester?
Wer mit dem Zug ankommt, kann bis Mitte weiterfahren und dort in die 10 steigen. Wer dort wohnt, kann doch zum Albertplatz laufen und von dort die 7 nehmen.
Natürlich könnte man mehr Linien über den ring schicken, allerdings würden viele wichtige Direktverbindungen in das Stadtzentrum wegfallen und es entstünden an einigen Stellen im Ring Überlastungen.
Natürlich sollte man keine bestehenden Linien über den Ring schicken, sondern neue.
Wo hier Überlastungen entstehen sollen, sehe ich auch nicht so ganz ein.
Außerdem fahren einige Linien wie bereits irgendwo erwähnt riesen „Umwege“ nur um den Ring auf möglichst langer Strecke zu bedienen.
Ich schätze, du meinst die Linien 6, 7, 10 und 11.
Die 6 soll Verbindungen in die Neustadt schaffen. In die Innenstadt fährt schon die 12.
Die 7 und die 10 binden mit dem Umweg den Hauptbahnhof an. Auch nicht ganz unwichtig. Besonders die 10 ist zwischen Fetscherplatz und Bahnhof Mitte in der HVZ arg voll. Mit der 7 fahr ich fast nie. Die kann ich nicht einschätzen.
Die 11 bindet Bahnhof Neustadt, das Kongresszentrum und den Postplatz an. Zudem wäre bei einer Führung über Pirnaischen Platz kein Umstieg zu 4 und 9 möglich.
Ich habe den Vorschlag gerade wiederentdeckt und sehe jetzt eine viel bessere Option eine solche Ringlinie umzusetzen.
Man kann einfach eine bestehende Linie nutzen, die dann zusätzlich eine Runde auf dem Ring fährt. Passend wären hier vor allem die Linien 6 und 10. Die Linie 13 wäre eher ungeeignet, weil man damit die Verbindunen zwischen dem Dresdner Osten und der Neustadt verschlechtern würde.
Die Linie 6 könnte vom Bahnhof Mitte aus erst eine Runde auf dem Ring fahren und erst dann nach Niedersedlitz und Wölfnitz weiterfahren. Die Verbindung von Striesen und Blasewitz nach Löbtau wird ohnehin von der 12 bedient und erfordert nicht das zusätzliche Angebot der Linie 6.
Mit der Linie 10 könnte man theoretisch dasselbe machen, dann würde aber die Direktverbindung von Striesen zur Messe entfallen.
Lass doch deine Linie 26 in Johannstadt wieder starten und das am besten auf beiden seiten fahren. Innen und Außenring