Beschreibung des Vorschlags
Fernverkehr, der am Wiesbadener Hauptbahnhof endet, braucht derzeit 7 Minuten Standzeit zum Wenden. Mit dem doppelten befahren des Bahnhofsvorfelds also ein Zeitplus von 10 Minuten aufgrund des Kopfbahnhofes. Aber auch der Zulauf zur SFS ist ausbaufähig.
Vorteile
1. Fahrzeitverkürzung Fernverkehr
Derzeit braucht man von Limburg/Montabaur/… genau so lang zum Frankfurter Flughafen wie nach Wiesbaden Hbf. Nun wird die Fahrzeit nach Wiesbaden 3 Minuten kürzer. Die Wartezeit in Wiesbaden wird um 5 Minuten auf 2 Minuten reduziert. Von Mainz/Ludwigshafen ist man nun 8 Minuten schneller in Limburg/Montabaur/Siegburg/Bonn/Köln/…
2. Fahrzeitverkürzung Regionalverkehr
Von Wiesbaden Hbf. nach Wiesbaden-Igstadt braucht man aktuell 10 Minuten. Die Neue Bahnstrecke verkürzt die Fahrzeit auf 5 Minuten. Statt 22 Minuten braucht man nun bloß 17 Minuten nach Niedernhausen. Diese Fahrzeitverkürzung macht jetzt eine Verlängerung auf der Aartalbahn zur Biebricher Allee möglich. Auch Erbenheim soll nach, wenn auch nur im T60 angebunden werden.
3. Anbindung Bierstadt
Bierstadt mit knapp 13.000 Einwohnern ist ein Stadtteil von Wiesbaden. Er bekommt nun SPNV. Zum Hauptbahnhof braucht man mit dem Bus aktuell 13 Minuten. Die Bahn wird das ganze auf 3 Minuten verkürzen.
4. Anbindung Nordenstadt
Nordenstadt mit über 9.000 Einwohnern ist ebenfalls ein Stadtteil von Wiesbaden ohne SPNV. Da er außerhalb gelegen ist, sind die Wege in die Stadt länger. Derzeit gibt es einen Expressbus über die Autobahn. Dennoch wäre eine Bahnanbindung deutlich schneller. Die Regionalbahn über Groß-Gerau hat aktuell 16 Minuten Wendezeit. Nun fährt sie 5 Minuten weiter über Bierstadt nach Nordenstadt.
Verlauf
Um die Kosten gering zu halten, habe ich einen oberirdischen verlauf gewählt. Dieser ist nur entlang von breiten Hauptstraßen außerhalb von (reinen) Wohngebieten möglich. Doch genau das ist hier in Wiesbaden der Fall.
Im Vordergrung noch als Brücke, gelangt man im Hintergrund in die Troglage. Dort sind dann die Züge nicht einmal mehr sichtbar.
Vor dem Stadion geht es (oberirdisch) nur als Hochbahn. Der Raum unter dieser kann nachwievor genutzt werden. Hier sollen im Schatten Aufenthaltsorte und Grünanlagen entstehen.
Rund um den Bahnhof stehen fast keine Gebäude – Perfekt für die Bahnstrecke.




Ich sehe die Vorteile so einer Strecke ja auch, aber insbesondere bei solchen Ingenieurbauwerken mitten in der Stadt muss man schon auf Machbarkeit, Stadtbildverträglichkeit und Kosten dieser Bauwerke eingehen.
Ja. Meine Vorschläge sind Beschreibungen sind of sehr kartenlastig. Ich versuche das ganze mit 3D Bildern noch in die Beschreibung zu bekommen.
Kurz&Knapp: Hauptverkehrsader, Gewerbegebiet und Kaserne sind bezüglich Stadtbildverträglichkeit wohl unproblematisch. Machbarkeit muss man prüfen, dennoch: Breite, Kurvenradien und Höhenunterschied sind machbar (Das behaupte ich jetzt einfach so, soll ich das begründen?) . Was die Kosten betrifft wage ich nicht eine Schätzung abzugeben, da ja auch Experten sich oft verschätzen (Siehe Tunnelbauprojekte Rastatt, Stuttgart, München, …)
Viele Grüße Geomaus007
Mit solchen Bildern hättest du es gar nicht unbedingt machen müssen, es hätte vollkommen gereicht das einmal im Text so zu beschreiben. Aber so ist es noch schöner!
Wie verträgt sich deine Idee mit der Wallauer Spange?
Prinzipiell durchaus interessant der Beitrag, aber leider halte ich ihn für das Verkehrsaufkommen ziemlich überdimensioniert. Im südlichen Bierstadt gibts wirklich gar nichts was großes Passagiervolumen generiert. Im norden entsteht das Neubaugebiet Bierstadt Nord und es stehen mehrstöckige Wohnungsblöcke. Natürlich ist es schade, dass Wiesbaden so dicht bebaut ist und somit kaum Möglichkeiten für nicht-straßengebundenen Nahverkehr bestehen, aber eine Tangentialstrecke von der KRM/Ländchesbahn nach Bierstadt wird nichts bewirken.
Auch in Nordenstadt spielt sich das Geschehen auf der anderen Seite des Ortes ab. Wenn überhaupt bräuchte man dort einen Anschluss (Einkaufsläden, Gewerbegebiet, Neubau am Hainpark, Mehrfamilienhäuser), wenn auch eine stündliche RB 75 sich da kaum bemerkbar machen würde. Schließlich haben leider nur die Zwischentakte aus Darmstadt 15min Wendezeit, jede Zweite muss in 9min wenden.
Auch wenn es ein sehr innovativer Vorschlag ist, den ich so noch nicht hier gesehen habe, klingt das Ganze sehr nach Wunschdenken. Das Geschehen in Wiesbaden spielt sich genau auf der anderen Seite der Stadt ab, besser gesagt in Stadtmitte, Westend, Dotzheim, Biebrich (etc.), weshalb eine Neubaustrecke durch den Osten der Stadt da keine Abhilfe schaffen wird.