9 Kommentare zu “WI: S-Bahn Ausbau: Verlängerung zum Zentrum

  1. Die Wahrscheinlichkeit dass so eine Strecke hier in einer Stadt die schon eine Straßenbahn ablehnt auch nur teilweise oberirdisch umgesetzt wird, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Und selbst dann dürften die Kosteneinsparungen nur minimal sein, da wie in der Zeichnung zu sehen ist 90% der Strecke außerhalb der Haltepunkte so oder so unterirdisch liegen muss um die Straßen und teilweise auch Gebäude zu unterqueren. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass man sich bei den Haltepunkten auf eine Troglage ohne Dach oben drauf entscheidet (wodurch ja vermutlich Punkte wie Brandschutz doch etwas einfacher werden), das ist aber dann kein so großer Unterschied mehr bei den Kosten.

      1. Halte ich auch für schwierig, oberirdisch ist so etwas in einer bestehenden innerstädtischen Stadtstruktur schlicht nicht mehr durchsetzbar – vor hundert Jahren mal, aber nicht mehr heute. Kann man doof finden, ist aber die politische Realitiät. Den verlinkten Vorschlag von Richard Vogler halte ich da durchaus für sinnvoller.

        Problem: Der Takt – S1, S8, S9 – das ist einfach nicht viel, damit sich der Tunnel auch annehmbar füllt. Die S9 und damit die direkte Verbindung nach Kastel fällt in Zukunft auch noch weg. Die bestehenden Regionalbahnen sind wegen der verschiedenen Bahnsteighöhen zur S-Bahn auch schwierig. Denkbar wäre einzig die isoliert verkehrende Ländchesbahn, insbesondere, seitdem keine Durchbindungen nach Limburg mehr erfolgen. Umbau der Bahnsteige und Elektrifizierung natürlich vorrausgesetzt.

  2. Den Halt „Rhein-Main-Hallen“ halte ich oberirdisch nicht für politisch durchsetzbar. Das geht allenfalls im Trog. Allgemein dürfte die Trassierung doch wesentlich einfacher sein, wenn du einfach auf bzw. unter dem Mittelstreifen der Friedrich-Ebert-Allee bleibst.

    Zudem wirst du hinter der Endstation eine Wendeanlage brauchen, wenn es auf der Strecke einen halbwegs dichten Takt geben soll.

    1. Ok, Ich hatte in eh vor den Halt Rhein-Main Hallen im Trog zu gestalten. Ich glaube jedoch nicht, dass eine Führung auf der Friedtrich-Ebert Allee möglich ist. Ich habe die Trasse jetzt unter diese verlegt.

      Ich glaube, dass man eine Wendeanlage nicht braucht. Wir haben hier maximal einen 6 bzw. 7 Minuten Takt. Und um zu wenden braucht ein Zug einiges unter 5 Minuten. Zusätzlich sind ja auch zwei Gleise zum Wenden vorhanden. Dies würde wohl viele Kosten ersparren.

      1. Klar kann man in unter 5 Minuten wenden. Wenn der Zug verspätet ankommt, darf man dann aber nicht erwarten, dass die Rückfahrt pünktlich beginnt. Da gerade die S8/9 nicht zu den pünktlichsten Linien im Rhein-Main Gebiet gehören, wäre eine längere Wendezeit entsprechend vorteilhaft.

        1. Ja. Gut. Verspätungen hier kommen öfter vor. Durch die zwei Gleise müssen Züge ja nur in unter 13 Minuten wenden. Aber wenn ein Zug mehr als 10 Minuten zu spät ist, ist es nicht immer so, dass das Gleis noch frei ist. Ich glaube trotzdem, dass es klappen würde.

  3. Ich halte die vorgeschlagene Linienführung nicht für zielführend. Um den Verkehr in Wiesbaden zu entlasten, müsste die S-Bahn die Zuläuferlinien der ESWE zum Hauptbahnhof vor dem Zentrum abfangen, am sinnvollsten entlang des Kaiser-Friedrich-Ringes. Der Vorschlag hingegen erlaubt lediglich einen Umstieg in Richtung Sonnenberg und Nordost und so halb in Richtung Bierstadt; wenn man die vorgeschlagene Endhaltestelle südlich statt nördlich der Friedrichstraße baute, könnte man zumindest diesen Anschluss auch noch vernünftig hinbekommen. Aus allen anderen Richtungen ist man über den Kaiser-Friedrich-Ring genau so schnell am Hauptbahnhof wie man am vorgeschlagenen Bahnhof Zentrum wäre.

    Und auch für Fahrgäste mit dem Start/Ziel Zentrum ist der Sinn der vorgeschlagenen S-Bahn relativ gering, wenn man am Hauptbahnhof umsteigen muss: Es geht lediglich um 1 km Strecke, so dass die S-Bahn selbst bei Stau auf der Straße nur dann schneller ist, wenn sie einen ähnlichen Takt wie der Bus hat, also etwa alle fünf Minuten (sonst wartet man am Bahnsteig länger auf die S-Bahn als der Bus im Stau). Nur wenn man eh mit der S-Bahn weiterfährt, lohnt es sich auch bei einem längeren Takt.

    Übrigens hat Wiesbaden durchaus innerstädtischen SPNV, nur halt nicht im Zentrum. Was aber eigentlich kein Problem ist, viele andere Städte in dieser Größe haben so etwas auch nicht (Potsdam, Braunschweig, Bielefeld, …). Was Wiesbaden fehlt, ist einfach eine Straßenbahn für die innerstädtischen Verkehre; alternativ eine Stadtbahn, die wäre dafür auch geeignet, wenn auch teurer. Jetzt ein für diese Aufgabe ungeeignetes System, nämlich die S-Bahn, vorzuschlagen, nur, weil sich die Wiesbadener gegen eine Straßenbahn entschieden, aber nicht das Geld für eine Stadtbahn haben, ist sinnlos.

  4. Die tunnelstrecke macht nicht wirklich sinn, warum würde man am Kurpark enden wollen? Wenn überhaupt sollte es richtung Westend/Kirchgasse gehen.

    In etwa so hätte ich gedacht, vielleicht nicht bis nach Bad Schwalbach aber wenn, dann sollte man sich schon eine Station im wirklichen Stadtzentrum aussuchen, auch wenn du das als nicht-Ortskundiger natürlich nicht wissen konntest.

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